[0:31] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt wie immer auch allen Zuschauern auf das-wort.tv Mesum. Das ist die mittlerweile siebte Folge unserer Spezialserie über den Hebräerbrief. Wir wollen auch heute wieder ein Kapitel dieses gewaltigen biblischen Buches uns gemeinsam anschauen und wir sind quasi jetzt in der Mitte angekommen. Es haben 13 Kapitel im Hebräerbrief, und wir sind heute bei Kapitel 7. Wir wollen uns dieses siebte Kapitel genauer anschauen. Wie immer, bevor wir mit dem Studium beginnen, wollen wir Gott einladen, dass er als unser Lehrer uns zeigt, was die Botschaft in diesem Buch auch ganz besonders uns zu sagen hat in dieser Zeit, in der wir leben, in unserem persönlichen Glaubensleben. Und wir möchten gemeinsam mit einem Gebet starten.
[1:32] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen für den Hebräerbrief und für die Möglichkeit, dass wir gemeinsam dieses Buch studieren. Wir möchten dich bitten, dass du durch deinen Heiligen Geist, durch die Worte des Lebens zu uns sprichst, dass wir verstehen, was die Botschaft in diesem Brief ist und dass wir verstehen, was du uns dadurch sagen möchtest. Erhalte alles Störende, gib, dass wir uns hineindenken können in die Gedanken, die sich dort entfalten in diesem Buch und dass wir dadurch dich und deinen Erlösungsplan besser verstehen. Das bitten wir alles im Namen Jesu. Amen.
[2:13] Wir beginnen den Hebräer, Kapitel 7, und dort Vers 1. Und wie immer geht es natürlich im Gedankengang direkt dort weiter, wo wir in Kapitel 6 aufgehört haben. Paulus hatte dort gedanklich die Argumentation wieder zurückgeführt zu dem Gedanken, dass Jesus der Hohepriester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks ist. Diesen Gedanken hatte er schon in Kapitel 5 präsentiert. Jesus ist der König und Priester, ein Priester wie Melchisedek. Und über diesen Melchisedek-Bund, diese ganze Typologie, wird Paulus jetzt in den folgenden Versen mehr sprechen. Und das erklärt, nachdem er ja am Ende von Kapitel 5 und Kapitel 6 noch einen gedanklichen anderen Weg eingeschlagen ist, um die Hörer und Leser dieses Briefes auf das, was jetzt kommt, gedanklich vorzubereiten und geistlich vorzubereiten.
[3:11] Wir lesen in Hebräer 7, und dort Vers 1: "Denn dieser Melchisedek war König von Salem, ein Priester Gottes des Allerhöchsten. Er kam Abraham entgegen, als der von der Niederwerfung der Könige zurückkehrte, und segnete ihn." Paulus erzählte die Geschichte aus 1. Mose 14, Vers 18 bis 20. Nach dort, in 1. Mose 14, haben wir die berühmte Schlacht der neuen Könige, als einige Könige aus dem Osten kommen, um gegen Könige in der Jordan-Ebene zu kämpfen, unter anderem gegen Sodom und Gomorra. Und im Zuge dessen sind auch Lot und seine Familie von diesen östlichen Königen, die dort aus Mesopotamien gekommen sind, gefangen genommen worden. Abraham hatte davon gehört und hatte eine mit seinen eigenen Bündnispartnern und einigen Hunderten Soldaten, die er in seinem eigenen Haushalt gehabt hat, einige Knechte, dann diese Allianz der Feinde besiegt und alle Gefangenen wieder befreit.
[4:18] Im Zuge dessen ist ihm Melchisedek entgegengekommen, der König von Salem. Sein ist derselbe Ort, den wir später als Jerusalem kennen. Salem heißt der Friede, Jerusalem ist dann das Fundament des Friedens. Zwischenzeitlich hat dieser Ort auch den Namen Zion gehabt, dass dem tatsächlich dieser Ort ist, der später auch als Zion bezeichnet worden ist. Kann man aus Psalm 76, Vers 3 entnehmen. Das heißt, zwei ihm gab auch Abraham den Zehnten von allem. Er wird zuerst gedeutet als König der Gerechtigkeit, dann aber auch als König von Salem, das heißt König des Friedens. Wir finden es in 1. Mose 14, 20, tatsächlich, dass Abraham dem Melchisedek den Zehnten gegeben hat. Zehnte ist eine der zehnte seine liebliche Lehre. Wir haben einige Verse dazu im Sende-Manuskript. Und interessant ist, dass auch nach 1. Samuel 8, Vers 15, ein König das Anrecht auf den zehnten Teil seiner Untertanen hat. In gewisser Weise könnte man also auch sagen, wer Gott den Zehnten gibt, der erkennt ihn als seinen König.
[5:35] Paulus erklärt hier die Bedeutung der Namen. Tatsächlich ist Melchisedek wörtlich der König der Gerechtigkeit und Salem natürlich Frieden. Mit dem Titel oder diesem Begriff König der Gerechtigkeit weist Melchisedek sozusagen auch vom Namen her auf Jesus, der ja in Jesaja und Jeremia immer wieder als der König präsentiert wird, der in Gerechtigkeit regieren wird.
[6:07] Paulus geht dann weiter in dieser Beschreibung, das heißt in Vers 3. Er ist "ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlecht zu gestern". Wörtlich steht hier: "vaterlos, mutterlos, geschlechtsregisterlos und hat weder Anfang noch Ende des Lebens." Und als einer, der dem Sohn Gottes verglichen ist, bleibt er Priester für immer. Es gibt ein bisschen Verwirrung darüber, ob damit gesagt werden soll, dass Melchisedek selbst keinen Anfang jemals gehabt hat und kein Ende jemals haben wird, was ihn sozusagen zu einem Teil der Gottheit machen würde. Ich denke aber, Paulus will etwas ganz anderes sagen. Er zitiert ja sozusagen oder paraphrasiert die ersten beiden Verse der Geschichte in 1. Mose 14, Vers 18 bis 20. Denn Melchisedek taucht in der Geschichte aber nur kurz auf und weder sein Vater noch seine Mutter noch irgendein Geschlecht werden von ihm erwähnt. Erfahren nur, dass er Priester ist. Und das ist sehr interessant, denn im levitischen Priestertum war das Geschlechtsregister das entscheidende. Wer kein Geschlechtsregister vorweisen konnte, der wurde vom priesterlichen Amt als unrein ausgeschlossen.
[7:20] Wir können das ganz deutlich sehen in Esra und dort Kapitel 2, Vers 61 und 62. In Esra Kapitel 2, Vers 61 und 62, dort heißt es: "Und von den Söhnen der Priester: Die Söhne von Habaia, die Söhne von Hakkoz, die Söhne von Barzillai, der von den Töchtern Barzillais, des Gileaditers, eine Frau genommen hatte und auch deren Namen genannt worden war. Diese suchten ihr Geschlechtsregister und als es nicht gefunden wurde, wurden sie als unrein vom Priestertum ausgeschlossen." Also jeder, der wirklich von den temporären Priestern das alte Testament gut kannte, der musste hier sofort aufmerken, als Paulus sagt: "Wir haben einen Priester, den Priester Melchisedek, von dem kennen wir keinen Geschlechtsregister." Der kann gar nicht ein Priester nach der Weise Aarons, nach der Weise der Leviten gewesen sein. Und in der Hinsicht ist Melchisedek auch dem Jesus, unserem Jesus, sehr ähnlich, weil auch der, und das werden wir noch dazukommen, später in Vers 14, auch Jesus hat dem Schema des levitischen Priestertums bezüglich der Abstammung nicht entsprochen. Dazu aber gleich noch mehr, dass er nicht aus dem Stamm Levi gekommen ist.
[8:37] Paulus macht also den Punkt, dass die Art und Weise, wie Mose den Melchisedek beschreibt, indem er eben darauf verzichtet, ein Geschlechtsregister zu geben, indem er verzichtet, seinen Vater, seine Mutter zu benennen, die Art und Weise der Beschreibung ist ein Typus auf die Göttlichkeit Jesu selbst, der tatsächlich also im echten Sinne ohne Anfang und ohne Ende ist.
[9:06] Sieht nun, wie groß der ist, dem selbst Abraham, der Patriarch, den Zehnten von der Beute gab. Abraham gibt den Zehnten zu Melchisedek dazu, passiert ist in 1. Mose 14. Und das bedeutet, dass Menschen eine enorme einen enormen Rang hat. Paulus wird also zeigen, dass die Priesterordnung ist, dass eine der großen Themen seinem Hebräerbrief, dass die Priesterordnung von Melchisedek etwas außergewöhnlich Erhabenes ist. Wenn selbst Abraham, der Stammvater des gesamten Volkes Israels, den Architekten den Zehnten gibt, dann ist mit Sicherheit auch der Messias, der Priester ist nach der Weise Melchisedeks, weit über das hinausgehoben, was das levitische Priestertum betrifft.
