Rabea Kramp führt durch die Psalmen 85 bis 88, beginnend mit Gottes Verheißungen und der Frucht des Glaubens. Sie beleuchtet Davids Gebet um Gnade und ein ungeteiltes Herz in Psalm 86. Ein besonderer Fokus liegt auf Psalm 87, der Zion als das himmlische Jerusalem interpretiert, in dem Menschen aller Nationen durch Wiedergeburt Bürger werden. Abschließend wird Psalm 88 als ernste Erinnerung an Gottes Beistand in schwierigen Zeiten betrachtet.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 85:12-88:4
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute lesen wir die Seite 634, beenden den Psalm 85 und wollen drei weitere Verse lesen, die anfangen. Also haben wir viel vor. Und bevor wir das tun, lasst uns gemeinsam beten.
[0:47] Lieber Herr Jesus, dein Heiligtum ist so wunderbar. Du hast dort nicht nur deine Wohnung, sondern du hast den ganzen Erlösungsplan dorthin eingezeichnet. Und wir danken dir dafür, dass wir im Glauben im Heiligtum leben dürfen an jedem einzelnen Tag. Amen.
[1:09] Wir hatten im Psalm 85 das Thema Heiligtum, und wir beenden diesen Psalm mit den letzten drei Versen. Und zwar Vers 12: „Die Wahrheit wird aus der Erde sprossen, und Gerechtigkeit vom Himmel herabschauen.
[1:24] Dann wird der HERR auch das Gute geben, und unser Land wird seinen Ertrag abwerfen. Gerechtigkeit wird vor ihm hergehen und den Weg bereiten für seine Tritte.“
[1:36] Ja, wenn wir in der Gnade und in der Wahrheit Gottes leben, dann wird auch Frucht hervorgehen aus unserem Leben, aus unserem Tun, aus unserem Sein. Das ist eine Verheißung, die feststeht. Gottes Wort kommt nicht mehr zurück, sagt die Bibel. Und wenn wir mit Gott zusammenleben, dann wird es auch abstrahlen auf andere.
[1:58] Psalm 86. Hier haben wir seit längerer Zeit mal wieder einen Psalm von David, und hier ist es ein Gebet.
[2:08] „Neige dein Ohr her und erhöre mich, denn ich bin elend und arm. Bewahre meine Seele, denn ich bin dir zugetan. Hilf du, mein Gott, deinem Knecht, der sich auf dich verlässt.
[2:23] Sei mir gnädig, denn zu dir rufe ich allezeit. Erfreue die Seele deines Knechtes, denn zu dir, HERR, erhebe ich meine Seele.
[2:31] Denn du, HERR, bist gut und vergibst gern, und du bist reich an Gnade für alle, die dich anrufen.
[2:38] Vernimm, HERR, mein Gebet und achte auf die Stimme meines Flehens. Am Tag meiner Not rufe ich dich an, denn du wirst mich erhören.“
[2:50] Man merkt, wie die Psalmen, die wir bereits gelesen haben, dass das ein Gebet ist.
[2:55] Er bittet, der David bittet Gott um Dinge, und dann begründet er immer mit denen. Und es ist nicht das letzte Mal, dass er das dann immer begründet.
[3:05] Er sagt: „Lieber Gott, ich wünsche mir das von dir, weil, denn ich tue dies oder das.“
[3:13] Wir lesen weiter.
[3:15] In Vers 8: „HERR, ist keiner gleich unter den Göttern, und nichts gleich seinen Werken.
[3:23] Alle Völker, die du gemacht hast, werden kommen vor dir und anbeten und deinem Namen Ehre geben.“
[3:32] Vers 9 ist wie eine kleine Zusammenfassung von Offenbarung 14. Wir haben die Völker, wir haben die Anbetung, wir haben das Ehre geben als wieder so einen solchen Anklang der dreifachen Engelsbotschaft.
[3:46] Denn hier haben wir wieder die Begründung: „Du bist groß und tust Wunder, du bist Gott, du allein.
[3:53] Weise mir, HERR, deinen Weg, damit ich wandle in deiner Wahrheit. Einige mein Herz auf das Eine, dass ich deinen Namen fürchte.“
[4:03] Die Übersetzungsvariante, die in meiner Bibel angegeben ist, ist: „Einige mein Herz zur Furcht deines Namens.“ Das ist eigentlich eine schöne Übersetzung hier.
