In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ schließt Rabea Kramp Psalm 81 ab und widmet sich anschließend Psalm 82 und 83. Sie beleuchtet Gottes Wunsch nach ungeteiltem Gehorsam und die Segnungen, die daraus entstehen. Zudem erklärt sie die Rolle Gottes als gerechter Richter und ermutigt dazu, im Kampf gegen die Sünde auf Gottes Kraft zu vertrauen, selbst wenn man sich schwach fühlt.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 81:8-82:13
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:31] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute lesen wir die Seite 632 und beten zuvor gemeinsam. Herr, lieber Gott, wenn du dich erweist, wenn du deine Macht zeigst, dann erzittert alle Welt, Herr. Dann bleibt nichts bestehen, was nicht bestehen soll. Du bist so groß, du beherrschst das ganze Universum. Und wie viel mehr beherrschst du unser Leben und alles, was passiert, ist von dir geleitet und gelenkt. Und es ist eine schöne Gewissheit, die wir haben, dass dir nichts entgeht. Und dafür danken wir dir. Amen.
[1:07] Wir beenden heute den Psalm 81 und starten in Vers 8: „Als du mich anriefst in der Not, da brachte ich dir Rettung. Ich antwortete dir im Donnergewölk und prüfte dich am Haderwasser.“
[1:25] Dieses Haderwasser, das wissen wir, das war das Wasser Meriba. Mehr über diese Geschichte finden wir in den Büchern Mose. Und dort hat Gott das Vertrauen seines Volkes geprüft. Er wollte wissen, ob sie Gott einfach nur um Hilfe bitten, weil sie jetzt ihren Willen haben wollen oder dem Elend zu entkommen, oder ob sie Gott wirklich bitten wollen, weil sie ihn als Gott anerkennen und ihm gehorsam sein wollen. Deswegen hat er sie geprüft. Und der Vers 8 – so ein schöner Vers, der auch ganz besonders zeigt, dass Gott antwortet, wenn wir um Rettung schreien, wenn wir wirklich seine Hilfe benötigen, dann ist Gott nicht fern. Vers 9: „Höre, mein Volk, ich will dich ermahnen, Israel, wenn du mir noch Gehör schenken wolltest! Kein anderer Gott soll bei dir sein und einen fremden Gott bete nicht an. Ich bin der Herr, dein Gott, der dich herausgeführt hat aus dem Land Ägypten. Tu deinen Mund weit auf, so will ich ihn füllen.“
[2:38] Wir haben in den Zehn Geboten den Gedanken, dass Gott ein eifersüchtiger Gott ist. Gott möchte gern der einzige Gott in deinem Leben sein und in meinem Leben. Und den Gedanken finden wir hier auch in den Versen neun und zehn wieder. Gott möchte, dass unser Herz ungeteilt ist, dass wir nicht zwei Herren dienen. Und wir sollen unseren Mund weit auftun. Das erinnert ein bisschen an dieses Bild von kleinen jungen Vögeln, die gerade geschlüpft sind, im Nest sind, ihren Schnabel weit aufsperren, damit sie gefüttert werden können. So möchte Gott, dass wir sind. Er möchte, dass wir bereitwillig sein Wort und seine Botschaften aufnehmen und danach schreien und danach verlangen. Vers 12: „Aber mein Volk hat meine Stimme nicht gehorcht, und Israel war mir nicht zu Willen. Da gab ich sie dahin, die Verstocktheit ihres Herzens, dass sie wandelten nach ihrem eigenen Rat.“
[3:33] Ja, leider haben die Menschen es bevorzugt, ihrem eigenen Verstand mehr zu gehorchen als Gott. Und wenn es hier heißt, dass Gott sie gab und die Verstocktheit ihres Herzens, und ja, wir diese Geschichte vom Pharao aus Ägypten im Hinterkopf haben, von dem es heißt, da verstockte Gott das Herz des Pharao, dann wird doch auch in diesem Vers deutlich, dass Gott nicht einem anderen Menschen ein verstocktes Herz gibt, sondern dass er der Verstocktheit kein Einhalt gebietet, dass er es so belässt, wie der Mensch es sich wünscht. Wenn er verstockt werden will, dann lässt Gott ihm auch diese Freiheit, falsch zu liegen.