[9:58] Vers 5: "Zwar haben auch diejenigen von den Söhnen Levi, die das Priestertum empfangen, den Auftrag vom Volk, den Zehnten zu nehmen, nach dem Gesetz, also von ihren Brüdern, obgleich diese aus Abraham hervorgegangen sind." Auch die levitischen Priester, die Priester des levitischen Priestertums, haben Zehnten genommen. Wir haben ja gesehen, 4. Mose 4, dass Aaron von Gott zum Priestertum gerufen worden ist und der Zehnte für die Priester und für die Leviten im Allgemeinen, den könnt ihr hier in den Sende-Manuskript-Referenzen noch einmal nachlesen. Und Paulus sagt, alle, sowohl die Leviten, das können wir jetzt für uns auch so schlussfolgern, alle Leviten und auch die Priester, die Leviten unterstützen sie alle stammen von Abraham ab. Diese Formulierung "aus Abrams Landen" ist eine hebräische Ausdrucksweise, die wir immer wieder mal finden, eine gemütliche erste Mose 35, erste Mose 46, zweite Mose 15, die könnt ihr dann auch nachlesen, eine typische Phrase, wie sie im Alten Testament häufiger vorkommt.
[11:14] 46 oder ist jetzt der Kontrast, der Arbeit, der sein Geschlecht nicht von ihnen herleitet hat, von Abraham den Zehnten genommen und den gesegnet, der die Verheißungen hatte. Während also alle levitischen Priester Nachkommen Abrams sind, sie sind aus seiner Landen hervorgekommen, ist Melchisedek kein Nachkomme Abrams. Er existiert ja schon, als Abraham auf der Erde war und hat den Zehnten wieder mehr. Ist also nicht jemand, der ja von Abraham abstammt, sondern der dem Abraham den Zehnten gegeben hat.
[11:52] Paulus macht hier nochmal deutlich, es ist ja der Abraham, der die Verheißung hatte, und von diesem Verheißung hat Paulus bereits in Hebräer 6, Vers 13, bereits angesprochen, haben wir über den Schwur auch gesprochen, das letzte Mal und gesehen, dass Gottes Verheißungen besonders bekräftigt hat. Und es gibt sehr viele Verheißungen, die dem Abraham gegeben worden sind. Wir denken 1. Mose 12, 1. Mose 13, 1. Mose 17, 22. Immer wieder Gott ihn gesegnet und eben Verheißung gegeben, dass er Nachkommen haben wird, dass sie sein sollen wie die Sterne am Himmel, dass sie sein sollen wie der Sand am Meer, dass seine Nachkommen siegreich sein sollten, in seinem Samen alle Völker der Erde gesegnet werden sollen. Das sind die Verheißungen, von denen Paulus spricht, die dann auch im Neuen Testament immer wieder aufgegriffen werden.
[12:40] Und Paulus Punkt ist jetzt, dass Melchisedek so groß ist, dass er sogar diesen Abraham gesegnet hat. Dieser Abraham, der diese ganzen Verheißungen hatte, den ganzen Segen, all das, was sozusagen im Kern das Evangelium ausmacht. Denn letztendlich ist die gesamte Evangeliums-Darstellung dann im Laufe der Bibel eine Entfaltung dessen, was Gott dem Abraham versprochen hatte. Ohne Zweifel können wir sagen, dass Abraham eine entscheidende Figur im Erlösungsplan gewesen ist. Und Paulus sagt jetzt: "Aber Melchisedek hat den Abraham gesegnet." Und warum macht er das? Er erklärt jetzt, warum er diesen Punkt betont.
[13:25] In Vers 7: "Nun ist es aber und widerspricht nicht, so dass der Geringere von dem Höhergestellten gesegnet wird." Paulus führt ein Prinzip ein oder erinnert an ein Prinzip, das so allgemein anerkannt ist, dass auch seine Leser dem nicht widersprechen werden. Es braucht keinerlei Begründung. Wenn jemand einen anderen segnet, dann steht der Segnende höher als der Gesegnete. Das wirft übrigens ein interessantes Licht auf 1. Mose 47, wo Jakob, der alte Jakob, der dort nach Ägypten gekommen ist, als quasi Flüchtling wegen der Hungersnot vor dem mächtigen Pharao steht und ihn segnet. Dieses Höherstehen meint also nicht unbedingt mehr Reichtum oder mehr militärische Gewalt, aber einen höheren geistlichen Status sozusagen. Jakob hat den Pharao gesegnet, geistlich gesehen stand er höher als der Pharao.
[14:26] Paulus will also sagen, auch wenn Abraham für uns eine solche Bedeutung hat und wir ihn so schätzen als derjenige, der alle die Verheißungen von Gott empfangen hat, auf die wir uns noch heute berufen, derjenige, der der Vater aller Glaubenden ist, so ist es doch in der Bibel bezeugt, dass er gesegnet wurde von Melchisedek. Das heißt, Melchisedek steht geistlich gesehen sozusagen über dem Abraham an dieser Stelle. Was wiederum deutlich macht, wenn Jesus ein Priester nach der Weise Melchisedeks ist, dann hat er eine herausgehobene Position. Das ist der Gedanke, den Paulus immer wieder von verschiedenen Seiten hier anführt und beleuchtet und erklären will.
[15:12] Vers 8: "Und hier nehmen sterbliche Menschen den Zehnten, dort aber einer, von dem bezeugt wird, dass er lebt." Die levitischen Priester, die wahren gewöhnlichen Menschen, und sie sind gestorben. Wir wissen sogar aus der Bibel, dass der Tod auch des Aaron ist biblisch belegt. Es wird auch sonst gewusst, wahrscheinlich, dass er gestorben sein muss, aber wir haben sogar einen Beleg dafür, dass Aaron gestorben ist.
[15:41] Von Melchisedek wird dagegen nur bezeugt, dass er lebt. Wir finden in der gesamten Bibel keinen Hinweis auf seinen Tod. Nun, das bedeutet nicht, dass er ewig lebt, denn er gehört nicht zu denjenigen, die in den Himmel aufgefahren sind, so wie Henoch oder Elia. Es ist auch nicht gestorben und wieder auferstanden. Melchisedek, so wie er in 1. Mose beschrieben wird als König eines Stadtstaates dort im Land Kanaan, wird gestorben sein. Aber der Punkt, den Paulus machen möchte, es geht ihm vielleicht besser gesagt, es geht ihm nicht so sehr um den Menschen Melchisedek als Person selbst, sondern um die Beschreibung des Melchisedek in der Bibel. Denn von ihm wird kein Tod bezeugt. Bezeugt wird nur, dass er lebt. Und das nimmt Paulus als ökologischen Vergleich, denn dadurch wird er zum Typus von Jesus, der tatsächlich absolut immer leben wird, der Priester in Ewigkeit ist, so wie das im Hebräerbrief 5, 6 und 20 schon gesehen haben.
[16:50] Es kommt dann auch in diesem Kapitel gleich nochmal weiter unten. Jesus ist das Leben. Das hat er ja selbst gesagt in Johannes 11 und dort 25. Johannes 11, 25 und 26. Dort sagt Jesus: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt." Hier sagt er: "Ich bin das Leben." An anderer Stelle sagt Johannes 14, Vers 6: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." In der Offenbarung 1, Vers 18 sagte: "Ich bin der Lebende, der lebendig ist." Und insofern ist auch wiederum den Menschen, hier von dem bezeugt wird in der Bibel, 1. Mose 14, dass er lebt, ein Typus auf Jesus.
[17:44] Vers 9: "Und sozusagen ist durch Abraham auch für Levi, den Empfänger des Zehnten, der Zehnte entrichtet worden." Das Argument ist zugegebenermaßen ein bisschen abstrakt. Und das zeigt uns, dass Paulus auf einer sehr abstrakten Ebene argumentiert, weswegen wir auch bei Melchisedek bedenken müssen, dass nicht jeder Satz immer tatsächlich im praktischen Sinne wörtlich gemeint ist. Denn der Levi war natürlich nicht buchstäblich physisch in der Lande des Abraham. Und das sollte uns deutlich machen, dass wenn wir dieses Kapitel hier analysieren, auch in der Frage, wer ist Melchisedek, dass wir Vorsicht walten lassen, dass wir nicht zu schnell ein abstraktes Argument von Paulus zu sehr als zu seinem ist interpretiert wurde. Das ist nicht müssen reduzieren und dann Aussagen wie das er lebt, dann Aussagen über die Natur von...
[18:51] Paulus' Argument ist da, von Abraham abstammt, hat sozusagen er sagt es ja selbst, sozusagen, das macht er deutlich, dass es jetzt ein abstraktes Argument auch der Liebe, der später selbst Zehnten bekommt, selbst Zehnten gegeben. Levi wird quasi selbst Zehnten-Geber.
[19:20] Vers 10 begründet ist dieses abstrakte Argument noch einmal, denn er war noch in der Lande seines Vaters, als Melchisedek ihm begegnete. Und wir haben ja schon gegen 5 gesehen, dass die levitischen Priester aus der Lande Abrams hervorgegangen sind.
