In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Nehemia Kapitel 3. Er zeigt, wie das gesamte Volk Gottes gemeinsam am Wiederaufbau der Jerusalemer Mauer arbeitete, vom Hohepriester bis zum Laien, unabhängig von sozialem Stand oder Geschlecht. Die Predigt betont die Bedeutung jedes Einzelnen im Werk Gottes und die Wichtigkeit, sich mit Eifer einzubringen, selbst wenn man nicht die erwartete Rolle einnehmen kann. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Hingabe des Meremoth, der trotz persönlicher Umstände doppelt so viel leistete.
Gott auf (m)einer Seite: Nehemia 3:1-3:23
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: NehemiaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Nehemia Kapitel 3. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du uns neu motivieren möchtest, das Werk voranzubringen und dein Evangelium zu verkündigen, und unsere Geschwister in den Gemeinden zu motivieren, das zu tun, was getan werden muss. Und wir möchten dich bitten, dass du uns Weisheit schenkst, die richtigen Schritte zur richtigen Zeit zu tun, dass du uns führst und dass wir in allem merken, wie wir durch dein Wort gestärkt werden. Zu deinem Guten, das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:13] Wir beginnen heute mit Nehemia Kapitel 3. Wir haben gesehen, wie Nehemia sich angeschaut hat, die Mauern von Jerusalem, und gesehen hat, was getan werden muss. Wie er das Volk Gottes für diese Aufgabe begeistert hat und auch von denjenigen, von den Feinden, die das Ganze verachtet und verspottet haben, sich nicht hat irritieren lassen. Und jetzt sehen wir in Kapitel 3, Vers 1, die Gemeinde Gottes, das Volk Gottes, gemeinschaftlich am Werk.
[1:49] In Vers 1 lesen wir: "Und Eljaschib, der Hohepriester, machte sich auf samt seinen Brüdern, den Priestern, und sie bauten das Schaftor. Das heiligten sie und setzten seine Türflügel ein. Und sie bauten weiter bis zum Turm Mea. Den heiligten sie und bis zum Turm Hananel." Der Erste, der genannt wird, der vorneweg arbeitete, war der Hohepriester selbst. Ein Typus auf unseren Hohenpriester Jesus Christus. Wenn wir das Werk in Angriff nehmen, die Gemeinde zu bauen, wenn wir das Werk in Angriff nehmen, Gottes Werk voranzubringen, dann dürfen wir wissen: Der Erste, der mitbaut, der Erste, der ganz vorangeht, ist Jesus Christus selbst. Und dahinter steckt natürlich auch, dass diejenigen, die Verantwortung tragen in der Gemeinde, vorneweg gehen sollen, Jesus folgen sollen, damit andere sehen können, wie wichtig es ist, Jesus in dieser Arbeit zu folgen.
[2:46] Es wird jetzt im Folgenden die gesamte Mauer Jerusalems beschrieben, vom Norden an und dann gegen den Uhrzeigersinn entlang der Tore. Und es wird beschrieben, wer dort jeweils gebaut hat. "Neben ihnen bauten die Männer von Jericho und Sakkur, der Sohn Imris, baute neben ihnen. Und das Fischtor bauten die Söhne Senaas. Sie deckten es mit Balken und setzten seine Türflügel ein, seine Schlösser und seine Riegel. Neben ihnen besserte Meremoth aus, der Sohn Urias, des Sohnes des Hakkoz." Das ist ein ganz besonders bemerkenswerter Mann. Wir werden ihn gleich noch genauer kennenlernen.
[3:26] "Neben ihnen besserte Meschullam aus, der Sohn Berechjas, des Sohnes des Meschesabel. Und neben ihnen besserte Zadok aus, der Sohn Baanas. Neben ihnen besserten die Leute von Tekoa aus." Aber die Vornehmen unter ihnen beugten ihren Nacken nicht zum Dienst für ihren Herrn. Selbst wenn die gesamte Gemeinde sich aufmacht, wird es immer ein paar Leute geben, die nicht mitmachen. Wir müssen nicht warten, bis wirklich 100 Prozent der Gemeinde mitarbeiten. Wenn die große Masse, wenn überhaupt jemand mitmachen möchte, dürfen wir immer vorangehen und wir dürfen uns niemals davon irritieren lassen, dass Einzelne dann doch nicht mitarbeiten.
