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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Andacht beleuchtet Christopher Kramp die Psalmen 7 und 8. Er beginnt mit Davids Klage in Psalm 7, in der David um Gottes Gerechtigkeit angesichts unverdienter Verfolgung bittet und die Notwendigkeit göttlichen Gerichts betont. Anschließend wendet er sich Psalm 8 zu, der die Herrlichkeit Gottes in der Schöpfung preist und die erstaunliche Würde des Menschen hervorhebt. Kramp zeigt auf, wie diese Psalmen in Jesus Christus ihre höchste Erfüllung finden, der die ursprüngliche Bestimmung des Menschen wiederherstellt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:31] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Psalm 7:4-8:10. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir bedanken uns für die Möglichkeit, Andacht machen zu können. Wir bedanken uns für die Möglichkeit, jeden Tag mit dir zu reden, dass du jeden Tag unsere Gebete erhörst. Wir danken, dass wir jeden Tag die Gelegenheit haben, aus deinem Wort zu lernen. Sprich doch heute durch deinen Heiligen Geist zu uns. Offenbare uns deinen Willen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:06] Wir sind in Psalm 7, einem Klagelied Davids, das er gesungen hat wegen der Worte, die ein Benjaminit namens Kusch ihm gesagt hatte. Und er bittet Gott um Hilfe vor dem Verfolger, der wie ein Löwe ihm nachstellt. Wir lesen ab Vers 4: „Herr, mein Gott, habe ich solches getan, ist Unrecht an meinen Händen? Habe ich dem, der mit mir im Frieden war, mit Bösem vergolten und nicht vielmehr den errettet, nämlich den, der mich nun ohne Ursache bedrängt? So verfolge der Feind meine Seele und ergreife sie und trete mein Leben zu Boden und lege meine Ehre in den Staub.“ Was David sagte: Ich werde verfolgt von jemandem, dem ich voll geholfen habe. Hast du schon mal erlebt, dass Menschen das Gute, was du ihnen getan hast, mit Boshaftigkeit vergolten haben? Das ist schon bitter.

[2:01] „Steh auf, Herr, in deinem Zorn! Erhebe dich gegen den Übermut meiner Feinde! Wache auf um meinetwillen und schreite zu dem Gericht, das du befohlen hast! Die Versammlung der Völker umgebe dich, und über ihr kehre zur Höhe zurück.“ Oft hört man, dass gläubige Menschen, Christen, nicht so gern vom Gericht hören, vom Gericht reden und sich manchmal wünschen, es gäbe gar kein Gericht oder vielleicht sogar sich theologisch das so hinbiegen, dass die meinen, es gibt kein Gericht. Aber wer Opfer ist, der wünscht sich ein Gericht. Wer ungerecht behandelt wird, wer von Ungerechtigkeit gedrückt wird und dessen Recht verbogen wird, der wünscht sich einen Richter, er wünscht sich ein Gericht.

[2:49] Oftmals betrachten wir das Thema vom Gericht Gottes nur aus der Perspektive, dass wir selbst Sünder sind und Angst haben, verurteilt zu werden. Aber bei jeder Sünde, die geschieht, gibt es immer auch jemand, der Leidtragender war, jemanden, dessen Recht genommen worden ist, der sich wünscht, dass Gerechtigkeit wieder eingesetzt wird. Und deswegen gibt es in der Bibel viele Stellen, in denen deutlich wird, dass gläubige Menschen sich sogar ein Gericht wünschen, dass wieder Gerechtigkeit eingesetzt wird.

[3:21] „Der Herr wird die Völker richten. Schaffe mir Recht, Herr, nach meiner Gerechtigkeit und nach meiner Lauterkeit, die an mir ist. Lasst doch die Bosheit der Gottlosen ein Ende nehmen und stärke den Gerechten, denn du prüfst die Herzen und Nieren, du gerechter Gott.“ In dieser Weise kommt ein ähnliches Anliegen zum Ausdruck, wie es auch Hiob mit anderen Worten ausgedrückt hat, nämlich das Bewusstsein, durch Gottes Gnade gerecht gesprochen worden zu sein. Aber jetzt angesichts des Hohns des Feindes wünscht man sich Gottes Eingreifen.