[19:39] Vers 11: "Wenn nun durch das levitische Priestertum die Vollkommenheit gekommen wäre, dann unter diesem hat das Volk das Gesetz empfangen. Wozu wäre es noch nötig, dass ein anderer Priester nach der Weise Melchisedeks auftritt und nicht nach der Weise Aarons benannt wird?" Paulus kommt jetzt zu einem Kernpunkt seiner Argumentation. Wir merken jetzt langsam, worauf er eigentlich mit all diesen Gedanken hinzielt und was er gedanklich vorbereitet. Er macht ganz deutlich: Das levitische Priestertum war nicht vollkommen. Denn wenn es vollkommen gewesen wäre, hätte Gott sicherlich nicht ein anderes Priestertum verheißen. Er hat ja ganz deutlich schon in Hebräer 5, diesen Gedanken von Psalm 110, Vers 4 zitiert, dass Gott geschworen hat, dass er gesagt hat: "Er will ein Priestertum nach der Weise Melchisedeks haben." Und das wäre nicht notwendig gewesen, sagt Paulus, wenn das Priestertum Aarons bereits alles vollkommen gemacht hätte.
[20:44] In Hebräer 8 werden wir noch sehen, wie Paulus diesen Punkt auch auf Bezug auf den alten und den neuen Bund macht. Er bereitet das hier schon vor, indem er nämlich das Priestertum gedanklich verknüpft mit dem Gesetz. Wir werden gleich noch sehen, was er damit genau meint. Aber er macht ganz deutlich: Das Priestertum alleine ist nicht isoliert, sondern da hängt eine ganze Menge mehr dran. Da hängt das Gesetz dran, da hängt der Bund dran, hängen ganz viele Ideen, die auch aus der Sicht des Heiligtums ganz entscheidend sind. Und das müssen wir gut verstehen. Und wenn wir das verstehen, dann werden wir die Adventbotschaft noch viel klarer begreifen.
[21:25] Das heißt, die Tatsache, dass der Messias ein Priester sein soll, und zwar ausdrücklich nach Gottes eigenen Worten, nach der Weise Melchisedeks, der höher ist, wie Paulus jetzt sehr deutlich nachgewiesen hat, aus der Geschichte Abrahams heraus, aus dem, was die Bibel über Melchisedek sagt. Er nimmt also quasi den Psalmvers und sagt: Gott verspricht, der Messias und Priester nach der Weise Melchisedeks sein. Dann geht Paulus und schaut in 1. Mose, was über Melchisedek gesagt wird. Weist nach, dass Melchisedek nach allen Prinzipien, die damals im Alten Testament galten, höher sein muss als die levitischen Priester. Und kommt damit zu dem Schluss, dass zufolge muss also das Priestertum, dass der Messias hat, höher sein als das Priestertum der Leviten, das Priestertum Aarons.
[22:18] Demzufolge muss also auch das zeremonielle Gesetz, das an diesem Priestertum hängt, mit bedacht werden. Und Paulus für diesen Gedanken vorsichtig ein, weil er weiß, wie sehr die Hebräer im ersten Jahrhundert, die Judenchristen, noch an diesem zeremoniellen Gesetz hängen. Wenn also das Priestertum Aarons noch nicht vollkommen ist, sondern sich etwas Besseres ersetzt, wird, dann muss man auch über das zeremonielle Gesetz nachdenken, das sie ja diesen Priestertum regelt. Jesus hat einen besseren, einen vollkommenen Dienst eingeführt.
[23:09] Übrigens, nur vielleicht am Rande, gibt es eine interessante Stelle. Wir gehen wieder zurück in Jesaja 66, die ziemlich beeindruckend zeigt, dass schon im Alten Testament klare Hinweise darauf gab, dass das Priestertum, so wie es unter Mose gegeben worden war, nicht dauerhaft so bis in alle Ewigkeit gültig sein würde. In Jesaja 66 und dort Vers 21 heißt es: "Und ich werde auch von ihnen welche als Priester und Leviten nehmen, spricht der Herr." Da wird schon angedeutet, dass das Priestertum, das Gott sich wünscht, auch im Volk Gottes über ethnische Grenzen hinausgreift. Und das deutet zumindest schon mal an, dass diese zeremoniellen gesetzlichen Vorschriften für das Priestertum in der großen Wiederherstellung des Evangeliums, der großen Wiederherstellung der Erlösung, die sie in dieser 66 auch angesprochen wird.
[24:17] angesprochen wird, erweitert werden würde. Das ist da, dass
[24:19] erweitert werden würde. Das ist da, dass Menschen, die vielleicht nach den
[24:21] Prinzipien, die bis dahin galten,
[24:23] keine Leviten und keine Priester sein können, jetzt auch Priester und
[24:27] Priester und Priester sein können. Aber kommen wir
[24:29] zurück zu der eigentlichen
[24:31] Argumentation von Paulus in Hebräer 7,
[24:33] vers 12. Denn wenn das Priestertum
[24:36] verändert wird, so muss notwendigerweise
[24:39] auch eine Änderung des Gesetzes erfolgen.
[24:41] Jetzt kommt es zu dem entscheidenden
[24:44] Punkt. Ein Punkt, der für die Hebräer
[24:46] vielleicht nicht so einfach zu schlucken
[24:48] gewesen ist. Er sagt, wenn das Priestertum
[24:51] fehlerhaft wird, was offensichtlich der Fall
[24:53] ist, was Psalm 110, Vers 4, nach der
[24:56] Wahl Melchisedeks eindeutig belegt, dann
[24:59] muss auch das Gesetz Mose, das wir
[25:01] dieses Priestertum definiert, verändert
[25:03] werden. Und diese Veränderung wird ja von
[25:07] den alten Propheten vorhergesagt. Wenn
[25:08] man denke nur an den alten und den neuen
[25:10] Bund in Jeremia 31. Und dort, Vers 31
[25:14] bis 34, da finden wir diese Idee. Und es
[25:18] ist sehr wichtig, dass wir genau zuhören,
[25:19] was dort gesagt wird, weil man das
[25:21] auch völlig missverstehen kann. Wir stehen in Jeremia
[25:23] 31, 31 heißt es: "Es kommen Tage",
[25:26] spricht der Herr, "da ich mit dem Haus
[25:28] Israel, mit dem Haus Juda, einen neuen
[25:30] Bund schließen werde." Wir werden sehen,
[25:31] dass genau dieses die Idee vom neuen
[25:33] Bund,
[25:33] dann auch für Paulus logisch daraus
[25:35] folgt. Aus dem neuen Priesterdienst
[25:37] gebracht wird. Genau das ausführlich
[25:39] besprechen, aber dafür in der nächsten
[25:42] Woche.
[25:44] Woche.
[25:47] Nicht wieder Bund, den du mit ihren
[25:48] Vätern schloss an dem Tag, da ich sie bei
[25:50] der Hand ergriff, um sie aus dem Land
[25:53] Ägypten herauszuführen. Denn sie haben
[25:55] meinen Bund gebrochen, obwohl ich doch
[25:57] der Herr war", spricht der Herr. Damit ist der
[26:00] Bund am Sinai gemeint, das mosaische
[26:01] Gesetz, alles, was damit zusammenhängt, was
[26:04] Mose dem Volk Israel gab. Sondern das ist
[26:05] der Bund, den ich mit dem Haus Israel
[26:07] nach jenen Tagen schließen werde, spricht
[26:09] der Herr. Und jetzt, Achtung, er sagt: "Ich will
[26:12] mein Gesetz in ihre Herzen
[26:13] hineinlegen oder es auf ihre Herzen
[26:15] schreiben. Und ich will Gott sein, und sie
[26:17] sollen mein Volk sein." Gott sagt nicht,
[26:19] dass in diesem neuen Bund das Gesetz
[26:22] abgeschafft wird. Besonders kommt von den
[26:24] Steintafeln auf das Herz. Die zehn Gebote
[26:27] werden nicht abgeschafft, sondern sie
[26:30] werden in das Herz geschrieben. Und dann
[26:31] noch einige andere sehr wichtige Punkte,
[26:34] aber die wir heute aus Zeitgründen hier
[26:35] nicht besprechen, weil sie an den Hebräer
[26:38] 8 noch einmal im Detail aufgegriffen
[26:45] werden. Zurück zur Hebräer 7 und dort Vers 13.
[26:45] Denn derjenige, Vers 13, der denn
[26:49] derjenige, von dem diese Dinge gesagt
[26:51] werden, also mit anderen Worten Jesus, der
[26:54] der Priester nach der Weise Melchisedeks
[26:55] geworden ist, gehört einem anderen Stamm
[26:58] an, von dem keiner am Altar gedient hat.
[27:01] Paulus begründet seine Position auf
[27:03] einmal sehr deutlich. Wenn man Jesus
[27:06] als Hohepriester annimmt, was die Juden-
[27:09] Christen ja als Christen getan haben,
[27:12] dann muss man zwangsläufig eine Änderung
[27:16] des zeremoniellen Gesetzes annehmen. Denn nach
[27:17] dem zeremoniellen Gesetz dürfte Jesus gar
[27:20] nicht Priester sein. Er sagt mit anderen
[27:21] Worten: Ihr müsst euch entscheiden.
