In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 69, 70 und 71. Sie spricht über Gottes Gerechtigkeit als Retter und die tiefe Zuversicht, die Gläubige in ihm finden können. Das Video ermutigt dazu, Gottes Fürsorge von der Geburt an zu erkennen, seine Taten der Gnade zu teilen und darauf zu vertrauen, dass er uns auch in schwierigen Zeiten und im Alter nicht verlässt.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 69:36-71:20
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute lesen wir zusammen die Seite 623, das ist Psalm 69, das Ende, Psalm 70 und 71. Wir wollen anfangen und davor zusammen beten.
[0:45] Lieber Herr Jesus, du bist gerecht, du bist ein gerechter Richter. Du bist unser Anwalt im Heiligtum und dafür danken wir dir. Wir können uns keinen besseren vorstellen. Wenn wir heute dein Wort lesen, Herr, dann lass uns verstehen durch den Heiligen Geist und sei uns ganz nah. Amen.
[1:04] Wir beenden den Psalm 69. Wir steigen ein in Vers 36: „Denn Gott wird Zion retten und die Städte Judas bauen, und man wird dort wohnen und sie besitzen. Und der Name seiner Knechte wird sie erben, der Same seiner Knechte wird sie erben, und die seinen Namen lieben, werden darin wohnen.“
[1:27] Was für eine schöne Beschreibung der Zukunft! Das ist etwas, worauf wir uns freuen dürfen, dass wenn wir diese Erde hinter uns lassen können, dass die bessere Erde auf uns wartet. Dass wir mit Gott zusammen auf dem Berg Zion leben werden und dass wir seinen Namen lieben und auf unseren Stirnen tragen werden. Das ist Ausdruck unserer Zugehörigkeit, dass wir Gottes Kinder sind.
[1:56] Psalm 70. Dem Vorsänger von David, zum Gedenken. Wir haben diesen Psalm in einem ganz fast identischen Wortlaut auch in Psalm 40, Vers 14 bis 18. Das könnt ihr mal nachprüfen.
[2:13] Vers 2: „Eile, Gott, mich zu retten, o Herr, mir zu helfen! Es sollen sich schämen und schamrot werden, die mir nach dem Leben trachten. Es sollen zurückweichen und zuschanden werden, die mein Unglück suchen. Es sollen sich zurückziehen wegen ihrer eigenen Schande, die sagen: „Ha, ha!“ Es sollen fröhlich sein und sich an dir freuen, alle, die dich suchen, und die dein Heil lieben, sollen allezeit sagen: „Groß ist Gott!““
[2:41] Hier haben wir diesen Kontrast von denen, die Gott ablehnen, dass sie sich schämen sollen, schamrot werden sollen, denn Gott wird sich nicht zu ihnen bekennen. Und auf der anderen Seite haben wir die, die Gott suchen, denn sie werden fröhlich sein. Das ist diese geistliche Fröhlichkeit, nicht ein Christ ist nicht so, dass er jeden Tag hüpfend und springend und Lieder singend durchs Leben geht, es ist einfach nicht die Realität. Aber es ist diese Freude im Heiligen Geist, dieser tiefe Friede, diese tiefe Zufriedenheit, die man als Christ haben darf, wenn man Jesus in seinem Herzen hat.
[3:23] Vers 6: „Ich aber bin elend und arm. Eile zu mir, meine Hilfe und mein Retter bist du, Herr, säume nicht!“
[3:34] Das ist ein bisschen wieder am Anfang, die Hilfe und der Retter, das haben wir genauso in Vers 2. Aber wir haben noch einen anderen Gedanken hier drin, nämlich: „Ich bin elend und arm.“ Das kennen wir auch aus Offenbarung 3 von der Gemeinde Laodizea. Doch im Gegensatz zu Laodizea erkennt hier der Psalmist seinen Zustand und bittet Gott um Hilfe und um Rettung, was Laodizea leider nicht oder sehr schleppend nur tut. Deswegen empfiehlt ja Gott die Medizin mit Augensalbe und den anderen Dingen.
[4:13] Aber wenn wir unseren Zustand erkennen, und das erkennen wir halt durch den Heiligen Geist, der an uns wirkt, wenn wir auf seine leise Stimme hören können, wenn wir im Gebet Gott suchen und sagen: „Prüfe mich, Herr!“, dann erkennen wir unseren Zustand. Dann können wir um Hilfe bitten und Gott wird uns helfen.
[4:32] Psalm 71: „Bei dir, Herr, suche ich Zuflucht. Lass mich niemals zuschanden werden! Rette mich durch deine Gerechtigkeit und befreie mich! Neige dein Ohr zu mir und hilf mir! Sei mir ein Felsenhorst, zu dem ich stets fliehen kann, der du verheißen hast, mir zu helfen! Denn du bist mein Fels und meine Burg. Mein Gott, befreie mich aus der Hand des Gottlosen, aus der Faust des Ungerechten und Gewalttätigen! Denn du bist meine Hoffnung, o Herr, du Herrscher, meine Zuversicht von meiner Jugend an.“
[5:17] Die Bitte um Befreiung findet sich gleich zweimal in diesen wenigen Versen. Und ich finde das Bild sehr interessant: aus der Hand der Gottlosen befreit werden zu wollen und auch aus der Faust. Eine Faust ist eine geschlossene Hand, eine Hand, die nicht aufgeht, aber Gott kann auch aus der Faust des Ungerechten seine Kinder befreien. Und wir lernen, dass der Psalmist von seiner Jugend an diesen tiefen Glauben, diese Erlösung angenommen hat.
