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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Hiob 28 und 29. Er kontrastiert die menschliche Suche nach Edelmetallen mit der unbezahlbaren göttlichen Weisheit, die nur in der Gottesfurcht zu finden ist. Kramp zeigt, wie Hiobs früheres Leben ein praktisches Beispiel dieser Weisheit war, die sich in Gerechtigkeit und Nächstenliebe manifestierte, und ermutigt dazu, eine solche Beziehung zu Gott anzustreben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 572. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich von ganzem Herzen bitten, dass du uns eine solche Liebe zu dir schenkst, ein solches Vertrauen, einen solchen Glauben, dass wir niemals von dir lassen, egal was passiert. Dass wir die Gerechtigkeit, die du uns schenkst, so hoch achten, so tief in unser Herz hineinlassen, so sehr wertschätzen, dass wir für nichts in der Welt sie hergeben, selbst dann, wenn es den Eindruck macht und den Anschein, als ob du selbst uns verlassen würdest. Herr, wir glauben, dass wir in der Endzeit in eine solche Situation geraten werden.

[1:31] Und wir sehen dem Beispiel von Hiob, aber noch viel mehr in dem noch viel deutlicheren Beispiel von Jesus, was für ein Segen es ist, festzuhalten an deiner Liebe und an deiner Treue, auch wenn alles gegen einen gerichtet zu sein scheint. So bitten wir dich, dass du jetzt durch dein Wort nun sprichst, uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:02] Wir sind in Hiob, Kapitel 28. Hiob beschreibt gerade den Bergbau seiner Zeit, mit dem Gold und Silber und andere Edelmetalle abgebaut worden sind und beschreibt, wie die Menschen in die Schächte hinabgelassen werden auf einem Weg, den die Greifvögel nie gehen würden. Über diesen Weg heißt es weiter in Vers 8: "Den auch das stolze Wild nicht betreten hat, auf dem der Löwe nicht geschritten ist." Der Mensch streckt seine Hand nach dem Felsgestein aus, wühlt die Berge um von Grund auf. Der Mensch sucht nach diesen Edelmetallen so sehr, dass er Wege geht, die kein Tier gehen würde, die in der Natur sonst unbetreten geblieben wären, weil er diese Metalle unbedingt haben möchte. Er treibt Stollen in die Felsen und sein Auge erfasst alles, was kostbar ist. Die Ströme hat er eingedämmt, damit sie nicht durchsickern, und er bringt das Verborgene hervor ans Licht. Der Mensch scheut weder Kosten noch Mühen, um an Gold und Silber, dann an Eisen, Kupfer heranzukommen. So ist die Erfahrung von Hiob. Das alles erzählt, um jetzt folgenden Punkt zu machen:

[3:15] Aber die Weisheit, wo wird sie gefunden und wo ist der Fundort der Einsicht? Man kann nach Gold und Silber graben, man kann Eisen und Kupfer finden, wenn man tief hinein in die Berge gräbt. Aber wo ist die Weisheit? Die echte biblische Weisheit? Der Sterbliche kennt ihren Wert nicht, oder im Land der Lebendigen wird sie nicht gefunden. Die Tiefe spricht: "Sie ist nicht in mir", und das Meer: "Sie ist nicht bei mir." Mit Feingold kann man sie nicht bezahlen und Silber kann nicht als ihr Kaufpreis abgewogen werden. Damals wurde ja Silber abgewogen, es gab noch kein Münzgeld. Was Hiob beschreibt: Es ist einfacher, viel einfacher Gold zu finden und Silber als Weisheit. Weisheit ist ein enormer Schatz, den man nicht einfach irgendwo hingehen kann, irgendwo hingehen und ihn kaufen. Man kann nicht irgendwo danach suchen und es dann garantiert finden. Und wir wissen aus anderen Texten der Bibel, dass Weisheit auch im Alten Testament insbesondere ein Begriff ist für Jesus und sein Evangelium, für die Gerechtigkeit, die Gott uns schenkt und gibt, für die Beziehung zu Gott. Das ist so wertvoll, man kann es nicht mit Geld kaufen.

