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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf meiner Seite“ beleuchtet Rabea Kramp 2. Chronik 32:19-33:6. Sie zeigt, wie König Hiskia durch Gebet vor dem Assyrer Sanherib gerettet wird und große Segnungen erfährt, aber später dem Stolz erliegt. Die Sprecherin reflektiert über die unergründlichen Wege Gottes und die verheerenden Folgen von Hiskias Fehlern, die den Weg für die gottlose Herrschaft seines Sohnes Manasse ebnen. Eine tiefgehende Betrachtung über Glauben, Stolz und die Konsequenzen menschlicher Entscheidungen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute wollen wir zusammen die Seite 509 lesen, und das sind 2. Chronik 32 und der Beginn von Kapitel 33. Und bevor wir das tun, möchten wir gemeinsam beten.

[0:46] Lieber Gott, wir möchten dich heute bitten, dass du uns Kraft gibst, an dir festzuhalten, dass du uns immer deinen langen, ausgestreckten Arm reichst, damit wir ihn ergreifen können, wenn wir in Versuchung kommen, wenn wir Schwierigkeiten und Probleme haben. Herr, schenk uns die Kraft, uns immer wieder auf dich zu besinnen. Amen.

[1:14] Gestern haben wir gesehen, wie der Assyrer Sanherib den Hiskia und das Volk von Jerusalem bedroht und Gott verhöhnt. Und wir wollen heute lesen, wie Hiskia auf diese Bedrohung reagiert und was daraus wird. Und wir starten in 2. Chronik 32 ab Vers 19.

[1:36] Und sie redeten von dem Gott Jerusalems wie von den Göttern der Völker der Erde – die Assyrer sind gemeint –, die ein Werk von Menschenhänden sind.

[1:49] Aber der König Hiskia und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, beteten deshalb und schrien zum Himmel. Und der Herr sandte einen Engel, der vertilgte alle tapferen Helden und die Fürsten und die Obersten im Lager des Königs von Assyrien, so dass er mit Schimpf und Schande in sein Land zurückkehrte. Und als er in das Haus seines Gottes ging, fällten ihn dort einige seiner leiblichen Söhne durch das Schwert.

[2:15] So rettete der Herr den Hiskia und die Einwohner von Jerusalem aus der Hand Sanheribs, des Königs von Assyrien, und aus der Hand aller anderen und beschützte sie von allen Seiten, so dass viele dem Herrn Geschenke brachten nach Jerusalem und Hiskia, dem König von Juda, Kostbarkeiten. Und er stieg danach in der Achtung aller Nationen.

[2:41] Diese wenigen Verse sind unglaublich bemerkenswert. Diese Bedrohung durch Sanherib, die wird abgewendet. Wodurch? Durch Gebet. Durch keine Waffe, durch keinen Krieg, durch einen Gegenangriff, sondern ganz schlicht durch Gebet.

[3:03] Man kann das in eine kurze Formel fassen: Der König und der Prophet Jesaja stehen hier für die Menschen. Durch das Gebet erringen sie den Sieg. Mensch plus Gebet ist gleich Sieg.

[3:18] Gott kämpft für Hiskia und sein Volk. Und genauso kämpft Gott für uns und streitet für uns. In 5. Mose 3 Vers 22 gibt es diesen schönen Vers, dass Gott für uns streitet und Gott für uns Kriege führt und wir uns um nichts sorgen machen müssen.

[3:36] Und Hiskia ist hier gleichzeitig ein riesiges Vorbild für das Volk, aber nicht nur für sein Volk, sondern wie wir gelesen haben, auch für alle anderen Völker drumherum. Und diese Art von Vorbild hat als letztes Salomo abgegeben, der auch geachtet war von den Nationen drumherum.

[3:54] Und dadurch, dass Hiskia so treu ist, strahlt diese Treue Gott gegenüber wieder über die Landesgrenzen hinweg in andere heidnische Nationen.

