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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über 2. Chronik 30 beleuchtet Rabea Kramp, wie König Hiskia das Passahfest wiederherstellt und das Volk zur Umkehr aufruft. Trotz anfänglicher Ablehnung im Nordreich kommen viele mit gedemütigtem Herzen nach Jerusalem. Die Sprecherin betont Gottes Gnade, die unvollkommene Herzen annimmt, und die tiefe Freude, die aus der Rückbesinnung auf Gottes Ordnungen und das Erlösungswerk erwächst.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute möchten wir die 2. Chronik 30 gemeinsam lesen und darüber nachdenken. Bevor wir das tun, gemeinsam beten.

[0:42] Herr, lieber Gott, wir möchten dich bitten, dass wir treu sind in den Dingen, die wir bereits verstanden haben, dass wir sie beherzigen und danach tun. Und wir bitten dich, dass du uns Kraft dafür gibst, jeden Tag aufs Neue in deinen Wegen zu wandeln. Amen.

[1:01] Wir wollen uns heute mit 2. Chronik 30 beschäftigen. Wir haben gestern bereits mit diesem Kapitel begonnen und gestern haben wir gesehen, wie Hiskia die alte Heiligtumsordnung mit dem Musikdienst, mit dem Opferdienst, danach das Passah wieder eingeführt und wieder eingesetzt hat und die Passahfeier angeordnet hat. Und heute wollen wir uns mit diesem Passah noch ein bisschen mehr beschäftigen.

[1:28] Und wir starten dazu in 2. Chronik 30, Vers 6: "Und die Läufer gingen mit den Briefen von der Hand des Königs und seiner Obersten durch ganz Israel und Juda und sprachen nach dem Befehl des Königs: Ihr Kinder Israel, kehrt um zum Herrn, dem Gott Abrahams, Isaaks und Israels, so wird er sich zu den Entkommenen kehren, die euch aus der Hand der Könige von Assyrien noch übrig geblieben sind. Ihr seid nicht wie eure Väter und eure Brüder, die sich versündigt haben an dem Herrn, dem Gott ihrer Väter, so dass er sie der Verwüstung preisgab, wie ihr seht. So seid nun nicht halsstarrig wie eure Väter, sondern ergebt euch dem Herrn und kommt zu seinem Heiligtum, das er auf ewig geheiligt hat, und dient dem Herrn, eurem Gott, so wird sich die Glut seines Zorns von euch wenden. Denn wenn ihr zum Herrn umkehrt, so werden eure Brüder und eure Kinder Barmherzigkeit finden vor denen, die sie gefangen halten, so dass sie wieder in dieses Land zurückkehren können. Denn der Herr, euer Gott, ist gnädig und barmherzig, und er wird das Angesicht nicht von euch wenden, wenn ihr zu ihm umkehrt."

[2:44] Wir lesen, dass Hiskia seine Boten, seine Läufer, nicht nur nach Juda schickt, sondern auch ins Nordreich. Er hat ein Herz für die Menschen dort und er möchte, dass auch sie von dem Heiligtum in Jerusalem profitieren, dass sie wieder zurückkehren zur Anbetung im Heiligtum.

[3:04] Und seine Läufer, seine Boten, machen einen Aufruf zur Umkehr, zur Rückbesinnung auf das Heiligtum. Sie sagen: "Kommt doch wieder zum Heiligtum!" Und verknüpft damit ist hier eine Verheißung. Es geht nämlich denen gut, die das Heiligtum schätzen und die den Heiligtumsdienst in Anspruch nehmen. In anderen Worten, die die Erlösung, das geschenkte Erlösung in Anspruch nehmen.

[3:30] Aber wir lesen Vers 10: "Und die Läufer gingen von einer Stadt zur anderen im Land Ephraim und Manasse und bis nach Sebulon, also Nordreich, aber man verlachte und verspottete sie."

[3:43] Ja, diese Boten waren nicht gut angesehen im Nordreich. Wir wissen, dass die Israeliten sich einen eigenen Anbetungsort gemacht haben und auch viele Könige in diesen langen Jahrzehnten und Jahrhunderten eigene Anbetungsformen eingeführt haben.

[4:02] Vers 11: "Doch etliche von Asser, Manasse und Sebulon demütigten sich und kamen nach Jerusalem. Auch in Juda wirkte die Hand Gottes, dass er ihnen ein mutiges Herz gab, das Gebot des Königs und der Obersten zu erfüllen nach dem Wort des Herrn. So versammelte sich denn in Jerusalem eine große Volksmenge, um im zweiten Monat das Fest der ungesäuerten Brote zu feiern, eine sehr große Gemeinde. Und sie machten sich auf und schafften die Altäre weg, die in Jerusalem waren, und alle Räucheraltäre beseitigten sie und warfen sie in das Tal Kidron."

[4:41] Auch wenn die Boten verlacht und verspottet wurden im Nordreich, gab es doch treue Geschwister dort. Und man konnte nicht alle über einen Kamm scheren. Es gab Menschen, die sich gedemütigt haben, die gesagt haben, sie möchten wieder zum Heiligtum, sie möchten die wahre Anbetung, sie möchten den Opferdienst in Anspruch nehmen, die Erlösung.

[5:09] Ja, das Volk beteiligt sich an der Reinigung von Götzendienst. Und wir lesen, dass hier im letzten Vers, den wir gelesen haben, dass sie in Vers 14 diese äußere Reinigung in ihrem Land damit geholfen haben, dass sie die Götzen weggeschafft haben. Und wieder lesen wir, das hatten wir schon, dass das Ganze ins Tal Kidron geschafft wurde.

