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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beginnt die Serie „Gott auf (m)einer Seite“ mit dem Buch Esther. Er führt in die historische und geografische Dimension des persischen Reiches unter König Ahasveros (Xerxes) ein und beschreibt dessen opulente Feste. Im Fokus steht die Weigerung von Königin Waschti, dem betrunkenen König Folge zu leisten, was zu dessen Zorn und der Einberufung seiner Berater führt. Kramp nutzt die Geschichte, um vor den negativen Auswirkungen von Alkohol zu warnen und Waschtis Handeln als Akt des Selbstrespekts zu verteidigen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 544. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:41] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass du uns immer und immer wieder an die wirklich wichtigen Wahrheiten des Evangeliums erinnerst. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du heute deinen Heiligen Geist uns sprichst,

[0:55] dass dein Wort uns zurückführt zu dem, was wirklich wichtig ist und was du uns sagen möchtest.

[1:06] Herr, bewahre uns vor Irrtum in unseren Gedanken, bewahre uns davor, dass wir in alte Gewohnheiten verfallen und schenk uns die Kraft, die wir brauchen, um so zu leben, dass dir wohlgefällig ist. Das bitten wir alles im Namen Jesu. Amen.

[1:25] Wir sind im Buch Esther, das wir heute beginnen. Noch ein Geschichtsbuch, ein ganz besonderes obendrein, das chronologisch eigentlich in die Mitte des Buches Esra gehören würde, aber hier jetzt in unseren deutschen Bibeln nach dem Buch Nehemia kommt.

[1:49] Wir fangen in Kapitel 1 Vers 1 an: "Und es geschah in den Tagen des Ahasveros" – das ist Xerxes, der Sohn von

[1:57] Darius dem Großen, den wir aus Esra 5 und 6 kennen, und der Vater von Artaxerxes,

[2:06] den wir dann in Esra ab Esra 7 und in Nehemia kennen. Also in dieser langen, langen Jahrzehnten zwischen Esra 5

[2:17] und Esra 6 findet dieses Geschehen hier statt. Xerxes ist natürlich einer der größten und wichtigsten, bekanntesten persischen Könige, Großkönig überhaupt, desselben Ahasveros, der von Indien bis

[2:30] Äthiopien über 127 Provinzen regierte. Ihr könnt mal eine Karte suchen von dem persischen Weltreich, das wirklich ganz gewaltig vom Indus bis weit nach Ägypten, Äthiopien hinein mit ganz vielen verschiedenen Nationen und Sprachen und Kulturen.

[2:52] In jenen Tagen, als der König Ahasveros in der Königsburg Susa auf seinem königlichen Thron saß, im dritten Jahr seiner Regierung, da veranstaltete er für alle seine Fürsten und Knechte ein Festmahl, wobei die Gewaltigen von Persien und Medien, die Edlen und Obersten seiner Provinzen vor ihm waren.

[3:10] Wir können hier schon bemerken, dass man immer wieder sieht, dass immer von den Persern und Medern gesprochen wird, nicht von den Medern und Persern, wie wir es im Buch Daniel kennen. Zurzeit von Daniel waren die Meder eigentlich noch vor allem die stärkere Macht. Das ging erst los, dass die Perser dort wichtiger wurden. Hier sind wir in der Zeit, wo die Perser schon das deutliche Übergewicht haben, aber die Meder immer so als Juniorpartner noch eine besondere Rolle gegenüber allen anderen Nationen im Reich gespielt haben.

[3:35] Als er den Reichtum der Herrlichkeit seines Königreichs und die kostbare Pracht seiner Majestät viele Tage zur Schau stellte, nämlich 180 Tage lang. Das klingt ein bisschen, dass wir eine Art Weltausstellung oder so. Wir können ja hier nicht genau sagen, was dort alles zur Schau gestellt worden, aber sicherlich die Schätze und der Reichtümer, die Herrlichkeit all dessen, was er besaß und beherrschte.

[3:54] Oder als diese Tage vollendet waren, veranstaltete der König ein Festmahl für das ganze Volk, das sich in der Burg Susa befand, für die Großen und für die Kleinen, sieben Tage lang im Hof des Gartens beim königlichen Palast. Da waren Vorhänge aus weißem Leinen und blauem Purpur mit Schnüren aus feinem weißen Leinen und rotem Purpur an silbernen Ringen und Säulen aus weißem Marmor aufgehängt. Goldene und silberne Ruhelager standen auf einem Steinpflaster aus grünem und weißem Marmor, Perlmutter und dunklem Marmor.