[27:22] Entweder haltet ihr fest am Zielgesetz,
[27:27] aber dann könnt ihr nicht Jesus als
[27:28] Priester annehmen. Oder ihr nehmt Jesus als
[27:31] Priester an, aber dann müsst ihr
[27:34] logischerweise zugeben, dass das
[27:36] zeremonielle Gesetz nicht eins zu eins
[27:38] immer so weiter umgesetzt werden kann,
[27:40] weil selbst Jesus nicht nach dem
[27:43] zeremoniellen Gesetz des Mose gelebt hat. Ein
[27:44] Priester hätte sein können.
[27:47] Und damit argumentiert er sehr klug
[27:51] und sehr geistlich. Denn er argumentiert
[27:52] mit Jesus selbst und zeigt, dass die
[27:55] Position, die einige gehabt haben, nämlich
[27:57] das zeremonielle Gesetz einfach unverändert
[27:59] und so wie es in Mose steht, eins zu eins
[28:03] weiter umzusetzen, eine
[28:06] in einen direkten Konflikt mit dem
[28:09] kommen würde, was Jesus für sie getan hat.
[28:21] Denn wie wir wissen, und auch 4. Mose
[28:23] 16, Vers 40, noch einmal dann
[28:26] nachlesen können, waren alle anderen
[28:30] Stämme vom Priestertum ausgeschlossen.
[28:30] Dass Jesus jetzt eben kein Levit ist,
[28:33] bedeutet nicht, dass das gesamte levitische
[28:35] Priestertum
[28:37] uns als Christen nicht interessieren
[28:39] sollte. Das bedeutet auch nicht, dass sie
[28:40] etwas umgestoßen wird. Es zeigt nur, dass
[28:43] das levitische Priestertum als solches
[28:46] eben noch nicht zur Vollendung gebracht
[28:48] hat. Es hat nur etwas angedeutet. Es war
[28:51] ein Typus, hat eine gewisse Richtung
[28:52] gewiesen. Aber Jesus ist größer. Sein
[28:56] Dienst ist sehr viel erhabener und geht
[28:59] weit über das hinaus, was die Leviten im
[29:02] alten Testament gemacht haben.
[29:05] Paulus begründet jetzt seinen Punkt noch
[29:08] einmal, und das war ja auch allgemein
[29:10] bekannt. Er sagte ja sogar in Hebräer 7, denn
[29:12] es ist ja bekannt, dass unser Herr aus Juda
[29:14] entsprossen ist.
[29:16] Und zu diesem Stamm hat Mose nichts
[29:18] über ein Priestertum geredet. Paulus kann
[29:22] diese Abstammung Jesu aus dem Stamm
[29:24] Juda als bekannt voraussetzen. Und wir
[29:25] haben eine Reihe von Bibelstellen, dass im
[29:27] alten Stil, wenn sie angekündigt haben,
[29:28] dass der Messias aus Juda kommen würde.
[29:31] Und wenn der Messias aus Juda kommt und
[29:34] ein Priesterkönig sein soll, wie Psalm
[29:39] 110, Vers 4 gesagt, dass es die schlüssige
[29:41] Argumentation von Paulus. Wenn also der
[29:43] König aus Juda kommt, aber der König ein
[29:45] Priester sein soll, dann muss das
[29:48] zweijährige Gesetz eine Veränderung erfahren,
[29:49] denn ansonsten wäre das ein Widerspruch
[29:51] in sich. Vers 15. Und noch viel klarer
[29:55] liegt die Sache. Also mit anderen Worten,
[29:56] jetzt gibt es ein Argument, das
[29:58] übertrifft das Folgende noch an
[30:00] Durchschlagskraft, an Klarheit. Noch viel
[30:02] klarer liegt die Sache, wenn ein anderer
[30:04] Priester auftritt von gleicher Art wie
[30:07] Melchisedek, der nicht geworden ist
[30:10] aufgrund einer Gesetzesbestimmung, die
[30:12] auf fleischliche Abstammung beruht, sondern
[30:14] aufgrund der Kraft
[30:16] unauflöslichen Lebens wieder greift er
[30:19] diese Priesterordnung Melchisedeks auf
[30:22] und erinnert, und wir sollten uns daran
[30:25] erinnern, was er in Vers 3 gesagt hat
[30:27] über den Typus, nämlich Melchisedek ist
[30:29] in der Geschichte, in dem biblischen
[30:31] Bericht, ohne Vater, ohne Mutter, ohne
[30:33] Geschlecht zu gestern.
[30:35] Und
[30:42] Jesus ist also nicht Priester geworden
[30:44] aufgrund einer
[30:46] Gesetzesbestimmung, sondern weil er
[30:50] ewiges Leben in sichert. Auf Morgen 18,
[30:52] das zeigt uns ja, dass Jesus lebt von
[30:54] Ewigkeit zu Ewigkeit. Er ist der lebende
[30:56] Sohn. Interessanter Punkt, den wir
[30:59] vielleicht ab und zu auch in der Advent-
[31:03] Bewegung nicht so deutlich betonen. Wir
[31:05] legen oft den Fokus darauf, dass Jesus
[31:07] unser Hohepriester ist, weil er Mensch
[31:09] geworden ist und uns verstehen kann. Und
[31:12] das stimmt, das ist ein entscheidender
[31:14] Punkt und zwar die entscheidende Hälfte
[31:16] der gesamten Wahrheit in dieser Hinsicht.
[31:19] Paulus argumentiert ja nicht zu Menschen,
[31:21] die wissen, Jesus ist Gott und die jetzt
[31:22] noch genau verstehen müssen, wie sehr
[31:25] Mensch er argumentiert zu Menschen, die
[31:26] auf jeden Fall wussten, dass Jesus Mensch
[31:28] war, die vielleicht nicht immer Sicht-
[31:30] ganz klar dabei waren, dieses auch Gott
[31:32] gewesen ist. Und entsprechend ist der
[31:35] scheint eine der Haupt-
[31:37] Anliegen, eines der Hauptanliegen von
[31:39] Paulus im Hebräerbrief zu sein, den
[31:41] Menschen, die deutlich wussten, Jesus war
[31:44] ein Prophet, ein guter Lehrer,
[31:47] der Erlöser der Menschheit, dass er auch
[31:50] tatsächlich König und Gott ist.
[31:55] Er wird Priester, weil er göttlich ist,
[31:59] weil er nämlich ewig lebt. Dass er weil
[32:00] er
[32:03] unauflösliches Leben hat und das hebt
[32:06] sein Priestertum natürlich gewaltig über
[32:10] alles, was levitische Priester tun konnten.
[32:14] Vers 17: "Denn er bezeugt: Du bist Priester
[32:17] in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks."
[32:19] Und damit beweist er jetzt seinen gerade
[32:21] auf geäußerten Gedanken wiederum mit dem
[32:23] schon bekannten Vers aus Psalm 110,
[32:25] Vers 4.
[32:28] Diesmal ist es diese Phrase: "in Ewigkeit",
[32:31] die er herausstreicht. Sozusagen: Du
[32:33] bist Priester in Ewigkeit. Paulus zeigt
[32:36] also, dieser Priester, den Gott hier an-
[32:38] kündigt in Psalm 110, ist ein Priester,
[32:40] der nicht wieder stirbt, so wie die
[32:42] levitischen Priester gestorben sind, dann
[32:43] kam der nächste. Was wir gesehen haben,
[32:45] wird er noch ausführen.
[32:47] Sondern das ist ein Priester, der bleibt.
[32:49] Priester in alle Ewigkeit. Und das muss
[32:53] jemand sein, der Gott selbst ist.
[32:57] Seine rein unauflösliche Leben, die
[33:00] Ewigkeit seines Priestertums, das stellt
[33:02] euch hier heraus. Jetzt aber weiterhin,
[33:04] Vers
[33:15] Vers 18. Damit erfolgt
[33:18] nämlich eine Aufhebung
[33:21] des vorher gültigen Gebotes wegen seiner
[33:25] Kraftlosigkeit und Nutzlosigkeit. Hier
[33:27] greift Paulus wieder auf Vers 11 und 12
[33:29] zurück, wo wir gesehen haben, das Gesetz
[33:33] muss eine Änderung erfahren.
[33:34] Offensichtlich Änderungen der Priester-
[33:36] ordnung bringt eine Änderung des
[33:39] Gesetzes tatsächlich mit sich. Und das
[33:40] ist etwas, was Paulus jetzt in den nächsten
[33:43] Kapiteln noch ausführlich darstellen
[33:45] wird, was ihm ein Anliegen war, um zu
[33:46] zeigen,
[33:48] dass die Juden-Christen wirklich auch
[33:51] die Fülle des Evangeliums feststehen und
[33:53] umsetzen
[33:54] können.
[33:57] Wichtig ist noch einmal: Die Änderung des
[34:00] Gesetzes ist nicht die Aufhebung des
[34:03] Gesetzes, sondern dessen Bestätigung.
