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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Esther Kapitel 3:7 bis 4:10. Er analysiert Hamans tödlichen Plan zur Ausrottung der Juden und Mordechais tiefe Trauer. Der Sprecher zieht dabei wichtige Parallelen zu den Endzeitprophetien der Bibel, die einen zukünftigen Todesbefehl für Gläubige vorhersagen. Die Botschaft unterstreicht die Notwendigkeit, schon heute treu zu Gott zu stehen und ihm voll zu vertrauen, um für kommende Herausforderungen gerüstet zu sein.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 547. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:38] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir dich haben und dass du für uns da bist. Und wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, heute treu im Alltag, treu zu dir zu stehen, zu deinen Geboten und uns nicht der Welt anzupassen mit falschen Gewohnheiten und Sünden, sondern dass wir, komme was da wolle, zu deinem Wort stehen. Und wir möchten dich bitten, dass du uns heute durch deinen Heiligen Geist dein Wort richtig erklärst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:11] Findet Esther Kapitel 3.

[1:13] Haman wird von König Ahasveros (Xerxes) zu besonderen Ehren gebracht, und Mordechai weigert sich, vor ihm niederzufallen, sodass Haman beschließt, das gesamte Volk der Juden auszurotten. Wir lesen ab Vers 7.

[1:32] Im ersten Monat, das ist der Monat Nisan, also ungefähr März/April, im zwölften Jahr der Regierung des Königs Ahasveros, wurde das Pur, das ist das Los, vor Haman geworfen über die Tage und Monate. Und es fiel auf den zwölften Monat, das ist der Monat Adar.

[1:55] Haman hat vorgehabt, herauszufinden, wann der beste Zeitpunkt ist, das Volk der Juden auszurotten. Und er wirft im ersten Monat das Los, und das Los gibt den zwölften Monat an. Man hat so den Eindruck, dass Gott hier seine Hand im Spiel hatte. Gott selbst wird niemals direkt namentlich in dem Buch Esther erwähnt, aber zwischen den Zeilen sieht man sein Wirken überall. Und Haman hat sich gewünscht, das Volk schnell auszurotten, und stattdessen gibt es jetzt eine lange Frist bis dahin.

[2:28] Und Haman sprach zum König Ahasveros: „Es gibt ein Volk, das lebt zerstreut und abgesondert unter allen Völkern in allen Provinzen deines Königreichs, und ihre Gesetze sind anders als die aller Völker. Sie befolgen die Gesetze des Königs nicht, sodass es dem König nicht geziemt, sie gewähren zu lassen.“ Wie reine Propaganda!

[2:47] Und diese ganze Geschichte ist auch ein Typus, ein sehr wichtiger Typus für uns zu verstehen auf das Ende der Zeit, wenn es auch einen Todesbefehl geben wird für alle, die sich weigern, die Anbetungsgesetze des Staates zu befolgen.

[3:05] Hier wird behauptet, dass dieses Volk grundsätzlich sich den Geboten des Staates nicht unterwirft. Auch am Ende wird man diejenigen, die Treue zum Sabbat halten und die die wahre Anbetung hochhalten werden, dann wird sie als Kriminelle und als Rebellen und als Revolutionäre darstellen, die sich dem Staat nicht unterordnen wollen. Möge uns Gott Kraft schenken, immer treu zu seinem Wort zu stehen und auch nicht jetzt durch unnötige Äußerungen später unseren Feinden Vorschub zu leisten und die Munition an die Hand zu liefern, die sie dann gegen uns verwenden können.

