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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte von König Josia aus 2. Chronik 34. Er spricht über Josias frühe Gottesfurcht, die zu einer weitreichenden Reformation und der Beseitigung des Götzendienstes in Juda führte. Ein zentrales Ereignis ist die Entdeckung des Buches des Gesetzes während der Tempelrestaurierung, dessen Inhalt Josia zutiefst bewegt und zu einer Erneuerung des Bundes mit Gott führt.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit 2. Chronik 34. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir immer zu dir zurückkommen können, egal was wir getan haben, und dass du uns auch dann vergibst, wenn wir schlimm gesündigt haben, wenn wir unser Herz dir neu zuwenden, das Blut in Anspruch nehmen, das Jesus für uns am Kreuz von Golgatha vergossen hat. Danke, dass du uns einen Neuanfang schenkst und dass du auch heute durch dein Wort zu uns sprechen möchtest. Herr, dafür danken wir dir von ganzem Herzen im Namen Jesu. Amen.

[1:15] Wir sind in 2. Chronik, beginnen heute mit Kapitel 34. Wir haben gesehen, wie der gottlose König Manasse sich doch noch bekehrt hat in der assyrischen Gefangenschaft in Babel, wie aber dann sein Sohn Amon wieder von Gott abgefallen ist. Wir lesen 2. Chronik 34 ab Vers 1: „Josia war acht Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 31 Jahre lang in Jerusalem. Und er tat, was recht war in den Augen des Herrn, und wandelte in den Wegen seines Vaters David und wich nicht davon ab, weder zur Rechten noch zur Linken.“ Er war noch jung und hat trotzdem von Herzen das tun wollen und getan, was gut in den Augen Gottes ist. Egal wie alt wir sind, auch schon als Kind können wir, geführt vom Geist Gottes, das Richtige tun.

[2:12] „Denn im achten Jahr seiner Königsherrschaft, als er noch ein Knabe war, fing er an, den Gott seines Vaters David zu suchen, und im zwölften Jahr fing er an, Juda und Jerusalem von den Höhen und den Aschera-Standbildern und den geschnitzten und gegossenen Bildern zu reinigen.“ Im achten Jahr war er also ein Teenager, so 15, 16, und in diesem Alter hat er begonnen, Gott alleine von Herzen zu suchen. Das ist das Alter, wo junge Menschen anfangen, eine eigene Identität für sich zu entdecken, sich zu fragen, wofür sie selbst stehen möchten. Und trotz seines bösen Vaters hat sich Josia entschlossen, Gott zu suchen. Und das hat weitreichende Konsequenzen.

[2:57] In den nächsten Jahren führte das zu einer Erweckung und Reformation im Volk Gottes. „Man brach in seiner Gegenwart die Altäre der Baale ab, und er hieb die Sonnensäulen um, die oben auf ihnen standen, und die Aschera-Standbilder und die geschnitzten und gegossenen Bilder zerbrach er und machte sie zu Staub und streute sie auf die Gräber derer, die ihnen geopfert hatten. Er verbrannte auch die Gebeine der Priester auf ihren Altären, und so reinigte er Juda und Jerusalem.“ Er war noch jung, war erst Anfang 20, und doch hat er eine gewaltige Reformation, eine Abkehr vom Götzendienst in seinem Herrschaftsbereich begonnen.

[3:41] Ebenso machte er es in den Städten von Manasse, Ephraim und Simeon und bis nach Naftali in ihren Ruinen ringsum. Das war ja das alte Gebiet des Nordreiches Israel. Die meisten Israeliten waren jetzt schon seit vielen Jahrzehnten, seit über 100 Jahren, in der assyrischen Gefangenschaft, aus der sie auch nie wieder zurückkehren sollten. Aber es gab sicherlich noch einzelne Versprengte, die dort lebten. Es gab ja auch mittlerweile neu angesiedelte Heiden, die dort lebten. Es gab noch Ruinen der alten Städte, und Josia, der jetzt in dieser Phase der Weltgeschichte, als die Assyrer bereits dabei waren, an Macht zu verlieren, offensichtlich militärischen Zugriff hatte auch auf die ehemaligen Gebiete des Nordreiches Israel, nutzt die Gelegenheit, um dort auch das Land von den Götzen zu reinigen.

[4:36] Und als die Altäre und die Aschera-Standbilder abgebrochen und die geschnitzten Bilder zu Staub zermalmt und alle Sonnensäulen im ganzen Land Israel abgehauen hatte, kehrte er wieder nach Jerusalem zurück. „Im achtzehnten Jahr seiner Königsherrschaft, als er das Land, das Haus Gottes, gereinigt hatte, sandte er Schafan, den Sohn Azaljas, und Maaseja, den Obersten der Stadt, und Joach, den Sohn des Joachas, den Kanzleischreiber, um das Haus des Herrn, seines Gottes, auszubessern.“ Der Tempel soll wieder hergestellt werden.

