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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Andacht zur Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Psalm 50 und die ersten Verse von Psalm 51. Sie erklärt, dass Gott keine materiellen Opfer benötigt, sondern Dankbarkeit und ein aufrichtiges Herz. Besonders eindrücklich wird Davids tiefes Sündenbekenntnis nach seinem Ehebruch mit Batseba und dem Mord an Urija behandelt. Die Botschaft gipfelt in der tröstlichen Erkenntnis, dass Jesu Blut unsere Sünden überstreicht und uns Reinheit schenkt.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute lesen wir zusammen die Seite 612, wollen Psalm 50 lesen und die erste Hälfte von Psalm 51. Bevor wir das tun, gemeinsam beten.

[0:44] Lieber Gott, wir wollen daran denken, dass du uns lieb hast, dass auch wenn unser Leben hier auf der Erde enden mag, dass wir geborgen sind im Tod in dir, dass du jeden Menschen wie ein Juwel behütest, dass du alle Juwelen auferweckst, die dich lieb gehabt haben in ihrem Leben. Ja, wir wollen dir vertrauen und dir unser Leben übergeben in deinem Namen. Amen.

[1:19] Psalm 50, 1. Asaf ist ein Sänger gewesen im Heiligtum. Wir lesen ganz oft von Asaf und Jedutun und anderen, die so die leitenden Sänger waren.

[1:34] Der mächtige Gott, der Herr, er redet und ruft die Erde vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang. Ist auch ein ganz bekannter Kanon, den ihr wahrscheinlich kennt. Aus Zion, der Schönheit Vollendung, erscheint Gott im Lichtglanz. Unser Gott kommt und schweigt nicht. Verzehrendes Feuer geht um ihn her und ringsum ihn stürmt es gewaltig. Diese zwei Verse erinnern mich ganz doll an Hesekiel 1, diese tolle Vision, die Hesekiel bekommt vom Thron Gottes, von der Herrlichkeit Gottes.

[2:12] Und hier spricht es von Zion. Zion ist auch so eine Stadt im Lichterglanz und von verzehrendem Feuer umgeben, und es stürmt und es gibt diese Naturgewalten, die so eindrucksvoll sind. Und Gott erscheint in dieser Stadt. Wichtig ist, dass Gott nicht schweigt. Gott wohnt ja in der Stadt, in seinem Tempel. Und wenn wir zu Gott beten, wenn wir Gott anflehen, so haben wir schon in den vorherigen Zeilen gelesen, dann schweigt Gott nicht. Er ruft den Himmel droben zu und die Erde, damit er sein Volk richtet.

[2:55] „Versammelt mir meine Getreuen, die den Bund mit mir schlossen über dem Opfer.“ Und der Himmel verkündet seine Gerechtigkeit, dass Gott selbst Richter ist. Ja, Gott richtet, Gott ist Richter, und er versammelt seine Getreuen, um damit klar wird, wer zu denen gehört, die ja durch das Gericht hindurchdringen werden, die quasi nicht verurteilt werden im negativen Sinne, sondern die, die so beurteilt werden, dass sie für den Himmel bereit sind.

[3:39] „Höre, mein Volk, so will ich reden. Israel, ich lege gegen dich Zeugnis ab. Ich bin Gott, dein Gott. Deine Opfer wegen will ich dich nicht tadeln, sind doch deine Brandopfer stets vor mir. Ich will keinen Stier aus deinem Haus nehmen, keine Böcke aus deinen Hürden, denn mir gehören alle Tiere des Waldes.“

[4:03] Wir können Gott nicht mit irgendwas gut stimmen oder ihn bestechen oder ihm so viele Geschenke machen, dass er uns wohlgesonnen ist. Für Gott ist etwas anderes wichtig. Gott gehören alle Tiere des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen. Ich kenne alle Vögel auf den Bergen, und was sich auf dem Feld regt, ist mir bekannt. „Wenn ich hungrig wäre, so würde ich es dir nicht sagen, denn mir gehört der Erdkreis und was ihn erfüllt. Sollte ich etwa Viehfleisch essen oder Blut von Böcken trinken? Opfere Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde.“