[5:34] Vers 15 geht es weiter: "Dann schlachteten sie das Passah am 14. Tag des zweiten Monats. Und die Priester und Leviten schämten sich und heiligten sich und brachten Brandopfer zum Haus des Herrn. Und sie standen auf ihren Posten, wie es sich gehört nach dem Gesetz Moses, des Mannes Gottes, also wieder nach der alten Ordnung. Und die Priester sprengten das Blut, das sie aus der Hand der Leviten empfingen. Denn es waren viele in der Gemeinde, die sich nicht geheiligt hatten. Deshalb schlachteten die Leviten die Passahlämmer für alle, die nicht rein waren, um sie dem Herrn zu heiligen. Denn ein großer Teil des Volkes, viele von Ephraim, Manasse, Issachar und Sebulon, Nordreich, hatten sich nicht gereinigt, so dass sie das Passah nicht essen konnten, wie es vorgeschrieben ist. Aber Hiskia betete für sie und sprach: Der Herr, der gütig ist, wolle all denen vergeben, die ihr Herz darauf gerichtet haben, Gott zu suchen, den Herrn, den Gott ihrer Väter, auch wenn sie es nicht mit der Reinheit getan haben, die für das Heiligtum erforderlich ist. Und er hörte Hiskia und heiligte das Volk."

[6:48] Also, ich muss sagen, diese Verse gefallen mir außerordentlich gut, die wir gerade gelesen haben. Wir haben wieder den Umstand, dass nicht alle Teilnehmer am Opferdienst gereinigt und geheiligt sind, vor allem hier die Israeliten aus dem Nordreich. Aber wie lösen sie denn dieses Problem? Hiskia löst es durch Fürbitte und Gebet für sie.

[7:17] Und wir können sehen, wie die Motivation für Gott zählt, dass die Israeliten überhaupt gekommen sind, dass sie sich gedemütigt haben, dass sie aus dem Nordreich herbeigeströmt sind und dass sie einfach dabei sein wollten. Sie wollten das Passah, aber sie wussten vielleicht nicht, dass sie sich hätten heiligen, reinigen sollen. Sie hatten vielleicht nicht die Zeit.

[7:42] Und wir sagen immer als Christen, dass wir zu Gott kommen können, wie wir sind. Und diese wenigen Verse, die machen das ganz praktisch und ganz deutlich, dass das auch so ist, dass wir zu Gott kommen können, wie wir sind, auch wenn wir nicht alle Voraussetzungen erfüllen, die vielleicht gut wären oder nötig wären. Wenn wir befleckte Herzen haben, wenn wir sündig sind, wenn wir nicht geheiligt und gereinigt sind, können wir trotzdem zu Gott kommen. Dafür ist das Passah da, dafür ist das Geschenk der Erlösung da. Jesus möchte uns helfen, möchte uns reinigen. Gott sieht ins Herz, Gott sieht deine Motivation.

[8:20] Wir können zu ihm kommen, wie wir sind, aber wir müssen zum Glück nicht so bleiben, wie wir sind, denn Gott vergibt und er rechtfertigt und er reinigt und heiligt uns.

[8:32] Wir lesen weiter, Vers 21: "So feierten die Kinder Israels, die sich in Jerusalem befanden, das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang mit großer Freude. Und die Leviten und Priester lobten den Herrn alle Tage mit Instrumenten zum Preis der Macht des Herrn. Und Hiskia sprach allen Leviten Mut zu, die sich verständlich erwiesen in der Kenntnis des Herrn. Und sie hielten Festmahl sieben Tage lang und opferten Friedensopfer und priesen den Herrn, den Gott ihrer Väter. Und die ganze Gemeinde beschloss, noch weitere sieben Tage Fest zu feiern. Und so feierten sie noch sieben Tage lang ein Freudenfest, denn Hiskia, der König von Juda, spendete für die Gemeinde 1.000 Jungstiere und 7.000 Schafe. Und die Obersten spendeten der Gemeinde 1.000 Jungstiere und 10.000 Schafe. Und es heiligten sich viele Priester nun endlich. Und die ganze Gemeinde von Juda freute sich und die Priester und Leviten und die ganze Gemeinde, die aus Israel gekommen war, auch die Fremdlinge, die aus dem Land Israel gekommen waren und die in Juda wohnten. Es war eine große Freude in Jerusalem, denn seit der Zeit Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel, hatte es etwas derartiges nicht gegeben in Jerusalem."

[9:52] Was aus diesen Versen ganz besonders heraussticht, ist die Freude. Das Wort "Freuen", "Freudenfest", "Freude". Und es vermittelt uns so ein bisschen die Atmosphäre und die Stimmung, die dort geherrscht haben muss während des Passahfestes und die Tage danach, dass sie es sogar verlängert haben, weil sie sich so gefreut haben in dem Herrn.

[10:12] Und daraus können wir sehen, dass Erweckung und Reformation, die Rückbesinnung auf alte Ordnungen, auf die Bibel, auf die Erlösung, auf das Erlösungswerk, das Gott für uns eingesetzt hat, dass die Rückbesinnung darauf uns Freude ins Herz schenkt.

[10:28] Lasst uns gemeinsam beten. Herr, schenk uns heute diese Freude ins Herz über die Erlösung, dass wir verstehen, dass du nicht uns etwas wegnehmen willst, wenn wir dir gehorsam sind, sondern dass du uns ganz viel schenken möchtest und dass ein Leben in Übereinstimmung mit dir ausschließlich froh macht und Freude bringt. Und wir möchten dir dafür danken. Amen.


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