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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Esra Kapitel 10, Verse 4 bis 28. Er spricht über die tiefe Reue des Volkes Israel angesichts ihrer Sünden, insbesondere der Mischehen mit heidnischen Frauen. Das Video betont die Notwendigkeit einer systematischen und gründlichen Reformation, die Zeit und Engagement erfordert, anstatt oberflächlicher Lösungen. Es zeigt, wie die Gemeinde unter Esras Führung mutig handelt, um Gottes Zorn abzuwenden und wahre Wiederherstellung zu erfahren.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Esra 10, Verse 4 bis 28. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:38] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir zu dir beten können, auch dann, wenn wir gesündigt haben, auch dann, wenn uns bewusst geworden ist, dass wir uns von dir entfernt haben. Danke, dass wir die Möglichkeit haben, uns immer an dich zu wenden und dass wir durch das Gebet um Vergebung und Wiederherstellung und Bewahrung neue Hoffnung schöpfen dürfen, dass du uns auch an diesem Tag mit deiner Gnade, mit deiner Kraft helfen wirst. Und Herr, darum bitten wir dich, dass du jetzt auch durch die Worte sprichst und dass wir ganz eng mit dir verbunden sein dürfen und uns zeigst, was in unserem Leben sich ändern muss. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:30] Wir sind in Esra Kapitel 10. Nachdem Esra mit tiefer Herzenstrauer gebetet hat wegen der erneuten Sünden des Volkes mit diesen Mischehen, die sie gegen Gottes Gebote schon wieder eingegangen sind, versammelt sich das Volk weinend um Esra. Und der Schechanja ergreift das Wort und sagt: „Wir haben noch einen, es gibt einen Ausweg. Wir können uns trennen von diesen heidnischen Frauen. Wir können uns das Problem der Sünde angehen und damit Hoffnung schöpfen. Wir wollen nach dem Gesetz Gottes handeln.“ Wir lesen ab Vers 4: „Steh auf, denn du musst handeln in dieser Sache. Wir wollen dir beistehen. Führe es mutig aus.“ Das eine ist, dass wir zu Gott beten und traurig sind wegen der Sünde. Das andere ist, dass wir dann im Glauben vorangehen und das Problem der Sünde auch aktiv bekämpfen.

[2:27] Da stand Esra auf und nahm einen Eid von den Obersten der Priester, der Leviten und ganz Israels, dass sie nach diesem Wort handeln wollten und sich schworen. Und Esra stand auf von dem Platz vor dem Haus Gottes und ging in die Kammer Johanan, des Sohnes Eljaschibs. Er ging dort hinein und aß kein Brot und trank kein Wasser, denn er trug Leid wegen des Treuebruchs derer, die weggeführt gewesen waren. Erinnert so ein klein wenig auch an Mose, der einen viel längeren Zeitraum dann ohne Brot und Wasser in der direkten Gegenwart Gottes auf dem Berg Sinai gewesen ist, nachdem das Volk am goldenen Kalb gesündigt hatte.

[3:03] Und man ließ in Judäa und Jerusalem an alle Kinder der Wegführung einen Ruf ergehen, dass sie sich nach Jerusalem versammeln sollten. Wer aber binnen drei Tagen, gemäß dem Rat der Obersten und Ältesten, nicht kommen würde, dessen ganze Habe sollte mit dem Bann belegt und er selbst aus der Gemeinde der Weggeführten ausgeschlossen werden. Mit anderen Worten: Das war sehr ernst und sehr dringend. Da versammelten sich alle Männer von Juda und Benjamin in Jerusalem auf den dritten Tag. Mit anderen Worten, man wollte dieses Problem jetzt wirklich angehen, wollte es nicht verschleppen. Man wollte nicht sagen: „Naja, wir gründen einen Arbeitskreis und dann wird man vielleicht irgendwann irgendwie sich darum kümmern.“ Nein, alle sollten zusammenkommen, das Problem sollte angesprochen werden und dann gelöst werden.

[3:53] Da versammelten sich alle Männer von Juda und Benjamin in Jerusalem auf den dritten Tag. Das war der zwanzigste Tag des neunten Monats. Das war schon ziemlich spät im Jahr. Und das ganze Volk saß auf dem Platz vor dem Haus Gottes, zitternd um der Sache willen und wegen des strömenden Regens. Was für ein Bild, das sich vor unseren Augen auftut: Das gesamte Volk aus ganz Judäa kommt zusammen und tritt vor den Tempel, und es regnet in Strömen. Und sie zittern, weil es kalt ist und weil sie durchnässt sind, und vor allem wegen der Sache, weil sie wissen, dass viele von ihnen gesündigt haben.

[4:38] Und Esra, der Priester, stand auf und sprach: „Ihr habt eine Treulosigkeit begangen und habt fremde Frauen heimgeführt, womit ihr die Schuld Israels noch größer gemacht habt. Die Sünde muss klar beim Namen genannt werden. So legt nun dem Herrn, dem Gott eurer Väter, ein Bekenntnis ab und tut, was ihm wohlgefällig ist, und sondert euch ab von den Völkern des Landes und von den fremden Frauen.“ Diese falschen Verbindungen, die Gott nicht gutgeheißen hat, die sollen aufgelöst werden.

