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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Dieses Video der Serie „Gott auf meiner Seite“ behandelt die Psalmen 74 und 75. Rabea Kramp beleuchtet die prophetische Beschreibung der Zerstörung Jerusalems und die Identitätskrise von Gottes Volk, die dazu führte. Sie betont Gottes Gerechtigkeit, die Prüfungen zulässt, aber auch seine unendliche Barmherzigkeit als Richter, Erlöser und Anwalt, der Vergebung durch Jesus Christus bereithält.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute wollen wir die Seite 626 gemeinsam lesen, dort in Psalm 74 und 75, und davor zusammen beten.

[0:42] Lieber Herr Jesus, wir danken dir, dass du mit uns durch die guten Seiten, aber vor allem auch durch die schlechten Zeiten in unserem Leben hindurchgehst, dass du die Täler des Todesschattens mit uns zusammen durchschreitest, dass wir wissen dürfen, dass du uns nie verlässt. Amen.

[1:03] Wir beginnen heute in Psalm 74, Vers 3. Wir haben dort gestern gelesen die Frage: Warum ist Gott zornig mit seinen Schafen, seinem Volk, seinen Kindern? Und wir wollen heute ein bisschen studieren, worüber dieser Psalm geht, denn er ist sehr prophetisch und beschreibt eine Zeit, die von Davids Zeit ausgesehen noch in der Zukunft liegt.

[1:33] Vers 3: "Ich hebe deine Schritte zu dem Ort, der so lange in Trümmern liegt. Alles hat der Feind verderbt im Heiligtum." Mit diesem Vers ist die Stadt Jerusalem gemeint. Jerusalem wurde zerstört durch die Feinde Gottes, durch die Babylonier, die die Geräte aus dem Heiligtum sogar entfernt haben. Der Feind hat sogar das Heiligtum kaputtgemacht.

[1:59] "Deine Widersacher brüllen in deiner Versammlungsstätte. Sie haben ihre Banner als Zeichen aufgestellt." Ein Banner stellt man auf, wenn man sagt: "Das ist meins, das gehört mir." Ja, wenn man ein Zeichen setzen will, seine Fahne darauf steckt, dann ist es in Besitz genommen, der Grund und Boden.

[2:18] "Es sieht aus, als schwänge man oben im Dickicht des Waldes die Axt, und jetzt schlagen sie all ihr Schnitzwerk mit Beilen und mit Hämmern. Sie stecken dein Heiligtum in Brand, sie entweihen die Wohnung deines Namens bis auf den Grund." Ein sehr trauriges Ereignis, was später ja tatsächlich passiert ist, dass Gottes Heiligtum kaputt gemacht wurde, niedergebrannt wurde. Dieser wunderbare Tempel, den David vorbereitet und Salomo dann gebaut hat, dass dieses wunderbare Bauwerk einfach dem Erdboden gleichgemacht wurde, ein Zeugnis für Gottes Größe.

[2:57] Vers 8: "Sie sprechen in ihrem Herzen: 'Lasst uns sie alle unterdrücken!' Sie verbrennen alle Versammlungsstätten Gottes im Land. Unsere eigenen Zeichen sehen wir nicht. Es ist kein Prophet mehr da, und niemand bei uns weiß, wie lange."

[3:14] Ja, warum ist dies alles passiert? Warum hat Gott das zugelassen? Gott hätte es ja verhindern können, aber Gottes Volk hatte eine Identitätskrise. Sie haben Gott verlassen, sie haben anderen Götzen gedient. Sie haben eigentlich nicht mehr Gott gedient, sie haben nicht mehr gewusst, warum sie die Opferdienste und den Heiligtumsdienst tun. Sie haben den eigentlichen Sinn der Sache aus den Augen verloren. Es war nur noch Tradition.

[3:47] Und Gott hat immer wieder Propheten geschickt, um sie zu warnen, um sie herauszuholen aus dieser Sünde und aus dieser Identitätskrise. Aber sie haben nicht gehört auf die Propheten. Und am Ende musste Gott bis zum Äußersten gehen, und das Heiligtum ist dabei mit kaputt gegangen.

[4:12] Vers 10: "O Gott, wie lange darf der Widersacher höhnen? Soll der Feind deinen Namen immerfort lästern? Warum ziehst du deine Hand zurück, deine Rechte? Ziehe sie hervor aus deinem Gewand, mache ein Ende!"

[4:25] "Gott ist ja mein König von Urzeit her, der Rettung gab in diesem Land. Du teilst das Meer durch deine Kraft, du zerschlugst die Köpfe der Drachen auf dem Wasser." Das ist die Geschichte vom Exodus. "Du zerschmettertest die Häupter des Leviathan, du gabst ihnen, dem Volk der Wüstenbewohner, zur Speise. Du ließest Quellen und Bäche hervorbrechen, du trocknetest Ströme, die sonst beständig fließen. Dein ist der Tag, dein ist auch die Nacht, du hast den Mond und die Sonne bereitet. Du hast alle Grenzen des Landes festgesetzt, Sommer und Winter hast du gemacht."

[5:03] Die Natur gehorcht Gott oft mehr als die Menschen Gott gehorchen, und das ist hier ein Sinnbild dafür. Gott hat die Elemente im Griff, aber die Herzen, die können selber entscheiden. Wir haben eine Entscheidungsfreiheit von Gott bekommen, und das ist ein großes Gut, das Gott uns geschenkt hat, und es ist gleichzeitig Ausdruck seiner Gerechtigkeit, dass er uns nicht wie Roboter gemacht hat, sondern dass wir entscheiden, wem wir dienen und gehorchen wollen.

