Veröffentlicht am
514 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Andacht zur Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 34 und 35. Sie ermutigt dazu, Gottes Fürsorge und Rettung in allen Lebenslagen zu vertrauen und betont, wie Gott den Zerbrochenen nahe ist. Der Beitrag unterstreicht die Bedeutung, die Zunge zu hüten, aktiv den Frieden zu suchen und sogar für jene zu beten, die uns Böses wollen, um inneren Frieden zu finden.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, und herzlich willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute wollen wir die Seite 602 gemeinsam lesen, und bevor wir das tun, möchte ich mit euch gemeinsam beten.

[0:42] Lieber Herr Jesus, wir danken dir, dass du uns auch in den schwierigen Stunden unseres Lebens beistehst, so wie du David beigestanden bist, als er Dinge getan hat aus Verzweiflung, die eigentlich nicht von dir abgesegnet waren und nicht von dir kamen. Und trotzdem hast du ihn da rausgeholt und seine Füße wieder auf gerade Wege gestellt. Das bitte ich dich auch für uns heute an diesem Tag, und wenn wir jetzt dein Wort lesen, dass wir auch den Heiligen Geist haben. Amen.

[1:20] Wir sind im Psalm 34, beginnend mit Vers 7: "Als dieser Elende rief, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen Nöten. Der Engel des Herrn lagert sich um die, die ihn fürchten, und er rettet sie." So ein schöner Vers, ein Vers, den ihr wahrscheinlich alle kennt, den ihr vielleicht auch schon mal in schwierigen Zeiten in Anspruch genommen habt. Die Gewissheit, dass der Engel des Herrn für uns da ist, dass Jesus der Engel des Herrn ist, für uns wirkt und uns so gibt und uns rettet, ist eine so große Gewissheit, die uns in schweren Stunden helfen kann.

[1:55] Und in Vers 9 heißt es: "Schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist! Wohl dem, der auf ihn traut!" Wir dürfen wissen, dass Gottes Hilfe nicht nur theoretisch ist, sondern dass sie auch mit den Sinnen erfahrbar ist. Wir dürfen es schmecken, wir dürfen sehen, wie freundlich der Herr ist, dass Gottes Fürsorge uns umgibt, nicht nur in geistlichen Dingen, sondern auch in ganz praktischen: Wenn wir Hunger haben, wenn wir nicht wissen, was wir morgen zu essen haben, dass er uns den Tisch deckt.

[2:26] Vers 10: "Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen, denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel." Hast du schon mal Mangel gelitten an Dingen, die ganz elementar nötig waren? Dann darfst du wissen, dass Gott den Mangel ausfüllt. Wenn du einen Mangel hast, weil du einsam bist, weil du einen Menschen brauchst, der dich mal umarmt, der dich lieb hat, dann darfst du wissen, dass Gott diesen Mangel ausfüllt. Gott kümmert sich um seine Schafe, Gott kümmert sich um alle seine Heiligen, und wenn sie einen Mangel haben, guckt Gott nicht lange zu.

[2:58] "Junge Löwen leiden Not und Hunger, aber die den Herrn suchen, müssen nichts Gutes entbehren." Dasselbe Gedanke. "Kommt her, ihr Kinder, hört auf mich! Ich will euch die Furcht des Herrn lehren. Wer ist der Mann, der Leben begehrt, der sich Tage wünscht, an denen er Gutes schaut? Behüte deine Zunge von dem Bösen und deine Lippen, dass sie nicht betrügen."

[3:24] Vielleicht ist das ein guter Vers heute, um uns vorzunehmen, dass wir genau das tun, was an diesem Vers steht, dass wir, bevor wir ein Wort sagen, überlegen, ob es das wert ist, ausgesprochen zu werden, dass wir nicht schlecht reden über andere. Und je mehr man das trainiert, umso weniger kommen auch schlechte Gedanken.

[3:49] Vers 15: "Weiche vom Bösen und tue Gutes, suche den Frieden und jage ihm nach." Diesen Gedanken, den Frieden nachzujagen, hat auch Paulus in seinen Briefen aufgeschrieben. Friede ist nichts, was einfach so von selber entsteht. Wir müssen aktiv werden, um den Frieden mit anderen zu erreichen. Manchmal müssen wir viel investieren, damit Sympathie entsteht zwischen Menschen. Und den Frieden nachzujagen bedeutet: Ich muss mich einsetzen, ich muss Körpereinsatz geben, ich muss mich anstrengen dafür. Friede ist nicht selbstverständlich. Auch auf der Welt sehen wir, dass momentan auch politisch viel investiert wird, um den Frieden zu bewahren.

[4:38] Vers 16: "Die Augen des Herrn achten auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien. Das Angesicht des Herrn steht gegen die, welche Böses tun, um ihr Andenken von der Erde zu vertilgen. Wenn jene rufen, so hört der Herr und rettet sie aus all ihrer Bedrängnis. Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind." Immer dann, wenn wir traurig sind über unsere Sünde, wenn wir auf Jesus, den Fels, fallen und dort zerschellen, dann sind wir Gott am nächsten. Dann kann Gott mit uns neu anfangen. Wenn wir in Scherben zerbrechen, dann fängt Gott im nächsten Moment sofort an, uns wieder zusammenzusetzen. Und das ist der beste Moment, den wir haben können, weil dann kann Gott am besten an uns arbeiten.