[34:06] Daher das gesamte Alte Testament auch
[34:09] der Priesterdienst,
[34:11] zeremonielles Gesetz auf Jesus
[34:13] hingewiesen hat. Paulus macht das an
[34:15] anderer Stelle ganz deutlich in Römer
[34:18] Kapitel 3 und dort Vers 31: "Heben wir nun
[34:20] das Gesetz auch durch den Glauben? Nein,
[34:22] vielmehr bestätigen wir das Gesetz."
[34:24] Paulus sagt: Indem wir Jesus so erhöhen
[34:26] und zeigen, dass er noch höher ist als
[34:27] alle Institutionen des Alten Testamentes,
[34:29] geben wir nicht das Alte Testament auf,
[34:30] sondern wir bestätigen es, denn das war
[34:35] ja immer ein Schatten auf Jesus hin.
[34:38] Mit dem Gesetz sind die Verordnungen am
[34:42] Sinai gemeint, die ja erst Jahrhunderte
[34:47] nach Abraham dazu kamen, wie Paulus es
[34:50] deutlich macht in Galater 3.
[34:53] In Galater 3 und dort Vers 17 bis 19. Wir
[34:55] sollten auf jeden Fall betont an dieser
[34:57] Stelle, dass die zehn Gebote natürlich
[34:59] ewig sind und schon immer galten und
[35:02] immer gelten werden. Aber auch sie wurden
[35:04] in schriftlicher Form erst am Sinai
[35:07] gegeben. In Galater 3, Vers 17 bis 19: "Das
[35:10] aber sage ich: Ein von Gott auf Christus
[35:12] hin zuvor bestätigtes Testament, das
[35:13] bezieht sich auf die Verheißung an
[35:16] Abraham. Wird durch das 430 Jahre danach
[35:18] entstandene Gesetz nicht ungültig
[35:20] gemacht? Also damit sitzen diese nicht
[35:22] die zehn Gebote als im Kern im Inhalt
[35:24] gemeint, denn die gab es schon seit einer
[35:26] Ewigkeit, sondern die schriftlichen Gebote,
[35:29] die das
[35:31] alte, oder die die Schriften Moses, sie all das beinhaltet,
[35:34] beinhaltet,
[35:37] das zeremonielle Gesetz, das das
[35:40] das Zivilrecht Israels und auch die
[35:42] schriftliche Fassung der jetzigen Gebote,
[35:46] all das wurde am Sinai, 430 Jahre später.
[35:49] Und dann sagt Vers 19: "Das Gesetz der
[35:51] Übertretung wegen wurde es
[35:54] hinzugefügt."
[35:56] Warum ist dieses Gesetz kraft- und
[35:58] nutzlos? Das klingt sehr abwertend, aber
[36:01] das ist nicht das, was Paulus meint. Nach
[36:03] Apostelgeschichte 13, Vers 39 ist es so,
[36:06] dass dieses mosaische Gesetz uns nicht
[36:09] retten kann. Das heißt hier und vor allem,
[36:11] wovon ihr durch das Gesetz Mose nicht
[36:13] gerechtfertigt werden konntet, weil durch
[36:16] diesen jeder gerechtfertigt wird, der
[36:18] glaubt.
[36:20] Wird durch die Verzweigung wird durch
[36:21] jeden wird durch diesen jeder
[36:24] gerechtfertigt, der glaubt. Das Gesetz
[36:27] Mose, all die Vorschriften des Priester-
[36:29] dienstes im alten Testament können nicht
[36:32] Erlösung bringen, aber Jesus kann.
[36:33] Erlösung bringen. Er bringt Erlösung
[36:36] durch den Glauben an ihn. Und im
[36:38] Römerbrief
[36:40] erklärt uns Paulus, warum das Gesetz
[36:44] kraftlos ist. In Römer 8, Vers 3, dort
[36:47] sagt er: "Denn was dem Gesetz unmöglich
[36:49] war, weil es durch das Fleisch kraftlos
[36:51] war, das hat Gott getan, indem er seinen Sohn
[36:53] sandte in der gleichen Gestalt wie das
[36:54] Fleisch der Sünde und um die Sünde
[36:57] willen und die Sünde im Fleisch
[37:00] verurteilte." Das Gesetz ist kraftlos,
[37:02] nicht weil es schwach an sich selbst ist,
[37:05] sondern weil die Menschen, die es halten
[37:08] sollen, sündiges Fleisch haben. Und so
[37:11] sind die Gebote zwar da, sie stehen auf
[37:14] Papier oder auf Stein, aber sie werden
[37:15] nicht umgesetzt. Und das liegt nicht
[37:17] daran, dass die Gebote schlecht sind. Es
[37:19] liegt daran, dass die Menschen, die die
[37:21] Gebote halten sollen, schlecht sind. Und
[37:23] obwohl die Menschen diese Gebote haben,
[37:25] bewirken diese schriftlichen
[37:27] Satzungen nicht, dass der Mensch diese
[37:30] Gebote hält. Das Gebot sagt zwar dem
[37:32] Menschen: Du sollst mich halten. Aber das
[37:36] Gebot selbst hat nicht die Kraft, die
[37:38] das geschriebene Gebot hat nicht die
[37:41] Kraft, dass der Mensch es halten kann. Wenn
[37:44] also der Mensch versucht, durch das Lesen
[37:47] und durch das Beachten der schriftlich-
[37:50] gegebenen Anordnung Gottes gerecht zu
[37:52] werden, dann
[37:55] bringt diese Gebot ihm keine Nutzen. Sie
[37:57] sind nutzlos in dem Sinne, dass man durch
[37:59] sie nicht erlöst werden kann. Sie sind
[38:01] natürlich sehr nützlich in dem Sinne,
[38:03] dass sie uns zeigen, wo wir Lösungen
[38:05] finden können und wie Erlösung
[38:07] funktioniert, so dass sie uns auf den
[38:09] Erlöser hinweisen. Da haben sie einen
[38:11] großen Nutzen in Bezug auf die Erlösung.
[38:14] Selbst sind sie kraft- und nutzlos im
[38:16] Sinne, dass sie uns nicht erlösen können.
[38:19] Vers 19. Das erklärt Paulus jetzt auch an
[38:21] dieser Stelle, denn das Gesetz hat nichts
[38:23] zur Vollkommenheit gebracht. Zugleich
[38:24] aber die Einführung einer besseren
[38:27] Hoffnung, durch die wir Gott nahen können.
[38:29] Dieser erste Teil erklärt also Vers 18.
[38:31] Das mosaische Gesetz hat hat nichts
[38:33] zur Erlösungsplan vollendet. Es kann
[38:35] nicht die eigentliche Erlösung bewirken.
[38:39] Das werden wir dann noch später zum
[38:42] Beispiel Hebräer 9, Vers 19. Und damit
[38:45] greift er, greift Paulus wieder den Vers
[38:47] 11 auf. Wenn es vollkommen gewesen wäre,
[38:49] hätte es die Erlösung bewirkt, dann hätte
[38:51] es Jesus als Opfer und Hohepriester
[38:54] niemals gebraucht. Die Tatsache ist,
[38:55] investiert braucht beweist, dass das
[38:58] System im Alten Testament so noch nicht
[39:00] ans Ziel gekommen war in Bezug auf den
[39:03] Erlösungsplan. Und Galater 2:16 macht auch
[39:04] ganz deutlich: Durch das Gesetz wird
[39:08] niemand gerechtfertigt. Der zweite Teil
[39:10] von Vers 19 ist eigentlich sozusagen
[39:12] eine Weiterführung von Vers 8. Man muss
[39:14] eigentlich so lesen: "Damit erfolgt
[39:17] nämlich eine Aufhebung des vorher
[39:19] gültigen Gebotes", Vers 18. Und jetzt kommt
[39:21] warum es aufgehoben wird. Und es ist
[39:23] begründet. Also es erfolgt eine Aufhebung
[39:24] des vor gültigen Gebotes. Und dann
[39:27] zugleich aber erfolgt jetzt zweiter Teil
[39:29] von Vers. Zugleich aber erfolgt die
[39:31] Einführung einer besseren Hoffnung, durch
[39:33] die wir Gott nahen können. Also Paulus
[39:35] sagt: Es wird ja nicht nur das alte, die
[39:38] das zeremonielle Gesetz, der alte
[39:41] Grund aufgehoben, sondern es gibt etwas
[39:44] Besseres dafür.