[3:56] „Mein Schild ist bei Gott, der den von Herzen Aufrichtigen hilft. Gott ist ein gerechter Richter und ein Gott, der täglich zürnt. Wenn man nicht umkehrt, so schärft er sein Schwert, hält seinen Bogen gespannt und zielt und richtet auf jene tödlichen Geschosse, seine Pfeile steckt er in Brand.“ Wir sollten nicht denken, dass Gott nur irgendwann einmal ganz am Ende gerecht handeln wird, denn hier sehen wir, dass er täglich zürnt. Und siehe da: „Wer Unheil brütet, wird böse, erst schwanger mit Unheil, doch er gebiert Trug. Er hat eine Grube gegraben und ausgehöhlt und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat.“ Dieses Motiv kommt oft vor in den Psalmen, überhaupt in der Weisheitsliteratur, dass Sünder, die anderen schaden wollen, am Ende selbst durch ihre eigene Sünde gefangen fallen und gefangen genommen werden. Das Unheil, das er angerichtet hat, kehrt auf sein eigenes Haus zurück, und die Gewalt, die er begangen hat, fällt auf seinen Scheitel. „Ich will dem Herrn danken für seine Gerechtigkeit und im Namen des Herrn, des Höchsten, will ich Lob singen.“

[4:54] Dieser Vers macht deutlich, dass als David in Vers 9 gesagt hat: „Schaffe mir Recht, Herr, nach meiner Gerechtigkeit“, das nicht seine eigene, selbst produzierte Gerechtigkeit war, sondern Gerechtigkeit, die Gott gegeben hat, denn für die dankt er Gott an dieser Stelle. Dann: „Dem Vorsänger auf der Gittit. Ein Psalm Davids.“

[5:20] „Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde, der du deine Hoheit über die Himmel gesetzt hast! Aus dem Mund von Kindern und Säuglingen hast du ein Lob bereitet, um deiner Bedränger willen, um den Feind und den Raffgierigen zum Schweigen zu bringen.“ Wir wissen, wie sich dieser Vers im Leben von Jesus kurz vor seiner Kreuzigung beim triumphalen Einmarsch in Jerusalem, dann am Tempel, als die Kinder ihn gelobt haben, buchstäblich erfüllt hat.

[5:54] Ja, Gott ist Herrscher über die ganze Welt. „Wenn ich deinen Himmel betrachte, das Werk deiner Finger, den Mond und die Sterne, du bereitet hast, was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, oder der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest?“ Mensch und Sohn des Menschen sind parallel hier. Die Frage ist: Warum hat Gott sein Interesse an den Menschen? Die Antwort kommt: „Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Engel, mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände gemacht. Alles hast du unter seine Füße gelegt: Schafe und Rinder allesamt, dazu auch die Tiere des Feldes, die Vögel des Himmels und die Fische des Meeres, alles, was die Pfade der Meere durchzieht.“ 1. Mose 1 zeigt uns genau das: Gott hat den Menschen in seinem Bild gemacht, nur ein wenig niedriger als die mächtigen Engel, wie wir hier erfahren, um über diese Erde zu herrschen. Das war die originale Bestimmung des Menschen. Ja, wenn wir das Universum betrachten, dann fühlen wir uns so klein. Wenn wir aber 1. Mose lesen, den Schöpfungsbericht, und sehen, welchen Wert Gott dem Menschen gegeben hat, dann sehen wir, was eigentlich unsere Bestimmung ist.

[7:29] Paulus hat im Hebräerbrief diese Stelle sich genau angeschaut und festgestellt, dass zu seiner Zeit – und wir können genauso auch unsere Zeit dort einfügen – der Mensch diese Position nicht mehr so hat. Aber einer hat sie eingenommen für uns, nämlich Jesus Christus, der Mensch geworden ist und jetzt mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt ist als unser Christus, König im himmlischen Heiligtum, als König der Könige sogar wiederkommen wird, um dann die ganze Erde für sich in Anspruch zu nehmen. Und jeder, der diesem Menschensohn folgt, der einmal, wie Daniel 7, Vers 13 und 14, sagt, die gesamte Weltherrschaft bekommen wird, der wird ebenfalls wiederhergestellt in das Bild Gottes, wie es am Anfang der Schöpfung gewesen ist.

[8:14] Lasst uns genau dafür unser Leben Gott geben. Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass durch Jesus dein Bild in uns wiederhergestellt werden kann und die originale Bestimmung, zu der du den Menschen geschaffen hast, doch noch durchgeführt werden kann, doch noch erfüllt werden kann. Wir danken für Jesus, der diesen Psalm erfüllt, und indem wir mit ihm verbunden sind, wir auch wieder Teil der Erfüllung sein können. Danke, dass du so einen großen Wert in uns legst und danke, dass du diese Welt so wunderbar gemacht hast. Im Namen unseres Königs und Priesters Jesus bitten wir. Amen.


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