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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die entscheidenden Kapitel 8:16 bis 9:21 aus dem Buch Esther. Er erklärt, wie ein zweiter königlicher Erlass den Juden das Recht zur Selbstverteidigung gab und wie dies zu einer Welle der Freude und des Glaubenswachstums führte. Die Folge betont die Bedeutung von Esthers Mut und Mordechais Einfluss, die zur Rettung des jüdischen Volkes und zur Einführung des Purimfestes führten. Kramp zieht Parallelen zu Gottes Eingreifen in der heutigen Zeit und ermutigt zu Gebet und mutigem Einstehen für den Glauben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“. Heute mit Seite 551.

[0:38] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du dich für uns einsetzt. Danke, dass du uns retten kannst, auch wenn der Feind versucht, uns zu zerstören. Denn der Feind versucht, uns unschädlich zu machen und uns als Volk zu neutralisieren. Dann bist du da für uns, und du hast tausend Wege, von denen wir nichts wissen. Wir möchten dich von ganzem Herzen loben und preisen, dass wir uns auf dich verlassen können. Und ich bitte dich, dass du jetzt dein Wort uns öffnest, dass wir es verstehen und dass es uns stärkt, auch in dieser Zeit, in der wir leben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:19] Wir sind in Esther Kapitel 8. Ein zweiter Befehl ist ausgegangen, verfasst von Mordechai mit der Autorität des großen Königs Ahasveros (Xerxes) selbst, dass nämlich die Juden, wenn der entscheidende Tag kommt, von dem Haman damals in seinem ersten Erlass gesprochen hatte, wo Juden umgebracht werden sollten, dass sie zu diesem Zeitpunkt sich verteidigen dürften mit Waffengewalt und allen ihren Feinden widerstehen dürften.

[1:46] Vers 16. Dort geht es nun weiter: „Für die Juden aber war Licht und Freude, Frohlocken und Ehre gekommen. Und in allen Provinzen und in allen Städten, wohin das Wort und Gebot des Königs gelangte, da war Freude und Jubel unter den Juden, Gastmahle und Feste.“ Dass viele von der Bevölkerung des Landes Juden wurden, denn die Furcht vor den Juden war auf sie gefallen.

[2:05] Was für eine interessante Stelle, die deutlich macht, dass Jude zu sein nicht eine rein ethnische Sache war, sondern eine Glaubensentscheidung. Und diese großartige Erfahrung, die Esther und Mordechai gemacht haben, so Gebetserfahrung, führt dazu, dass das Volk Gottes in allen Teilen des Reiches wächst. Eine geradezu missionarische Erfahrung! Das Wachstum des Volkes Gottes hängt daran, dass eine Frau sich entschieden hat, tapfer zu sein, mutig zu sein und für ihren Glauben, den sie bis dahin nicht wirklich so ausgeliefert, einzustehen und Gottes in Anspruch zu nehmen. Und Gott hat die Wege gelenkt, und Gott führt dazu, dass viele Menschen anfangen zu sehen, dass es den Gott, den die Juden anbeten, wirklich gibt, dass er wirklich helfen kann. Und möge Gott uns helfen in dieser Zeit, dass auch wir treu sind zu ihm, uns einsetzen für sein Volk und auch mutige Entscheidungen fällen in seinem Geist. Und dann werden wir sehen, wie Gott Menschen zu seiner Gemeinde hinzubringt.

[3:11] Im zwölften Monat nun, das ist der Monat Adar, am 13. Tag, an dem das Wort des Königs und sein Gebot in Erfüllung gehen sollte, ja, eben dem Tag, an dem die Feinde der Juden gehofft hatten, sie zu bewältigen, da wendete es sich so, dass die Juden ihre Hasser überwältigen durften. Genau an dem Tag, den Haman damals ausgelost hatte, da versammelten sich die Juden in ihren Städten, in sämtlichen Provinzen des Königs Ahasveros, um Hand anzulegen, die nach ihrem Verderben trachteten. Und niemand konnte ihnen widerstehen, denn die Furcht vor ihnen war auf alle Völker gefallen.

[3:43] Das ist ein Gedanke, den wir immer wieder auch im Alten Testament finden, wenn Gott mächtig eingreift. Werden uns zum Beispiel – ihr könnt es nochmal nachlesen in 2. Mose 15 – an den Durchzug durch das Rote Meer, wo Mose im Nachhinein beschreibt, dass dieses Ereignis dazu geführt hat, dass die Bewohner des Landes Kanaan zittern, weil sie wissen, dass Gott mit seinem Volk ist.