[39:48] Die vorher gültigen Gebote beziehen sich
[39:50] also offensichtlich auf die Gebote, die
[39:52] durch die wir Gott, durch die sich ein
[39:54] Mensch Gott nähern kann. Das war das
[39:56] zeremonielle Gesetz, insbesondere nämlich
[39:57] durch die Opfer und den Heiligtums-
[39:59] dienst konnte sich ein Mensch Gott nähern
[40:02] durch die Priester, die Gott aus Menschen
[40:04] berufen hat. Aber Paulus sagt, dieses
[40:06] System wird aufgehoben. Stattdessen gibt
[40:08] es jetzt ein besseres, eine bessere
[40:10] Hoffnung, durch die wir ebenfalls zu Gott
[40:11] kommen können. Und zwar nicht durch die
[40:14] menschlichen Priester, sondern durch unser
[40:16] himmlischen Hohepriester. Dass diese
[40:18] himmlische Hoffnung hat er ja schon am
[40:21] Ende von Hebräer 6, in Vers 18 bis 20
[40:23] beschrieben, als er gesagt hat: "Diese
[40:24] Hoffnung ist ein Anker für die Seele,
[40:27] und sie reicht hinein bis in das
[40:34] Jesus, unseren Evangeliums sind
[40:37] letztendlich das Ziel des Gesetzes
[40:40] gewesen. Und deswegen, wenn Jesus und das
[40:44] Evangelium in voller Kraft offenbart
[40:45] worden sind, braucht es dieses hin-
[40:49] führende zeremonielle Gesetz nicht mehr.
[40:50] Paulus spricht von einer besseren
[40:53] Hoffnung. Entsprechend findet er, spricht
[40:54] er später in Hebräer 8, 46 auch von
[40:56] einem besseren Dienst, einem besseren
[40:58] Bund und besseren Verheißung. Dazu aber
[41:01] dann, wie gesagt, wiederum in Hebräer 8.
[41:04] Jesus selbst wird genannt die Hoffnung
[41:07] der Herrlichkeit in Kolosser 1:27 und auch
[41:11] unsere Hoffnung in 1. Timotheus 1:11.
[41:13] Schon Hebräer 4:16 hat Paulus ja
[41:16] erklärt, dass wir mit Freimut zum Thron
[41:18] der Gnade kommen können. Wir können uns
[41:21] Gott nahen, weil Jesus für mich und finde
[41:24] ich dort im Himmel Priester ist. Jesus
[41:26] sagt: "Niemand kommt zum Vater als nur
[41:29] durch mich." Und Römer 5, Vers 2 können wir
[41:32] kurz lesen. Dort sagt Paulus: "Durch den
[41:34] Wir Jesus kann also, Vers 1, da wir nun
[41:36] aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben
[41:38] wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn
[41:40] Jesus Christus, durch den wir im Glauben
[41:43] auch Zugang erlangt haben zu der Gnade,
[41:44] in der wir stehen, und wir rühmen uns der
[41:46] Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes."
[41:48] Durch Jesus haben wir im Glauben Zugang
[41:52] zu der Gnade.
[41:55] Paulus hat noch ein Argument, dass er
[41:58] jetzt hier anbringen möchte in Hebräer 7,
[42:02] Vers 20: "Und insofern dies nicht ohne ein
[42:05] Schwur geschah, denn jene sind ohne
[42:08] Priester geworden." Paulus kommt jetzt auf
[42:10] den Gedanken des Schwurs nochmal zu
[42:12] sprechen. Offensichtlich sind wohl
[42:14] auch die levitischen Priester nach Paulus
[42:16] durch einen Eid Priester geworden, sagt
[42:18] er. Jetzt also: "Insofern ist nicht ohne
[42:20] Schwur
[42:26] Vers 21: "Dieser aber mit einem Eid durch
[42:27] den der zu ihm spricht: Der Herr
[42:28] geschworen und es wird ihnen nicht
[42:31] bereut: Du bist Priester in Ewigkeit
[42:33] nach der Weise Melchisedeks." Paulus zitiert erneut
[42:37] zum dritten Mal jetzt Psalm 110, Vers 4. Wie
[42:41] schon für 17 und Hebräer 5:6. Diesmal
[42:43] zitiert Paulus den Vers erstmals
[42:45] vollständig. Vorher hatte man nur den
[42:47] zweiten Teil zitiert. Warum tötete ihn
[42:49] jetzt vollständig? Weil es ihm jetzt um
[42:51] einen anderen Aspekt hingeht. In Vers 17
[42:54] ging es ihm um den Aspekt, dass in
[42:55] Ewigkeit, und das hat ihm gereicht für
[42:57] sein Argument dort. Jetzt geht es um den
[42:59] Schwur. Und dieser Schwur wird am Anfang
[43:01] des Verses
[43:04] genannt. Der Herr geschworen. Es wird hier
[43:05] nicht bereut. Also man sieht, dass Paulus
[43:07] zwar die Verse immer wieder zitiert, aber
[43:09] das ist eben immer so um verschiedene
[43:10] Phasen, verschiedene
[43:13] Gedanken geht, die er hervorheben möchte, die
[43:15] jetzt für sein jetziges Argument wichtig
[43:17] sind. Man kann mit anderen Worten sagen,
[43:18] er hat sich den Vers von allen Seiten
[43:20] angeschaut und beleuchtet ihn von
[43:23] verschiedenen Aspekten und zeigt, was da
[43:25] alles drinsteckt. Ein wirklich toller
[43:35] Interessanterweise, und das ist auch sehr
[43:36] geschickt von Paulus gemacht worden, oder
[43:37] vom Heiligen Geist, denn inspiriert hat
[43:38] hat er Paulus bereits in Hebräer 6 über
[43:40] die besondere, die Besonderheit des
[43:43] göttlichen Schwurs gesprochen und damit
[43:45] deutlich gemacht, dass uns damit noch
[43:46] einmal extra bestätigt werden soll, was
[43:49] ohnehin ja unumstößlich wäre. Und damit
[43:51] bringt er euch hier nochmal diesen Gedanken
[43:54] der besonderen Zuversicht, die wir haben
[43:57] sollen auf das Evangelium zum Ausdruck.
[43:59] Vers 22. Der setzt jetzt eigentlich den
[44:04] Anfang von Vers 20 fort. Denn fertig ist
[44:07] und insofern dies nicht ohne ein Schwur
[44:10] geschafft. Also da Jesus mit einem
[44:12] Priester geworden ist. Und dann kommt die
[44:14] Begründung 20 und 21.
[44:17] Deswegen sozusagen, daher, insofern ist
[44:21] Jesus umso mehr der Bürger eines
[44:24] besseren Bundes geworden,
[44:32] weil er durch einen Eid bekräftigt worden ist
[44:34] und zwar durch den, der nicht lügen kann, der
[44:37] das vorher feststehende zusätzlich
[44:39] bekräftigt. Umso mehr ist er also der
[44:41] Bürger eines besseren Bundes. Was heißt
[44:44] Bürger? Die Geschichte in 1. Mose 43
[44:47] von Juda und Benjamin erläutert das
[44:50] eigentlich auf eine sehr
[44:52] bewegende Art und Weise. In 1. Mose
[44:54] 43
[44:56] und dort Vers 9. Das heißt es in Über-
[45:01] oder der zu Jakob sagt über Benjamin:
[45:04] "Ich will für ihn bürgen. Von meiner Hand
[45:07] sollst du ihn fordern. Denn wenn ich ihn
[45:10] dir nicht wieder bringe und vor dein
[45:12] Angesicht stelle, so will ich
[45:14] die Schuld tragen vor dir mein ganzes
[45:17] Leben lang." Hier sagt jemand, dass er sich
[45:21] dafür verbürgt, dass es dem anderen gut
[45:25] geht, egal was passiert. Juda verspricht
[45:28] dem Jakob, der sich nach dem schon Josef
[45:30] vermeintlich gestorben ist und nicht
[45:32] meine Familie ist. Er sorgt sich darum, dass
[45:34] den Benjamin,
[45:37] dem zweiten Sohn seiner Lieblingsfrau
[45:39] Rachel, etwas zustoßen konnte. Zustoßen
[45:42] könnte. Und ausgerechnet Juda, der
[45:43] zeitlang sich von der Familie getrennt
[45:44] hatte, der so etwas wie der verlorene
[45:47] Sohn des Alten Testamentes ist, der
[45:50] verbürgt es jetzt für ihn und wird in
[45:50] verbirgt es jetzt für ihn und wird in einer besonderen Weise jetzt ein Typus auch auf Jesus. Denn in 1. Mose 44, als nämlich genau dieser Benjamin dann durch das Planen Josefs gefangen gesetzt wird, ergibt sich folgende, sagt der User, folgendes vor. Josef, ohne zu wissen, was Josef ist, erst 32, denn dein Knecht hat sich bei meinem Vater für den Knaben verbürgt und versprochen: Wenn ich ihn dir nicht wiederbringe, so will ich vor meinem Vater die Schuld tragen, mein ganzes Leben lang. Darum will nun dein Knecht als Sklave meines Herrn hier bleiben, anstatt des Knaben. Der Knabe aber soll mit seinen Brüdern hinaufziehen. Er sagt, mit anderen Worten, die Schuld, die der Benjamin auf sich geladen hat, obwohl das Ganze, wie wir wissen, natürlich jetzt eine fingierte Sache gewesen, aber diese von der wirklich anderem, dass das der Benjamin eine Schuld auf sich geladen hat, sagt: Diese Schuld will ich tragen, damit er gehen kann. Ich will die Schuld auf mich nehmen, damit er leben kann, so wie es sein Wunsch ist und so wie es eigentlich auch Jakob sich wünscht. Und damit wird wieder zu einem ganz außergewöhnlichen Bild auf Jesus, der genau das gesagt hat: Der Bürge für dich und für mich geworden ist. Er hat gesagt: Er trägt die Schuld, die ich angehäuft habe, er stirbt für die Sünden, die ich begangen habe. Er trägt all das. Er ist mein Bürge. Er ist das Opfer für meine Sünden. Ich glaube, wir denken zu wenig sogar nach, dass Jesus unser Bürge ist. Dass, obwohl wir Schuld begangen haben, Sünde begangen haben, Schuld auf uns geladen haben, er diese Schuld für uns trägt, damit wir frei leben können. Und ich Gott dankbar sein dafür. Und Jesus insbesondere. Es ist dieser bessere Bund, das ist dieser neue Bund, der der ewige Bund, der durch das Blut Jesu, durch das Blut Jesu quasi ratifiziert wird, auch in einem juristischen Sinne jetzt präsent ist. Bei 2:26, 28 Jesus spricht von dem, er sagt: Das ist das Blut des neuen Bundes. Und Daniel 9:27 sagt, dass Jesus den Bund bekräftigt hat, dadurch erneuert hat. Es ist dieser ewige Bund, der durch das Blut Jesu, durch seinen Tod, ein für alle Mal bestätigt ist.