[5:09] „Und sie kamen zu dem Hohenpriester Hilkija und übergaben das Geld, das zum Haus Gottes gebracht worden war, das die Leviten, die an der Schwelle Wache hielten, von Manasse, Ephraim, von dem ganzen Überrest Israels und von ganz Juda und Benjamin und von den Einwohnern Jerusalems gesammelt hatten. Sie gaben es aber den Werkmeistern, die am Haus des Herrn die Arbeit zu beaufsichtigen hatten, und die zugaben es den Arbeitern, die im Haus des Herrn arbeiteten, um das Haus wieder herzustellen und auszubessern. Und zwar gaben sie es den Handwerkern und den Bauleuten, um gehauene Steine zu kaufen und Holz für die Bindebalken und für die Balken der Häuser, welche die Könige von Juda hatten verfallen lassen. Und die Leute arbeiteten getreulich an dem Werk. Und Jahath und Obadja, Leviten von den Söhnen Meraris, und Secharja und Meschullam von den Söhnen der Kehathiter, um die Aufsicht zu führen. Und die Leviten, alle, die sich auf Musikinstrumente verstanden, auch über die Lastträger und alle Arbeitsleute der verschiedenen Gewerbe, waren sie Aufseher. Und einige von den Leviten waren Schreiber, Vorsteher und Torhüter.“ Das Werk geht geordnet voran, und Josia hat den Wunsch, dass der Tempel wieder zu alter Herrlichkeit, zu altem Glanz zurückgeführt wird.

[6:30] „Als sie aber das Geld herausnahmen, das zum Haus des Herrn gebracht worden war, fand der Priester Hilkija das Buch des Gesetzes des Herrn, das durch Mose gegeben worden war.“ Man geht allgemein davon aus, dass damit das Buch 5. Mose, mindestens ein Teil des Buches 5. Mose, gefunden worden ist, das ja schon viele Jahrhunderte zuvor geschrieben worden war und das hier seit einiger Zeit wohl offensichtlich in Vergessenheit geraten war.

[7:01] Hilkija aber übergab das Buch und sprach zu Schafan, dem Schreiber: „Ich habe das Buch des Gesetzes im Haus des Herrn gefunden.“ Und Hilkija übergab es Schafan, das Buch. Wenn wir den Wunsch haben, dass unser Leben mit Gott ins Reine kommt, wenn wir den Wunsch haben, dass Gottes Werk wieder mit Struktur vorangebracht wird, dann werden wir Schätze entdecken. Wir werden sein Wort ganz neu entdecken. Wir werden Entdeckungen machen in diesem Buch. Und ich wünsche mir so sehr, lieber Freund, liebe Freunde, dass auch du diese Schätze des Wortes Gottes entdeckst, insbesondere zum Beispiel auch in dem wunderbaren Buch 5. Mose, wo das hier so eine großartige Rolle spielt.

[7:46] „Schafan aber brachte das Buch zum König und meldete dem König und sprach: Deine Knechte führen alles aus, was ihnen aufgetragen wurde. Sie haben das Geld ausgeschüttet, das im Haus des Herrn vorgefunden worden ist, und haben es den Aufsehern und den Arbeitern gegeben.“ Dann berichtete Schafan, der Schreiber, dem König und sprach: „Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben.“ Und Schafan las daraus dem König vor. Das Buch wurde nicht nur entdeckt, es wurde jetzt auch gelesen, es wurde studiert, es wurde angewendet auf die gegenwärtige Situation.

[8:18] „Und es geschah, als der König die Worte des Gesetzes hörte, da zerriss er seine Kleider.“ Das Wort hat seine Wirkung. Es dringt hinein und scheidet Mark und Bein, Gelenke und ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. Wenn das Wort Gottes zu mir und zu dir sprechen darf, dann zeigt es uns, wo wir falsch liegen, dann führt das zu echter Buße, echter Reue.

[8:48] „Und der König gebot Hilkija und Ahikam, dem Sohn Schafans, und Abdon, dem Sohn Michas, und Schafan, dem Schreiber, und Asaja, dem Knecht des Königs, und sprach: Lasst uns gemeinsam beten.“

[9:00] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für die Schätze deines Wortes. Und manchmal haben wir große Worte eine lange Zeit vernachlässigt und nicht mehr gewusst, dass sie in deinem Wort sind. Aber Herr, so wie zur Zeit von Josia das Buch 5. Mose wiederentdeckt worden ist und echte Buße und Reue im Herzen des Königs bewirkt hat, so möchten wir dich bitten, dass du uns auch die Schätze deines Wortes offenbarst, uns echte Buße und Reue schenkst. Und wir haben gesehen, dass auch jemand, der bereits eine ganze Reihe von guten Dingen in seinem Leben getan hat, durch dein Wort zusätzlich tiefergehend getroffen werden kann. Und so wünschen wir uns, dass dein Wort auch zu uns spricht, auch wenn wir schon manches von dir gelernt haben und manches miterlebt haben, dass wir immer tiefer in unserer Beziehung zu dir wachsen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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