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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die Wiederherstellung des Heiligtums unter König Hiskia, basierend auf 2. Chronik 29 und 30. Sie zeigt, wie Hiskia den Tempeldienst und die Anbetung nach den alten Ordnungen Davids wieder einführt und dabei das Volk zu freiwilligen Opfern inspiriert. Die Verschiebung des Passahfestes wird als Beispiel für Gottes Pragmatismus und seinen Wunsch nach umfassender Beteiligung interpretiert, was zur Reflexion über die eigenen geistlichen Gewohnheiten anregt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute wollen wir zusammen 2. Chronik 29, Vers 20 bis 30, Vers 5 lesen und lernen, was Gott alles für uns vorbereitet hat im Heiligtumsdienst. Und bevor wir das tun, möchten wir gemeinsam beten.

[0:48] Lieber Herr Jesus, wir möchten dir danken, dass du jemand bist, ein Gott bist, der reinigt, ein Gott bist, der Neuanfänge schenkt und der das nicht nur einmal tut, sondern der bereit ist, das immer und immer wieder für uns zu tun. Und dafür möchten wir dir danken und heute von dir lernen. Amen.

[1:10] Wir möchten uns heute mit 2. Chronik 29 und dem Beginn von 2. Chronik 30 beschäftigen. Gestern haben wir gesehen, dass Hiskia den Tempel wieder öffnen ließ, der ja geschlossen, verriegelt, vernagelt worden war. Und das ist seine erste Amtshandlung war in seinem Dienst als König, diesen Tempel wieder zu öffnen, zu reinigen und wiederherzustellen.

[1:40] Und wir beginnen dazu in 2. Chronik 29, Vers 20: „Da machte sich der König Hiskia früh auf und versammelte die Obersten der Stadt und ging hinauf zum Haus des Herrn. Und sie brachten sieben Jungstiere, sieben Widder, sieben Lämmer und sieben Ziegenböcke herbei zum Sündopfer für das Königreich, für das Heiligtum und für Juda. Und er befahl den Söhnen Aarons, den Priestern, sie auf dem Altar des Herrn zu opfern. Da schlachteten sie die Rinder, und die Priester nahmen das Blut und sprengten es an den Altar. Und sie schlachteten die Widder und sprengten das Blut an den Altar. Und sie schlachteten die Lämmer und sprengten das Blut an den Altar. Und sie brachten die Böcke zum Sündopfer vor den König und die Gemeinde, und sie stützten ihre Hände auf sie. Und die Priester schlachteten sie und brachten ihr Blut zur Entsühnung auf den Altar und für ganz Israel Sühne zu erwirken. Denn für ganz Israel hatte der König Brandopfer und Sündopfer befohlen.“

[2:42] Hiskia hatte angekündigt, dass er einen Bund machen möchte, und hier sehen wir diesen Bund. Er opfert, er bringt Sündopfer, und er möchte sie nun für das ganze Volk erwirken, aber nicht nur für das Volk, sondern auch für den König selber und auch für das Heiligtum. Und wir lesen hier in Vers 20, dass er sich früh aufmachte, wieder ein Indiz dafür, dass Hiskia hier keine Zeit verliert. Es ist wirklich seine aller oberste Priorität, die Nummer eins in seiner Liste, was er als König alles machen möchte: das Heiligtum, den Opferdienst und alles, was damit verbunden ist, wiederherzustellen.

[3:26] Wir lesen weiter, Vers 25: „Er ließ auch die Leviten sich im Haus des Herrn aufstellen mit Harfen und Lauten, wie es David und Gad, der Seher des Königs, und der Prophet Nathan befohlen hatte. Denn es war das Gebot des Herrn durch seine Propheten. Und die Leviten stellten sich auf mit den Musikinstrumenten Davids und die Priester mit den Trompeten. Und Hiskia befahl, das Brandopfer auf dem Altar zu opfern. Und als das Brandopfer begann, fing auch der Gesang für den Herrn an und das Spiel der Trompeten zusammen mit den Musikinstrumenten Davids, des Königs von Israel. Und die ganze Gemeinde betete an, und die Sänger sangen und die Trompeter schmetterten so lange, bis das Brandopfer vollendet war.“

[4:12] Wir sehen hier ganz deutlich und sehr schön, wie Hiskia sich an alten Werten orientiert, an alten Ordnungen. Er setzt genau das wieder ein, was David und seine Propheten für das Heiligtum bestimmt haben: die Musik, die Form der Anbetung, den Opferdienst. Er stellt alles wieder so her, besinnt sich im wahrsten Sinne des Wortes auf die alten Pfade, auf die alten Wege, auf die alten Ordnungen.