[48:14] Erst 23 und jene sind in großer Anzahl Priester geworden, weil der Tod sie am bleiben hinter das interessante Formulierung dafür, dass die priester sehr viele Priester brauchten, weil sobald einer gestorben war, war aus dem Amt geschieden, konnte als Täter nicht mehr weitermachen. Deswegen braucht es einen anderen. Paulus hat auf diesen Gedanken ja schon in Vers 8 angespielt.
[48:38] Aber bei Jesus ist das anders, denn es heißt dann, Vers 24: Er aber hat, weil er in Ewigkeit bleibt, ein übertragbares Priestertum. Weil Jesus nicht mehr stirbt, weil er in alle Ewigkeit lebt, gibt es auch keinen anderen Hohenpriester mehr, der sein Amt übernehmen müsste. Und die Verse, dass Jesus für immer lebt, haben wir hier auch auf Joelmedia.de, Manuskript. Das war übrigens vom Messias bekannt. In Johannes 12:34 sehen wir, dass es auch die Juden wussten, noch bevor Jesus starb, dass der Messias für immer bleiben wird. Paulus sagt in Römer 6:9: Nachdem Jesus von den Toten auferstanden ist, stirbt er nicht mehr. In Jesaja 9, neue Fassung von 6, sehen wir, das Königreich Jesu ist ohne Ende. Es wächst und wächst und wächst. Es ist merklich und merklich. Und wenn man darüber nachdenkt, ist interessant, das Königreich Jesu ist im Prinzip wie eine Pflanze, die immer der aufgeht und keimt und immer immer größer wird und größer wird und größer wird. Das Königreich Jesu auf diese Erde beginnt sozusagen damit, dass er Mensch wird. Dieses unvorstellbare Wunder so klein, dass man es kaum dem Mikroskop hätte sehen können. Und dann wird der Mensch wird geboren, lebt auf dieser Welt für uns, zeigt uns, wie Gott ist, besiegt die Sünde, besiegt den Teufel, besiegt den Tod, geht dann in den Himmel, um für uns einzutreten, wird Priester, König nach der Weise Melchisedeks, bis irgendwann dieser Dienst vollendet ist und er dann als gekrönte König der Könige wiederkommt, um uns zu holen, um dann nach über 1000 Jahren dann das letzte Gericht auszuführen und dann auf der neuen Erde als König der Könige für alle Zeiten und Ewigkeiten zu regieren. So sehen wir, wie dieses Königreich Jesu tatsächlich wächst und wächst und wächst.
[50:29] Zurück zu unseren Gedanken hier, Hebräer 7, dort Vers 25. Paulus macht aus dem gerade Gesagten und jetzt die Schlussfolgerung: Daher kann er auch diejenigen vollkommen erretten, die durch ihn zu Gott kommen, weil er für immer lebt und für sie einzutreten. Der priesterliche Dienst der Leviten und der aromatische Priester war unvollkommen. Kaum war einer Priester, ist er ja noch ein paar Jahren wieder gestorben und dann kam der nächste. Aber Jesus lebt für immer.
[50:55] Immer an unserer Erlösung vollenden. Er kann immer für uns eintreten. Das wird nie eine Situation geben, und wenn Hohenpriester bräuchten und Jesus ist gerade nicht zur Verfügung. Er ist fähig und zu trösten. Bibel sagt, Jesus ist mächtig zu retten. Bibel sagt, er kann uns aus der größten Not retten. Das sagen die drei Freunde von Daniel, Daniel 3. Jesus sagt, dass niemand uns aus Gottes Hand oder aus seiner Hand reißen kann. 43:20 Gott vermag alles, was wir bitten, vermag mehr als wir bitten oder denken können. Paulus sagt aktuell 2. Timotheus 1:12, dass Jesus in der Lage ist, das, was ihm anvertraut ist, bis ans Ende zu bewahren. Und Judas 24 wird uns gesagt, dass Gott in der Lage ist, uns vor dem Fallen zu waren. Es ist eine harte Nuss, die wir haben, auf die wir uns verlassen können. Wir dürfen zu ihm kommen. Das ist ein Bild für die Bekehrung, dass wir umkehren von der Sünde und zu ihm kommen. Und zwar durch Jesus, der unser Fürsprecher ist. Wie jetzt erst Vers 2:1 deutlich macht, erst der Fürsprecher bei Gott dem Vater für uns, weil er immer lebt.
[52:03] Lebt. Paulus baut diesen Gedanken systematisch aufgebaut durch diesen Typus mit Melchisedek, um für uns einzutreten. Dieses diesen hohen priesterlichen Dienst hat Jesus illustriert in Johannes 17, als er dort gezeigt hat, wie er für uns betet. Schon hier, Jesaja 53:12 steht, dass Jesus für die Sünder gebetet hat. Wir dürfen im Namen Jesu beten und erhalten auf die Bitte von Jesus hin den Heiligen Geist. So sagt denn Johannes 14:13 und 16. Und er sagt dann Johannes 16:24, dass wir echte, wahre Freude erleben, weil Jesus für uns eintritt.
[52:38] 1. Timotheus 3:5: Jesus ist der Mittler zwischen Gott und Mensch. Und wir sehen in Offenbarung 8:3 und 4 ganz praktisch, wie die Gebete, wie unsere Gebete zum Himmel emporsteigen und wie Jesus seine eigenen Verdienste, seine Gerechtigkeit hinzu mischt, um unsere Gebete angenehm zu machen. Wir dürfen in Anspruch nehmen, was Paulus in Römer Kapitel 8 zum Ausdruck bringt. Und dort in Vers 34: Wer will verurteilen? Christus ist doch der gestorben ist, ja, mehr noch, der auch aufgeweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt. Wenn wir gedacht haben, der Tod Jesu war jetzt alles, was wir brauchen, dann sagt Paulus, wenn euch jemand vorzahlen will, denkt dran, Jesus ist gestorben. Ja, mehr noch, er ist auferstanden. Er ist zur Rechten Gottes. Ja, mehr noch, er ist nicht nur da, er tritt für dich ein. Jetzt wirklich gestorben, jetzt den Tod besiegt. Er ist für dich zum Himmel aufgefahren, zur Rechten Gottes, das erst da, wo die Gunst Gottes symbolisch verortet ist. Und er tritt für die erst. Spricht für dich Jesus.
[53:49] Wie war freundlich befreien lassen diesen Gedanken ganz fest im Herzen beiden. Jesus ist nicht nur vor 2000 Jahren für uns gestorben aus Liebe, sondern mit derselben Liebe, die er vor 2000 Jahren von uns am Kreuz offenbart hat, mit derselben Liebe spricht er jetzt, lieber als lebendiger Freund, Bruder und König für uns vor Gott dem Vater. Und Paulus wird deutlich machen: Ihr Lieben, lebt, Hebräer, ist das nicht viel besser als einen Priester in Jerusalem zu haben? Ist das nicht viel besser als einen Menschen zu haben, der irgendwann gebrechlich wird, der stirbt, da kommt der nächste, der wieder ein bisschen anders ist, dann muss sie wieder neu kennenlernen. Sie sind als selbst schwach und mit Sünden behaftet.
[54:38] Und das ist jetzt der nächste Punkt, um den es geht, es zuerst in Hebräer 7, Vers 6. Und hat sich können dankbar sein für solch einen Hohenpriester, wie wir haben im himmlischen Heiligtum. Für 26, denn ein solcher Hohepriester tat und not der heilig, unschuldig, unbefleckt von den Sünden, abgesondert, sondern abgesondert und höher als die Himmel ist. Wir brauchen einen sinnlosen Hohenpriester. Manchmal betonen wir zu Recht auch die Tatsache, dass Jesus uns verstehen kann, dass er selbst versucht worden ist, sehr gelitten hat, dass er geweint hat, dass er müde war, dass er gekämpft hat mit den Versuchungen des Satans, indem er sich genau das in Anspruch genommen hat, dass auch wir in Anspruch nehmen können. Aber Paulus sagt auch die andere Seite der Medaille, die genauso wichtig ist. Wir brauchen einen Hohenpriester, der nicht nur uns gut verstehen kann, sondern der in dieser Hinsicht, in Bezug auf die Sünde, auch anders ist als wir. Der sündlos ist, der von keinerlei Ähnlichkeit hat mit dem Handeln und Tun und Denken von Sündern. Einer, der rein und unbefleckt in jeder Hinsicht, weit entfernt von den Sünden.