[5:10] Da antwortete die ganze Gemeinde und sprach mit lauter Stimme: „Es soll geschehen, wie du uns gesagt hast.“ Der Sieg ist damit eigentlich schon im Grunde genommen gewonnen, denn Gottes Volk ist bereit zur Reformation. Erweckung und Reformation tun jetzt ihr Werk. Aber das Volk ist zahlreich und es ist Regenzeit, sodass man nicht hier draußen stehen kann. Und es ist auch nicht ein Werk von einem oder zwei Tagen, denn wir haben in dieser Sache viel gesündigt. Das ist eine interessante Beobachtung: Manche Dinge kann man nicht über Nacht ändern oder über Nacht lösen. Manche Dinge brauchen tatsächlich etwas Zeit, damit sie auch wirklich tiefgründig und nicht nur oberflächlich gelöst werden.

[5:52] „Lasst doch unsere Obersten für die ganze Gemeinde einstehen, und alle aus unseren Städten, die fremde Frauen heimgeführt haben, sollen zu bestimmten Zeiten kommen, und mit ihnen die Ältesten jeder Stadt und deren Richter, bis der glühende Zorn unseres Gottes, der auf uns war, solange diese Sache währt, von uns abgewandt wird.“ Mit anderen Worten, das Ganze soll systematisch durchgeführt und nicht in einer Hauruck-Aktion, sondern nach und nach sollen aus allen Städten alle Betreffenden vorgeladen werden, und in jedem Fall soll das dann ganz systematisch durchgeführt werden.

[6:24] Nur Jonatan, der Sohn Asahels, und Jahseja, der Sohn Tikwas, waren dagegen gestanden. Und Meschullam und Schabbetai, der Levit, unterstützten sie. Interessante Sache, dass dieser Entschluss der Volksgemeinschaft nicht einstimmig gewesen ist. Manchmal gibt es heute die Idee, dass nur ein einstimmiger Beschluss Gottes Autorität trage, aber das ist offensichtlich nicht der Fall, denn wir haben hier einen Beschluss, der Gottes Zustimmung fand, der aber nicht von der gesamten, von allen mitgetragen wurde, sondern nur von einer überwältigenden Mehrheit.

[6:59] Und die Kinder der Wegführung machten es so. Und der Priester Esra sonderte sich Männer aus, die Familienhäupter ihrer Stammhäuser, und diese alle mit Namen bezeichnet. Die setzten sich am ersten des zehnten Monats zusammen zur Untersuchung der Angelegenheit. Also nach einigen Tagen treten sie zusammen, es wird nicht lange verzögert. Und sie erledigten die ganze Angelegenheit der Männer, die fremde Frauen heimgeführt hatten, bis zum ersten Tag des ersten Monats. Es dauert also drei ganze Monate, um das Problem wirklich gründlich an der Wurzel zu packen, zu lösen. Das sollte uns zeigen, dass nicht jedes Problem in der Gemeinde sofort in einem Handumdrehen gelöst werden kann. Manchmal braucht es wirklich systematische Arbeit und auch ein organisiertes Vorgehen der Leiter im Volk Gottes.

[7:50] Und es wurden unter den Söhnen der Priester, die fremde Frauen heimgeführt hatten, gefunden: Von den Söhnen Jeschuas, des Sohnes Jozadaks, und seinen Brüdern: Maaseja, Elieser, Jarib und Gedalja. Die gaben ihre Hand darauf, dass sie ihre Frauen ausstoßen und, weil sie schuldig geworden waren, einen Widder für ihre Schuld opfern würden. Von den Söhnen Immers: Hanani und Sebadja. Von den Söhnen Harims: Maaseja, Elia, Schemaja, Jehiel und Usija. Von den Söhnen Paschchurs: Eljoënai, Maaseja, Ismael, Netanel, Josabad und Elasa. Von den Leviten: Josabad, Schimeï, Kelaja (das ist Kelita), Petachja, Juda und Elieser. Von den Sängern: Eljaschib. Von den Torhütern: Schallum, Telem und Uri. Von den Söhnen Israels: Von den Söhnen Parosch: Ramja, Jissija, Malkija, Mijamin, Eleasar, Malkija und Benaja. Von den Söhnen Elams: Mattanja, Sacharja, Jehiel, Abdi, Jeremot und Elia. Von den Söhnen Sattu: Eljoënai, Eljaschib, Mattanja, Jeremot, Sabad und Asisa. Von den Söhnen Bebai: Johanan, Hananja, Sabbai, Atlai.

[9:18] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass auch wir lernen, in unserem Leben und auch in unseren Gemeinden, auch in unseren Familien, die Probleme und die bestehenden Sünden systematisch anzugehen. Nicht aus dem Affekt heraus zu handeln, nicht nur oberflächlich die Dinge zu bereinigen, sondern wirklich gründlich, dass wir uns dafür Zeit nehmen, die Dinge beim Namen zu benennen und dann mit einem Taktgefühl und deiner Liebe Sünde zu entfernen. Vor allem zuerst aus unserem eigenen Leben und dann auch helfen, damit andere, die erkannt haben, dass sie gesündigt haben, ihnen zu helfen, diese Dinge loszulassen. Herr, schenk uns Erweckung und Reformation, dass wir erkennen, welche Dinge wir entfernen müssen aus unserem Leben und dass wir dann als ganze Gemeinde systematisch vorangehen, um deinen Segen völlig empfangen zu können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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