[5:30] Vers 20: "Der Gerechte muss viel Böses erleiden, aber aus allem rettet ihn der Herr." Ist es nicht schön, dass Gott nicht aus vielen rettet, sondern aus allem? "Er bewahrt ihm alle seine Gebeine, dass nicht eines von ihnen zerbrochen wird. Den Gottlosen wird das Böse töten, und die den Gerechten hassen, müssen es büßen. Der Herr erlöst die Seele seiner Knechte, und alle, die auf ihn vertrauen, werden es nicht zu büßen haben." Auf Gott zu vertrauen lohnt sich immer. Man wird nie enttäuscht, wenn man sich auf Gott verlässt.

[6:07] Psalm 35 von David: "Herr, führe meine Sache gegen meine Widersacher, streite mit denen, die gegen mich streiten! Ergreife den Kleinschild und Langschild und erhebe dich, um mir zu helfen!" So oft gibt es in diesen, in den Psalmen, diese Aufforderung des Psalmisten: "Erhebe dich, Herr!" Und es geht immer dann darum, dass Gott für einen eintritt, dass Gott für einen kämpft. "Zücke den Speer und tritt meinen Verfolgern entgegen! Sprich zu meiner Seele: Ich bin deine Rettung! Es sollen beschämt und zuschanden werden, die mir nach dem Leben trachten! Es sollen zurückweichen und schamrot werden, die mein Unglück wollen. Sie sollen werden wie Spreu vor dem Wind." Das erinnert uns an Daniel 2, die mein Unglück wollen.

[6:56] "Und der Engel des Herrn bringe sie zu Fall!" Wieder der Engel des Herrn, der hier das Gericht vollbringt. "Ihr Weg sei finster und glatt, und der Engel des Herrn verfolge sie!" Jesus selber streitet für uns, streitet für dich und mich. "Denn ohne Ursache haben sie mir heimlich ihr Netz gestellt, ohne allen Grund meiner Seele eine Grube gegraben." So "soll ihn unversehens Verderben, und das Netz, das er heimlich gestellt hat, soll ihn selber fangen, sodass er ins Verderben stürzt. Aber meine Seele soll sich freuen im Herrn und frohlocken über seine Rettung. Alle meine Gebeine sollen sagen: Herr, wer ist dir gleich, der du den Elenden rettest von dem, der stärker ist als er? Ja, den Elenden und Armen von dem, der ihn beraubt. Es treten ungerechte Zeugen auf. Sie stellen mich zur Rede über Dinge, von denen ich nichts weiß. Sie vergelten mir Gutes mit Bösem. Verwaist ist meine Seele."

[7:58] Diese Erfahrung, die hier beschrieben ist, die hat David gemacht, dass er von den Menschen verlassen wurde, dass Menschen ihm Netze als Fallen gestellt haben, um ihn reinzulegen. Genau das hat auch Daniel erlebt, der ja auch in Daniel Kapitel 6 hintergangen wurde. Man hat versucht, Böses an ihm zu finden, hat nichts gefunden und hat letztlich Netze ausgelegt, um ihn irgendwie zu Fall zu bringen. Und genau dasselbe hat auch Jesus erlebt. Die Pharisäer haben so oft versucht, ihn zu Fall zu bringen, ihn herauszufordern. Und in genau derselben Weise erleben auch wir, dass der Teufel uns Netze auslegt und wir tappen hinein.

[8:40] Aber wir dürfen wissen, dass Gott uns gerettet hat. Es heißt weiter in Vers 13: "Ich aber legte das Trauergewand an, als sie krank waren. Ich quälte meine Seele mit Fasten und betete gesenkten Hauptes für sie." Das ist der Gedanke aus Matthäus, dass wir für unsere Feinde beten. "Ich ging einher, als wäre es mein Freund, mein Bruder, und lief trauernd gebeugt wie einer, der um seine Mutter Leid trägt. Dennoch freuen sie sich, wenn ich schwanke, und rotten sich zusammen. Lästermäuler sammeln sich gegen mich. Ich weiß nicht, warum sie lästern ohne Aufhören."

[9:19] Es gibt Menschen, die Böses wollen, die so böse im Herzen sind, dass sie die, die zum Volk Gottes gehören, die wirklich nach Gottes Wegen wandeln, zu Fall bringen möchten. Aber Gott sagt, wir sollen nicht hassen. Er sagt, sei nicht böse mit ihnen. Wir sollten versuchen, Gutes zu tun. So war Jesus auch. Wir wollen für die beten, die uns Böses wollen, denn nur dann haben wir Frieden im Herzen. Das wünsche ich euch von ganzem Herzen.

[9:48] Lasst uns beten. Lieber Herr Jesus, schenk uns diesen Frieden ins Herz, den nur du geben kannst. Lass uns dem Frieden nachjagen mit jedermann und hilf, dass wir heute deinen Frieden in unseren Herzen nicht nur haben, sondern auch verschenken können. Das bitten wir in deinem Namen. Amen.


Lizenz

Copyright ©2025 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.