Christopher Kramp führt uns durch Psalm 21 und 22, um die tiefgreifende Bedeutung von Gottes Gerechtigkeit und Jesu Leiden zu beleuchten. Er zeigt, wie Psalm 22 prophetisch die Kreuzigung Jesu beschreibt, von seinem existentiellen Schrei der Verlassenheit bis hin zu den Spottrufen und physischen Qualen. Das Video betont, dass Jesus diese Trennung auf sich nahm, damit wir durch sein Opfer Erlösung finden können.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 21:10-22:25
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“, heute mit Seite 595. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:38] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns Leben schenkst, unser Leben erhältst und jeden einzelnen Tag uns ein schönes Leben schenken möchtest. Danke, dass du heute durch dein Wort zu uns sprechen möchtest. Wir bitten dich, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass dein Wort uns etwas zeigt über Jesus und das, was er an seinem Kreuz getan hat. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:10] Wir sind in Psalm 21. David spricht gerade über die Feinde Gottes und das, was Gott mit ihnen tun wird. In Vers 10 lesen wir: „Du wirst sie machen wie einen feurigen Schmelzofen zur Zeit deines Erscheinens.“
[1:29] „Der Herr wird sie verschlingen in seinem Zorn, das Feuer wird sie fressen.“ Die Bibel sagt uns, dass die Gottlosen durch das Feuer Gottes, das deine Liebe darstellt, am Ende vernichtet werden. „Ihre Frucht wirst du vom Erdboden vertilgen und ihren Samen unter den Menschenkindern. Denn sie sind böses gegen dich, sie schmieden Pläne, die sie nicht ausführen können.“ Wer sich gegen Gott verschwört, der versucht etwas Unmögliches.
[2:02] „Du machst, dass sie sich zur Flucht wenden, mit deinen Bogen zielst du auf ihr Angesicht. Erhebe dich, Herr, in deiner Kraft, so wollen wir deine Stärke besingen und preisen.“
[2:12] Psalm 22. Dem Vorsänger, nach der Melodie „Hindin der Morgenröte“, ein Psalm Davids. „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Warum bleibst du fern von meiner Rettung, von den Worten meiner Klage?“
[2:35] David hat in einer tiefen emotionalen Krise den Eindruck gehabt, dass Gott ihn verlassen hat. Aber diese Worte sind nur ein Schatten auf jene existenzielle Krise, in der Jesus Christus am Kreuz war, als er mit den Sünden aller Welt, auch mit allen meinen Sünden und allen deinen Sünden, beladen war.
[3:04] Diesen schmerzhaften Eindruck hatte, dass Gott ihn verlassen hatte, als die Trennung der Sünde eine Trennung zwischen Gott dem Vater und Gott dem Sohn bewirkte. Er hat das damals in seiner Muttersprache Aramäisch ausgedrückt. Dieser Bibelvers war nicht einfach nur – er hat ihn nicht nur zitiert, er hat ihn aus eigenem Herzen, aus eigenem Gefühl ausgesprochen. Man könnte es auch anders betrachtet formulieren: Selbst als Jesus in der größten Krise seines Lebens war, als alles herausgedrückt wurde, was in seinem Herzen war, dem Druck seines Lebens stand, kam ein Gedanke heraus, der biblisch war.
[4:03] Ein Bibelvers in eigenen Worten. Was kommt aus unserem Mund hervor, wenn wir unter Druck geraten und in Schwierigkeiten stecken?
[4:11] „Mein Gott, ich rufe bei Tag und du antwortest nicht, und auch bei Nacht und ich habe keine Ruhe. Aber du bist heilig, der du wohnst unter den Lobgesängen Israels. Auf dich haben unsere Väter vertraut, sie vertrauten und du hast sie errettet. Zu dir riefen sie und haben Rettung gefunden, auf dich vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.“ Wer zurückschaut in der Heilsgeschichte, der sieht, wie Gott immer und immer wieder Menschen, die auf Gott vertraut haben, gerettet hat.