[4:43] Vers 29: „Als nun das Brandopfer vollendet war, kniete der König nieder, samt allen, die sich bei ihm befanden, und sie beteten an. Und der König Hiskia und die Obersten geboten den Leviten, den Herrn zu loben mit den Worten Davids und Asafs.“ Es waren also auch die Worte, die Psalmen, die Texte, die von David und Asaf, die alten Dokumente, und sie lobten mit Freuden und verneigten sich und beteten an.

[5:10] Und Hiskia ergriff das Wort und sprach: „Nun habt ihr euch dem Herrn geweiht. Tretet zu und bringt die Schlachtopfer und Dankopfer zum Haus des Herrn.“ Da brachte die Gemeinde Schlachtopfer und Dankopfer dar, und alle, die willigen Herzens waren, brachten Brandopfer dar. Und die Zahl der Brandopfer, welche die Gemeinde darbrachte, betrug 70 Rinder, 100 Widder und 200 Lämmer. Diese alle als Brandopfer für den Herrn. Zu den geheiligten Opfern kamen 600 Rinder und 3000 Schafe.

[5:50] Hiskia geht hier als gutes Vorbild voran, und das bewirkt, dass das Volk es ihm gleichtut. Er bringt viele Opfer, und das Volk bringt noch mehr Opfer. Und ganz wichtig ist hier dieser Aspekt am Ende von Vers 31, dass es alles freiwillige Gaben waren, Gaben des Herzens. Und wir können in der Bibel an so vielen Stellen sehen, wo es um das Heiligtum geht, dass es immer mit Freiwilligkeit zu tun hat, immer mit freiwilligen Gaben. Und das ist ein so schöner Umstand und so ein schöner Aspekt am Heiligtum, dass Gott nichts erzwingt. Gott möchte immer, dass wir freiwillig zum Heiligtum kommen, dass wir freiwillig etwas zum Heiligtum beitragen. Und das ist natürlich für das, wie wir heute das Heiligtum leben, genauso wichtig, dass wir die Erlösung aus freien Stücken annehmen, das Geschenk, das Gott uns gemacht hat, und dass wir auch Gott freiwillig Gaben geben.

[6:54] Wir lesen weiter, Vers 34: „Nur waren es zu wenig Priester, so dass sie nicht allen Brandopfern die Haut abziehen konnten. Darum halfen ihnen ihre Brüder, die Leviten, bis das Werk vollendet war und bis sich die Priester geheiligt hatten. Denn die Leviten waren ernsthafter darauf bedacht, sich zu heiligen als die Priester.“ Ein ganz interessanter Aspekt: Die Priester waren hier wahrscheinlich nicht in ausreichender Zahl und auch nicht rechtzeitig genug mit der Heiligung gewesen. Wir wissen aus den letzten zwei Seiten, dass alles sehr schnell von sich gegangen ist, und die Leviten haben das alles sehr ernst genommen. Sie haben alles hergerichtet, sich geheiligt und gereinigt, und die Priester waren da ein bisschen hinterher. Ein ganz interessanter Aspekt, dass das hier so war.

[7:52] Vers 35: „Es waren dann aber auch Brandopfer in Menge dazu zu bringen, samt dem Fett der Friedensopfer und den Trankopfern zu den Brandopfern. So wurde der Dienst im Haus des Herrn wiederhergestellt. Und Hiskia freute sich samt dem ganzen Volk über das, was Gott dem Volk zubereitet hatte, denn die Sache war sehr rasch vor sich gegangen.“ Hier haben wir noch einmal diese Erwähnung, dass alles sehr schnell passiert ist.

