In dieser Predigt über Nehemia 5:13-6:11 beleuchtet Christopher Kramp Nehemias vorbildliche Führung. Nehemia verzichtet auf persönliche Vorteile, um dem Volk zu dienen und Missstände zu beseitigen. Er widersteht geschickt den Ablenkungen, falschen Anschuldigungen und Einschüchterungsversuchen seiner Feinde, um das Werk Gottes unbeirrt fortzusetzen. Die Botschaft ermutigt dazu, sich auf Gottes Auftrag zu konzentrieren und sich nicht von weltlichen Störungen abhalten zu lassen.
Gott auf (m)einer Seite: Nehemia 5:13-6:11
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: NehemiaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Nehemia 5:13-6:11. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich von ganzem Herzen bitten, dass du uns hilfst, dass wir heute an diesem Tag deine Waffenrüstung vollständig anziehen. Wir leben in diesem großen Kampf und du hast uns alles geschenkt, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht nötig ist, dass wir wirklich mit deiner Kraft Sieger sein dürfen in all den Konflikten, die auch heute auf uns warten. Und Herr, wenn es in unserem Leben Unstimmigkeiten gibt mit Geschwistern, Mitbrüdern, Mitschwestern, vielleicht sogar mit unseren tatsächlichen Familienangehörigen, Herr, zeig es uns, dass wir es ausräumen können, damit es nichts gibt, was dich hindern könnte, uns so zu segnen, wie du es dir wünschst. Ich möchte dich bitten, dass du jetzt auch durch dein Wort sprichst. Und dann, Herr, danken wir dafür von ganzem Herzen. Im Namen Jesu, Amen.
[1:34] Wir sind in Nehemia Kapitel 5. Nehemia geht Missstände im Volk Gottes ganz zielgerichtet und im Geiste Jesu an. Sie werden ausgeräumt und er nimmt von den Priestern einen Eid, dass auch tatsächlich all die Missstände behoben werden und aufgehoben werden und beseitigt werden. Wir lesen weiter in Vers 13:
[2:00] "Auch schüttelte ich den Bausch meines Gewandes aus und sprach: So schüttle Gott jeden Mann von seinem Haus und von seinem Besitz, der dies versprochen hat und nicht ausführt. Ja, so werde er ausgeschüttelt und leer." Die ganze Versammlung sprach: "Amen!" Und sie lobten den Herrn. Und das Volk handelte nach diesem Wort.
[2:25] Wenn die Gemeinde Gottes sich entscheidet, den Weg Jesu zu gehen und Missstände und schlechte Gefühle untereinander und schlechtes Verhalten zueinander auszuräumen, dann führt das dazu, dass wir Gott loben und die Gemeinde enger zusammenrückt.
[2:44] "Auch habe ich von der Zeit an, da mir befohlen wurde, im Land Juda ihr Statthalter zu sein, nämlich vom zwanzigsten Jahr bis zum zweiunddreißigsten Jahr des Königs Artaxerxes, das sind zwölf Jahre, ist Nehemia dort gewesen. Ich und meine Brüder nicht den Unterhalt eines Statthalters beansprucht. Ich hätte das Recht darauf gehabt, aber freiwillig darauf verzichtet." Das erinnert uns ein wenig an Paulus, der den Korinthern schreibt, dass er das Recht gehabt hätte, von den Korinthern materielle Unterstützung einzufordern, wie es auch ganz üblich war für andere Apostel zum Beispiel, dass er darauf verzichtet hat, um dem Evangelium kein Hindernis in den Weg zu legen. "Denn die früheren Statthalter, die vor mir gewesen waren, hatten das Volk bedrückt und von ihnen Brot und Wein genommen, dazu 40 Schekel Silber. Auch ihre Diener herrschten willkürlich über das Volk. Ich aber machte es nicht so, um der Furcht Gottes willen." Wir reden viel im Kontext der dreifachen Engelsbotschaft von der Furcht Gottes. Hier sehen wir, was Gottesfurcht praktisch bedeutet: Es bedeutet, auf das eigene Recht zu verzichten, damit es dem Volk Gottes gut und besser geht. "Noch habe ich am Wiederaufbau der Mauer gearbeitet, ohne dass wir Grundbesitz erwarben, und alle meine Diener kamen dort zur Arbeit zusammen."