[4:06] "Das Alte Tor besserten Jojada, der Sohn Paseachs, und Meschullam, der Sohn Besodjas, aus. Sie deckten es mit Balken und setzten seine Türflügel ein, seine Schlösser und seine Riegel. Neben ihnen besserte Melatja aus, der Gibeoniter, und Jadon, der Meronothiter, samt den Männern von Gibeon und von Mizpa, die der Gerichtsbarkeit des Statthalters jenseits des Stromes unterstanden, die also in einer direkten Art und Weise von dem persischen Gouverneur, dem Statthalter dort, dem Satrap, verwaltet wurden. Neben ihnen besserte Usiel aus, der Sohn Harhajas, einer der Goldschmiede. Neben ihm besserte Hanaja aus, ein Salbenmischer. Sie stellten Jerusalem wieder her bis an die breite Mauer."
[4:52] Hier gab es Leute, die eigentlich etwas ganz anderes gelernt hatten, die mit Gold zu tun, die mit Salben zu tun hatten, eine viel feinere Arbeit als eine Mauer zu bauen. Aber in diesem Werk waren nicht nur die Spezialisten für Mauerbau gefragt. Jeder sollte anpacken, egal ob es jetzt sein Beruf war oder ob er im Mauerbau nur ein Laie war. Auch in der Gemeinde brauchen wir jeden, egal ob wir Theologie studiert haben oder einen ganz anderen Beruf gelernt haben. Jeder wird gebraucht. Ansonsten wird die Mauer, die hier das Werk Gottes darstellt, niemals vollendet.
[5:25] "Neben ihnen besserte Refaja aus, der Sohn Hurs, der Oberste des halben Bezirks von Jerusalem." Also jemand mit großer Verantwortung und hoher Position. Alle sind sie hier an diesem Werk, gleich die Niedrigen wie die Gibeoniter, von denen wir in Josua 9 gelesen haben, die ja eigentlich eine niedrigere Schicht in der israelitischen Gesellschaft waren damals. Wir haben uns die Geschichte mit den Gibeonitern in Josua 9, die ja eigentlich hätten vernichtet werden sollen, die aufgrund ihrer List dann am Leben gelassen worden sind und die dann zu Bediensteten gemacht worden sind. Und hier arbeiten also Bedienstete und Regierende nebeneinander an der Mauer. Das ist, wie Gott sich das eigentlich wünscht, dass es keine Klassen-Gesellschaft gibt, keine Klassenunterschiede, sondern dass alle gemeinsam in seiner Gemeinde zusammenarbeiten. Das ist ein großes Ideal, das wir in unseren Gemeinden auch umsetzen wollen, dass egal in welcher sozialen Schicht man sich befindet, alle gemeinsam am Werk Gottes arbeiten.
[6:34] "Neben ihnen besserte Jedaja aus, der Sohn Harumaph, und zwar gegenüber seinem Haus. Neben ihm besserte Hattusch aus, der Sohn Haschabnejas." Interessant, dass viele das, werden wir noch sehen, immer wieder gegenüber ihrem Haus gearbeitet haben. Sie haben dort gearbeitet, wo es auch für ihr eigenes Haus wichtig war. Denn so konnten sie sehen, dass die Arbeit am Werk Gottes ihr eigenes Heim beschützt hat.
[6:53] Wenn wir uns in das Werk Gottes so einsetzen, wie Gott es sich wünscht, wird es nicht unsere eigene Familie beschädigen, sondern bauen und stärken und beschützen. Wir sollten uns nicht so überarbeiten, dass wir unsere Familie vernachlässigen. Aber eine gesunde Gemeinde ist auch ein Schutz für die Familien, die darin leben.