[8:21] Wir starten mit Kapitel 30: „Und Hiskia sandte Boten an ganz Israel und Juda und schrieb auch Briefe an Efraim und Manasse, dass sie zum Haus des Herrn nach Jerusalem kommen sollten, um dem Herrn, dem Gott Israels, das Passah zu feiern. Denn der König beschloss mit seinen Obersten und der ganzen Gemeinde in Jerusalem, das Passah im zweiten Monat zu feiern, denn sie konnten es nicht zur bestimmten Zeit feiern, weil sich die Priester nicht in genügender Zahl geheiligt hatten und das Volk noch nicht in Jerusalem versammelt war. Und der Beschluss gefiel dem König und der ganzen Gemeinde gut, und sie verfassten einen Aufruf, der in ganz Israel von Beerscheba bis Dan verkündigt werden sollte, dass sie kommen sollten, um dem Herrn, dem Gott Israels, in Jerusalem das Passah zu halten, denn sie hatten es lange Zeit nicht mehr gefeiert, wie es vorgeschrieben ist.“

[9:19] Wir lesen hier, dass dieses Passahfest um einen Monat verschoben wurde. Wir wissen, dass normalerweise das Passah am 14. Nisan, also am 14. des ersten Monats, gefeiert wurde, und dass sie hier das Ganze verschieben, um genau einen Monat. Denn Hiskia wurde ja erst König im ersten Monat. Dann hatte es 16 Tage gedauert, bis alles geheiligt, gereinigt und wiederhergestellt war, und dann war der Termin für das Passah schon verstrichen. Und für diese Entscheidung gibt es sogar ein Backup, gibt es eine Rückversicherung, dass das möglich ist. Mose schreibt das in seinen Büchern, dass man durchaus das Passah auch später feiern kann, im Fall einer Reise, wenn man unterwegs ist, oder wenn man zur Zeit des Passahs unrein ist. So ist Gott es hier herrlich pragmatisch. Ja, wenn das nicht möglich ist, dann ist es durchaus passabel, dass man das Passah verschiebt. Und durch diese Verschiebung, das sagt dieser Text, können mehr Menschen am Passah teilnehmen, weil doch nicht alles Volk in Jerusalem versammelt war.

[10:28] Ja, wir können heute darüber nachdenken, ob es in unserem Leben Dinge gibt, die wir einmal beherzigt haben, die wir vielleicht am Anfang unseres Glaubens sehr ernst genommen haben, weil wir das in der Bibel gelesen hatten oder es erkannt hatten im Geist der Weissagung oder was auch immer. Und wir können uns darüber Gedanken machen, ob wir vielleicht diese Dinge haben schleifen lassen, weil andere Gewohnheiten sie überlagert haben oder weil wir gedacht haben, ja, vielleicht ist es doch nicht so wichtig. Aber wir sehen immer wieder am Heiligtum, dass Gott Details liebt und dass es durchaus auch um die kleinen Dinge geht. Und vielleicht gibt es in deinem Leben Dinge, wo du sagst: „Ja, die habe ich mal gehalten, und die waren eigentlich gut, und da war ich Gott nahe, und es hat mir gutgetan, dass ich das getan habe.“ Und wenn heute so ein Tag ist, wo du darüber nachdenken kannst, dann nimm dir diese paar Minuten und vielleicht findest du solche Dinge und Grundsätze und Gewohnheiten und Werte, auf die du dich wieder zurückbesinnen möchtest, und bete dafür zu Gott.

[11:38] Lass uns anschließend gemeinsam beten. Lieber Gott, wir möchten dir danken, dass du uns immer wieder zurück auf die geraden Wege bringst, dass du immer wieder Neuanfänge mit uns machst und dass wir jeden Tag aufs Neue zu dir kommen können, um neu anzufangen. So wie Hiskia hier neu angefangen hat. Und wir danken dir dafür, dass du so gnädig, so gütig und so große Nachsicht mit uns hast. In deinem Namen, Amen.


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