[4:43] Um Gold von Ofir ist sie nicht zu haben, auch nicht um köstlichen Onyxstein und Saphir. Gold und Glas kommt ihr nicht gleich, noch kann man sie eintauschen gegen ein goldenes Gerät. Korallen und Kristall gelten nichts gegen sie, und der Besitz der Weisheit geht über Perlen. Der Topas aus Kusch (also das Äthiopien) ist ihr nicht zu vergleichen. Mit reinem Gold wird sie nicht aufgewogen. In anderen Worten: Ganz egal, was es an Reichtum gab, den man in seiner Welt schon kannte, an Edelmetallen, an Edelstein – all das ist wertlos gegen die echte göttliche Weisheit.

[5:19] Woher kommt denn nun die Weisheit und wo ist die Fundstätte der Einsicht? Die ist verborgen vor den Augen alles Lebendigen und vor den Vögeln des Himmels versteckt. Der Abgrund und der Tod sprechen: "Wir haben mit unseren Ohren ein Gerücht von ihr gehört." Gott hat Einsicht in ihren Weg und er kennt ihre Fundstätte. Willst du Weisheit haben? Wenn du Gold haben willst, dann grabe im Berg. Wenn du Silber haben willst, dann treibe einen Schacht hinein. Wenn du Eisen haben willst, dann streng dich an und suche und finde. Und wenn du Weisheit haben willst, wenn du Weisheit finden willst, dann wirst du sie nicht alleine finden, wirst du sie nicht alleine kaufen können. Es gibt nur einen einzigen Weg: Lerne Gott kennen, wandle mit Gott und du wirst die Weisheit erkennen. Genau das hat Hiob gehabt. Er beschreibt hier in Kapitel 28, übrigens auch in Kapitel 29, was er gehabt hat, was er entdeckt hat, was ihm niemand, auch der Satan, nehmen kann: Die Weisheit, die göttliche Weisheit, die Gerechtigkeit, die Gott schenkt – das größte aller Geschenke.

[6:49] Denn er schaut bis zu den Enden der Erde und sieht alles, was unter dem Himmel ist, als er dem Wind sein Gewicht gab und die Wasser abwog mit einem Maß, als er dem Regen sein Gesetz bestimmte und dem donnernden Unwetter seinen Weg. Dieser Vers beweist übrigens, dass Hiob nach der Sintflut gelebt hat, weil hier von Regen und Unwetter die Rede ist. Da hat er sie gesehen und verkündigt sie, bestätigt und ergründet. Gott kennt die Weisheit, er hat sie gesehen, er hat sie bestätigt, ergründet. Gott durchdringt all das, was man Weisheit nennen kann, und er verkündet sie, er erklärt sie, er verbreitet sie. Wer auf Gott hört, der wird die echte Weisheit verstehen. Ich möchte diese Weisheit besser finden, mehr finden, jeden Tag davon finden. Du auch?

[8:03] Da hat er sie gesehen und verkündigt sie, bestätigt und ergründet. Und er sprach zum Menschen: "Siehe, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit, und vom Bösen weichen, das ist Einsicht." Das ist der größte Schatz, den man nicht finden kann im Bergbau, nicht mit Geld bezahlen kann, das kein Tier finden kann. Und jetzt an dieser Stelle lohnt es sich noch einmal zu lesen, was in Hiob 1, Vers 1 steht, wo es nämlich über Hiob heißt, dass er Gott fürchtete: "Es war ein Mann im Lande Uz, der war untadelig und rechtschaffen, der Gott fürchtete und das Böse mied." Das war sein größter Schatz, nicht seine Kinder, nicht sein Reichtum, nicht seine Besitzungen. All das war enorm wertvoll, seine Kinder, aber das, was am allerwichtigsten war, das war seine Weisheit, seine Gottesfurcht, die Tatsache, dass er vor der Sünde zurückschreckte und mit Gott in Einklang ging. Und das ist die Botschaft des ersten Engels: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen! Und betet den an, der gemacht hat Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen." Die dreifache Engelsbotschaft, das Evangelium, bietet uns den größten Schatz, den man auf dieser Erde finden kann. Ist das nicht ein wunderbares Kapitel? Ist das nicht eine wunderbare Botschaft? Zeigt uns Hiob nicht, wie wertvoll die Adventbotschaft eigentlich sein müsste? Und die, ja, liebe Freunde...