[5:45] Vers 6: „Auf dich habe ich mich verlassen von Mutterleib an. Vom Mutterschoß an hast du für mich gesorgt. Mein Rühmen gilt dir allezeit.“
[5:57] Ja, nicht nur von der Jugend an, sogar noch früher beginnt Gottes Sorgen für uns Menschen. Wir müssen noch nicht einmal auf der Welt sein, wenn wir noch im Leib der Mutter sind, dann sorgt Gott schon für unser Wohlergehen. Ist das nicht eine schöne Idee?
[6:12] Vers 7: „Ich bin für viele wie ein Wunderzeichen, und du bist meine starke Zuflucht. Mein Mund soll erfüllt sein von deinem Lob, von deiner Verherrlichung allezeit.“
[6:26] Wenn wir Gott im Herzen haben, wenn wir erleben, dass Gott in unserem Leben etwas tut, dass er zum Guten wirkt, dann werden wir auch davon reden. Dann ist das auch eine Inspiration für andere.
[6:36] „Verwirf mich nicht in den Tagen des Alters, verlass mich nicht, denn meine Kraft nimmt ab! Denn meine Feinde reden von mir, und die meiner Seele auflauern, ratschlagen miteinander und sagen: „Gott hat ihn verlassen! Jagt ihm nach und ergreift ihn, denn es gibt keinen Retter!““
[6:56] Wenn wir in der Jugend, in der Kindheit mit Gott gewesen sind, es ist keine Selbstverständlichkeit, dass wir das ganze Leben mit Gott wandeln. Es muss unser tägliches Gebet sein, wie auch hier der Psalmist schreibt, dass Gott auch im Alter mit uns ist, dass er jeden Tag, jeden einzelnen Tag mit uns geht an unserer Seite.
[7:19] Vers 12: „O Gott, sei nicht fern von mir! Mein Gott, eile mir zu Hilfe! Es sollen sich schämen und vertilgt werden, die meine Seele anfeinden. In Schimpf und Schande soll sich hüllen, die mein Unglück suchen.“
[7:34] Wieder haben wir, wie in so vielen Psalmen, dieses, diesen, diese äußere Bedrängnis, die Feinde von außen, die einen bedrücken und bedrängen. Und das kann für uns auch ganz real sein, dass wir wirklich bedrückt und bedrängt werden von äußeren Feinden. Das kann aber auch geistlich sein, durch die Sünde, die auch ein Gegner ist, der besiegt werden muss.
[8:04] Vers 14: „Ich aber will beständig harren und noch mehr hinzufügen zu allem deinem Ruhm. Mein Mund soll erzählen von deiner Gerechtigkeit, von deinen Hilfserweisen Tag für Tag, die ich nicht zu zählen weiß.“
[8:19] Ich glaube, wenn wir mal auf unser Leben zurückblicken werden, hier auf der Erde oder auch wenn wir im Himmel dann sind und zurückblicken dann auf unser Leben, werden wir sagen: „Ich kann gar nicht zählen, wie oft Gott mir geholfen hat, wie oft er mich erlöst hat oder wie oft er mir Sünden vergeben hat, mich rausgeholt hat aus Schwierigkeiten.“ Wir können wahrscheinlich, für niemand von euch, eine Strichliste darüber, wie oft Gott einem geholfen hat. Wir können gar nicht wirklich zählen, und umso dankbarer müssen wir sein, dass Gott es jedes Mal aufs Neue tut.
[8:56] Und wie wir ihm danken können, sagt der Vers auch, nämlich, dass wir von seiner Hilfe, von seiner Gnade anderen erzählen. Und dadurch gereicht noch mehr Ruhm zu Gott. Dadurch wird er gerühmt.
[9:16] Vers 16: „Ich will kommen in der Kraft des Herrn, des Herrschers. Ich will rühmen deine Gerechtigkeit, dich allein! Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf, und bis hierher verkündige ich deine Wunder. Und auch wenn ich alt werde, wenn mein Haar ergraut, verlass mich nicht, o Gott, bis ich deinen Arm verkündige dem künftigen Geschlecht, deine Macht allen, die noch kommen sollen!“
[9:36] Wieder die Idee des Alters, wie wir es in Vers 9 gefunden haben. „Und deine Gerechtigkeit, Gott, reicht bis zur Höhe, denn du hast Großes getan. O Gott, wer ist dir gleich, der du uns viel Not und Unglück sehen lassen? Du machst uns wieder lebendig und holst uns wieder herauf aus den Tiefen der Erde.“
[9:59] Wenn wir als Gläubige, als Christen noch manchmal schwierige Zeiten durchmachen, wenn wir das Gefühl haben, wir müssen Schreckliches sehen, uns widerfährt Furchtbares, dann dürfen wir diese Verheißung wirklich im Herzen tragen, dass Gott uns wieder lebendig macht und uns wieder aus den Tiefen der Erde herausholt. Wie es auch in Psalm 23 so schön heißt, dass wir durch das Tal des Todesschattens gehen, aber dass Gottes Stecken und Stab uns trösten. Gott verlässt uns nicht, auch wenn es manchmal so scheint. Auch Jesus ging es so, aber auch Jesus hat Gott der Vater nicht verlassen, und wie viel weniger wird er auch seine Kinder verlassen. Lasst uns dafür beten.
[10:46] Lieber Herr Jesus, hilf, dass wir Tag für Tag die Abhängigkeit von dir erfahren, darin leben. Und dass wir auch von der Hilfe, die uns zuteil wird, anderen erzählen, damit du noch mehr gerühmt wirst. Herr, lass uns heute deine unzählbaren Gnadenerweise erfahren, erleben und dadurch ermutigt werden. Amen.
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