In dieser Andacht führt Rabea Kramp durch die Psalmen 66, 67 und 68 und beleuchtet deren tiefgründige Botschaften. Sie spricht über die Bedingungen für erhörtes Gebet, Gottes Segen für alle Völker und seine Rolle als Vater und Anwalt der Schwachen. Der Vortrag zeigt auf, wie Gott sich oft in den unscheinbaren Dingen und Völkern offenbart und seine Herrlichkeit beweist.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 66:15-68:16
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Heute lesen wir zusammen die Seite 620, beschäftigen uns mit Psalm 66, 67 und 68. Und bevor wir das tun, wollen wir zusammen beten.
[0:45] Lieber Gott, wir danken dir, dass du immer nah bist, dass du nie vergisst. Und wenn wir zu dir beten, dass wir wissen dürfen, dass du hörst und dass unsere Gebete in deinem Heiligtum ankommen. Herr, leite uns heute auch durch das Studium deines Wortes und dafür wollen wir dir jetzt schon danken. Amen.
[1:09] Wir beginnen im Psalm 66, Vers 15: „Brandopfer von fetten Schafen will ich dir darbringen, samt dem Rauch von Widdern, Rinder samt Böcken will ich zurichten. Kommt her, hört zu, ihr alle, die ihr Gott fürchtet! Ich will erzählen, was er an meiner Seele getan hat.“
[1:33] Wenn Gott etwas für uns getan hat und wir davon wirklich ergriffen und beeindruckt sind, dann fließt dieses Zeugnis, das, was Gott für uns getan hat, aus uns heraus. Wir können gar nicht anders, als anderen davon erzählen. „Zu ihm rief ich mit meinem Mund.“
[1:51] „Und sein Ruhm war auf meiner Zunge. Hätte ich Unrecht vorgehabt in meinem Herzen, so hätte der Herr nicht gehört.“ Hier haben wir einen wichtigen Hinweis darauf, wann Gott Gebet erhört und wann er auch nicht Gebet erhört. Dieser Vers erinnert mich ganz stark an zwei Aussagen im Jakobusbrief, nämlich in Jakobus 4, Vers 3. Und ich möchte diesen Vers kurz mit euch lesen. In Jakobus 4, Vers 3 heißt es: „Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden.“
[2:28] Das heißt, wenn wir beten und wir sind nicht aufrichtig dabei, wir haben kein reines Herz, wir haben eigentlich böse Motive, dann wird Gott unser Gebet auch nicht erhören. Und es gibt auch eine andere Aussage in Jakobus 5, Vers 16, wo es heißt, dass das Gebet eines Gerechten viel vermag, sofern es ernstlich ist. Und diese Erfahrung habt ihr sicher schon gemacht, dass Gott Gebete nicht erhört, wenn man nicht wirklich ganz eins mit dem ist und ganz auf Gott gegründet ist.
[3:04] „Doch wahrlich, Gott hat erhört, er hat geachtet auf die Stimme meines Flehens. Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht abgewiesen, noch seine Gnade von mir gewendet hat.“ Und im Gegensatz dazu dürfen wir gewiss sein, dass wenn wir dieses reine Herz haben und zu Gott beten, dass er uns erhören wird und dass wir sicher sein dürfen, dass unsere Bitten bei ihm gut aufgehoben sind.
[3:30] Psalm 67, dem Vorsänger mit Saitenspiel, ein Psalmlied: „Gott sei uns gnädig und segne uns; er lasse sein Angesicht leuchten über uns, damit man auf Erden deinen Weg erkenne unter allen Völkern, dein Heil.“ Dieser erste Teil, der klingt doch tatsächlich ein bisschen wie der Aaronitische Segen, und wahrscheinlich habt ihr euch auch daran erinnert.
[3:57] Es heißt weiter: „Es sollen dir danken die Völker, oh Gott, alle Völker sollen dir danken. Die Nationen sollen sich freuen und jauchzen, weil du die Völker recht richtest und die Nationen auf Erden führst. Es sollen dir danken die Völker, oh Gott, alle Völker sollen dir danken. Das Land gibt sein Gewächs. Es segne uns Gott, unser Gott. Segne uns Gott, und alle Enden der Erde sollen ihn fürchten.“
[4:27] Es gibt ein paar Worte, die recht häufig in diesem Psalm vorkommen, wie „danken“ oder „die Völker“. Wir haben auch die Idee des Richtens, wir haben das Fürchten darin. Und alle diese Ideen und diese Ausdrücke und Wörter, die erinnern sehr stark an die dreifache Engelsbotschaft. Es sind viele Elemente davon in diesem Psalm enthalten. Auch die Schöpfung ist durch das Gewächs ausgedrückt, Nationen, die Völker. Das Danken ist wie das Ehren.