[4:06] Auch alle Fürsten der Provinzen und die Satrapen und Statthalter und die Beamten des Königs unterstützten die Juden, denn die Furcht vor Mordechai war auf sie gefallen. Denn er hatte großen Einfluss am Hof des Königs, und sein Ruf ging durch alle Provinzen. Der Mann Mordechai bekam nämlich immer größeren Einfluss.

[4:26] So schlugen die Juden alle ihre Feinde mit dem Schwert. Sie erschlugen sie, brachten sie um und verfuhren mit ihren Hassern nach ihrem Belieben. Auch in der Burg Susa erschlugen die Juden ihre Feinde und brachten 500 Mann um.

[4:39] Dazu erschlugen sie Parsandata, Dalphon, Aspata, Porata, Adalja, Aridata, Parmaschta, Arisai, Aridai und Wajesata, die zehn Söhne Hamans, des Sohnes Hammedatas, des Feindes der Juden. Aber an ihren Besitz legten sie die Hand nicht. Es waren keine niederen Motive, um sich selbst zu bereichern.

[5:04] An jenem Tag erfuhr der König die Zahl der in der Burg Susa Erschlagenen. Und der König sprach zu der Königin Esther: „Die Juden haben in der Burg Susa 500 Mann erschlagen und umgebracht, dazu die zehn Söhne Hamans. Was haben sie in den anderen Provinzen des Königs getan? Was bittest du nun? Es soll dir gegeben werden. Und was forderst du mehr? Es soll geschehen.“ Esther sprach:

[5:24] „Gefällt es dem König, so lasse er auch morgen die Juden in Susa handeln nach der heutigen Verordnung, und die zehn Söhne Hamans aber soll man an das Holz hängen.“ Er befahl, der König, es zu tun, und das Gebot wurde in Susa erlassen, und die zehn Söhne Hamans wurden gehängt.

[5:38] Und die Juden, die in Susa waren, versammelten sich auch am 14. Tag des Monats Adar und erschlugen in Susa 300 Mann. Aber an ihren Besitz legten sie die Hand nicht. Auch die übrigen Juden, die in den Provinzen des Königs waren, versammelten sich nun, standen für ihr Leben ein und verschafften sich Ruhe vor ihren Feinden. Und sie erschlugen von ihren Feinden 75.000. Aber an ihre Güter legten sie die Hand nicht.

[6:04] Das geschah am 13. Tag des Monats Adar, und sie ruhten am 14. Tag desselben Monats und machten ihn zu einem Tag des Festmahls und der Freude.

[6:13] Dieser Tag hat sich fest eingebrannt in das Bewusstsein, die Erinnerung des jüdischen Volkes. Über jetzt lesen wir weiter: „Aber die Juden in Susa versammelten sich am 13. und 14. Tag dieses Monats und ruhten am 15. Tag, und sie machten diesen Tag zu einem Tag des Festmahls und der Freude.“

[6:33] Darum machen die Juden auf dem Land, die in den offenen Städten wohnen, den 14. Tag des Monats Adar zu einem Tag der Freude, des Gastmahls und zum Festtag und senden einander Geschenke.

[6:45] Und Mordechai schrieb diese Begebenheiten auf. Und er sandte Briefe an alle Juden, die in allen Provinzen des Königs Ahasveros wohnten, in der Nähe und in der Ferne.

[6:54] Das heißt also, offensichtlich der Autor, der Verfasser dieses Buches, der alles sehr aus erster Hand erlebt hat, das aus nächster Nähe gesehen hat. Und deswegen können wir uns auch vorstellen, warum so viele Details so bis ins Letzte beschrieben sind in dieser Geschichte, weil jemand wirklich sie verfasst hat, der selbst dabei gewesen ist.

[7:16] Worin sie verpflichtete, dass sie den 14. und 15. Tag des Monats Adar Jahr für Jahr feiern sollten.

[7:26] Man sollte sich daran erinnern, was für eine große Rettung Gott bewirkt hatte als Antwort auf Fasten und Gebet.

[7:35] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir sehen dürfen, dass du Rettung schenkst und Rettung bewirkst, wenn wir fasten und beten und dich um Hilfe anrufen und mutig für unseren Glauben einstehen, auch wenn wir nicht genau die Konsequenzen absehen können. Herr, hilf uns, das zu tun in unserem Leben. Und danke, dass wir wissen dürfen, dass auch wenn ganz am Ende ein Todeserlass alle wahrhaft Gläubigen bedrohen wird, dass du dich um uns kümmern wirst. Dafür danken wir dir. Und dass wir wissen dürfen, dass dann wir nicht selbst uns verteidigen müssen, sondern dass Jesus Christus selbst, der in den Wolken des Himmels jetzt König der Könige mit der größten Armee, die die Welt je gesehen hat, kommen wird, um uns heimzuholen. Hab Dank dafür. Amen.


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