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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Andacht beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 83, 84 und 85. Sie spricht über Gottes Gerechtigkeit gegenüber seinen Feinden und seine liebevolle Gegenwart für die Gläubigen, die im Heiligtum leben. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verheißung, dass Gott aus Schwierigkeiten Segen schafft und wie am Kreuz Gnade, Wahrheit, Gerechtigkeit und Friede sich begegnen. Die Botschaft ermutigt dazu, Gott zu vertrauen und Sünder von der Sünde zu unterscheiden, um verlorene Seelen zu Jesus zu führen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf einer Seite“. Heute lesen wir zusammen die Seite 633 und beginnen in Psalm 83. Und bevor wir das tun, wollen wir zusammen beten.

[0:44] Lieber Herr Jesus, du kümmerst dich um uns in den guten Zeiten, aber vor allem auch in den schlechten Zeiten. Du trägst uns durch schwierige Situationen hindurch und segnest uns auch in den Tagen, wo wir es vielleicht nicht so merken, aber in der Zukunft, wenn wir hinter uns blicken, dann werden wir sehen, wie sehr du uns gesegnet hast. Und dafür möchten wir dir jetzt schon danken. Amen.

[1:12] Wir beginnen im Psalm 83 und dort Vers 14. Wir haben bereits gelesen, dass es in diesem Psalm um die Feinde Gottes geht und wie Gott sich um die Feinde kümmert.

[1:27] Es heißt: „Mein Gott, lass sie sein wie ein Blätterwirbel, mache sie wie Stoppeln vor dem Wind, wie ein Feuer, das den Wald verbrennt, und wie eine Flamme, welche die Berge versengt. So verfolge sie mit deinem Ungewitter und schrecke sie mit deinem Sturmwind. Bedecke ihr Angesicht mit Schande, dass sie nach deinem Namen fragen, o HERR. Lass sie beschämt und erschreckt werden für immer. Lass sie zunichtewerden und umkommen, damit sie erkennen, dass du, dessen Name HERR ist, allein der Höchste bist über die ganze Erde.“

[2:08] Gott wird sich als Gott erweisen. Er tut es jetzt schon an jedem einzelnen Tag, aber er tut es vor allem am Ende, wenn er wiederkommt und dadurch zeigt, dass er der König über alles ist, nicht über diese Erde, sondern über das ganze Universum. Dann werden die Feinde im wahrsten Sinne des Wortes erschrecken und die Berge werden zittern, und alle werden ihr Angesicht bedecken mit Schande und sich wünschen, dass sie vergehen werden.

[2:32] Weil für alle, die Gott nicht lieb haben, ist diese Erscheinung etwas Furchtgebietendes, etwas Schreckliches. Aber für alle, die Gott lieb haben und ihn in ihrem Herzen tragen, ist dieser Anblick das Schönste, was sie je gesehen haben, und die Sehnsucht, die wir alle in uns tragen, dass wir Jesus wiedersehen möchten, die wird dann gestillt werden.

[2:54] Psalm 84. Dem Vorsänger auf der Gittith von den Söhnen Korahs. Ein Psalm.

[3:03] „Wie lieblich sind deine Wohnungen, o HERR der Heerscharen! Meine Seele verlangte und sehnte sich nach den Vorhöfen des HERRN. Nun jubeln mein Herz und mein Leib dem lebendigen Gott zu.“

[3:15] Wir haben wieder, wie so oft in den Psalmen, hier das Thema Heiligtum. Die Wohnungen, die Wohnungen Gottes, die werden als lieblich beschrieben.

[3:31] Und für alle, die in der Bibel das Heiligtum wirklich auch als Zentrum des Glaubens feststehen, die werden immer wieder auf Anspielungen treffen. Und so ist es in dem Psalm ganz oft der Fall, dass David, dem ja das Heiligtum auch so wichtig war, dass er auch immer wieder das Heiligtum erwähnt. Und er wünscht sich, im Heiligtum zu sein und dort zu wohnen.

[3:54] Und die gute Nachricht ist: Wir können das jetzt schon machen. Wir können jetzt im Glauben im Heiligtum leben. Wir können am Brandopferaltar das Opfer Jesu für uns in Anspruch nehmen. Wir können im Waschbecken erleben, wie wir gereinigt werden von der Sünde, nicht nur durch die Taufe, die ja natürlich der beste Ausdruck dessen ist, was dort passiert, aber auch in der Fußwaschung und immer wieder, wenn wir von der Sünde reingewaschen werden von Gott.

[4:22] Wir können am Schaubrot-Tisch vom Wort Gottes leben, indem wir täglich in der Bibel lesen. Wir können den Heiligen Geist täglich empfangen am Leuchter. Wir können unsere Gebete aufsteigen lassen am Räucheraltar. Und wir können die Gesetze Gottes in unseren Herzen haben, die in der Bundeslade verborgen liegen. Und wir können die Gegenwart Gottes in der Schechina in unserem Leben spüren, wenn wir merken: Gott ist mit uns. So können wir täglich im Heiligtum leben und in Gedanken immer dort in Gottes lieblichen Wohnungen.