[4:29] Man kann sich das richtig bildlich vorstellen. Hier muss ein Augenzeuge wohl wahrscheinlich das beschrieben haben. Und man reichte die Getränke aus goldenen Gefäßen, und die Gefäße waren voneinander verschieden. Und königlichen Wein gab es in Menge nach der Freigebigkeit des Königs. Und das Trinken war der Verordnung gemäß ohne Zwang, denn so hatte der König es allen Vorstehern seines Palastes befohlen,

[4:53] dass man jedermann machen ließe, wie es ihm gefiel.

[4:55] Auch die Königin Waschti veranstaltete ein Festmahl für die Frauen im königlichen Palast, der dem König Ahasveros gehörte. Und am siebten Tag, als das Herz des Königs vom Wein fröhlich war, befahl er Mehuman, Bistha, Harbona, Bigtha, Abagtha, Zethar und Karkas, den sieben Kämmerern, die vor dem König Ahasveros dienten, die Königin Waschti mit der königlichen Krone vor den König zu bringen, um den Völkern und Fürsten ihre Schönheit zu zeigen, denn sie war von schöner Gestalt.

[5:30] Diese Geschichte ist ein gutes Beispiel für den schlechten Effekt des Alkohols auf das Gehirn von Menschen. Was für eine dumme Entscheidung, die eigene Frau allen anderen so vorführen zu wollen! Der König war nicht ganz bei Sinnen, und das ist natürlich eigentlich tragisch, wenn eine so mächtige Figur so benebelt, dass dumme Entscheidungen trifft. Und das zeigt uns noch ein weiteres Mal, wie wichtig es ist, dass wir in der Frage des Alkohols absolut abstinent leben.

[6:01] Aber die Königin Waschti weigerte sich, auf den Befehl des Königs hinzukommen, den er durch seine Kämmerer gegeben hatte. Da wurde der König sehr zornig, und sein Zorn entbrannte in ihm.

[6:18] Nun, die Waschti hat aus Selbstrespekt diese Befehle missachtet. Sie wollte sich einfach nicht bloßstellen lassen, und wir können sehr gut mit ihr nachempfinden. Manchmal wird die Geschichte von Esther ein bisschen verklärt und falsch erzählt, als ob die Waschti eine böse Königin war. Aber da gibt es in der Bibel eigentlich keinen Anlass, das zu glauben, sondern sie hat eigentlich sich nicht unethisch und falsch verhalten, hier sich nicht einfach so missbrauchen zu lassen für falsche Zwecke.

[6:50] Und der König sprach zu den Weisen, die sich auf die Zeiten verstanden – denn so kamen die Angelegenheiten des Königs vor alle Gesetzes- und Rechtskundigen, und ihm zunächst saßen Karshena, Schethar, Admatha, Tharsis, Meres, Marsena und Memuchan, die sieben Fürsten der Perser und Meder.

[7:08] Das ist ein Gremium, das ist seit der Zeit von Darius, seit seinem Coup, als sie die Krone an sich zu reißen gegeben hat. Da spielten damals sieben Personen eine wichtige Rolle. Seitdem war das so das wichtigste Beratungsgremium in Persien, das angesichts des Königs saßen und die ersten Stellen im Königreich einnahmen.

[7:31] Jetzt das Zitat ihrer Worte: "Wie ist" – oder wie er sie fragt – "Wie ist nach dem Gesetz mit der Königin Waschti zu verfahren, weil sie nicht nach dem Befehl des Königs Ahasveros gehandelt hat, der ihr durch die Kämmerer übermittelt wurde?"

[7:46] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir so viele verschiedene Geschichten der Bibel haben, die uns verschiedene Aspekte des Lebens deutlich machen. Und heute haben wir noch einmal gesehen, wie wichtig es ist, dass wir klaren Kopf haben, dass wir uns nicht benebeln durch Alkohol oder auch durch andere Dinge, die uns dann dazu bringen, dumme Entscheidungen zu treffen, die viel Leid verursachen und Komplikationen mit sich bringt. Herr, schenk du uns Weisheit. Lass uns echte auch Gesundheitsreformer sein und für echte Abstinenz von Alkohol auch eintreten und das anderen, wenn wir noch, deutlich machen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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