In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 55 und 56. Sie ermutigt dazu, alle Sorgen Gott anzuvertrauen und auf seine rettende Gnade zu vertrauen, selbst wenn man von Feinden bedrängt wird. Anhand von Davids Beispiel wird gezeigt, wie man im Glauben betet und Gott für seine Treue dankt, die bis zum Himmel reicht.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 55:22-57:11
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, herzlich willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute lesen wir zusammen die Seite 615, und bevor wir das tun, wollen wir gemeinsam beten.
[0:40] O Gott, danke, dass du uns hörst, dass du ein Turm bist, eine Zuflucht, eine Burg, dass wir wissen dürfen: Bei dir ist immer Geborgenheit. Herr, lass uns heute in deine Hände fallen, und wenn wir jetzt dein Wort lesen, lass es uns in unser Herz bringen, damit wir Mut haben für den Tag und uns immer wieder an dich erinnern, dass du bei uns bist. Amen.
[1:12] Wir sind immer noch im Psalm 55 und beginnen in Vers 22: "Seine Reden sind glatt wie Butter, aber Krieg hat er im Sinn. Seine Worte sind sanfter als Öl, aber doch gezückte Schwerter." Es spricht hier immer noch von den Gottlosen, von denen wir gestern gelesen haben, von denen, die Gott nicht lieben.
[1:35] Und im Kontrast dazu heißt es: "Wirf dein Anliegen auf den Herrn, und er wird für dich sorgen. Er wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen." Wenn wir Sorgen haben, wenn es uns nicht gut geht, dann ist die erste Anlaufstelle, die wir haben, Gott. Unsere Anliegen, egal ob sie ganz klein sind, mittel oder groß, was auch immer unsere Not ist – wir können alles zu Gott bringen. "Ja, du, Gott, wirst sie in die Grube des Verderbens hinunterstoßen. Die Blutigen und Falschen werden es nicht bis zur Hälfte ihrer Tage bringen. Ich aber vertraue auf dich."
[2:15] Alle, die Gott vertrauen, die dürfen wissen, dass sie Frieden im Herzen haben und auch Frieden mit denen sie im Frieden leben möchten, auch Frieden mit denen, die ihnen vielleicht Böses wollen. Wir können nicht die Herzen der anderen verändern, aber wir können unser Herz verändern lassen.
[2:33] Psalm 56, dem Vorsänger, nach der Melodie "Die stumme Taube unter den Fremden". Ein Miktam Davids, als ihn die Philister in Gat ergriffen. "Oh Gott, sei mir gnädig, denn der Mensch wütet gegen mich, den ganzen Tag bekriegt und bedrängt er mich. Meine Widersacher wüten gegen mich den ganzen Tag, ja, viele bekriegen mich voller Hochmut. Denn mir Angst ist, vertraue ich auf dich. In Gott will ich rühmen sein Wort. Auf Gott vertraue ich und fürchte mich nicht. Was kann ein Mensch mir antun?"
[3:12] David war wieder einmal unter Bedrängnis, hier, als ihn die Philister ergriffen, als er in Gat war. Und er schreibt: "Treffen Viele haben ihn bekriegt und haben sich gerühmt dessen, dass sie nun David in ihren Händen hatten." Aber David ist nie in die Hände von Menschen gefallen, der hat das einmal in einem Vers ausgedrückt, als er sagte: "Ich möchte lieber in die Hände Gottes fallen als in die Hände von Menschen." Und immer dann, wenn es, wenn David drohte, in die Hände von Menschen zu fallen, hat er sich sofort in die Hände Gottes fallen lassen. Ein gutes Vorbild für uns. "Was kann ein Mensch mir antun?", fragte uns hier. Was kann Fleischliches ihm antun oder uns antun?
[3:59] Vielleicht geht es dir ähnlich oder ging es dir ähnlich, dass du Angst hattest vor Menschen und du dich zu Gott geflüchtet hast und gesagt hast: "Ich möchte eigentlich diese Angst nicht haben." Vielleicht hast du Mobbing erlebt auf Arbeit oder im Studium, vielleicht warst du ausgegrenzt aus deinem Freundeskreis, in dem du sonst immer mittendrin warst. Was auch immer dir passiert sein mag oder dir gerade passiert: Du kannst zu Gott gehen, und Gott umgibt dich. Du kannst Gott vertrauen, so wie es in diesen Versen heißt. "Gottes Wort ist verlässlich. In Gott will ich rühmen sein Wort", sagt David, "und das darfst du auch erfahren. "Täglich verdrehen sie meine Worte auf mein Unglück. Gehen alle ihre Gedanken. Sie rotten sich zusammen, sie verbergen sich, sie beobachten meine Tritte, weil sie auf mein Leben lauern. Sollten sie bei ihrer Bosheit entkommen?"
