In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 58 und 59. Sie erklärt Davids Gebete um göttliche Gerechtigkeit und Schutz vor Feinden, wobei sie Gottes Rolle als alleiniger, gerechter Richter hervorhebt. Die Sprecherin ermutigt dazu, Rache Gott zu überlassen und auf seine Gnade zu vertrauen, die uns wie der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn entgegenkommt.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 58:1-59:14
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] [Musik]
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute auf Seite 616.
[0:39] Und bevor wir anfangen, möchte ich mit euch beten.
[0:41] Lieber Gott, wir danken dir für die Psalmen, die du hast aufschreiben lassen durch David und andere, dass sie uns so viel wertvolle Gedanken geben, so viel Halt, so viel Nähe zu dir, dass wir davon wirklich leben können, dass wir täglich aus deinem Wort leben dürfen. Das bitten wir auch, wenn wir jetzt dein Wort studieren und hören. Amen.
[1:11] Wir beginnen im Psalm 58 und starten in Vers 1.
[1:15] Dem Vorsänger. Verdirb nicht. Von David. Ein Miktam.
[1:22] „Seid ihr denn wirklich stumm, wo ihr Recht sprechen, wo ihr ein richtiges Urteil fällen solltet, ihr Menschenkinder? Stattdessen schmiedet ihr Unrecht im Herzen; im Land teilen eure Hände Gewalttat aus. Die Gottlosen sind abtrünnig vom Mutterleib an; die Lügner gehen auf dem Irrweg von Geburt an. Ihr Gift ist wie Schlangengift; sie sind wie eine taube Otter, die ihr Ohr verschließt, die nicht hört auf die Stimme der Beschwörer, des Zauberers, der kundig ist in den Zaubersprüchen. Gott zerbricht ihnen die Zähne im Maul; Herr, erschüttere den jungen Löwen das Gebiss! Lasse zerrinnen wie Wasser, das sich verläuft. Legt er seine Pfeile an, so seien sie wie abgeschnitten. Sie sollen sein wie eine Schnecke, die da hingeht und zerfließt, wie die Fehlgeburt einer Frau, welche nie die Sonne sah. Ehe noch eure Töpfe heiß werden vom Dornfeuer, wird er sie hinwegfegen, sei es roh, sei es in Gluthitze. Der Gerechte wird sich freuen, wenn er die Rache sieht, und wird seine Füße baden im Blut des Gottlosen.“
[2:40] Dieser Psalm spricht über Gerechtigkeit. Gott ist der Richter, und Gott richtet nicht irgendwo, sondern richtet im Heiligtum. Dort spricht er Recht.
[2:55] Und vielleicht ist es euch aufgefallen, dass der Psalm auf eine Melodie gedichtet ist, die wir schon einmal gesehen haben, nämlich im Psalm 57, einen Psalm zuvor.
[3:26] Wir bekommen hier den Gedanken nahegebracht, dass Menschen nicht gerecht richten können. Das heißt, in Vers 3: „Stattdessen schmiedet ihr Unrecht im Herzen; im Land teilen eure Hände Gewalttat aus.“ Gott ist es, der richten muss. Gott ist es, der als Einziger ein gerechtes Gericht vollbringen kann, weil nur er allein die Herzen und Motive jedes einzelnen Menschen kennt.
[3:55] Und in Vers 11 wird den Gottlosen hier das Gericht gemacht, und es wird gesagt, dass die Gerechten sich freuen. Aber diese Freude ist nicht eine Schadenfreude oder eine boshafte Freude, sondern es ist die Freude über den Sieg über die Sünde.
[4:13] „Unsere Füße werden sich baden im Blut der Gottlosen.“ Das ist dieser Gedanke, der auch in der Bibel zu finden ist, dass wir unseren Fuß setzen werden auf die Asche der Gottlosen, wenn diese Erde vergeht, wenn Gott sie verbrennen wird mit Feuer. Dann werden wir darauf wandeln, wenn Gott die Erde neu gemacht hat. Dann wird all das vergangen sein, was jetzt auf dieser Erde zu finden ist, und wir werden buchstäblich unsere Füße auf das setzen, was Gott vernichtet hat und was Gott auch wieder neu gemacht.
[4:51] Vers 12: „Und die Leute werden sagen: Der Gerechte empfängt doch seine Frucht! Es gibt doch einen Gott, der richtet auf Erden.“
[5:00] Das erinnert uns an Psalm 1, dass nämlich die gesegnet sind mit Frucht, die Gott vertrauen, und die sind wie ein Baum, der gepflanzt ist an den Wasserbächen, und seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Wenn wir Gott nachfolgen, wenn wir uns an Gott halten, dann dürfen wir sicher sein, dass wir Frucht bringen. Das ist ja auch das Anliegen, was wir in Galater lesen, dass wir diese Frucht des Geistes entfalten und entwickeln.
