Christopher Kramp führt in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ durch Hiob 39 und 40. Er beleuchtet Gottes beeindruckende Antwort an Hiob, die die Grenzen menschlichen Verständnisses durch Beispiele aus der Natur aufzeigt – von Büffeln und Straußen bis hin zu Ross und Adler. Die Predigt betont Hiobs Demut angesichts Gottes unermesslicher Weisheit und Macht und schließt mit der faszinierenden Interpretation des Behemoth als Dinosaurier.
Gott auf (m)einer Seite: Hiob 39:10-40:17
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, HiobPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“, heute mit Seite 581. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du unser Schöpfer bist und dass du auch durch die Natur zu uns redest. Herr, schenk uns heute Gelegenheit, wieder über die Natur nachzudenken und die Lektionen, die du in die Tier- und Pflanzenwelt, in die Gestirne, in alles, was du geschrieben hast, hineingeschrieben hast, dass du diese Lektion auch verstehen lässt, für uns persönlich. Vor allem aber auch, dass du heute durch dein Wort zu uns sprichst, denn in der Natur sehen wir deine Schöpfermacht, aber die uns vieles hinstellt, und in deinem Wort sprichst du direkt zu uns. Und so möchten wir dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist uns jetzt erfüllst und wir Wahrheit verstehen, wie sie in dir ist. Das bitten wir im Namen Jesu, der für uns eintritt. Amen.
[1:25] Wir sind dann in Hiob Kapitel 39. Gott antwortet dem Hiob. Er verweist ihn auf all die Dinge, die er geschaffen hat, Dinge, die zu groß sind, als dass Hiob sie verstehen könnte. Viele Geheimnisse sind in der Schöpfung verborgen, die weit den Verstand von Hiob übersteigen. Wir lesen weiter in Vers 10:
[1:50] „Führst du den Büffel in der Furche an einem Strick, oder wird er hinter dir her die Talgründe eggen? Vertraust du ihm wegen seiner großen Kraft und überlässt du ihm deine Arbeit? Rechnest du auf ihn, dass er seine Saat einbringt oder deine Tenne füllt? Die Straußin stimmt fröhlich ihre Flügel. Sind es aber treue Schwingen und Federn? Denn sie überlässt ihre Eier der Erde und lässt sie im Sand ausbrüten. Sie vergisst, dass ein Fuß sie zertreten und das Getier des Feldes sie zermalmen kann. Die ist hartherzig ihren Jungen, als gehörten sie ihr nicht. Es macht ihr keinen Kummer, wenn sie sich umsonst abgemüht hat. Denn Gott ließ sie die Weisheit vergessen und ihr keinen Verstand zugeteilt.“
[2:32] Hier sehen wir interessanterweise, dass jemand, der sich nicht um seine Geschöpfe kümmert, keine Weisheit hat. Wenn also Gott die Quelle aller Weisheit ist, dann wird er sich auch um seine Kinder kümmern. Die Straußin kümmert sich nicht um ihre Jungen, sie hat keine Weisheit. Als Hiob weise war, hat er sich um andere Menschen gekümmert. Ihr Leid hat ihm leidgetan. Der logische Schluss ist, dass wenn Gott weise ist und Liebe offenbart, er sich auch um die ihm Anvertrauten kümmert. Und wir sehen hier, wie zwischen den Zeilen Gott dem Hiob direkt anfordert und ihm zeigt, dass er für ihn da ist.
[3:22] „Kommt aber die Zeit, da sie in die Höhe schnellt, so verlacht sie Ross und Reiter. Hast du dem Ross Stärke verliehen und seinen Hals mit der Mähne umhüllt? Bringst du es zum Springen wie eine Heuschrecke? Sein stolzes Schnauben klingt schrecklich. Es stampft den Boden, freut sich seiner Stärke. Es zieht los den Waffen entgegen. Es lacht über die Furcht, ist unverzagt und weicht von dem Schwert nicht zurück. Über ihm klirrt der Köcher, die Klinge vom Speer und Wurfspieß. Mit wildem Lauf und ungestüm verschlingt es den Boden und bleibt nicht stehen, wenn das Schofarhorn ertönt. So oft das Schofarhorn erklingt, ruft es: Hui! Von Ferne hört es die Schlacht, die Donnerstimme der Heerführer und das Kriegsgeschrei.“
[4:05] „Bewirkt dein Verstand, dass der Habicht fliegt und seine Flügel nach Süden ausbreitet? Schwingt sich auf sein Geheiß der Adler empor und legt sein Nest in der Höhe an? Er wohnt in Felsspalten und horstet dort auf Felszacken und Bergstützen. Von dort aus erspäht er sich Beute. Seine Augen schweifen weit umher. Seine Jungen saugen Blut, und wo Erschlagene liegen, da ist er.“
[4:31] Weiter redete der Herr mit Hiob und sprach: „Will der Tadelnde mit dem Allmächtigen rechten? Wer Gott zurechtweisen will, der antworte nun!“ Da antwortete Hiob dem Herrn und sprach: „Siehe, ich bin zu gering. Was soll ich dir erwidern? Ich will meine Hand auf meinen Mund legen. Ich habe einmal geredet und konnte nichts antworten, noch ein zweites Mal, und ich will es nicht mehr tun.“
[4:57] Eine ganz interessante Stelle, und ich glaube, so wie das gesamte Buch Hiob, sind das Gedanken, die wir noch nicht bis ins Letzte völlig durchdrungen haben und wo immer sich neue Wahrheiten und Tiefen offenbaren. Hiob hatte den Eindruck gehabt, dass er mit Gott auf Augenhöhe reden könnte, aufgrund all der Erfahrung der Gerechtigkeit, die Gott ihm geschenkt hatte. Er war der Meinung, im Recht zu sein und mit Gott auf Augenhöhe reden zu können. Aber jetzt sieht er die gewaltige Schöpfermacht Gottes, dann noch viel klarer den Blick. Er sieht, was Gott alles weiß und kann, was ihm völlig unbekannt ist, und dass er, zwar nicht gegen Gott rebelliert hat, aber trotzdem sein eigenes Urteilsvermögen und seine Fähigkeit, alles einzuschätzen, weit überschätzt hatte. Es gibt viel mehr in diesem Universum und auch auf dieser Erde, als wir verstehen und begreifen können.
