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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über 2. Chronik 35:25-36:16 beleuchtet Christopher Kramp den tragischen Untergang des Königs Josia und die nachfolgenden, immer schlechter werdenden Herrscher Judas. Er zeigt auf, wie die Rebellion gegen Gott und die Missachtung seiner prophetischen Warnungen das Volk in die babylonische Gefangenschaft führten. Die Botschaft mahnt eindringlich davor, Gottes Wort zu verachten und sich nicht zu verhärten, um nicht die Möglichkeit zur Heilung zu verlieren.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit 2. Chronik 35:25-36:16. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns heute mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass wir deine Kämpfe kämpfen, nicht unsere eigenen, dass wir auf deine Stimme hören, ganz egal auf welche Art und Weise sie zu uns heute spricht, aber dass wir nicht gegen dich rebellieren. Herr, wir möchten dich bitten, dass wir uns nicht ausruhen auf all dem, was wir in der Vergangenheit erlebt haben, sondern täglich durch dein Wort leben. So auch heute sprich durch den Heiligen Geist zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu und danken dir dafür. Amen.

[1:20] Wir sind in 2. Chronik 35. Josia, der beste König des Südreichs Juda, der nach der Entdeckung des Buches 5. Mose die größte Erweckung, Reformation eingeleitet hat, die dieses Südreich Juda jemals gesehen hat. Der das Passah wieder so gefeiert, wie es ein halbes Jahrtausend lang nicht gefeiert worden war, stirbt im Kampf gegen den Pharao Necho, obwohl der ihn noch warnt, dass er gar nicht gegen ihn kämpfen will, weil er nicht auf Gottes Wort hört, sondern einen Kampf selbst kämpfen will, den Gott ihm nicht aufgetragen hat. Und statt in Frieden ins Grab zu gehen, wie Gott es ihm versprochen hatte und sich gewünscht hatte, stirbt er auf dem Schlachtfeld und hat ziemlich genau so wie etliche Generationen zuvor Ahab, der schlimmste König des Nordreichs Israel.

[2:26] Wir lesen in Vers 25: "Und Jeremia dichtete ein Klagelied auf Josia. Und alle Sänger und Sängerinnen haben seitdem mit ihren Klageliedern von Josia geredet bis zu diesem Tag. Und dann machte sie zum Brauch in Israel. Und sie sind aufgezeichnet."

[2:47] Die Geschichte von Josia – das Ende von ihm ist eine wunderbare Geschichte, aber das Ende von Josia ist unendlich traurig.

[2:55] "Was aber mehr von Josia zu sagen ist, um seine Frömmigkeit nach der Vorschrift des Gesetzes des Herrn und seine Geschichte, die frühere und die spätere, siehe, das alles ist aufgezeichnet im Buch der Könige von Israel und Juda."

[3:12] Ich glaube, wenn Menschen, die viel mit Gott erlebt haben, dann sich entscheiden, eigene Kämpfe zu kämpfen und dadurch umkommen, obwohl das gar nicht notwendig gewesen wäre, dann weint der Himmel.

[3:34] Und möglicherweise gibt es auch in dieser Zeit viel Grund für den Himmel zu weinen, oder?

[3:39] "Das Volk des Landes nahm Joachas, den Sohn Josias, und machte ihn in Jerusalem zum König anstelle seines Vaters. Joachas war 23 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte drei Monate lang in Jerusalem. Der König von Ägypten setzte ihn ab in Jerusalem und legte dem Land eine Abgabe von 100 Talenten Silber und einem Talent Gold auf."

[4:05] Jetzt hat der Pharao die Hand auf dem Südreich Juda, hat es in seiner Kontrolle und will entsprechend Tribut erhalten. "Und der König von Ägypten machte Eljakim, seinen Bruder, zum König über Juda und Jerusalem und änderte seinen Namen in Jojakim. Seinen Bruder Joachas aber nahm Necho und brachte ihn nach Ägypten, wo er auch gestorben ist."

[4:31] Wenn wir uns den Parallelbericht in den Königen ansehen, zeigt er: Jojakim war 25 Jahre alt, als er König wurde. Mit anderen Worten, das Volk hatte bewusst nicht den ältesten Sohn, den Jojakim, der Eljakim hieß, zum König gemacht, sondern Joachas, dessen jüngerer Halbbruder, wie man im Parallelbericht in Könige lesen kann.

[4:50] Aber offensichtlich war dieser Joachas nicht so genehm. Vielleicht gehörte er zu der an die ägyptische Fraktion in Juda. Und der Pharao hat dann einen ihm genehmen Sohn, nämlich den ältesten, den Eljakim, zum König gemacht, der dann auch dafür sorgen sollte, dass entsprechend der Tribut regelmäßig nach Ägypten gebracht wurde.

[5:14] "Jojakim war 25 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte elf Jahre lang in Jerusalem. Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, seines Gottes." Nach Josia bricht alles wieder Geistliche zusammen.

[5:26] "Da zog Nebukadnezar, der König von Babel, gegen ihn heraus." Das ist die erste Belagerung Jerusalems, Daniel 1,1 im Jahre 605 vor Christus, als damals auch Daniel und seine Freunde verschleppt worden sind. "Und band ihn mit zwei ehernen Ketten, um ihn nach Babel zu bringen." Offensichtlich ist aber Jojakim nicht nach Babel gekommen, sondern statt ihm dann einige königliche Geiseln aus königlichem Samen, unter anderem Daniel und seine drei Freunde.