[4:41] „Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volk.“ Hier beginnen jetzt diese Verse, die in einer eindrücklichen Art und Weise die Kreuzigung Jesu beschreiben.
[4:54] „Alle, die mich sehen, spotten über mich. Sie reißen den Mund auf und schütteln den Kopf: ‚Er soll doch auf den Herrn vertrauen, der soll ihn befreien, er soll ihn retten, er hat ja Lust an ihm.‘“ Tatsächlich haben etwa 1000 Jahre später die Pharisäer, die ja eigentlich auch diesen Psalm gut hätten kennen sollen, genau solche Worte am Kreuz von Jesus spottend über ihn gesagt.
[5:18] „Ja, du hast mich aus dem Leib meiner Mutter gezogen, du warst meine Zuversicht schon an meiner Mutter Brust.“ Schon ein Säugling, der noch nicht versteht und nicht denken kann, hat trotzdem schon eine Hoffnung in Gott. „Auf dich bin ich geworfen vom Mutterschoß an, vom Leib meiner Mutter her bist du mein Gott.“
[5:46] „Es sei nicht fern von mir, denn Drangsal ist und kein Helfer ist da. Es umringen mich große Stiere, mächtige Stiere von Baschan umzingeln mich. Sie stellen ihr Maul gegen mich auf wie ein reißender und brüllender Löwe.“ Ein anderer Schreiber im Neuen Testament wird auch den Satan mit einem brüllenden Löwen vergleichen, der umhergeht, um zu verschlingen. Satan wollte auch unbedingt Jesus in dieser größten Krise noch dazu bringen, zu sündigen.
[6:13] „Ich bin ausgeschüttet wie Wasser und alle meine Gebeine sind ausgerenkt. Mein Herz ist geworden wie Wachs, zerschmolzen in meinem Innern. Meine Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe und meine Zunge klebt an meinem Gaumen, und du legst mich in den Staub des Todes. Hunde umringen mich, eine Rotte von Übeltätern umgibt mich. Sie haben meine Hände und meine Füße durchgraben.“ Durchgraben – hier werden die Verletzungen der Kreuzigung prophetisch vorhergesehen.
[6:46] „Ich kann alle meine Gebeine zählen. Sie schauen her und sehen mich schadenfroh an. Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los über mein Gewand.“ Bis auf den Buchstaben hat sich dieser Vers prophetisch erfüllt an jenem Freitag, als Jesus am Kreuz von Golgatha für dich und für mich, für uns alle, gestorben ist.
[7:10] „Du aber, Herr, sei nicht ferne, und meine Stärke, eile mir zu Hilfe. Errette meine Seele von dem Schwert, meine Einzige von der Gewalt der Hunde. Errette mich aus dem Rachen des Löwen, ja, du hast mich erhört und gerettet von den Hörnern der Büffel. So will ich meinen Brüdern deinen Namen verkündigen, inmitten der Gemeinde will ich dich loben. Die den Herrn fürchtet, lobt ihn! Ihr alle vom Samen Jakobs, ehrt ihn und schaudert vor ihm, du Same Israels! Er hat nicht verachtet noch verabscheut das Elend des Armen und hat sein Angesicht nicht vor ihm verborgen, und als er zu ihm schrie, hörte er ihn.“
[7:55] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, keine Worte, die ein Mensch finden kann, können angemessen beschreiben, was du und was Jesus am Kreuz, was ihr erlitten habt für uns. Vater, wir danken dir, dass Jesus am Kreuz für uns gestorben ist und dass er bereit war, bis zum Äußersten zu gehen, dass er bereit war, die Trennung zu dir auf sich zu nehmen, so dass wir nicht von dir getrennt sein müssen. Und so bitten wir dich von ganzem Herzen, dass du uns jeden Tag zeigst, was es bedeutet, dass Jesus für mich persönlich am Kreuz gestorben ist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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