[4:57] Vers 4: „Hat doch der Sperling ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für sich, wo sie ihre Jungen hinlegen kann: deine Altäre, HERR der Heerscharen, mein König und mein Gott!“

[5:08] Ja, sogar die Vögel, sogar die Tiere mögen in Gottes Gegenwart, in Gottes Wohnung wohnen. „Wohl denen, die in deinem Haus wohnen, sie preisen dich allezeit.“ Gottes Haus ist ein schöner Ort.

[5:23] Ich weiß nicht, ob du ein Mensch bist, der sein Haus gern öffnet für andere, der gastfreundlich ist, der gerne Menschen um sich hat, oder ob du vielleicht auch ein Mensch bist, der selber erfahren hat, dass jemand sein Haus geöffnet hat und du hast dort ein Zuhause gefunden, vielleicht für eine Weile, es war eine kurze Zeit, oder vielleicht auch nur für einen Tag. Dann kennst du diese Erfahrung von der einen oder anderen Seite, wie es ist, wenn man sein Haus öffnet oder in ein geöffnetes Haus kommt und was für schöne Gemeinschaft man dann haben kann. Und wir können Gott auch ganz im Kleinen, indem wir so etwas tun, darin widerspiegeln.

[6:04] „Wohl dem Menschen, dessen Stärke in dir liegt, wohl denen, in deren Herzen geplante Wege sind! Denn solche, die durch das Tal der Tränen gehen, machen sie es zu lauter Quellen, und der Frühregen bedeckt es mit Segen.“

[6:21] Was für ein schöner Vers, dieser Vers 7! Das Tal der Tränen. Wenn wir durch Schwierigkeiten gehen und wir haben Gott an unserer Seite und Gott begleitet uns, dann macht Gott aus Schwierigkeiten einen Segen. Er lässt uns nicht umsonst durch Tränen und durch Täler gehen, sondern er hilft uns nicht nur uns ganz persönlich, sondern er lässt uns auch ein Segen für andere sein und ein Licht für andere.

[6:50] „Sie schreiten von Kraft zu Kraft, erscheinen vor Gott in Zion.“

[6:58] Dieser Ausdruck, von Kraft zu Kraft zu schreiten, der hat mich an eine Aussage im 5. Mose 28 erinnert, und die möchte ich euch kurz vorlesen, den Vers 13: „Und der HERR wird dich zum Haupt setzen und nicht zum Schwanz, und es wird mit dir immer nur aufwärts gehen und nicht abwärts, wenn du den Geboten des HERRN, deines Gottes, gehorchst, die ich dir heute gebiete, dass du sie bewahrst und tust.“

[7:22] Diese Eigenschaft oder diese Erfahrung, von Kraft zu Kraft zu gehen, die hängt davon ab, dass wir in Gottes Geboten wandeln, dass wir wirklich auf Gott hören, auf seinen Rat, dass wir sein Wort zum Maßstab unseres Lebens machen. Und dann verheißt uns Gott: Wir werden von Kraft zu Kraft gehen, dann werden wir nicht abwärts gehen, wir werden wirklich immer aufwärts gehen und ihm immer mehr ähnlich werden, immer mehr dem Himmel entgegengehen.

[7:51] „HERR, Gott der Heerscharen, höre mein Gebet! Du, Gott Jakobs, achte darauf! Gott, unser Schild, sieh doch, blick auf das Angesicht deines Gesalbten! Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ich will lieber an der Schwelle im Haus meines Gottes stehen, als wohnen in den Zelten der Gottlosen.“

[8:13] Und wieder haben wir am Ende dieses Psalms das Heiligtum zum Thema. In den Vorhöfen, es ist besser, selbst auf der Schwelle des Hauses Gottes zu sein, es ist besser als in den geschmückten und pompösen Wohnungen der Gottlosen. Lieber dort an der Schwelle stehen, dort ist das Herz geborgen.

[8:34] „Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild. Der HERR gibt Gnade und Herrlichkeit. Denen, die in Lauterkeit wandeln, versagt er nichts Gutes.“

[8:43] Doch ein Vers, der uns an einer Stelle an eine andere Stelle in der Bibel erinnert, die ihr auch alle gut kennt, nämlich in Römer 8,28. Ein Vers, den man auch gerne auswendig lernt und den man sehr gut gebrauchen kann in schwierigen Zeiten.

[9:03] Römer 8, Vers 28: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“

[9:12] Dieser Vers ist nicht immer leicht, und vor allem, wenn man schwierige Zeiten durchmacht, dann ist dieser Vers eine Herausforderung. Aber er gibt auch die Möglichkeit, durch einen dunklen Vorhang hindurchzuschauen auf die andere Seite, in die Zukunft, das, was kommen wird. Und diese Aussage und diese Verheißung hat Gott an so vielen seiner Kinder wahr gemacht.

[9:37] „O HERR der Heerscharen, wohl dem Menschen, der auf dich vertraut!“

[9:42] Das ist das Schönste: Wenn wir Gott vertrauen, dann dürfen wir wissen, wir sind nicht verlassen, sondern Gott ist immer bei uns.