[4:12] Nehemia hat die Gelegenheit, dort die Gemeinde zu leiten, nicht dazu benutzt, sich selbst zu bereichern, sich selbst ein großes Anwesen zu verschaffen, sondern hart gearbeitet mit seinen Dienern, mit dem Volk gemeinsam an vorderster Front. Und das hat Nehemia ausgezeichnet. Und da können wir eine ganze Menge lernen für unser Leben heute in dieser Zeit. Wir brauchen heute mehr Nehemias. Ich möchte einer sein, du auch. Lasst uns Nehemias sein, die mitarbeiten, vorangehen, andere motivieren, aber nicht daraus Profit schlagen wollen.
[4:51] "Dazu alle Juden, sowohl die Vorsteher, 150 Mann, als auch die, welche von den Heiden aus der Umgebung zu uns kamen, an meinem Tisch. Und man bereitete mir täglich einen Ochsen zu, sechs auserlesene Schafe, Geflügel und alle zehn Tage eine Menge verschiedene Weinsorten. Für all dies forderte ich nicht den Unterhalt des Statthalters, denn der Dienst lastete schwer auf diesem Volk. Gedenke, mein Gott, mir zum Guten an all das, was ich für dieses Volk getan habe!" Er hat nicht nur darauf verzichtet, unterhalten zu werden, er hat sogar quasi aus eigener Tasche noch andere unterhalten und entsprechend unterstützt.
[5:34] "Oder es geschah, als dann Sanballat, Tobija und Geschem der Araber und unsere übrigen Feinde erfuhren, dass ich die Mauern gebaut hatte und dass keine Lücke mehr daran war, obwohl ich zu jener Zeit die Türflügel noch nicht in die Tore eingehängt hatte." Also es blieben noch letzte Schlupflöcher, durch die ein Feind arbeiten konnte. "Da sandten Sanballat und Geschem zu mir und ließen mir sagen: Komm und lasst uns in den Dörfern in der Ebene Ono zusammenkommen!" Sie hatten aber im Sinn, mir Böses anzutun. Da die offene oder da die Gewalt, die Verschwörung dieses Kriegszuges nicht funktioniert hat, versucht man das jetzt mit schmeichelhafter, aber zweifelhafter Diplomatie. "Da sandte ich Boten zu ihnen und ließ ihnen sagen: Ich habe ein großes Werk zu verrichten, darum kann ich nicht hinabkommen."
[6:26] Wir müssen heute auch dieselbe Einstellung haben, wenn uns Ablenkungen davon abhalten wollen, das zu tun, was Gott uns aufgetragen hat, dürfen wir, ja, sollen wir, müssen wir sagen: "Ich habe ein großes Werk zu tun, ich kann nicht hinabkommen!" Es gibt heute immer noch diese Menschen, die versuchen, einfach durch endlose Diskussionen über Nebensächlichkeiten oder irgendwelche Theorien uns von dem abhalten zu wollen, was wirklich getan werden muss. Und wir dürfen mit Nehemia sagen: "Warum sollte das Werk stillstehen, wenn ich es ruhen lasse und zu euch hinabkomme?" Wir sind nicht beauftragt, das Werk stillstehen zu lassen, um irgendwelche Diskussionen zu führen oder irgendwelche diplomatischen Gespräche, von denen wir im Vorhinein wissen, dass sie nicht zur Ehre Gottes führen. Wir müssen uns auf das Werk Gottes konzentrieren und alle Ablenkungen ignorieren.