[4:20] „O, dass doch mein Volk mir gehorsam wäre und Israel in meinen Wegen wandelte! Der Wunsch Gottes: Wie bald wollte ich ihre Feinde demütigen und meine Hand wenden gegen ihre Widersacher!“
[4:38] Gott möchte, dass wir ihm gehorchen. Und uns entgehen unglaublich viele Segnungen, immer dann, wenn wir nicht mit Gott zusammen an einer Seite kämpfen, wenn wir nicht auf Gottes Rat hören, wenn wir nicht nach seinen Geboten wandeln, dann entgehen uns Wunder, entgehen uns Segnungen, die Gott eigentlich vorbereitet hat. „Die den Herrn hassen, müssten sich ihm schmeichelnd unterwerfen. Ihre Zeit aber würde ewiglich währen. Er würde sie mit dem besten Weizen speisen, ja, mit Honig aus dem Felsen würde ich dich sättigen.“ Der Lohn dafür, dass wir uns an Gott halten, ist immer der Überfluss. Niemand, der sich Gott anvertraut, der Gott gehorcht, der das tut, was Gott möchte, der leidet Mangel. Man bekommt die Segnungen Gottes im Überfluss.
[5:35] Psalm 82. Wieder ein Psalm: „Gott steht in der Gottesversammlung, inmitten der Mächtigen richtet er: ‚Wie lange wollt ihr ungerecht richten und die Person des Gottlosen ansehen? Schafft Recht den Geringen und der Waise, den Elenden und Armen lasst Gerechtigkeit widerfahren! Befreit den Geringen und Bedürftigen, rettet ihn aus der Hand des Gottlosen! Aber sie erkennen nichts und verstehen nichts, sondern wandeln in der Finsternis. Es wanken alle Grundfesten der Erde. Ich habe gesagt: Ihr seid Götter und allesamt Söhne des Höchsten. Dennoch solltet ihr sterben wie ein Mensch und fallen wie einer der Fürsten. Mache dich auf, Gott, richte die Erde! Denn du bist Richter über alle Völker!‘“
[6:29] Dieser Psalm ist nicht ganz so einfach zu verstehen, und wir müssen ein bisschen einsteigen hier in das Hebräische. Aber nur ein ganz klein bisschen. Wenn es hier heißt: „Gott steht in der Gottesversammlung, inmitten der Mächtigen,“ dann müssen wir wissen, dass die Mächtigen hier im Hebräischen „Elohim“ heißen. Also, Gott steht inmitten seiner Elohim. Menschen werden hier sozusagen als „Götter“ bezeichnet. Und sie bekommen diesen sehr ehrenhaften Begriff, weil Gott deutlich machen möchte, dass sie am Gericht auch teilhaben, dass sie auch das Gericht verstehen sollen. Gott möchte uns das Gericht erklären. Das wissen wir aus der Offenbarung und dem Buch Daniel, dass Gott Gericht halten wird während der 1000 Jahre und den Erlösten erklären wird, warum er wie gehandelt hat. Also, er möchte auch immer, dass seine Geschöpfe das Gericht nachvollziehen können.
[7:38] In Vers 3 finden wir Anklänge aus dem Buch Jesaja, dass Gott den Geringen und den Waisen und den Elenden und Armen Gerechtigkeit widerfahren lassen soll. Auch ein Teil des Gerichtes: nicht nur, dass jemand verurteilt wird, sondern auch, dass jemand zurechtkommt und Recht verschafft bekommt, der benachteiligt ist. Und in Vers 6 heißt es: „Ich aber habe ich habe gesagt: Ihr seid Götter und allesamt Söhne des Höchsten. Dennoch solltet ihr sterben wie Menschen.“
[8:18] Und wir werden – Gott wird „Erbherr“ genannt in Vers 8. Dieser Begriff „Erbsohn“ oder „Erbe“ zu seiner Person ist eigentlich eine Idee, die im Alten Orient ganz gang und gäbe war. Und so finden wir ja auch in der Bibel wieder, dass der Erstgeborene ist der Sohn, der den Hauptteil erbt, der das Erstgeburtsrecht erbt. Und dennoch wird hier deutlich, dass die Menschen aufgrund der Sünde und aufgrund der Unvollkommenheit, die sie haben, nicht selbst Richter sein können. Deswegen braucht es Gott, der Herr, der richtet, der der Richter ist, der sich aufmachen muss, wie es in Vers 8 heißt, der sich aufmacht, um die Erde zu richten. Denn am Ende kann niemand von uns den anderen richten. So heißt es auch im Neuen Testament: „Richte nicht, auf dass du nicht gerichtet werdet.“ Überlassen wir Gott, wie er über die Herzen und Motive der Menschen richtet.