[5:02] Und wir sehen auch, dass dieser Psalm sehr schön komponiert ist. Vers 4 und Vers 6 sind identisch, und man kann so ein bisschen erahnen, wie die Struktur der Musik gewesen sein muss anhand der Dichtung, die wir hier haben. Die dreifache Engelsbotschaft findet sich nicht nur in Offenbarung 14. Sie finden die Ideen, die in den drei Engelsbotschaften aufgeschrieben sind, durch die ganze Bibel verteilt in verschiedenen Kapiteln, und der Psalm 67 ist ein Beispiel dafür.
[5:33] Psalm 68. Und ich ermutige euch, diesen Psalm mal außerhalb dieser Andachten für euch persönlich zu studieren. Da steckt unglaublich viel darin, und es lohnt sich, mal diese ganzen Bilder, die dort aufgeschrieben sind und die wir gleich lesen werden, wirklich im Detail zu untersuchen.
[5:55] Psalm 68, dem Vorsänger von David: „Es erhebt sich Gott, seine Feinde werden sich zerstreuen, und die ihn hassen, werden vor ihm fliehen.“ Das ist die Idee, die wir oft gehabt haben: Wenn Gott sich erhebt, geht es um das Gericht. Und „die ihn hassen, werden vor ihm fliehen. Wie Rauch vertrieben wird, so wirst du sie vertreiben; wie Wachs vor dem Feuer zerschmilzt, so werden die Gottlosen vergehen vor dem Angesicht Gottes.“
[6:24] Ihr merkt schon, es sind einige Ideen und Bilder aufgegriffen, die sich auch an anderen Stellen in der Bibel finden. Ich musste beim Vers 3 an Jesaja 44, Vers 22 denken, nämlich dass unsere Sünden vertrieben werden wie ein Nebel. Gott löst sie auf, wenn er vergibt. Und so geht es auch den Feinden Gottes: Wenn sie ausgelöscht werden, werden auch sie vergehen.
[6:49] Kann ja auch wieder die dreifache Engelsbotschaft drin. „Die Gerechten aber werden sich freuen und fröhlich sein vor Gottes Angesicht und jubeln vor Freude.“ Diese Idee findet sich wiederum in Jesaja 25, Vers 9. Und ich ermutige euch, das mal alleine nachzuschauen, weil ich nicht jeden Parallelvers lesen kann aus Zeitgründen.
[7:10] „Gott lobt, singt seinem Namen, macht Bahn dem, der durch die Steppen fährt! Jah ist sein Name, und frohlockt vor ihm!“ Hier haben wir so die Idee von Johannes dem Täufer, der ja auch durch die Steppen zieht und Bahn macht dem Evangelium, der frohen Botschaft, die dann kommt. Das ist zum Beispiel Jesaja 40, Vers 3, wo sich das auch, wo wir diese Idee wiederfinden.
[7:41] „Ein Vater der Waisen, ein Anwalt der Witwen ist Gott, der in seinem Heiligtum wohnt.“ Also, Gott ist ein Vater und Gott ist aber auch ein Anwalt. Und diese Ideen haben wir ja am Heiligtum: Gott den Vater und Jesus den Anwalt.
[7:59] „Ein Gott, der Vereinsamten ein Heim gibt, der Gefangenen hinausführt ins Glück, aber die Widerspenstigen wohnen in ihrem Land.“ Das ist eine sehr schöne Beschreibung von Jesus, denn genauso hat Jesus gehandelt. Er hat Vereinsamten Heim gegeben, er hat die Gefangenen, die in der Sünde gefangen waren und gefangen sind, hinausgeführt ins Glück, indem er sie befreit davon.
[8:26] „Wo Gott, als du auszogst vor deinem Volk her, als du durch die Wüste schrittest, da bebte die Erde, auch die Himmel troffen vor Gottes Angesicht, der Sinai dort vor Gott, dem Gott Israels.“ Wir tauchen jetzt ein in die Geschichte des Volkes Gottes und wie Gott sich an seinem Volk offenbart hat durch den Exodus.
[8:47] „Regen in Fülle hast du ausgegossen, oh Gott, dein Erbe; als es ermattet war, hast du es erquickt. Deine Herde wohnte darin; in deiner Güte, oh Gott, hast du es für die Elenden zubereitet.“ Und hier haben wir wieder so eine Idee aus einem Jesaja-Kapitel, und ich möchte diesen Vers auch tatsächlich mit euch lesen. Wir finden den in Jesaja 40, Vers 11, nämlich dass Jesus der Hirte ist: „Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Die Lämmer wird er in seinem Arm nehmen und im Bausch seines Gewandes tragen. Die Mutterschafe wird er sorgsam führen.“ Wir alle, du und ich, sind Lämmer Gottes.