[5:58] Also sagte er: „Ich habe einmal geredet und konnte nichts antworten, und noch ein zweites Mal, und ich will es nicht mehr tun.“ Und er antwortete dem Hiob aus dem Gewittersturm und sprach: „Gürte doch deine Lenden wie ein Mann! Ich will dich fragen, und du unterweisest mich! Eine ganz deutliche Parallele zu seiner ersten Antwort, die er schon in Kapitel 38 gegeben hat. Willst du mein Rechtsurteil zunichtemachen, mich schuldig sprechen, damit du gerecht bist?“
[6:28] Hier kommen wir also wieder an einen interessanten Punkt. Hiob hat zwar seine Gerechtigkeit bekräftigt, aber dabei quasi impliziert, dass Gott einen Fehler gemacht hat, und das ist definitiv nicht der Fall. Wir kennen ja die Rahmengeschichte. Gott hatte keinen Fehler gemacht, obwohl das Leid einen, den anscheinend Unschuldigen, traf. Hiob, wie wir gesehen haben, hat zwar gesündigt, aber er hat es nicht verdient als Strafe oder als Konsequenz falschen Verhaltens, was er erlebt hatte. Obwohl es ihn also betroffen hat wegen des großen Kampfes, kann man gleichzeitig nicht davon sprechen, dass Gott schuldig gewesen ist.
[7:13] „Ist denn dein Arm dem Arm Gottes gleich, oder sprichst du mit deiner Stimme wie er? Schmücke dich doch mit Herrlichkeit und Hoheit, bekleide dich mit Majestät und Pracht! Gieße die Fluten des Zornes aus, sieh jeden Hochmütigen an und erniedrige ihn! Sieh jeden Hochmütigen an, erniedrige ihn und zertrete die Gottlosen, wo sie stehen! Begrabe sie miteinander in Staub, im Staub verhülle ihr Angesicht mit Finsternis! Dann will auch ich dich preisen, dass deine Rechte dir zu Hilfe kommt. Sieh doch den Behemoth, den ich gemacht habe, der wie ein Ochse Gras frisst. Sieh doch, welche Kraft in seinen Händen liegt und welche Stärke in seinen Bauchmuskeln! Sein Schwanz streckt sich wie eine Zeder, die Sehnen in seiner Schenkel sind fest verflochten.“
[8:06] Man hat hier früher ein Nilpferd oder so etwas sehen wollen, aber wenn man sich die Beschreibung genau ansieht, dann kommt man eigentlich dazu, dass es sich eigentlich hier nur um einen Landsaurier, einen Dinosaurier, handeln kann. Die Tatsache, dass wir hier eindeutig nach der Sintflut sind, zeigt, dass also ganz offensichtlich wenigstens einige Dinosaurier auch die Sintflut überlebt haben und auch noch in den ersten Jahren, Jahrzehnten, Jahrhunderten nach der Flut den Menschen bekannt gewesen sind und dort gelebt haben.
[8:36] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wenn wir die Natur schauen, wenn wir deine Schöpfung betrachten, dann sehen wir, dass es so vieles gibt, das wir nicht wissen. Wir wissen auch, dass wir uns aus eigener Kraft nicht helfen können. Wir brauchen deine Weisheit, die größer ist als uns, und deine Kraft, die stärker ist als die, die wir haben. Und so möchten wir darauf vertrauen, dass selbst wenn uns negative Dinge passieren, sie nicht passieren, weil du einen Fehler machst, sondern weil wir gerade noch etwas nicht verstehen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[9:16] [Musik]
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