In dieser Folge von „Gott auf meiner Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte von König Amazja aus 2. Chronik 25. Amazja, ein König, der Gott nicht von ganzem Herzen nachfolgt, trifft Entscheidungen, die zunächst erfolgreich scheinen, ihn aber später in den Götzendienst und in eine verheerende Niederlage führen. Die Episode mahnt dazu, Gottes Rat über menschliche Weisheit und materielle Investitionen zu stellen, um wahres Glück und Segen zu finden.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Chronik 25:5-25:23
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. ChronikPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:31] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 500. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:38] Lieber Vater im Himmel, wir sind dir so dankbar, dass wir schon seit geraumer Zeit jeden Tag aus deinem Wort Kraft und Trost und Hoffnung für jeden einzelnen Tag schöpfen dürfen. Danke, dass du uns bis hierhin geführt hast und gesegnet hast in unserem Studium.
[1:02] Und Herr, wir wünschen uns so sehr, dass wir jeden einzelnen Tag bei dir bleiben. Wir wissen, dass mit allen anderen Dingen, die uns vielleicht geblendet haben – an Intellekt, Intelligenz und Geld und Einfluss – wir niemals das Glück und den Segen erreichen können, den wir durch dein Wort empfangen können.
[1:26] Und so bitten wir dich, dass du jetzt mit deinem Heiligen Geist zu uns sprichst und dass dein Wort seine Kraft in unserem Leben entfaltet. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:37] Wir sind in 2. Chronik Kapitel 25 und wir sind bei König Amazja, ein guter König, der aber nicht von ganzem Herzen Gott nachfolgt.
[1:52] Er lässt die Mörder des ehemaligen Königs umbringen, die seinen Vater umgebracht haben, aber tötet in Übereinstimmung mit dem Gesetz Gottes nur die Mörder, nicht noch weitere Familienangehörige.
[2:08] Wir lesen den Vers 5: "Und Amazja versammelte Juda und stellte sie auf nach den Sippenhäusern, nach den Obersten über die Tausendschaften, nach den Obersten über die Hundertschaften von ganz Juda und Benjamin. Und er musterte sie von 20 Jahren an und darüber. Und es fanden sich 300.000 Auserlesene, die in den Krieg ziehen und Speer und Schild handhaben konnten."
[2:30] "Dazu hatte er aus Israel 100.000 starke Kriegs leute für 100 Talente Silber angeworben." Als er sagte, ich würde gern meine Armee noch mal vergrößern und verstärken, und er holt Soldaten aus dem Nordreich Israel als Verstärkung, die er entsprechend bezahlt.
[2:53] Aber ein Mann Gottes kam zu ihm und sprach: "Oh König, lass das Heer Israels nicht mit dir ziehen, denn der Herr ist nicht mit Israel, mit keinem von den Söhnen Efraims."
[3:05] Mit anderen Worten, das Nordreich Israel befindet sich im Abfall. Gott kann es nicht segnen, und deswegen wird es dir nichts nützen, wenn du ihre militärische Kraft für dich in Anspruch nehmen möchtest.
[3:19] Wenn wir Allianzen eingehen, wenn wir uns mit Menschen verbinden, weil wir denken, dadurch mächtiger, einflussreicher, reicher zu werden, sollten wir zunächst die Frage stellen, ob die, mit denen wir uns verbinden, wirklich Gott lieben und ihn fürchten.
[3:35] "Sondern geh du hin, handle und sei stark zum Kampf. Gott könnte dich sonst zu Fall bringen vor dem Feind, denn bei Gott steht die Kraft zu helfen und zu Fall zu bringen." Was der Mann Gottes sagt, ist: Mit 300.000 Mann und Gott auf deiner Seite wirst du viel erfolgreicher sein als mit 400.000 Mann und ohne Gott.
[4:02] Da sprach Amazja zu dem Mann Gottes: "Was wird dann aber aus den 100 Talenten, die ich den israelitischen Truppen gegeben habe?"