[7:15] "Malchija, der Sohn Harims, und Haschub, der Sohn Pahath-Moabs, besserten einen weiteren Bauabschnitt aus und den Ofenturm. Neben ihm besserte Schallum aus, der Sohn Hallohes, der Oberste des anderen halben Bezirks von Jerusalem. Er und seine Töchter." Auch Frauen waren willkommen dort an dieser Arbeit. Egal welcher sozialen Schicht, welchen Geschlechts, alle durften mitarbeiten im Werk Gottes. Und das ist eine wichtige Lektion für uns heute.
[7:42] "Das Taltor besserten Hanun und die Bürger von Sanoach aus. Sie bauten es und setzten seine Türflügel ein, seine Schlösser und seine Riegel dazu. Tausend Ellen an der Mauer bis zum Misttor." Das war ein ziemlich langer Abschnitt. 500 Meter Mauerabschnitt. Nicht jeder hat offensichtlich den gleichen Abschnitt gehabt. Manche hatten Möglichkeiten, wenig zu bauen, manche hatten die Möglichkeiten, viel zu bauen. Jeder nach seinen Gaben und Talenten. Das heißt also, dass wir zwar alle mitarbeiten, dass nicht alle die gleiche Aufgabe haben, dass wir nicht alle gleich gemacht werden, dass nicht alle exakt dasselbe machen müssen oder denselben Umfang machen müssen.
[8:24] Intellekt, Ausbildung, Geschlecht haben alle ihre Auswirkung darauf, was wir besonders gut können, welche handwerklichen Fähigkeiten, alles, was Gott uns an Gaben gegeben hat, bestimmt, in welchem Umfang, wie und wo wir im Werk Gottes unseren besonderen, einzigartigen Anteil leisten können.
[8:43] "Das Misttor aber besserte Malchija aus, der Sohn Rechabs, der Oberste über den Bezirk Keila. Er baute es und setzte seine Türflügel ein, seine Schlösser und seine Riegel. Aber das Quelltor besserte Schallun aus, der Sohn Kolhozes, der Oberste des Bezirks Mizpa. Er baute es und überdachte es, setzte seine Türflügel ein, seine Schlösser und seine Riegel dazu. Baute er die Mauern am Teich Siloah beim Garten des Königs bis an die Stufen, die von der Stadt Davids herabführen. Nach ihm besserte Rehüm aus, der Sohn Banis, der Oberste über die Hälfte des Bezirks Keila, bis gegenüber den Gräbern Davids und bis an den künstlichen Teich und bis an das Haus der Helden. Nach ihm besserten die Leviten aus: Rechum, der Sohn Banis. Neben ihm besserte Haschabja aus, der Oberste über die Hälfte des Bezirks Keila, für seinen Bezirk. Auch die Leviten, die ja für den Tempeldienst notwendig waren und dafür angestellt waren, dort den Dienst zu verrichten, um alles, was das Heiligtum betraf, zu versehen, auch sie sollten mitarbeiten. Sie konnten nicht sagen: "Ach, ich habe so viel zu tun in der Lehre des Wortes Gottes, dass ich hier nicht mit anpacken kann." Alle wurden gebraucht.
[9:54] "Nach ihm besserten ihre Brüder aus: Bavai, der Sohn Henadads, der Oberste über die andere Hälfte des Bezirks Keila. Neben ihm besserte Eser aus, der Sohn Jeschuas, der Oberste von Mizpa, einen weiteren Bauabschnitt aus, gegenüber dem Aufstieg zum Zeughaus am Winkel. Nach ihm besserte Baruch, der Sohn Sabbais, mit Eifer einen weiteren Bauabschnitt aus, vom Winkel bis an die Haustür Eljaschibs, des Hohepriesters." Ich möchte so sein wie dieser Baruch, nicht einfach nur gearbeitet hat, sondern der mit Eifer gearbeitet hat am Werk des Herrn. Und hier sehen wir, dass Eljaschib, der Hohepriester, nicht dort gearbeitet hat, wo sein eigenes Haus war, sondern ganz woanders. Dafür haben andere an seinem Haus gearbeitet, so dass auch das versehen worden ist.