[55:51] Paulus hat immer wieder, Paulus hat bereits in Hebräer 4:15 betont, dass Jesus zwar Mitleid haben kann mit unseren Schwachheiten, aber er dennoch ohne Sünde ist. In 2. Mose 28:436 sehen wir, die Priester waren ein Typus auf die Heiligkeit von Jesus. Es stand ja an ihrer Stirn: Heilig dem Herrn. Jesaja 53:9 sagt in seinem Mundwerk: Kein Betrug, wird kein Unrecht getan. Als er geboren worden ist, Lukas 1:35, wird er das Heilige genannt. Pontius Pilatus fand keinen Fehler. Neben dem Verbrecher am Kreuz hat er erkannt, dass ein gerechter Mann war. Der Hauptmann am Kreuz hat gesagt: Dieser Mann war gerecht. Jesus selbst bezeugt, dass er nur das getan hat, was dem Vater gefallen hat. Er hat mit einer Frage sogar die, die seine Kritiker und Ankläger herausgefordert: Wer von euch überführt mich einer Sünde? fragt er in Johannes 8:46. Erkannten mit Überzeugung und Wahrhaftigkeit sagen kann, Johannes 14:30, dass der Satan nichts in ihm hatte. Petrus bezeugt, dass in der Apostelgeschichte 3:14. Paulus sagt in 2. Korinther 5:21: Jesus wusste von keiner Sünde. Petrus sagt in 1. Petrus 1: Er war fleckenlos, Vers 19, 22. Er hat nicht gesündigt. Und Johannes fügt hinzu in Johannes 3:5: In Jesus ist keine Sünde. Er ist höher als der Himmel. Und Paulus hat ja schon von Anfang an das Kapitel des Buches in Kapitel 1 schon die Gottheit Jesu herausgestellt. Also sowohl die Gottheit als auch die Menschlichkeit sind beide entscheidend, um den hohen priesterlichen Dienst Jesu angemessen verstehen zu können.
[57:23] Vers 27: Der ist nicht wie die Hohenpriester täglich nötig hat, zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen, danach für die des Volkes. Denn dieses, das Letztere hat er einladend, ein für alle Mal getan, indem er sich selbst als Opfer dargebracht hat. Paulus vergleicht noch einmal Jesus mit den levitischen Priestern. Die mussten täglich, auch wenn zunächst einmal für ihre eigenen Sünden. Und das hat Jesus gar nicht nötig. Die wir schon gesehen haben, 4:26, denn er ist unschuldig, unbefleckt und von den Sünden abgesondert. Er braucht kein Opfer für sich selbst.
[57:59] Interessanterweise spricht Paulus jetzt in diesem Vers zum ersten Mal im Hebräerbrief man den Gedanken, dass Jesus auch das Opfer ist. Er fiel bereits über den Hohenpriester gesprochen, aber hier jetzt auch das Opfer. Wir sehen im mosaischen Gesetz, musste täglich geopfert werden. 4. Mose 28:2 bis 10 sind Beispiele. Und wir haben, wie gesagt, schon auch gesehen, auch in Bezug auf Hebräer 5:3, wo Paulus es in Gedanken schon angeführt hat, dass die irdischen Hohenpriester für ihre eigenen Sünden auch Opfer bringen mussten, danach für das Volk. Jesus musste keine Opfer für sich selbst bringen und für die Sünden der Welt hat er ein Opfer, ein für alle Mal gegeben. In Römer 6:10 wird gesagt: Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben, ein für alle Mal. Was aber lebt, das lebt er für Gott. Das ist das, was Jesus für uns getan hat und was er uns dann auch durch den Glauben schenken möchte.
[59:05] Erst 28: Paulus fasst jetzt noch einmal die Gedanken zusammen. Denn das Gesetz bestimmt Menschen zu Priestern, die mit Schwachheit behaftet sind. Das Wort des Eides aber, der nach der Einführung des Gesetzes erfolgte, der nach der Einführung des Gesetzes erfolgte, der Sohn, der in Ewigkeit vollkommen ist. Das Gesetz, das heißt, das zeremonielle Gesetzespassage, Gesetz besser gesagt, das bestimmt Menschen zu Priestern, die schwach sind, die sterben, die eigene Sünden begehen, die entsprechend ausgetauscht werden müssen, die eigene Opfer bringen müssen, usw. Dagegen gibt es einen Schwur, und dieser Schwur aus Psalm 110:1, den wir jetzt mehrmals gelesen haben, zuletzt den Vers 21 zitiert hat: Der Herr hat geschworen und es wird ihn nicht gereuen: Du bist Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks. Dieser Schwur, sagt Paulus, ist nach dem Sieg gegeben worden. Das heißt, man kann nicht sagen, der Sinai oder das mosaische Gesetz übertrumpft das, sondern nach dem ist das mosaische Gesetz. Gott hat Jesus, hat Gott gestellt, Gott geschworen, dass es einen Priester geben wird. Gehen wir nach der Weise Melchisedeks, von dem er jetzt nachgewiesen hat, dass er höher steht als das musische Priestertum, das aromatische Priestertum. Und der das Team, also Melchisedek, ökologisch auf Jesus selbst hinweist und das Ganze nicht nur angekündigt, sondern durch Schwur bekräftigt. Und zwar geht es um den Sohn. Und wenn es um den Sohn Gottes geht, dann ist immer auch der Gedanke der Göttlichkeit betont und zum Ausdruck gebracht.
[1:00:46] Und damit ist er unser Hohepriester in Ewigkeit, vollkommen, ein Gegensatz zu den menschlichen Hohepriestern. Paulus möchte mit anderen Worten sagen: Wenn ihr Jesus angenommen habt als euren Erlöser, dann ist auch euer Hohepriester das. Das bedeutet, dass tatsächlich das mosaische Gesetz eine Änderung erfährt, aber nicht, weil es schlecht war, sondern weil es nur den Weg gewiesen hat zu dem, was jetzt kommt. Und wer möchte schon einen irdischen, sündigen Priester irgendwann im irdischen Heiligtum haben, wenn er den vollkommenen König, den Erlöser Jesus Christus, der rein, heilig, unbefleckt und uns gleichzeitig verstehen kann, wie wir sind, direkt am Thron Gottes Schritt für uns eintritt. Und das Ganze, weil Gott geschworen hat, dass er das tun soll, damit wir erlöst werden können.
[1:01:47] Bist du dankbar dafür, dass Jesus dein Hohepriester ist? Bist du dankbar dafür, dass er immer lebt? Dass auch jetzt, wenn wir von Jesus reden, nicht von einer Person, die vor 2000 Jahren gelebt hat, sondern von jemandem, der jetzt heute hier historisch lebt im himmlischen Heiligtum und für dich heute eintreten möchte.
[1:02:09] Wollen wir Jesus erneut heute unser Leben geben. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir kommen durch Jesus Christus, der jetzt uns so glauben wir, dass ganz fest, denn wir haben es erneut studiert, für uns eintritt vor deinem Thron, zu deiner Rechten kommt, zu dir und danken dir, dass du geschworen hast, dass er ein Priester nach der Weise Melchisedeks ist. Danke für die Ausführung, die Paulus uns hier gibt und die uns nicht nur gedanklich herausfordern, sondern zeigen, welche Tiefe der Gedanken und welche Tiefe der Weisheit dieser Erlösungsplan drinsteckt. Und Herr, das zeigt uns, denn wir sehen, wie Paulus mit einigen wenigen Bibelversen solche Gedanken entwickeln kann, dass wir oft mit Bibelversen viel zu oberflächlich umgehen. Er möchte nicht bitten, dass wir lernen, auch wie Paulus, das Evangelium an seine Tiefe und Kraft in der biblischen überall zu entdecken, von allen Seiten zu beleuchten. Und wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass Jesus heute lebt, dass unser Hohepriester und dass er uns kennt und weiß und weiß, wie es sich anfühlt, Mensch zu sein. Dann ist er gleichzeitig so groß ist und so viel Kraft hat, dass er nicht nur unsere Situation kennt, sondern uns auch aus unserer Situation heraus helfen kann. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen. In seinem Namen bieten wir.
[1:03:31] Sammeln. Damit verabschieden wir uns für heute. Nächstes Mal werden wir uns dann mit dem unglaublich spannenden Kapitel Hebräer 8 beschäftigen. Darf dort dürft ihr euch schon freuen. Bis dahin wünsche ich Gottes reichen Segen für Freude im Studium seines Wortes und lasst uns immer Jesus im Herzen behalten. Gott mit euch.