[4:09] Und wir sehen, dass Gott hier sich nicht spotten lässt. Und die Strafe für Sanherib, die folgt ihm auf den Fuß. Nicht nur, dass er eine Niederlage erleidet und in Schimpf und Schande untergeht, sondern er wird sogar getötet. Also die Strafe folgt ihm sofort.

[4:28] Wir lesen weiter, Vers 24: Zu jener Zeit wurde Hiskia todkrank. Er betete zum Herrn, der redete mit ihm und gab ihm ein Wunderzeichen.

[4:40] Eine etwas längere Geschichte wird hier nur in einem Vers abgehandelt. Und es lohnt sich für euch, dass ihr das Ganze nochmal nachlest in Jesaja, in Jesaja 38. Denn diese Geschichte mit der Krankheit des Hiskia ist doch sehr ausführlich beschrieben und auch sehr interessant.

[5:00] Denn dieses Wunderzeichen, könnt ihr euch erinnern, ist die Sonne, die zurückgeht. Und wieder löst sich ein Problem in Hiskias Leben allein durch das Gebet. Ein Mann des Gebets.

[5:16] Vers 25: Aber Hiskia vergalt die Wohltat nicht, die ihm widerfahren war, sondern sein Herz überhob sich. Da kam der Zorn über ihn und über Jerusalem und Juda.

[5:29] Als Hiskia sich darüber demütigte, dass sein Herz sich überhoben hatte, er und die Einwohner von Jerusalem, kam der Zorn des Herrn nicht über sie, solange Hiskia lebte.

[5:41] Und Hiskia hatte sehr viel Reichtum und Ehre. Und er sammelte sich Schätze von Silber, Gold und Edelsteinen, von Gewürzen, Schilden und allerlei kostbaren Geräten. Er hatte auch Vorratshäuser für den Ertrag des Korns und Öls und Ställe für alle und Schafe und er baute sich Städte und hatte sehr viele Schafe und Rinder, denn Gott gab ihm sehr viele Güter.

[6:09] Hiskia war es auch, der den oberen Ausfluss des Gihonbaches verstopfte und ihn westlich abwärts zur Stadt Davids leitete. Und Hiskia hatte Gelingen in allem, was er unternahm.

[6:24] Ja, wir sehen hier eine etwas traurige Wendung in Hiskias Leben. Er hat so große Dinge mit Gott erlebt, er war Gott so treu, Gott hat ihn unglaublich dafür entlohnt. Aber es gibt ein Virus in diesem Universum, gegen das niemand immun ist, gegen das es auch keine Impfung gibt. Und dieses Virus ist der Stolz.

[6:44] Hiskia ist diesem Virus erlegen. Luzifer ist diesem Virus erlegen. Und auch wir sind nicht davor gefeit, diesem Virus zu erliegen.

[6:57] Wir können all das Gute, was Gott in unseren Leben getan hat, mit Stolz zerstören. Und wenn wir denken, dass aller Segen uns nur zuteil wird, weil wir ja so gut sind oder weil wir es verdient hätten, dann sind wir genau dieser Sache anheimgefallen.

[7:15] Wir sehen aber auch, Hiskia, der so treu war, der so viel Gutes für Gott getan hat, wird krank. Und wir als Menschen, auch als Gläubige, fragen uns manchmal: Wie kann es sein, dass jemand, der so treu ist, der so viel Gutes tut für Gott, wie kann jemand so krank werden oder wie kann jemandem etwas so Schlechtes widerfahren?

[7:37] Und wir können in dieser Geschichte und auch an anderen Geschichten wie Hiob oder Elisa, die auch sehr krank wurden, sehen, dass die Krankheit nicht zwangsläufig eine Strafe von Sünde ist, sondern Gottes Wege sind unergründlich. Und Gott tut so, wie er es für richtig hält.

[7:58] So war es auch bei Hiskia. Er mutet ihm Dinge zu, die er bewältigen konnte. Es gibt diesen schönen Vers in Korinther von Paulus, dass Gott mit der Versuchung oder mit der Herausforderung auch den Ausweg schafft. Er weiß genau, was du tragen kannst, was ich tragen kann.