[10:37] Und jetzt kommt wieder unser Meremoth, den wir schon in Vers 4 kennengelernt haben. "Nach ihm besserte Meremoth, der Sohn Urias, des Sohnes des Hakkoz, einen weiteren Bauabschnitt aus, von der Haustür Eljaschibs bis an das Ende des Hauses Eljaschibs." Von allen, die hier erwähnt werden, ist vielleicht dieser Meremoth einer der interessantesten und bemerkenswertesten. Denn erstmal sehen wir, dass er an zwei Bauabschnitten gebaut hat, was schon ziemlich außergewöhnlich ist. Und dann heißt es hier, dass er genau dort gearbeitet hat, wo eigentlich das Haus des Hohepriesters Eljaschib gewesen ist. Und wenn wir ein bisschen studieren, stellen wir fest, dass wir von diesem Hakkoz, seinem Vorfahren, schon gehört haben. Der Hakkoz war einer von denen gewesen, die wir in Esra Kapitel 2 kennengelernt haben, ganz kurz, und das ist beim Lesen vielleicht gar nicht aufgefallen. Wir können den Vers dort noch mal finden. Der Hakkoz gehörte zu denen, die eigentlich wohl vermutlich da gewesen sind, aber deren Eintrag im priesterlichen Geschlechtsregister der Priester nicht gefunden werden konnte und die deswegen als unrein vom Priesteramt ausgeschlossen worden waren. Der Meremoth hätte also bei besserer Dokumentation möglicherweise ein Priester sein können. Stattdessen ist er jetzt einfach nur ein Laie, weil die Geschlechtsregister das nicht hergaben, dass sein Vorfahr tatsächlich Priester war. Er hätte eingeschnappt sein können und sagen können: "Na ja, dann arbeite ich gar nicht." Im Gegenteil! Obwohl er nicht die Aufgabe ausführen konnte, die er vielleicht möglicherweise sogar hätte machen können, hat er nicht nur mitgearbeitet. Er hat sogar doppelt so viel mitgearbeitet wie alle anderen und hat interessanterweise gegenüber des Hauses des tatsächlichen Hohepriesters gearbeitet und war nicht eingeschnappt, nicht beleidigt und gesagt: "Na ja, ich hätte etwas anderes verdient gehabt", sondern hat gearbeitet für die Sache. Und da können wir so viel von diesem Meremoth, dem Sohn des Urias, dem Sohn des Hakkoz, lernen. Ich möchte so sein.
[12:41] "Werde auch nach ihm besserten die Priester aus, die Männer aus der Jordanebene. Nach ihnen besserten Benjamin und Haschub ihrem Haus gegenüber aus. Nach ihnen besserte Asarja, der Sohn Maasejas, des Sohnes Ananjas, bei seinem Haus."
[12:58] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir in Nehemia 3 sehen, wie eine ganze Gemeinde mit den verschiedenen Gaben und Fähigkeiten, möglicherweise mit verschiedensten Altersgruppen, mit beiden Geschlechtern, alle sind beteiligt, fast alle. Und sie sind mit Eifer dabei. Einige arbeiten sogar doppelt, um dieses Werk voranzubringen. Und Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass wir lernen, dass, was immer du uns an Gaben und Fähigkeiten geschenkt hast, dass wir gebraucht werden und dass wir unseren eigenen Mauerabschnitt finden, an dem wir arbeiten, mit dem, was du uns geschenkt hast. Ganz egal, ob wir hoch oder niedrig, ob unser Mauerabschnitt lang oder breit ist. Herr, du kennst uns und du weißt, wie wir gebraucht werden, dass wir einen einzigartigen Beitrag zum Werk Gottes leisten können. Und Herr, wir bitten dich, dass du eine solche Erweckung in unser Leben bringst und in die Gemeinde, damit das, was hier steht, auch in unseren Gemeinden geschieht und Jesus bald wiederkommen kann. In seinem Namen bitten wir. Amen.
[13:59] [Musik]
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