[5:32] Und daran können wir nicht so viel zu tun, aber wir können das tun, dass wir uns an Gott halten, dass wir uns ihm übergeben, völlige Hingabe vollziehen, und dann Gott die Früchte in uns wirken.
[5:49] Psalm 59.
[5:52] Dem Vorsänger. Verdirb nicht. Wieder die gleiche Melodie. Von David. Ein Miktam. Dann, als Saul das Haus bewachen ließ, um ihn zu töten. Das ist diese Zeit gewesen, als David im Haus gelebt hat, als er noch mit Michal verheiratet war. „Mein Gott, rette mich von meinen Feinden, beschütze mich vor meinen Widersachern! Rette mich von den Übeltätern und hilf mir gegen die Blutgierigen! Denn siehe, sie lauern auf mein Leben. Starke sammeln sich gegen mich ohne mein Verschulden und ohne dass ich gesündigt hätte, Herr.“
[6:27] Vielleicht hast du das auch schon mal erlebt, dass du Böses erfahren hast, obwohl du nur Gutes gesät und Gutes getan hast. Das heißt nicht, dass wenn wir mit Gott leben, dass uns also etwas nicht erreicht und nicht widerfährt. Aber falls es uns widerfährt, dann haben wir einen Zufluchtsort.
[6:46] „Gegen einen Unschuldigen laufen und rüsten sie sich. Erwache, komm mir entgegen und sieh!“
[6:53] Das ist eine schöne Aufforderung an Gott, die David hier ausspricht: „Erwache, komm mir entgegen und sieh!“
[7:03] Gott soll David hier entgegen eilen. Er soll ihm helfen, soll ihn herausretten aus der Bedrängnis, indem er aufsteht und auf ihn zukommt.
[7:13] „Ja, du, Herr, Gott der Herr Scharen, du Gott Israels, erwache, um alle Heiden heimzusuchen! Sei keinem der ruchlosen Verräter gnädig! Sie kommen jeden Abend, heulen wie die Hunde und laufen in der Stadt umher. Sie speien; Schwerter sind auf ihren Lippen, denn sie denken: Wer hört uns? Du aber, Herr, lachst über sie, du spottest über alle Heiden. Angesichts ihrer Macht will ich auf dich harren, denn Gott ist meine sichere Burg. Mein Gott wird mir entgegenkommen mit seiner Gnade.“
[7:52] Gott ist eine Burg, und Gott kommt entgegen mit seiner Gnade. Das erinnert mich an das Gleichnis vom verlorenen Sohn. Auch dort kam der Vater dem verlorenen Sohn entgegen gelaufen, und er hat keine Zeit verloren, seinen Sohn in die Arme zu nehmen und ihm seine Gnade in Fülle entgegenkommen zu lassen.
[8:22] „Töte sie nicht, damit mein Volk es nicht vergisst. Lass sie umherirren durch deine Macht und stürze sie nieder, Herr, unser Schild! Das Wort ihres Mundes ist nichts als Sünde. Sie sollen sich verstricken in ihrem Hochmut wegen des Fluches und wegen der Lüge, die sie aussprechen. Vertilge sie im Zorn, vertilge sie, damit sie nicht mehr sind, damit man erkennt, dass Gott in Jakob herrscht bis an das Ende der Erde.“
[8:50] Wenn Gott sich an den Feinden rächt, dann wird deutlich, dass Gott der Herrscher des Universums ist.
[9:01] Und wir tun gut daran, Gott die Rache zu überlassen, dass er tun kann, was er für richtig hält, zu dem Zeitpunkt, den er für richtig hält. Und wir wollen das heute in Anspruch nehmen, dass wir diese Bitte, die wir gelesen haben, dass Gott der gerechte Richter ist, der auch uns Recht verschafft, dass wir ihn walten lassen, wenn wir Probleme haben. Lasst uns beten.
[9:28] Ja, allzu oft wollen wir uns selber rechtfertigen. Allzu oft denken wir, wir müssen Vergeltung üben, wir müssen denen, die böse mit uns sind, auch Böses entgegenbringen. Aber, Herr, so hast du das nicht geplant. Du möchtest, dass du die Rache und die Vergeltung verüben kannst zu der Zeit, die du vorgesehen hast. Lass uns auf dich verlassen, wie der Psalmist schreibt. Lasst uns warten auf dein Urteil.
[9:58] Denn du kennst immer den richtigen Zeitpunkt. Und dafür danken wir dir.
[10:06] [Musik]
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