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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp tief in Hiob Kapitel 40 und 41 ein. Er beleuchtet Gottes beeindruckende Beschreibungen der mächtigen Kreaturen Behemoth und Leviathan, die die Grenzen menschlicher Vorstellungskraft sprengen. Anhand dieser unbezwingbaren Geschöpfe wird Hiob – und uns – die unermessliche Macht und Weisheit Gottes vor Augen geführt. Die Botschaft ist klar: Angesichts solch überwältigender Schöpfung ist es töricht, sich gegen den Schöpfer zu stellen; vielmehr sollen wir uns auf seine Seite schlagen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Heute mit Seite 582.

[0:39] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten Danke sagen, dass du nie einen Fehler machst und dass auch wenn schwierige Dinge in unser Leben kommen und eintreffen, wir wissen dürfen, dass es nicht daran liegt, dass du schuld bist oder dass du einen Fehler gemacht hast oder dass du sündig bist, sondern dass es viele Dinge gibt, die wir nicht begreifen können, die uns zu hoch sind, Dinge, die weit das übersteigen, was wir uns menschlich vorstellen können. Danke, dass wir vertrauen dürfen, dass bei dir alle Weisheit ist. Dann möchte ich bitten, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst. Und danke dir dafür im Namen Jesu. Amen.

[1:18] Wir sind in Hiob Kapitel 40. Gott antwortet ein weiteres Mal auf Hiob, gibt eine zweite Rede, der erneut die Kraft seiner Schöpfung, die Wunder seiner Schöpfung, besser gesagt, thematisiert, insbesondere den Behemoth, der, nach dem, was wir gelesen haben, ganz offensichtlich ein großer Landsaurier gewesen ist, der nach der Sintflut dort noch gelebt hat.

[1:53] Wir lesen ab Vers 18: „Seine Knochen sind wie eherne Röhren, seine Gebeine wie Eisenstangen. Er ist der Erstling der Wege Gottes; der ihn gemacht hat, reichte ihm sein Schwert. Er ist ein besonderes Geschöpf Gottes, denn Futter tragen in die Berge, wo alle Tiere des Feldes spielen. Unter Lotusgewächsen liegt er versteckt, im Rohr und Sumpf. Lotusgewächse bedecken ihn mit ihrem Schatten, die Bachweiden umgeben ihn. Siehe, der Strom schwillt mächtig an, es fürchtet sich nicht. Er bleibt doch ruhig, wenn ein Jordan sich in seinen Mund ergießt. Kann man ihm in seine Augen greifen? Kann man mit Seilen seine Nase durchbohren?“

[2:31] Und immer und immer wieder zeigt Gott dem Hiob, dass es schon in der Tierwelt Dinge gibt, die er als Mensch – also Hiob als Mensch – nicht kontrollieren kann, nicht einfach nach seinem Willen hin und her bewegen kann. Dinge, die ihm zu schwer sind, um sie in der Hand halten zu können.

[2:49] „Siehst du etwa den Leviathan mit der Angel heraus und kannst du seine Zunge mit einer Falschnur fassen?“ Bei dem Leviathan handelt es sich um ein weiteres Geschöpf Gottes, nach allem, was wir gleich sehen werden, ebenfalls eine Saurierart, die wir noch in den nächsten Versen lesen werden, wohl eher im Wasser beheimatet gewesen ist. „Kannst du ein Binsenseil durch seine Nase ziehen oder einen Haken durch seine Kinnbacken stoßen? Bittet er dich lange anflehend oder wird er freundliche Worte sagen? Wird er einen Bund mit dir schließen, dass du ihn zum ewigen Knecht machst? Kannst du mit ihm spielen wie mit einem Vögelchen oder den anbinden für deine Mägde? Feilschen etwa die Fischerleute um ihn oder teilen ihn die Händler? Kannst du seine Haut mit Spießen spicken und mit Fischharpunen seinen Kopf? Lege doch deine Hand einmal an ihn! Du wirst den Kampf nicht vergessen, wirst es nicht noch einmal tun.“

[3:54] „Niemand“, so sagt Gott, „der bei klarem Verstand ist, kämpft gegen den Leviathan, der so stark und so mächtig ist. Siehe, die Hoffnung auf ihn wird getäuscht. Wird man nicht schon bei seinem Anblick hingestreckt? Niemand ist so tollkühn, dass er ihn reizen möchte. Wer aber kann vor mir bestehen?“

[4:17] Gott macht deutlich: Wenn niemand in seinem klaren Verstand den Leviathan zum Feind haben möchte, wer möchte dann gegen Gott kämpfen, wenn er versteht, wie mächtig und weise Gott ist? Es wäre absurd, töricht, Gott sich zum Feind zu erwählen.