[8:18] Wir lesen weiter in Vers 31: Als aber die Gesandten der Fürsten von Babel zu ihm geschickt wurden, um sich nach dem Wunder zu erkundigen, das im Land geschehen war, nämlich die Sonne, da verließ ihn Gott, um ihn auf die Probe zu stellen, damit er alles erkenne, was in seinem Herzen war.

[8:33] Was aber mehr von Hiskia zu sagen ist und von seiner Frömmigkeit, siehe, das ist aufgezeichnet in der Offenbarung des Propheten Jesaja, des Sohnes des Amoz, und im Buch der Könige von Juda und Israel.

[8:47] Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn bei der Treppe, die zu den Gräbern der Könige Davids führt, in der Stadt Davids. Und ganz Judäa und die Einwohner von Jerusalem erwiesen ihm Ehre bei seinem Tod. Und sein Sohn Manasse wurde König an seine Stelle.

[9:06] Diese Gesandten von Babylon, die zu Hiskia kommen, die sind wieder eine Art Prüfung, eine Art Test, den Gott schickt. Und wenn die Bibel hier sagt, dass Gott den Hiskia verlässt, dann ist das eher so zu verstehen wie die Phrase "Gott verstockte das Herz des Pharaos".

[9:26] Gott verlässt Hiskia natürlich nicht, aber er lässt ihm freie Hand, lässt ihn frei entscheiden und stellt ihn auf die Probe, wie er jetzt mit diesem babylonischen Gesandten umgeht und wie er sich zu ihren Fragen stellt.

[9:43] Und Hiskia, und das wissen wir aus anderen Parallelberichten, reagiert nicht so, wie er reagieren sollte. Er verweist nicht auf Gott als den Urheber seines Reichtums, sondern er prahlt damit und zeigt alles, was er hat.

[9:56] Und da unterscheidet er sich deutlich von Salomo, der ja bei der Königin von Saba ganz viel von seinem Glauben und von Gott erzählt hat. Und dieses Verhalten von Hiskia, das wird ihm und seinem Volk vor allem später noch zu einem großen Verhängnis werden.

[10:11] Kapitel 33. Manasse war zwölf Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 55 Jahre in Jerusalem, eine unglaublich lange Zeit. Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, nach den Gräueln der Heidenvölker, die der Herr vor den Kindern Israels vertrieben hatte.

[10:28] Er baute die Höhen wieder auf, die sein Vater Hiskia abgebrochen hatte. Und er richtete dem Baal Altäre und machte Ascherastandbilder und betete das ganze Heer des Himmels an und diente ihnen.

[10:40] Er baute auch Altäre im Haus des Herrn, von dem der Herr gesagt hatte: "In Jerusalem soll mein Name sein ewiglich." Und er baute dem ganzen Heer des Himmels Altäre in den beiden Vorhöfen am Haus des Herrn.

[10:53] Er ließ auch seine Söhne durchs Feuer gehen im Tal Hinnom und trieb Zeichendeuterei, Zauberei und Beschwörung und hielt Geisterbefrager und Wahrsager. Und er tat vieles, was böse ist in den Augen des Herrn, um ihn herauszufordern.

[11:11] Ja, der Leser der Bibel bekommt hier auf dieser Seite einen richtigen Schock beim Kontrast dieser Kapitel. Man fragt sich, wie kann es sein, dass nach der großen Entwicklung und Reformation unter Hiskia hier wieder so ein König, und dazu noch sein Sohn, auf den Plan tritt, der für die nächsten über 50 Jahre den Götzendienst und all das wieder einführt und es schlimmer treibt als alle Heidenvölker drumherum?

[11:40] Und wie es mit Manasse weitergeht und was daraus wird, das erfahren wir morgen. Und lasst uns gemeinsam beten.

[11:48] Herr, lieber Gott, wir haben heute gesehen, was Stolz macht mit uns und mit unserem Umfeld und was es für einen Einfluss hat. Herr, bewahre uns vor Stolz, vor diesem Virus, der sich so schrecklich durch die Welt frisst. Und lass uns an dir festhalten und demütig bleiben und dir danken dafür. Amen.


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