[4:07] Wie oft denken wir vielleicht so ähnlich: "Da jetzt habe ich aber schon Geld dafür ausgegeben, was investiert, dann ist das ja alles zum Fenster rausgeschmissen gewesen." Und ja, man hätte vorher fragen sollen, vorher überlegen sollen.
[4:19] Der Mann Gottes sprach: "Der Herr hat dir noch mehr zu geben als nur das." Wenn du Geld für etwas ausgegeben hast und merkst jetzt eben im Nachhinein, es ist eigentlich gar nicht Gottes Wille, lass es. Du musst nicht denken, dass du nur um das Geld irgendwie noch gut angelegt zu haben, weiter auf einem falschen Weg bist. Lass es einfach. Gott wird dich über alle Maßen segnen.
[4:42] Da sonderte Amazja seine Leute ab von den Truppen, die aus Efraim zu ihm gekommen waren, oder ließ sie an ihren Ort hingehen.
[4:49] Da entbrannte ihr Zorn sehr gegen Juda, und sie kehrten in glühendem Zorn wieder heim. Man hätte auch sagen: "Na ja, wir wollen sie nicht verärgern." Aber auch das war kein Argument, um sie weiter im Dienst des Reiches Juda, des Volkes Gottes, zu behalten.
[5:08] Amazja aber fasste Mut und führte sein Volk aus und zog in das Salztal und schlug von den Söhnen Seïrs, das sind die Edomiter, 10.000 Mann.
[5:18] Und die Söhne Judas fingen 10.000 von ihnen lebendig, führten sie auf eine Felsenspitze und stürzten sie von der Felsenspitze hinunter, dass sie alle zerschmettert wurden.
[5:29] Eine ziemlich dramatische, bestürzende Geschichte, von der wir zumindest hier mal feststellen wollen, dass im Bibeltext selbst diese Art mit dem Feind umzugehen nicht gelobt wird.
[5:45] Aber die Kriegs leute, die Amazja zurückgeschickt hatte, dass sie nicht mit ihm in den Krieg zogen, fielen in die Städte Judas ein von Samaria bis nach Bet-Horon, erschlugen dort 1000 Mann und machten große Beute.
[6:01] Hieran sieht man, dass sie nicht wirklich für das Volk Juda gewesen waren, sondern lediglich Söldner, die um des Geldes wegen kämpfen wollten.
[6:12] Und es geschah, als Amazja von der Schlacht gegen die Edomiter heimkehrte, da brachte er die Götter der Söhne Seïrs mit und stellte sie sich für sich als Götter auf und betete vor ihnen an und räucherte ihnen.
[6:25] Er hatte die Edomiter besiegt und bringt die edomitischen Götter mit und fängt an, die edomitischen Götter anzubeten. Der berühmteste von ihnen ist ja der, der...
[6:35] Da entbrannte der Zorn des Herrn gegen Amazja, und er sandte einen Propheten zu ihm. Der sprach zu ihm: "Warum suchst du die Götter des Volkes, die ihr Volk nicht aus seiner Hand gerettet haben?"
[6:48] Also, das muss doch selbst einem ganz normalen Menschen, der normale Menschenverstand sagt es einem doch: Wenn diese Götter nicht einmal den Edomitern helfen konnten, warum glaubst du, sie würden dir helfen? Sie existieren nämlich gar nicht.
[7:06] Als dieser aber so zu ihm redete, sprach Amazja zu ihm: "Hat man dich zum Ratgeber des Königs gemacht? Hör auf! Warum willst du geschlagen werden?"
[7:17] Immer wieder finden wir Könige in diesen Geschichten, die es nicht abkönnen, wenn ein Prophet Gottes ihnen die Wahrheit sagt.
[7:26] Wie oft geschieht es, dass wir ärgerlich werden, zornig werden, es nicht hören wollen, wenn Gottes Wort uns unangenehme Wahrheiten präsentiert.