[5:31] Aber diese Gefahr und dieses Risiko, dass Gott eingegangen ist, das ist halt ja auch oft nicht gut ausgegangen, und Gottes Volk war hier mit der babylonischen Gefangenschaft an einem Punkt angekommen, wo Gott wirklich sich zurückgezogen hat, wie es in den Versen steht. Und Vers 3 haben wir gelesen, dass dein Ort, damit ist das Heiligtum gemeint, lange in Trümmern liegt, und es war wirklich eine lange Zeit, dass das Heiligtum nicht wieder aufgebaut wurde und aufgebaut werden konnte.

[6:12] Vers 18: "Gedenke daran, Herr, wie der Feind dich schmäht und wie ein verächtliches Volk deinen Namen lästert. Gib die Seele deiner Turteltaube – damit ist Israel gemeint – nicht dem Raubtier preis, den Assyrern und Babyloniern, und vergiss das Leben deiner Elenden nicht für immer. Schau hin auf den Bund, denn die Schlupfwinkel des Landes sind voll Räuberhöhlen."

[6:37] 70 Jahre war Gottes Volk in Gefangenschaft, und das war der kürzeste Abschnitt, den Gott wählen konnte, den er aber wählen musste, damit sie den Götzendienst ein für alle Mal sein lassen. Gott hat sie nicht 700 Jahre in Gefangenschaft gegeben, sondern 70.

[6:57] Gott ist nicht ein Gott, der Freude hat an Strafe und an Prüfung. Gott gibt die kleinsten nötigen Prüfungen uns Menschen auf, damit wir den Punkt lernen können, den wir lernen sollen. Genauso war es im Garten: Gott hat einen Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen in das Paradies gesetzt, hat eine Zeit lang diese Prüfung zugelassen und hätte den Baum dann wieder entfernt, wenn Adam und Eva die Prüfung bestanden hätten. Aber in diesem Zeitraum, wo der Baum da stand, sind sie gefallen, leider.

[7:35] Wir lernen auch in Vers 19, dass Gott nicht für immer straft. Gott gibt eine begrenzte Begrenzung.

[7:45] Vers 20: "Schau hin auf den Bund, denn die Schlupfwinkel des Landes sind voll Räuberhöhlen. Lass den Unterdrückten nicht beschämt davongehen, sondern lass die Elenden und Armen deinen Namen preisen. Steh auf, Gott, führe deine Sache hinaus – damit ist wieder das Gericht gemeint – gedenke an die Schmähung, die täglich von dem Schändlichen widerfährt. Vergiss nicht das Geschrei der Widersacher, den Lärm deiner Feinde, der ständig emporsteigt."

[8:13] Der Psalmist sagt hier: "Gott, nicht nur um unseretwillen, sondern auch um deinetwillen, damit dein Name nicht länger in den Schmutz getreten wird und nicht länger ihr Schändliches vorgeworfen wird. Zeige dich mächtig und lass doch dein Heiligtum und dein Volk wieder aufstehen!"

[8:33] Psalm 75: "Dem Vorsänger. Verdirb nicht. Ein Psalmlied von Asaf."

[8:39] "Wir danken dir, Gott, wir danken dir! Dein Name ist nahe, man verkündet deine Wundertaten. Wenn ich finde, dass die Zeit da ist, so werde ich recht richten. Mag die Erde wanken und all ihre Bewohner, ich aber habe ihre Säulen festgestellt." Das ist eine schöne Verheißung, ein schöner, tröstender Vers, dass wenn alles wankt und wenn die Zeit des Gerichtes da ist, nämlich die Wiederkunft, dann hält Gott doch die Bewohner, die er erlösen möchte, in seiner Hand. Sie gehen nicht verloren.

[9:15] "Ich sprach zu den Übermütigen: 'Seid nicht übermütig!' Und zu den Gottlosen: 'Erhebt nicht das Horn! Erhebt euer Horn nicht hoch, redet nicht mit frechem, emporgestrecktem Hals!'"

[9:29] "Denn weder von Osten noch von Westen, auch nicht von der Wüste her kommt Erhöhung, sondern Gott ist der Richter. Den einen erniedrigt er, den anderen erhöht er." Mit diesem Gedanken möchte ich euch in den Tag entlassen, dass Gott der Richter ist, der das Gute sieht und auch das Schlechte sieht und alles aufschreibt und in ein Gericht bringt.

[10:00] Aber genauso ist Gott unser Anwalt, der all das, worum wir uns um Vergebung bitten, mit seinem Blut überstreicht, und diese Dinge gelangen nicht mehr ins Gericht. Lasst uns die Vergebung heute in Anspruch nehmen, die Jesus in seinem Heiligtum für uns bereitet hat.

[10:19] Lasst uns beten.

[10:22] Lieber Herr Jesus, wir möchten heute in der Gewissheit leben, dass du ein Gott bist, der vergibt, und dass du ein Gott bist, der schnell ist zur Erlösung, dass du sofort hörst, wenn wir darum bitten, dass du unsere Seele aus der Schmach wieder hervorholst und aus dem Schlamm der Sünde. Herr, wir danken dir, dass du so wunderbar bist, dass du dieses Gebet sofort erfasst und uns errettest.
[10:52] [Musik]


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