[7:49] "Sie ließen mir aber viermal das Gleiche sagen." Der Satan lässt nicht locker und ich gab ihnen die gleiche Antwort. Und wir sollen stets, auch wenn der Satan immer, immer wieder mit denselben Punkten kommt, standhaft bei dem bleiben, was Gottes Wort uns sagt. Und ich denke, jeder von uns – ich fange bei mir an – jeder von uns muss lernen, in seinem Leben sich zu überlegen: Wo gibt es Ablenkungen des Satans, wo ich viel Zeit investiere, diskutiere und es bringt überhaupt gar nichts? Und das Werk Gottes, das er mir aufgetragen hat, wo ich einen wirklichen Beitrag leisten könnte, das bleibt liegen. Lasst uns diese Lektion wirklich lernen. "Da ließ mir Sanballat zum fünften Mal das Gleiche durch seinen Diener sagen. Der kam mit einem offenen Brief in der Hand", also ein Brief, der von jedermann gelesen werden konnte. Sanballat wollte also, dass das, was jetzt im Brief steht, überall bekannt wird. "Darin stand geschrieben: Unter den Völkern verlautet und Gaschmu sagt, dass du mitsamt den Juden einen Aufstand vorhast. Warum würdest du die Mauer bauen? Und du wolltest ihr König sein, so sagt man. Du hättest dir auch Propheten bestellt, die von dir in Jerusalem ausrufen und sagen sollen: 'Er ist er, ist König von Juda!' Nun wird dem König, also der in Persien, dem Artaxerxes, diese Gerüchte hören. Darum komm, dann wollen wir miteinander beraten." Eine Lüge, die aber Verwirrung schaffen sollte, Desinformation, die das Werk behindert.
[8:50] Auch heute haben wir damit zu tun, dass Desinformation und falsche Gerüchte das Werk in Konfusion bringen wollen. Aber Nehemias Antwort ist klar: "Ich aber sandte zu ihm und ließ ihm sagen: 'Nichts von dem, was du sagst, ist geschehen. Auf deinem eigenen Herzen hast du es erdacht!'"
[9:11] Die Feinde wollen den Abschluss des Werkes verhindern, liebe Freunde.
[9:17] Der Satan möchte, dass das Werk der Evangeliumsverkündigung der gesamten Welt nicht abgeschlossen wird. Und er nutzt verschiedene Methoden. Und diese Methoden werden in Nehemia ganz klar aufgezeigt. Und wir müssen dann – ich muss, du musst, wir müssen alle lernen – diesen Methoden im Geiste Nehemias durch Gottes Wort zu begegnen und uns nicht davon abhalten zu lassen. Wir müssen lernen, uns an Gott zu wenden, der alleine uns die Hände stärken kann, damit das Werk abgeschlossen werden kann.
[9:47] Oder: "Ich kam in das Haus des Sohnes Schemachjas, des Sohnes Delajas, des Sohnes Mehetabels. Der hatte sich eingeschlossen und sprach: 'Die wollen zusammenkommen im Haus Gottes, im Inneren des Tempels, und die Türflügel des Tempels schließen, dass sie werden kommen, um dich umzubringen. Und zwar werden sie bei Nacht kommen, um dich umzubringen.'"
[10:06] Er versuchte, eine große Panik zu erzeugen und den Nehemia dazu zu bringen, selbst Schutz zu suchen.
[10:11] "Ich aber sprach: 'Sollte ein Mann wie ich fliehen? Und wie könnte ein Mann wie ich in den Tempel gehen und am Leben bleiben? Ich werde nicht hineingehen!'"
[10:23] Nehemia hat sich geweigert, sich einschüchtern zu lassen und panisch zu reagieren. Er hat gewusst: "Gott ist mit mir und Gott gibt mir die Anweisung. Ich muss nicht menschlichen Theorien und menschlichen Panikmachern folgen, die dann sogar, wie sich herausstellt, nur eine Falle war." Wir dürfen den Ablenkungen und den Einschüchterungsversuchen Satans, auf welche Art und Weise sie auch an uns herankommen, klar entgegentreten und sagen: "Nein, ich arbeite weiter an dem klaren, offenbarten Werk Gottes, wie es in seinem Wort, der Bibel, steht!"
[11:00] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, stärke uns die Hände, stärke unseren Geist, unser Herz, dass wir uns nicht ablenken lassen von den Nebensächlichkeiten des Lebens und den vielen Theorien und menschlichen Befürchtungen, Verschwörungen und Gedanken, die umherirren und die uns alle nur ablenken wollen von der klaren Aufgabe, die du uns gegeben hast. Ich möchte dich von ganzem Herzen bitten, dass du uns die Hände stärkst, dass wir nicht ablassen von dem Werk, das du uns aufgetragen hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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