[3:51] „Wenn es dem König gefällt, so werde ich einschreiten lassen, dass man sie umbringen soll. Dann will ich 10.000 Talente Silber in die Hände der Schatzmeister liefern, damit man es in die Schatzkammern des Königs bringe.“

[4:01] 10.000 Talente sind unfassbar viel. Jesus benutzt dieselbe Menge im Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht, um eine Summe Geld zu veranschaulichen, die niemals zurückgezahlt werden kann. 10.000 Talente – wir haben keine wirklich starken Einblicke diesbezüglich in das persische Reich, aber wir wissen aus der griechischen, vor allem aus der römischen Periode, was so die Spitzenverdiener an Vermögen hatten. Und wir kennen keinen einzigen Römer, der über 10.000 Talente Währung verfügt hat. Selbst Crassus, der reichste Römer, hatte etwas mehr als 7.000. Es ist also eine unvorstellbar große Summe Geld, die hier dem König angeboten wird.

[4:50] Da zog der König seinen Siegelring von der Hand und gab ihn dem Haman, dem Sohn Hammedathas, dem Feind der Juden. Wir sehen also auch hier, welche Rolle Geld und Wirtschaft spielen können. Das heißt aber weiter: Und der König sprach zu Haman: „Das Silber sei dir geschenkt und das Volk dazu, dass du mit ihm tust, was dir gefällt.“ Der König entscheidet sich am Ende sogar nicht aufgrund des Geldes, sondern um ihm eine Ehre zu erweisen, sozusagen, dass Haman jetzt machen kann, was er will. Interessant ist, das ist nicht der Ahasveros selbst, der das Unheil plant, aber er erkennt die Situation nicht gut genug, um die bösen Pläne des Haman zu erkennen und dann auch verhindern zu können.

[5:41] Da berief man die Schreiber des Königs am 13. Tag des ersten Monats, das ist ein Tag vor dem Passahfest. Und es wurde ein Schreiben erlassen, ganz wie Haman es befahl, an die Satrapen des Königs und an die Statthalter in allen Provinzen und an die Fürsten jedes Volkes, denn das Perserreich war ja ein riesiges Reich, schon in Kapitel 1 gesehen, von Ägypten bis nach Indien. Dort gab es viele Sprachen und auch manche Schriftsysteme. Das wird in aramäischer Alphabetschrift geschrieben worden sein, in babylonischer Keilschrift, in ägyptischen Hieroglyphen oder zumindest thematisch in all den verschiedenen Fassungen ist dieser Befehl in das Reich ausgegangen.

[6:28] Im Namen des Königs Ahasveros wurde es geschrieben und mit dem Siegelring des Königs versiegelt. Und die Briefe wurden durch die Eilboten in alle Provinzen des Königreichs gesandt, dass man alle Juden vertilgen, erschlagen und umbringen soll, junge und alte, Kinder und Frauen, an einem Tag, nämlich am 13. des zwölften Monats, das ist der Monat Adar, und dass man sogleich ihren Besitz rauben dürfe.

[6:59] Hier gibt es einen Todesbefehl, der nicht gleich sofort umgesetzt werden darf, aber eines, das ist nach deren Ablauf, jedermann hier zu den Waffen greifen kann. Ich glaube persönlich, dass dies ein sehr genauer Typus ist, ein sehr genaues Beispiel für das, was am Ende der Zeit geschehen wird. Es wird einen Todesbefehl geben, ein Datum, an dem alle, die sich an Gottes Wort allein festhalten wollen und die religiösen Staatsgesetze, die erlassen werden, nach Offenbarung 13 nicht annehmen werden, dass die verfolgt werden und dann umgebracht werden sollen. Und das ist dazu, einen Todesbefehl gibt Offenbarung 13 spricht davon sehr deutlich. Ihr könnt ihn dort finden.

[7:45] Die Abschrift des Schreibens wurde in jeder Provinz als Gesetz erlassen, indem man es allen Völkern bekannt machte, damit sie sich auf diesen Tag vorbereiten sollten. Und die Eilboten zogen auf den Befehl des Königs hin schnell aus, sobald das Gesetz in der Burg Susa erlassen war. Der König und Haman aber setzten sich, um zu trinken, während die Stadt Susa in Bestürzung geriet.