[9:50] Psalm 85. Dem Vorsänger. Von den Söhnen Korahs. Ein Psalm.

[9:56] „HERR, du hast deinem Land einst Gnade gewährt, hast das Geschick Jakobs gewendet. Hast vergeben die Schuld deines Volkes, hast alle ihre Sünde zugedeckt. Du hast all deinen Grimm hinweggetan, hast dich abgewandt von der Glut des Zorns. Stelle uns wieder her, du Gott unseres Heils, lass ab von deinem Unmut gegen uns! Oder willst du ewig mit uns zürnen, deinen Zorn währen lassen von Geschlecht zu Geschlecht? Willst du uns nicht wieder neu beleben, damit dein Volk sich an dir erfreuen kann? HERR, lass uns deine Gnade schauen und schenke uns dein Heil!“

[10:39] Wenn wir ja in Sünde sind, wenn wir nicht auf Gottes Wegen wandeln, dann möchte Gott, dass wir zu ihm rufen. Weil wenn wir dann anfangen, nach Gott zu fragen, dann wird er sich uns wieder nahen, dann wird er zu uns kommen.

[10:53] Es kann aber auch passieren, dass wir das Gefühl haben, Gott lässt auf sich warten. Aber wenn das der Fall ist, dann tut das nur zu unserem Besten, damit wir noch inniger flehen, damit wir noch mehr Unabhängigkeit spüren und noch mehr erfahren, wie hilflos wir eigentlich alleine sind.

[11:11] „Ich will hören, was Gott, der HERR, reden wird, denn er wird Frieden zusagen seinem Volk und seinen Getreuen.“

[11:24] Ja, Gott gibt nicht nur Vergebung und eine Wiederherstellung, sondern er will auch, dass wir bei ihm bleiben. Er wird seinen Frieden zusagen. Er möchte, dass wir konstant im Glauben sind.

[11:37] Denn es heißt weiter: „Nur dass sie sich nicht wieder zur Torheit wenden.“ Gott wünscht sich so sehr, dass wir die Sünde sein lassen, dass wenn wir gesündigt haben, gefallen sind, wenn wir gegen sein Gesetz gesündigt haben, dass wir dann wirklich umkehren, dass danach, nach der Vergebung, nach der Rechtfertigung, auch die Heiligung beginnt.

[12:04] Diese beiden Dinge sind verwandt miteinander und sie gehören zusammen. Sie sind etwas Verschiedenes, aber dennoch sollen sie aufeinander folgen.

[12:13] „Gewiss ist seine Rettung denen nahe, die ihn fürchten, damit die Herrlichkeit in unserem Land wohne.“

[12:20] Und jetzt kommt der schönste Vers dieses Psalms: „Gnade und Wahrheit sind einander begegnet, Gerechtigkeit und Friede haben sich geküsst.“

[12:32] Dieser Vers beschreibt so wunderbar die Erfahrung vom Kreuz. Denn am Kreuz haben sich die Gnade und die Wahrheit getroffen, die Gerechtigkeit und der Friede.

[12:47] Jesus hat in einem gefallenen Körper die Sünde besiegt.

[12:54] Und am Kreuz war Gott gnädig zum Sünder, aber er hat die Strafe für die Sünde walten lassen. Das heißt, wir könnten auch sagen: Am Sinai, wo das Gesetz Gottes gegeben wurde, was nicht ans Kreuz genagelt wurde, sondern was Jesus bestätigt hat durch sein Leben und durch seinen Tod. Am Sinai war das Gesetz eine Liebeserklärung an den Sünder, aber eine Kriegserklärung an die Sünde.

[13:26] Gott unterscheidet das, und uns als Menschen fällt es manchmal schwer, den Sünder von der Sünde zu unterscheiden. Aber genau das möchte Gott, dass wir das auch können und dass wir das tun in unserem Leben, weil er möchte uns eine Sehnsucht ins Herz geben für die verlorenen Seelen. Er möchte, dass wir die Menschen retten und dass wir sie zu Jesus bringen, der sie retten kann und der sie wiederherstellen kann.

[13:51] Die Sünde erhält am Kreuz ihre volle Strafe, aber der Sünder kann dem zweiten Tod entgehen, indem er das Opfer Jesu annimmt.

[13:59] Das wünsche ich euch heute für diesen Tag, dass ihr in diesem Glauben, dieser Gewissheit lebt, dass Gott euch vergeben hat und euch Heiligkeit schenkt und Heiligung. Und dass ihr aber auch anderen Menschen Dinge nachseht, die sündigen, und dass ihr den Sinn dahinter, der Sünde sehen könnt, der Jesus braucht.

[14:17] Lasst uns zusammen beten.

[14:22] Lieber Herr Jesus, du hast uns so lieb. Du blickst durch die Sünde hindurch und schaust auf den Menschen, den du gemacht hast, der in deinem Bild wiederhergestellt, ein Geschöpf Gottes sein soll.

[14:36] Wir danken dir so dafür, dass du uns so siehst, und wir bitten dich gleichzeitig, dass du uns hilfst, unsere Mitmenschen genauso anzusehen. In deinem Namen. Amen.


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