[4:49] „Wer hat mir zuvor gegeben, dass ich es ihm vergelten sollte? Alles, was unter dem ganzen Himmel ist, gehört mir.“ Gott möchte also dem Hiob deutlich machen: Stell dich nicht auf eine gegenüberliegende Seite, sondern bleib bei mir. Halte fest daran, dass ich nicht dein Feind bin, sondern im Grunde – denn wie wir aus der Rahmengeschichte wissen, aus den ersten Versen des Buches – ist der Feind ein anderer, der Ankläger.

[5:20] „Ich will von seinen Gliedern nicht schweigen, sondern reden von seiner Kraftfülle und von der Schönheit seines Baus.“ Dieser Leviathan war offensichtlich nicht nur sehr stark, sondern auch sehr schön. Manchmal werden die Dinosaurier heute dargestellt, als wären sie die absolut schrecklichsten Monster, aber das ist oftmals auch ein bisschen die Fantasie der Illustratoren.

[5:44] „Wer kann sein Gewand aufdecken und wer greift ihm in die Doppelreihe seiner Zähne? Wer öffnet die Tore seines Rachens? Rings um seine Zähne lagert Schrecken. Trächtig sind seine starken Schilder, fest zusammengeschlossen und versiegelt. Einer fügt sich an den anderen, so dass kein Luftzug dazwischen kommt. Jedes haftet fest an dem anderen, sie greifen ineinander und lassen sich nicht trennen.“

[6:08] „Sein Niesen lässt Licht aufleuchten, seine Augen sind wie die Strahlen der Morgenröte. Aus seinem Rachen schießen Fackeln, Feuerfunken sprühen. Aus seinen Nüstern kommt Rauch hervor wie aus einem siedenden Topf und einem Kessel. Ein Hauch entzündet Kohlen, eine Flamme schießt aus seinem Rachen.“

[6:31] Es ist uns heute nicht mehr möglich, genau zu verstehen, was hier in diesen Versen reale biologische Realität gewesen ist und was dann noch reine poetische Beschreibung ist. Aber es ist zumindestens nachdenkenswert, dass wir in vielen Kulturen der ganzen Welt, in zugegebenermaßen Sagen und Mythen, die die Realität verzerren, doch immer wieder dieses Kernmotiv finden von Drachen, die Feuer speien.

[7:09] Möglicherweise geht das zurück auf reale biologische Realitäten, haben sich hier beim Leviathan auch gefunden, die in der Bibel beschrieben werden.

[7:13] „Stärke wohnt auf seinem Nacken, und Angst springt vor ihm her. Die Wampe seines Fleisches haftet aneinander, sie sind ihm fest angegossen und unbeweglich. Sein Herz ist hart wie Stein und so fest wie der untere Mühlstein. Die Helden erbeben, wenn er auffährt; vor Verzagtheit geraten sie außer sich. Trifft man ihn mit dem Schwert, so hält das nicht stand, weder Speer noch Wurfspieß oder Harpune. Er achtet Eisen für Stroh und Erz für faules Holz. Kein Pfeil kann ihn in die Flucht schlagen, Schleudersteine verwandeln sich ihm zu Streu. Er achtet die Keule für einen Halm und verlacht das Sausen des Wurfspießes. Auf seiner Unterseite sind spitze Scherben, er zieht einen Dreschschlitten über den Schlamm dahin. Er bringt die Tiefe zum Sieden wie einen Kessel, macht das Meer zu einem Salbentopf. Hinter ihm her leuchtet der Pfad, man könnte die Flut für Silber halten. Auf Erden ist nicht seinesgleichen, er ist geschaffen, um ohne Furcht zu sein.“

[8:14] Das ist eine beeindruckende Schilderung dieses Geschöpfs Gottes. Aber Gott macht deutlich: Wenn schon er so überwältigend ist, dass niemand mit ihm kämpfen will, wer würde dann gegen mich, gegen Gott, kämpfen?

[8:30] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, lass uns in unserem persönlichen Leben verstehen, dass du größer bist als alles, was wir uns vorstellen können, stärker als alles, was wir jemals erlebt haben. Und dass es das absolut Törichteste auf der Welt wäre, wenn wir dich zum Feind uns nehmen oder gegen dich kämpfen. Herr, lass uns immer auf deiner Seite stehen und nicht auf die Seite Satans wechseln, der diesen törichten Kampf begonnen hat, den er niemals gewinnen kann. Hab Dank, dass wir wissen dürfen, dass niemand so stark und so weise und so mächtig ist wie du, und wir wollen dir dienen. Im Namen Jesu. Amen.


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