[8:09] Als nun Mordechai alles erfuhr, was geschehen war, da zerriss Mordechai seine Kleider und kleidete sich in Sack und Asche und ging in die Stadt hinein und klagte laut und bitterlich.

[8:23] Gott hatte eigentlich ihm und vielen anderen dieses Leid ersparen wollen, wenn sie doch gleich alle nach Jerusalem gezogen wären. Jetzt kam die Krise ihres Lebens. Sie wussten, sie haben nur noch einige Monate zu leben, wenn nicht Gott eingreift.

[8:44] Und er kam bis vor das Tor des Königs, denn es durfte niemand zum Tor des Königs eingehen, der in Sacktuch gekleidet war. Seine Trauer hat es ihm selbst unmöglich gemacht, sozusagen sich beim König für die Sache einzusetzen.

[9:01] Auch in allen Provinzen, wo immer das Wort und Gebot des Königs hinkam, war unter den Juden große Trauer und Fasten und Weinen und Wehklagen, und viele lagen auf Sack und in der Asche. Es war also nicht allein auf die Königsresidenz Susa beschränkt, was hier passierte. Aber natürlich dürfen wir davon ausgehen, dass dort, wo der König war, in Mesopotamien und dem persischen Kernland, dass dort natürlich die Gefahr für die Juden sehr viel größer war als im weit entfernten Jerusalem, wo die Kontrolle des Königs, wie wir es auch schon in Esra und Nehemia gesehen haben, sehr viel schwächer gewesen ist, weil man nicht so direkt dort Zugriff immer gehabt hat.

[9:48] Die Mägde der Esther und ihre Kämmerer kamen, und Esther sagte, dass sie und die Königin erschrak sehr. Und sie sandte Kleider, damit Mordechai sich anziehe und das Sacktuch ablege, aber er nahm sie nicht an. Esther hatte noch nicht ganz verstanden, was eigentlich wirklich los ist. Da rief Esther den Hatach, einen Kämmerer des Königs, den er zu ihrem Dienst bestimmt hatte, und gab ihm Befehl, bei Mordechai in Erfahrung zu bringen, was das bedeutet und warum es geschehe. Da ging Hatach zu Mordechai hinaus auf den Platz der Stadt, der vor das Tor des Königs führte. Und Mordechai berichtete ihm alles, was ihm begegnet war, auch die genaue Summe Silber, die Haman versprochen hatte, in den Schatzkammern des Königs abzuwiegen als Entgelt für die Vertilgung der Juden. Und er gab ihm die Abschrift des schriftlichen Befehls, der zur Vertilgung in Susa erlassen worden war, damit er sie Esther zeige und ihr berichte. Nun sollte sie aufgefordert werden, zum König hineinzugehen, um seine Gnade zu erflehen und vor seinem Angesicht für ihr Volk zu bitten.

[10:52] Da ging Hatach hinein und berichtete Esther die Worte Mordechais.

[10:59] Mordechai wünscht sich, dass Esther, die in so einer herausgehobenen Position ist, eintritt für das Volk und ihren Einfluss geltend macht. Das sprach Esther zu Hatach und befahl ihm, Mordechai zu sagen:

[11:16] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel,

[11:21] Wir wissen aus der Prophetie und auch aus der Typologie der biblischen Geschichte hier, dass es eine Zeit geben wird, wo Menschen unseren Untergang werden, wo die Liebe so sehr erkaltet sein wird, dass dein Gesetz mit Füßen getreten werden wird. Und Herr, wir können uns auf diesen Tag nicht anders vorbereiten, als indem wir heute mit dir leben, heute aus deiner Kraft schöpfen und heute Vertrauen auf dich lernen, damit wenn alles zusammenbricht und wir uns auf niemanden dieser Welt verlassen können, wir wissen dürfen, dass wir uns auf dich verlassen können. Und dafür danken wir dir. Amen.


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