[7:38] Er hörte der Prophet auf und sprach: "Ich merke wohl, dass Gott beschlossen hat, dich zu verderben, weil du dies getan und meinem Rat nicht gehorcht hast."
[7:47] Es gibt den Moment, wo man merkt, dass ein Mensch nicht hören will, dass er sich durch das Wort Gottes nur noch weiter provoziert fühlt, und wo es besser ist, aufzuhören zu reden, weil es erkennbar keinen Sinn mehr machen würde.
[8:04] Und Amazja, der König von Juda, beriet sich und sandte Boten hinzu Joas, dem Sohn des Joahas, des Sohnes Jehus, dem König von Israel, und ließ ihm sagen: "Komm, wir wollen einander ins Angesicht sehen!"
[8:19] Da sandte Joas, der König von Israel, Boten zu Amazja, dem König von Juda, und ließ ihm sagen: "Der Dornstrauch auf dem Libanon sandte zu der Zeder auf dem Libanon und ließ ihr sagen: 'Gib deine Tochter meinem Sohn zur Frau!' Aber das Wild auf dem Libanon lief über den Dornstrauch und trat ihn ab."
[8:36] "Aber denk daran, dass du die Edomiter geschlagen hast, und dein Herz verführte dich zum Stolz. Bleibe du jetzt daheim! Warum willst du das Unheil herausfordern, dass du zu Fall kommst und Juda mit dir?"
[8:49] Der Amazja denkt, dass aufgrund seines Sieges über die Edomiter er jetzt sogar mit dem militärisch mächtigeren Nordreich Israel es aufnehmen könnte und sie besiegen könnte.
[9:01] Und die Antwort kommt prompt: "Tu das nicht! Du weißt nicht, worauf du dich einlässt!"
[9:10] Aber Amazja wollte nicht hören. Er wollte auf Gott nicht hören, und er wollte nicht mal auf seine Feinde hören, die ihm eigentlich hier das Richtige raten wollten, nämlich nicht zu kämpfen.
[9:23] "Denn es war von Gott zugefügt, um sie in die Hand der Feinde zu geben, weil sie die Götter der Edomiter gesucht hatten."
[9:30] Wenn wir geistlichen Götzendienst betreiben, dann wird es dazu führen, dass wir Gottes Ratschlag nicht hören wollen und dann sogar guten Rat von anderen Menschen ablehnen und irgendwann ganz in unser Unheil hineinschlittern.
[9:52] Der zog Joas, der König von Israel, herauf, und sie sahen sich ins Angesicht – ein Bild, eine bildliche Beschreibung für den Krieg – er und Amazja, der König von Juda, bei Bet-Schemesch, das zu Juda gehört.
[10:05] Aber Juda wurde vor Israel geschlagen, so dass jeder in sein Zelt floh.
[10:09] Und Joas, der König von Israel, nahm Amazja, den König von Juda, den Sohn des Joahas, des Sohnes des Jehus, bei Bet-Schemesch gefangen und brachte ihn nach Jerusalem.
[10:20] Und der riss die Mauer von Jerusalem ein, vom Efraimtor bis zum Ecktor, 400 Ellen, das sind ungefähr 200 Meter von der Jerusalemer Mauer, wurden eingerissen. Eine schändliche Niederlage.
[10:37] Und alles nur, weil der König nicht auf Gott hören wollte.
[10:40] Lasst uns gemeinsam beten.
[10:45] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich von ganzem Herzen bitten, dass wir lernen, auf dich zu hören, auch wenn es bedeutet, dass wir bereits getätigte Investitionen, die wir investiert haben, vielleicht scheinbar umsonst investiert haben, weil sich herausstellt, dass dieser Weg nicht von dir gutgeheißen wird.
[11:02] Lass uns darauf vertrauen, dass du bereit bist, uns zu segnen, und dass es sich immer lohnen wird, deinem Rat zu folgen. Herr, das wünschen wir uns von ganzem Herzen im Namen Jesu. Amen.
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