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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Rabea Kramp tief in die Psalmen 35, 36 und 37 ein. Sie ermutigt dazu, in Zeiten der Bedrängnis auf Gott zu vertrauen und ihn um Gerechtigkeit zu bitten, anstatt sich über Übeltäter zu ereifern. Die Sprecherin betont die Wichtigkeit, Gutes zu wünschen, Schadenfreude zu meiden und sich stattdessen auf Gottes unendliche Gnade als Quelle des Lebens zu konzentrieren. Ein inspirierender Aufruf, sich auf das Gute zu besinnen und Frieden zu stiften.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, herzlich willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“. Heute möchten wir die Seite 603 miteinander lesen und wir beginnen mitten in Psalm 35. Bevor wir das tun, möchten wir wie immer gemeinsam beten.

[0:49] Ja, wir haben gestern gesehen, dass wir für unsere Feinde beten sollen, dass wir ihnen nicht zürnen sollen, dass wir viel mehr Frieden im Herzen haben und viel näher mit dir verbunden sind, wenn wir trotz allem allen Menschen Gutes wünschen. David war so, Daniel war so, Jesus war vor allem so, und so möchten auch wir sein. Hab Dank dafür, dass du heute mit uns bist, wenn wir über dein Wort nachdenken. Amen.

[1:15] Wir starten in Vers 16: „Mit gottlosen Schmarotzern fletschen die Zähne über mich. O Herr, wie lange willst du zusehen? Befreie meine Seele von ihrem Gebrüll, meine Einzige von den Löwen.“ Hier spricht es ja von den Feinden der Heiligen, von den Feinden, die David hatte, aber natürlich auch von den Feinden, denen wir gegenüberstehen.

[1:43] Wir fragen manchmal auch: „O Herr, wie lange möchtest du eigentlich zusehen?“ Vielleicht ging es dir auch schon so im Leben, dass du immer wieder Probleme hattest, Versuchungen, immer wieder Herausforderungen an dich herankamen, manchmal in so kurzen Abständen, dass du kaum aufgestanden bist, schon kam wieder das nächste Problem auf dich zu. Und vielleicht hast du auch diese Frage schon mal gebetet: „O Herr, wie lange willst du zusehen?“ Uns geht es auch so, wenn wir auf die Wiederkunft zugehen am Ende der Zeit. Es wird nicht einfach auf dieser Erde zu leben. Alles wird immer grausamer, die Menschen werden immer böser, und wir werden, je mehr die Wiederkunft rückt, werden wir immer mehr fragen: „Herr, wie lange willst du noch zusehen?“ Das ist eine sehr, sehr relevante Frage und eine Frage, die wir uns alle stellen.

[2:34] „Ich will dir danken in der großen Gemeinde und dem zahlreichen Volk will ich dich rühmen. Es sollen sich nicht über mich freuen, die mir ohne Ursache Feind sind; sie sollen nicht mit den Augen zwinkern, die mich ohne Grund hassen. Denn sie reden nicht, was zum Frieden dient, sondern ersinnen Verleumdungen gegen die Stillen im Land. Sie sperren ihr Maul weit auf über mich und rufen: Ha, ha, ha, ha! Nun sieht es unser Auge. Du hast es gesehen, o Herr. O schweige nicht! O sei nicht fern von mir! Erhebe dich und erwache, um mir Recht zu schaffen für meine Sache, mein Gott und mein Herr!“

[3:14] Wenn wir in Bedrängnis sind, dann ist es immer ratsam, dass wir uns zu Gott nahen, dass Gott für uns streitet. Viel zu oft rechtfertigen wir uns selber, viel zu oft denken wir, wir müssen diesen Kampf führen, wir müssen uns ja rechtfertigen, wir müssen kämpfen mit Worten und mit allem Möglichen. Aber eigentlich sollten wir sein, wie David gesagt hat: „Erhebe dich und erwache!“ Wir sollen Gott herbeibeten und herbeirufen.

[3:48] „Schaffe mir Recht nach deiner Gerechtigkeit, Herr, mein Gott, dass sie sich nicht freuen dürfen über mich!“ Wenn Gott uns Gerechtigkeit verschafft, dann ist das viel, viel, viel wirksamer, als wenn wir es selber versuchen, unsere Rechtfertigung wiederherzustellen vor anderen Menschen.

[4:06] „Dass sie nicht sagen können in ihrem Herzen: Ha, ha, so haben wir es gewollt! Lasst sie nicht sagen: Wir haben ihn verschlungen! Es sollen alle zuschanden werden und sich schämen, die sich über mein Unglück freuen. In Scham und Schande sollen sich kleiden, die gegen mich großtun. Aber fröhlich sein sollen alle, die meine Rechtfertigung wünschen. Sie sollen allezeit sagen: Der Herr sei hoch gelobt, der das Heil seines Knechtes will! Und meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit, von deinem Lob allezeit.“

[4:40] Ein schöner Gedanke, den ich herausgreifen will, ist der, dass wir niemandem etwas Böses wünschen sollten. Auch wenn jemand gefallen ist, dann sollten wir nicht auf ihn niedergucken, so wie die Pharisäer auf die Ehebrecherin, und mit dem Finger auf sie zeigen. Wir sollten so wie der Sohn von Noah uns wünschen, dass diese Sünde nicht geschehen wäre, dass diese Sünde bedeckt wird. Das ist besser für uns, und das ist auch besser für die Person, die in Sünde gefallen ist. Schadenfreude macht das Herz kaputt.