[4:36] Es sind nicht die Opfer, die Gott so unbedingt gerne haben möchte, weil ein Opfer bedeutet auch, dass wir gesündigt haben. Viel schöner ist es, wenn wir Gott treu bleiben, wenn wir dankbar sind im Herzen, wenn wir dankbar sind für die Erlösung, die Gott uns zuteilwerden lässt. Und wenn wir gesündigt haben und wenn wir ein Opfer brauchen, wenn wir im geistlichen Sinne das Opfer Jesus brauchen, dann sollten wir mit Dank erfüllt sein und nicht durch Werkgerechtigkeit versuchen, Gott wohlzustimmen uns gegenüber.

[5:12] Das Einzige, was wir wirklich machen können, ist, dass wir Gott dankbar sind für die Erlösung.

[5:20] Vers 15, den kennt ihr alle, das ist der berühmte Notruf Gottes: Psalm 50, 15: „Und rufe mich an am Tag der Not, so will ich dich retten, und du sollst mich ehren.“ Dieser Psalmvers ist vielen Menschen vieler Zeitalter wahrscheinlich ein wichtiges Gebet geworden, dass wir Gott bei Tag und bei Nacht anrufen können. Gott hat keine Sprechzeiten zum Glück. Wir können ihn immer fragen, wir müssen nicht in der Schlange stehen, es gibt keine Telefonschleife. Gott erhört immer, und Gott erhört das Gebet um Vergebung sofort und das Gebet um Not.

[6:02] Zu dem Gottlosen aber spricht Gott: „Was zählst du meine Satzungen auf und nimmst meinen Bund in deinen Mund, da du doch zur Zucht hast und meine Worte verwirfst? Siehst du einen Dieb, so freundest du dich mit dem an, und mit Ehebrechern hast du Gemeinschaft. Deinen Mund lässt du Böses reden, und deine Zunge knüpft Betrug. Du sitzt da und redest gegen deinen Bruder, den Sohn deiner Mutter verleumdest du. Das hast du getan, und ich habe geschwiegen. Du meintest, ich sei gleich wie du, aber ich will dich zurechtweisen und das dir vor Augen stellen.“

[6:42] Es spricht hier von Gottlosen, so wie wir in Vers 16 gelesen haben, die Gottes Wort vielleicht sogar in den Mund nehmen, aber überhaupt nicht danach handeln, sondern andere verleumden und denen, die Gott nachfolgen, wirklich über sie spotten. Und das mag manchmal so aussehen, wie in Vers 21, nämlich, dass Gott nicht eingreift, dass Gott sie nicht richtet.

[7:06] Aber Gott verspricht, irgendwann bringt er all diese Dinge in ein Gericht. Irgendwann wird er sie zurechtweisen und ihnen diese Sündenfragen stellen. Vers 22.

[7:16] „Seht doch das ein, dass ihr Gott vergesst, damit ich nicht hinwegraffe und keiner rettet. Der Dank opfert, der ehrt mich, und wer seinen Weg recht ausrichtet, dem zeige ich das Heil Gottes.“ Wenn wir von anderen Menschen Gott bezeugen und Gott dankbar sind, wenn wir es artikulieren, dass wir all das, was wir sind, was wir haben, nur Gott zu verdanken haben, dann ehren wir dadurch Gott nicht nur in unserem eigenen Herzen, sondern auch in den Herzen der anderen wird dieser Gedanke erfahrbar. Es ist so wichtig, dass wir dankbar sind. Dankbare Menschen leben länger, haben Studien ergeben, aber dankbare Menschen kommen wahrscheinlich auch einfacher im Leben zurecht.