[5:03] Das mag sich manchmal so anfühlen, dass alle um einen herum einem Böses wollen. Aber Gott sagt: Sie werden keinen Erfolg haben. David sagt nämlich: "Oh Gott, stürze die Völker nieder im Zorn. Du zählst, wie oft ich fliehen muss. Sammle meine Tränen in deinen Schlauch. Stehen sie nicht in deinem Buch?" Ein so schöner Gedanke, dass unsere Tränen bei Gott gesammelt werden und dass die Tränen, die wir weinen, auch in Gottes Buch stehen. Das heißt, dass nicht nur unsere Taten, unsere guten und schlechten Taten in den Büchern im Himmel aufgezeichnet werden, sondern genauso auch unsere Emotionen, wenn es uns gut geht, wenn es uns schlecht geht, wie wir uns fühlen. Das schreiben die Engel in die Bücher Gottes. "An dem Tag, da ich rufe, weichen meine Feinde zurück. Das weiß ich, dass Gott für mich ist." Das ist eine wichtige Gewissheit, die wir haben. "Das weiß ich, dass Gott für mich ist." Das ist ein prägender Vers. Merkt euch den: "In Gott will ich rühmen das Wort. Im Herrn will ich rühmen das Wort. Auf Gott vertraue ich und fürchte mich nicht. Was kann ein Mensch mir antun?"
[6:20] Was haben wir zu fürchten, wenn wir Gott vertrauen? Dann haben wir niemanden zu fürchten. Den Märtyrern erging es so, einem Jan Hus erging es so. Er hat sich nicht von Menschen gefürchtet. Einem Luther ging es ähnlich. Er hat gesagt: "Hier stehe ich, ich kann nicht anders." Er hat sich nicht von Menschen gefürchtet, sondern nur vor Gott.
[6:41] "Die Gelübde, die ich dir, Gott, gelobte, liegen auf mir. Ich will dir Dankopfer entrichten."
[6:49] Von den Gelübden lesen wir öfter in den Psalmen. Und oft geht es uns so: Wenn wir in schwierigen Situationen sind, wenn wir Gott wirklich anflehen, dann sagen wir: "Gott, errette mich, und dann will ich dir für immer treu sein." Aber Gott wünscht sich, dass wir diese Gelübde dann auch einlösen. Und David sagt hier, dass er genau das tut. Die Gelübde, die er Gott in Notzeiten geschworen hat, die liegen schwer auf ihm, und die möchte er auch einlösen. "Ich will dir Dank entrichten, denn du hast meine Seele vom Tod gerettet, meine Füße vom Gleiten, damit ich wandle vor dem Angesicht Gottes im Licht des Lebens."
[7:31] David dankt Gott am Ende des Psalms für seine Errettung. Und es ist ein ganz gängiges Muster, das wir hier immer wieder in den Psalmen sehen können: Dass David unter Bedrängnis ist, er schildert, wie schlecht es ihm geht, er bittet Gott um Erhörung, und am Ende des Psalms dankt er für die Errettung.
[7:58] Das ist eigentlich ein Vorbild für uns, wie wir beten sollen: Dass wir, wenn wir um Hilfe bitten, dass wir am Ende danken, dass Gott uns die Hilfe geben wird, dass wir schon in dem Glauben leben, wir hätten die Hilfe empfangen. Denn das drückt den Glauben aus, den wir haben.
[8:16] Psalm 57. Es geht wieder los mit dem der Bedrängnis: "Dem Vorsänger. Verdirb nicht!" Von David. Ein Miktam, als er vor Saul in die Wüste, in die Höhle floh. "Sei mir gnädig, oh Gott, sei mir gnädig! Denn bei dir birgt sich meine Seele, und ich nehme Zuflucht unter dem Schatten deiner Flügel, bis das Verderben vorübergezogen ist. Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache hinausführt. Er wird mir vom Himmel Rettung senden, wird mich zum Hohn machen, den, der gegen mich wütet. Gott wird seine Gnade und Wahrheit senden."
[9:02] Wir tun gut daran, auf Gottes Eingreifen zu warten. Wenn wir beten und um Hilfe bitten und um Rat, dann müssen wir auch Schritte vorwärts tun. Wir können nicht nur abwarten, aber wir sollten auch nicht so eifrig sein, dass wir Gott zuvorkommen, dass wir zu viel tun, was Gott vielleicht gar nicht vorhergesehen hat. "Meine Seele ist mitten unter Löwen. Ich liege zwischen Feuerbränden, wohne unter Menschenkindern, deren Zähne Speere und Pfeile und deren Zungen scharfe Schwerter sind. Erhebe dich über die Himmel, Gott, über der ganzen Erde sei deine Herrlichkeit! Sie haben meinen Füßen ein Netz gestellt, meine Seele niedergebeugt. Sie haben eine Grube gegraben vor mir, und sie sind selbst hineingefallen." "Mein Herz ist getrost, oh Gott, mein Herz ist getrost!"
[10:01] Unser Herz kann getrost sein, wenn wir Gottes Frieden haben. Und wir können in dem größten Sturm sein, wir können unter Gewitter und Erdbeben uns befinden im übertragenen Sinne und dürfen Frieden Gottes im Herzen haben. "Ich will singen und spielen. Wach auf, meine Seele! Harfe und Laute, wach auf! Ich will die Morgenröte wecken. Herr, ich will dich preisen unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Nationen. Denn groß bis zum Himmel ist deine Gnade und deine Treue bis zu den Wolken. Erhebe dich über die Himmel, Gott, über der ganzen Erde sei deine Herrlichkeit!"
[10:44] Herr, wir möchten dir danken für deine Güte, für deine Treue, die so weit ist, wie der Himmel reicht, dass sie unendlich ist, dass sie nie aufhört und dass sie immer in Fülle zur Verfügung steht. Lass uns heute von genau dieser Gnade leben. Amen.
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