[5:21] In Vers 28 werden sie aufgefordert, Gott zu loben allezeit, auch in den Zeiten, in denen es schwer ist, Gott zu loben. Im Philipperbrief heißt es: „Freut euch im Herrn allezeit! Abermals sage ich: Freut euch!“ Und das mag manchmal sehr schwierig sein, aber es ist auch ein bisschen eine Therapie, wenn man auf Gott vertrauen darf und wissen darf: Ich darf fröhlich sein in Gott. Es muss sich nicht in Lachen ausdrücken oder in Überschwänglichkeit, aber so ein tiefer Friede, eine tiefe Freude im Herzen, das ist das Lob, was hier gemeint ist.

[5:58] Psalm 36: „Dem Vorsänger. Von David, dem Knecht des Herrn. Ein Urteil über die Abgründigkeit des Gottlosen kommt aus der Tiefe meines Herzens: Die Gottesfurcht gilt nichts vor seinen Augen. Denn es schmeichelt ihm in seinen Augen, seine Missetat zu vollbringen, zu hassen. Die Worte seines Mundes sind Lug und Trug. Er hat aufgehört, verständig zu sein und Gutes zu tun.“ Das heißt, wenn ich

[6:27] so ein Mensch bin, der Böses möchte, der Missetat vollbringt, dann hat mich die Verständigkeit und die Klugheit tatsächlich verlassen.

[6:39] Vers 5: „Auf seinem Lager brütet er Bosheit aus. Er stellt sich auf einen Weg, der nicht gut ist. Das Böse verabscheut er nicht.“

[6:52] Und hier kommt ganz klar diese Abgrenzung zum Ausdruck, das Unverständnis für die Bosheit der Menschen, mit denen man auch keine Gemeinschaft haben möchte, weil es so fern von dem ist, wie es bei Gott ist. Und es erinnert mich ein bisschen an Psalm 1, wo David sagt: „Wir sollen nicht sitzen, wo die Spötter sitzen, sondern Lust haben am Gesetz des Herrn.“ Und genau dieser Kontrast folgt in den nächsten Versen ab Vers 6.

[7:22] „Herr, deine Gnade reicht bis zum Himmel, deine Treue bis zu den Wolken. Deine Gerechtigkeit ist wie die Berge Gottes“ – so eine schöne Phrase, die Gerechtigkeit ist wie die Berge Gottes – „deine Gerichte sind wie die große Flut. Du hilfst Menschen und Tieren.“ Wenn wir an die Sintflut denken, ist es tatsächlich so gewesen, dass Gott nicht nur Menschen gerettet hat, sondern auch Tiere. „Wie köstlich ist deine Gnade, Gott, dass Menschenkinder Zuflucht finden unter dem Schatten der Flügel.“ Hast du schon mal Schutz gefunden unter dem Schatten von Gottes Flügeln? Das ist ein guter Platz, um dort zu verweilen, wenn man verfolgt wird. Es ist ein Platz voller Geborgenheit.

[8:07] „Sie laben sich an den reichen Gütern deines Hauses, und mit dem Strom deiner Wonne tränkst du sie. Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Licht schauen wir das Licht.“ Bei Gott gibt es keine Finsternis, es gibt keine Sünde, es gibt nichts Böses, gibt nur Licht. „Erweise deine Gnade auch weiterhin denen, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit denen, die aufrichtigen Herzens sind. Lass den Fuß der Hochmütigen mich nicht erreichen und die Hand der Gottlosen mich nicht vertreiben. Dort sind die Übeltäter gefallen, sie wurden niedergestoßen und konnten nicht mehr aufstehen.“

[8:58] Wir können uns entscheiden, welches Wasser wir wählen wollen. Wollen wir die Flut, die das Gericht Gottes ist, oder wollen wir lieber die Quelle des Lebens, den Strom des Lebens?

[9:11] Das Wasser, das wir im Leben in Anspruch nehmen, ja, darüber entscheiden wir selber, ob es uns wegspült oder ob wir uns davon ernähren und erfrischt werden.

[9:21] Psalm 37 von David: „Zürne dich nicht über die Bösen und ereifere dich nicht über die Übeltäter, denn sie werden schnell verdorren wie das Gras und verwelken wie das grüne Kraut. Vertraue auf den Herrn und tue Gutes, wohne im Land und übe Treue.“ So ein schöner Wunsch, so eine schöne Aufforderung.

[9:43] Im Vers 1 bin ich ein bisschen hängen geblieben: „Zürne dich nicht über die Bösen und ereifere dich nicht über die Übeltäter.“ Manchmal sind wir dazu verleitet, zu sehr darauf zu schauen, was die Machenschaften von Politik und all dieser Leute sind, die vielleicht hinter den Kulissen böse Dinge ersinnen. Es ist nicht unsere Aufgabe, uns darüber Gedanken zu machen, uns darüber zu ereifern. Am Ende schwächt es nur uns selber, und es hilft uns überhaupt nicht. Es hilft auch nicht den Menschen, die das tun.

[10:19] Lasst uns diese Dinge einfach ablegen, dass wir uns Gedanken machen über das Gute, über das, was wohltuend, was treu ist. Und das wollen wir heute tun. Lasst uns das vornehmen und gemeinsam dafür beten.

[10:33] Lieber Gott, reinige unsere Herzen vor Schlecht, von schlechten Gedanken, vielleicht auch über andere. Hilf, dass wir an deiner Seite sind, dass wir Frieden stiften und dass wir anderen Gutes wollen. Amen.


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