[8:04] Psalm 51 ist ein ganz besonderer Psalm, der ganz besonders das Seelenleben von David offenbart, in einer Zeit, in dem es ihm gar nicht gut ging, in einer Zeit, als er Gott fern war für eine kurze Weile, weil er sehr, sehr schwer gesündigt hat. Er hat sich Batseba, die Frau von Urija, einfach genommen, obwohl sie in einem Zustand war, er hat Ehebruch begangen, er hat gemordet. Er hat versucht, den Mord zu vertuschen, er hat versucht, den Ehebruch zu vertuschen, und er war wirklich sehr, weit, weit weg von Gott. Und an dieser Stelle, als Nathan ihn dann der Sünde überführt und das Wort Gottes in das Herz von David schneidet, schreibt er diesen Psalm.

[8:53] „Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, lösche meine Übertretungen nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich völlig rein von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde, denn ich erkenne meine Übertretung, und meine Sünde ist allezeit vor mir. An dir allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen.“

[9:17] David hat ganz genau erkannt, was seine Sünde war, und in dem Moment, wo er das gemerkt hat und Nathan ihm dieses Gleichnis erzählt hat mit dem Schaf, da ist es David ins Herz gedrungen, dass er dieser böse Herr ist, dass er böse gehandelt hat an Batseba, an Urija, auch an anderen, die in Mitleidenschaft gezogen wurden.

[9:39] „Damit du recht behältst, wenn du redest, und rein dastehst, wenn du richtest.“ Das heißt, wenn wir unsere Sünden bekennen, zeigen wir damit gleichzeitig, dass Gott gerecht ist, dass Gott richten darf und richten soll.

[9:56] „Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. Siehe, du verlangst nach Wahrheit im Innersten, so lass mich im Verborgenen Weisheit erkennen.“ David bittet hier darum, dass er es versteht, dass er einen höheren Standard erreicht als den, den er hatte, als er auf die Welt kam oder hatte, als er diese Sünde begangen hat. Er möchte die Wahrheit im Innersten haben, möchte die Wahrheit im Herzen tragen.

[10:29] „Entsündige mich mit Ysop, so werde ich rein. Wasche mich, so werde ich weißer als Schnee.“ Ysop ist das Werkzeug, womit im Heiligtum das Blut an den Vorhang gespritzt wurde. Und er sagt: „Entsündige mich mit Ysop.“ Benutzt hier die Heiligtumssprache ganz bewusst sicherlich und sagt: „Wasche mich so rein, wie das Heiligtum gereinigt wird durch dein Blut. Ich möchte dein Blut in Anspruch nehmen, damit meine Sünde weiß gewaschen wird, rein gewaschen wird, weiß gewaschen wird.“ „Lass mich Freude und Wonne hören, damit die Gebeine frohlocken, die du zerschlagen hast.“ Er hat sich zerschlagen gefühlt, er ist auf dem Feld gelegen, er war zerbrochenen Geistes, das werden wir auch morgen noch lesen. „Verbirg dein Angesicht von meinen Sünden und tilge all meine Missetaten.“

[11:22] Wenn wir so schlimm gesündigt haben, dass wir uns so dafür schämen, dann sagen wir: „Gott, schau nicht auf meine Sünden, schau weg von meinen Sünden, wirf sie weg, wirf sie ins Meer und entsündige mich mit deinem Blut über meine Sünden, aber bitte schau meine Sünde nicht an, weil ich schäme mich nicht nur vor Menschen, sondern auch vor Gott für das, was ich getan habe.“ Und das Schöne an dem Evangelium, was wir haben, ist, dass Jesus mit uns den Platz tauscht. Jesus nimmt unsere Sünden auf sich, und wir bekommen die Reinheit von Jesus für uns. Und mit diesem Gedanken möchte ich euch heute in den Tag entlassen, dass, was immer ihr getan habt, dass ihr wissen dürft: Gottes Blut, Jesu Blut überstreicht alle unsere bösen Dinge, und wir dürfen danach ganz eins sein und mit Jesus noch länger leben als zuvor.

[12:18] Lasst uns beten. Lieber Herr Jesus, deine Erlösung ist vollkommen. Und wir danken dir für das Blut, das du vergossen hast auf Golgatha, damit wir leben dürfen. Lass uns das heute bewusst sein, wenn wir durch den Tag gehen. Amen.
[12:35] [Musik]


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