[9:40] Und Hiob fuhr fort mit dem Vortrag seiner Sprüche und sagte: "Ach, wäre ich wie in den früheren Monaten, wie in den Tagen, als Gott mich behütete, als seine Leuchte über meinem Haupt schien und ich in seinem Licht durch das Dunkle ging!" Hiob erinnert sich jetzt an das Leben, das er gehabt hat, als es ihm noch gut ging, als er also alles hatte. "Wie ich in den Tagen meiner Manneskraft war, als über meinem Zelt der vertraute Umgang mit Gott waltete, als Mächtige noch mit mir waren, meine Knechte um mich herum." Er hat wirklich den Eindruck, dass Gott ihn sozusagen quasi verlassen hat und er weiß nicht warum, weil er den großen Kampf nicht versteht. Aber er weiß noch, wie es war, als Gott spürbar ihn gesegnet hatte. "Als ich meine Tritte in Milch badete und das Feld neben mir Öl in Strömen goss. Wenn ich damals zum Tor ging, zur Stadt hinauf, und meinen Sitz auf dem Marktplatz aufstellte – das ist eine sehr interessante Passage jetzt – und mich die Jungen sahen, so verbargen sie sich, und die Greise standen auf und blieben stehen. Die Fürsten hörten auf zu reden und legten die Hand auf ihren Mund. Die Stimme der Vornehmen verstummte und ihre Zunge klebte in ihrem Gaumen." Hiob war eine ausgesprochen einflussreiche und beeindruckende Persönlichkeit. Warum? "Wer mich hörte, der pries mich glücklich, und wessen Auge mich sah, der stimmte mir zu. Denn ich rettete den Elenden, der um Hilfe schrie, und die Waise, die keinen Helfer hatte. Der Segen der Verlorenen kam über mich, und ich brachte das Herz der Witwe zum Jauchzen. Die Gerechtigkeit, die ich angelegt hatte, bekleidete mich als Talar, und Turban diente mir mein Recht. Ich war das Auge des Blinden und der Fuß des Lahmen."

[11:25] Wenn man das liest und nicht wüsste, dass es um Hiob geht, man kann fast gar nicht anders denken, als an Jesus zu denken. Als Hiob mit Jesus wandelte, da lebte er annähernd so, wie Jesus später auf Erden leben würde. Als er die Weisheit entdeckte, nämlich Christus, so wie 1. Korinther 1,30 sagt, da hat sie sich so praktisch in der Imitation Jesu gezeigt. Die echte, echte biblische Weisheit, zu der uns auch die dreifache Engelsbotschaft auffordert, zeigt sich hier im praktischen Glaubensleben. Wollen wir nicht mehr so leben und handeln und glauben? "Ich war der Vater des Armen, und die Streitsache dessen, den ich nicht kannte, untersuchte ich. Ich zerbrach die Kinnladen des Frevlers und riss ihm den Raub aus den Zähnen. Und so dachte ich: 'Ich werde in meinem Nest sterben und meine Tage vermehren wie Sand.' Meine Wurzeln waren an Wassern ausgebreitet, und der Tau übernachtete auf meinem Zweig."

[12:35] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, schenk uns die Weisheit, die wir nirgendwo sonst auf dieser Welt erwerben können. Mach uns weise, wie du Weisheit geben kannst, und Herr, zeig uns, wie in unserem Leben das Leben von Jesus sich spiegeln kann. Das wünschen wir uns von ganzem Herzen. Hab Dank dafür. Amen.


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