[5:58] Nebukadnezar hat dann den Jojakim offensichtlich dagelassen, der für einige Jahre untergeben war und dann wieder gegen ihn rebelliert hat. "Auch schleppte Nebukadnezar etliche Geräte des Hauses des Herrn nach Babel und brachte sie in seinem Tempel in Babel." Das sehen wir fast wörtlich so auch in Daniel 1, Vers 1 und folgende. "Was über mehr von Jojakim zu sagen ist und seine Gräueltat und was an ihm gefunden wurde, das ist aufgezeichnet im Buch der Könige von Israel und Juda. Und Jojachin, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle." Als der König wurde, machten sich die Babylonier wieder auf, um das mittlerweile abtrünnige Jerusalem wieder unter Kontrolle zu bekommen.

[6:38] "Jojachin war acht Jahre alt, als er König wurde." Diese Phase ist ein bisschen schwierig zu verstehen, wir lassen es einfach mal so stehen. "Und er regierte drei Monate und zehn Tage lang in Jerusalem. Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn." Auch er führte diesen schlechten Kurs seines Vaters Jojakim weiter. "Aber um die Jahreswende sandte der König Nebukadnezar hin und ließ ihn nach Babel holen samt den kostbaren Geräten des Hauses des Herrn. Und er machte Zedekia, seinen Bruder, zum König über Juda und Jerusalem." Das ist die zweite Belagerung Jerusalems aus dem Jahre 597 vor Christus, am 16. März die Eroberung stattfand. Wir wissen das genaue Datum aus der sogenannten Babylonischen Chronik Nummer 5, wo das genau festgehalten ist, dieses Ereignis und auch die neue Erwähnung eines Königs durch Nebukadnezar. Es ist diese zweite Wegführung, wo Hesekiel neben anderen nach Babylon gelangt ist. "Zedekia war 21 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte elf Jahre lang in Jerusalem." Er war ein Halbbruder von Jojakim, also ein Halbonkel von Jojachin und ein Vollbruder des damals abgesetzten Joachas. All das kann man in den Königsbüchern nachlesen. "Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, seines Gottes. Und er demütigte sich nicht vor dem Propheten Jeremia, der aus dem Mund des Herrn zu ihm redete." All das ist ja von Jeremia sehr deutlich in verschiedenen Kapiteln seines Buches beschrieben. Wir werden ja noch irgendwann dazu kommen, das Buch zu lesen.

[8:24] Und hier sehen wir, dass auch Zedekia diesen Abwärtskurs weiterführt. "Und Gottes Botschaft, seine prophetische Botschaft, keine Resonanz mehr findet im Herz dieser letzten bösen Könige. Dazu fiel er ab von dem König Nebukadnezar, der einen Eid bei Gott von ihm genommen hatte, und wurde hartnäckig und versteckte sein Herz, so dass er nicht zu dem Herrn, dem Gott Israels, umkehren wollte." Er wollte nicht zu Gott umkehren und hat sogar gegen den babylonischen König rebelliert. Seine Rebellion gegen diesen Oberherrn war eine Folge, ein Symptom seiner Rebellion gegen Gott an dieser Stelle.

[9:11] Übrigens wird noch viel später, in der Zeit nach dem babylonischen Exil, deutlich, als die Juden dann den Tempel wieder aufbauen wollen, dass es dort noch viele Menschen gibt, die noch über 100 Jahre später wissen, dass Jerusalem, so gegen die Babylonier rebelliert, das ist eine Weltstadt war. Eigentlich wollte Gott, dass das Volk Israel ein Leuchtturm der Wahrheit und des Friedens, der Gerechtigkeit ist. Stattdessen wurde es stark in diesen Jahren zu einem sprichwörtlichen Synonym für Rebellion sozusagen.

[9:43] "Auch alle Obersten der Priester samt dem Volk versündigten sich schwer nach allen Gräueln der Heiden und verunreinigten das Haus des Herrn, das er geheiligt hatte in Jerusalem. Und der Herr, der Gott ihrer Väter, sandte ihnen seine Boten, indem er sich früh aufmachte und sie immer wieder sandte. Denn er hatte Erbarmen mit seinem Volk und seiner Wohnung." Gott wollte nicht, dass es so weit kommt. Er hat nicht nur einen Propheten gesandt, sondern immer und immer wieder. Gott möchte nicht, dass wir in unser Verderben laufen. Er gibt uns nicht eine kurze Botschaft und lässt uns dann sofort für immer verloren gehen. Nein, er warnt und warnt und warnt uns. "Denn er hat, er liebt sein Volk, er liebte sein Heiligtum."

[10:26] Wenn Gott sich früh aufmacht, uns rechtzeitig warnt, dann sollten wir auf seine Stimme hören. "Aber sie verspotteten die Boten Gottes und verachteten seine Worte und verlachten seine Propheten, bis der Zorn des Herrn über sein Volk so hoch stieg, dass keine Heilung mehr möglich war."

[10:44] Dies ist nichts anderes als die Sünde gegen den Heiligen Geist. Lasst uns niemals, niemals gegen das Wort Gottes sprechen, niemals das Wort Gottes verachten, niemals das Wort Gottes, ein prophetisches Wort verspotten, weil irgendwann würden wir uns dann so sehr verhärten, dass wir nicht mehr geheilt werden können. Möge Gott dich und mich davor bewahren.

[11:09] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte bewahre uns davor, dass wir halsstarrig werden und gegen dein Wort rebellieren. Herr, schenk uns ein demütiges Herz, einen belehrbaren Geist, dass wir das prophetische Wort aus deiner Hand nehmen, das du gemeint hast und dir folgen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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