[9:29] Und es ist nicht eine schöne Idee, dass Jesus uns in seinem Gewandbausch tragen wird, um uns zu bergen und zu beschützen, wie ein Lamm, das so hilflos ist und einfach blökt, wenn es alleine gelassen wird und wenn es weit und breit allein auf der Wiese steht und seine Mama aus dem Auge verloren hat. Dann nimmt Jesus das Schaf in seinen Gewandbausch und umgibt es. So ist unser Jesus.
[9:54] „Der Herr lässt sein Wort ergehen, groß ist die Schar der Siegesboten. Die Könige der Heerscharen, sie fliehen, ja, sie fliehen! Und die Bewohnerinnen des Hauses teilt Beute aus.“ Diese Idee finden wir im Buch Richter, nämlich in dem Siegeslied von Debora. Debora war eine ganz besondere Frau.
[10:19] In Richter 5 finden wir ihre Geschichte und ihr Siegeslied. Und sie hat nicht gezögert, wenn es darum ging, für das Volk zu kämpfen. „Wollt ihr zwischen den Hürden liegen?“, heißt es hier in Vers 14.
[10:34] Das heißt, wollt ihr einfach so faulenzen, wollt ihr euch da ausruhen? „Die Flügel der Taube sind mit Silber überzogen und ihr Gefieder mit schimmerndem Gold.“ Ja, was ist das für eine Metapher?
[10:49] Die Taube steht oft auch für das Volk Israel. Alleine mit Silber und Gold überzogene Taube, das ist etwas Besonderes, und es lohnt sich, das mal in der Tiefe zu studieren. Sogar die Taube wird reich sein. Die Taube ist eigentlich kein besonderes Tier, kein bedeutendes. Aber wenn schon sie mit Gold und Silber überzogen ist, was kann Gott dann erst anderen tun?
[11:18] „Als der Allmächtige die Könige dort zerstreute, da schneite es auf dem Zalmon.“ „Das Gebirge Baschan ist ein Gottesberg, das Gebirge Baschan ist ein gipfelreicher Berg.“
[11:30] Drei Berge haben wir hier in diesem Kapitel: Wir haben den das Gebirge Baschan, wir haben den Zalmon, wovon die Bibel sagt, sie sind sehr hohe Berge, und es sind Berge, wo darauf schneit. Ja, also sind sie hoch. Und wir haben den Berg Sinai, der doch ganz deutlich abfällt in seiner Höhe gegenüber diesen beiden anderen Bergen. Und man kann sich Gedanken machen, was damit gemeint ist.
[11:59] Und es scheint, als wenn Gott hier eine Symbolik gebrauchen möchte, dass nämlich Gott den Sinai erwählt hat, um sich dort zu offenbaren, um dort sein Gesetz dem Mose zu geben und seinem Volk. Er hat einen recht unbedeutenden Berg ausgewählt. Er hätte einen Zalmon oder Baschan auswählen können, oder das Gebirge von Baschan, um sich zu offenbaren und zu zeigen, was für ein großer Gott er ist. Aber er hat einen kleinen Berg ausgewählt.
[12:25] Und genauso hat Gott es mit den Völkern gemacht: Er hat nicht ein großes Volk ausgewählt, nicht die Syrer, nicht die Babylonier, sondern er hat das Volk Israel auserwählt, um sich an ihm zu offenbaren und seine Herrlichkeit zu zeigen. Und die Bibel und das Neue Testament kennt diese Idee auch, nämlich Paulus sagt, dass Gott sich in den Schwachen am besten offenbaren kann. Da kann seine Herrlichkeit am größten beweisen.
[12:53] Diese Idee möchte ich euch in den Tag entlassen, mit diesem Gedanken, dass Gott sich an den kleinen Dingen ganz groß zeigt. Lasst uns gemeinsam beten.
[13:03] Lieber Herr Jesus, du bist groß und gewaltig. Du bist ein Herrscher der Herrscher. Du hast das Universum geschaffen, du hast unsere Welt geschaffen. Wir müssen dir danken und dich fürchten und dich loben für all das, was du bist und was du getan hast und tust und tun wirst. Und wir bitten, dass du heute mit deinem mächtigen Arm uns durch den Tag leitest. In deinem Namen. Amen.
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