[9:25] Psalm 83, ein Psalmlied von Asaf: „Bleibe nicht ruhig, Gott, schweige nicht still und sei nicht stumm, Gott! Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, erheben das Haupt. Sie machen listige Anschläge gegen dein Volk, verabreden sich gegen deine Schutzbefohlenen.“
[9:42] Es geht hier um eine Verschwörung. Sie sprechen: „Kommt, wir wollen sie vertilgen, dass sie kein Volk mehr seien, dass an den Namen Israel nicht mehr gedacht werde!“ Das war das, was sie im Hinterkopf hatten, die Feinde Gottes, das Volk Gottes auszurotten.
[10:04] Vers 6: „Ja, sie haben einen einmütigen Beschluss gefasst, sie haben einen Bund gegen dich beschlossen: die Zelte Edoms und die Ismaeliter, Moab und die Hagariter, Gebal und Ammon und Amalek, das Philisterland mit den Bewohnern von Tyrus. Assur hat sich ihnen angeschlossen und ist den Söhnen Lots ein Beistand geworden.“
[10:24] Diese Aufzählung von ja eigentlich Nachbarvölkern des Landes Israel und des Volkes Israel ist eigentlich ein ja Konglomerat der Feinde Gottes, der Heiden, und soll ja eigentlich ausdrücken, dass die Feinde sich zusammengeschlossen haben, gegen das Volk Gottes zu kämpfen. Sie haben eine Verschwörung geschlossen, das Volk Gottes auszurotten. Vers 10: „Mach es mit ihnen wie mit Midian, wie mit Sisera, wie mit Jabin am Bach Kischon, die vertilgt wurden in En-Dor zu Dünger wurden für Ackerfeld. Mache ihre Edlen wie Oreb und Zeeb, und alle ihre Fürsten wie Sebach und Zalmunna, die Fürsten, die da sagen: ‚Wir wollen für uns in Besitz nehmen die Wohnungen Gottes!‘“
[11:12] Der Psalmist wünscht sich, dass Gott diese Feinde, diese Heiden, genauso zunichtemacht wie einst die Männer, die hier aufgezählt werden. Gehen wir das einmal durch. Sisera wurde umgebracht durch eine sehr mutige Frau, nämlich Jaël. Jabin wurde zugrunde gerichtet durch Barak und Debora. Oreb und Zeeb und auch Sebach und Zalmunna wurden durch Gideon umgebracht. Und sowohl Jaël als auch Debora als auch Gideon und die Wenigen, die mit Gideon gekämpft haben, sind alles Beweise dafür, dass hier Menschen ausgewählt wurden, die schwach waren oder für schwach gehalten wurden. Denn wer hätte es einer Frau wie Jaël oder einer Frau wie Debora zugetraut, dem Volk Gottes vorzustehen, das Volk Gottes zu ermutigen zum Kampf, oder ja, einen mächtigen Feldherrn umzubringen, einfach nur indem man ihn mit einem Pflock durch den Schädel umbringt? Barak, der ganz schwach ein schwacher Mann war, der sich nicht zugetraut hat, allein das Volk Gottes anzuführen und Debora an seine Seite geholt hat. Und auch Gideon, der mit so Wenigen alleine war. Und hier zeigt sich, dass Gott nicht viele braucht, um sein Volk zu befreien, sondern Wenige, die aber sehr ergeben sind, die mutig sind. Und das soll uns Mut machen für unser eigenes Leben, für die Feinde, gegen die wir kämpfen – gegen die Sünde. Dass wir nicht viel Kraft brauchen, aber die Kraft, die wir bekommen, die kommt von Gott. Und wenn wir die Kraft von Gott bekommen, dann können wir diese Feinde in unserem Leben, die Sünde, auch bezwingen, auch wenn wir selber schwach sind, weil die Kraft Gottes immer in den Schwachen mächtig ist. Lasst uns beten.
[13:21] Lieber Gott, danke, dass deine Kraft so unendlich ist, dass du den Satan ja eigentlich schon besiegt hast am Kreuz und wir nur in deinen Fußstapfen wandeln müssen, um in diesem Schatten des Sieges zu wandeln, dass du uns Sieg schenken möchtest über die Sünde jeden einzelnen Tag. Dafür danken wir dir und darum bitten wir dich in deinem Namen. Amen.
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