[4:14] „Einige mein Herz“, denn es macht deutlich, dass wir Menschen ganz oft ein geteiltes Herz haben, dass wir Gott dienen und dem Mammon, oder dass wir noch einen Teil unserer Sünde lieb haben, aber eigentlich auch Gott folgen möchten.
[4:29] Und wir hinken so auf beiden Seiten und sind zweigeteilt. Und das Gebet, das David hier betet, ist ein schönes Gebet, das wir uns auch zu eigen machen sollen, nämlich dass wir sagen: „Einige mein Herz zur Furcht deines Namens.“
[4:45] „Ich will dich preisen, HERR, mein Gott, von ganzem Herzen.“ Hier haben wir das ganze Herz. Die Bibel sagt ja auch oft: „Ich will dem HERRN dienen von ganzer Seele aus, ganzer Kraft, mit ganzem Herzen.“
[4:56] „Und deinen Namen Ehre erweisen auf ewig, denn deine Gnade ist groß über mir, und du hast meine Seele errettet aus der Tiefe des Totenreiches.“ Das erinnert uns an Psalm 23.
[5:07] „O Gott, es sind Vermessene gegen mich aufgestanden, und eine Rotte von Gewalttätigen trachtet mir nach dem Leben. Sie haben dich nicht vor Augen.
[5:17] Du aber, HERR, bist ein warmherziger und gnädiger Gott, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue.
[5:25] Wende dich zu mir und sei mir gnädig. Verleih deinem Knecht deine Stärke und hilf dem Sohn deiner Magd.
[5:32] Tu an mir ein Zeichen zum Guten, damit meine Hasser es zu ihrer Beschämung sehen, dass du, HERR, mir geholfen und mich getröstet hast.“
[5:41] Wir haben relativ häufig das Wort Gnade oder gnädig in diesem Psalm, und es macht deutlich, wie sehr David hier um die Gnade und Barmherzigkeit Gottes fleht, und wie sehr er sich das wünscht, dass Gottes Gnade auch auf ihn fällt.
[6:02] Wir lernen hier an vielleicht der einzigen Stelle in der Bibel – mir ist keine andere bewusst – von der Mutter von David, nämlich, dass sie, es mag vielleicht auch auf der Hand liegen, aber dass sie auch eine gläubige Frau gewesen ist, nämlich in Vers 16: „Und hilf dem Sohn deiner Magd“, dass die Mutter Davids auch eine Magd Gottes, eine gläubige Frau war.
[6:25] Vers 17: „Tu an mir ein Zeichen zum Guten.“ Das ist eine schöne Bitte, dass wir Gott nicht einfach nur darum bitten, dass er uns hilft, weil wir es brauchen, sondern dass er dadurch auch ein Zeichen setzt für die Ungläubigen oder für die, die noch wanken, dass für alle, die alle außerhalb von uns, dass sie sehen an uns, wie Gott wirkt und wie Gott gnädig ist mit uns, dass er vergibt, dass er wiederherstellt.
[6:54] Und das ist auch ein Gebet, was wir eigentlich viel zu selten beten, dass wir sagen: „Lieber Gott, erzeige dich mächtig an mir, damit ich ein Zeichen bin für andere.“ Oder ein Zeugnis ist ein anderes Wort. „Damit ich ein Zeugnis sein kann für andere.“
[7:13] Also, wir können uns Gedanken aus diesem Gebet wirklich für unser eigenes Gebetsleben auch herauskopieren und das für unseren Anspruch nehmen und für uns auch beten.
[7:25] Psalm 87 ist ein kurzer Psalm, der aber in sich hat und gar nicht so einfach zu verstehen ist.
[7:32] Von den Söhnen Korachs. Vers 1: „Er hat sie gegründet auf heiligen Bergen.
[7:39] Der HERR liebt die Tore Zions mehr als alle Wohnungen Jakobs.
[7:44] Herrliches ist über dich verheißen, du Stadt Gottes.
[7:47] Ich nenne Rahab und Babel denen, die mich kennen. Siehe, Philisterland und Tyros und Kusch: Dieser ist dort geboren.
[7:54] Aber von Zion wird man sagen: Mann für Mann ist in ihr geboren, und der Höchste selbst wird sie befestigen.
[8:01] Der HERR wird zählen, wenn er die Völker verzeichnet: Dieser ist dort geboren.
[8:06] Und sie singen beim Reigen: Alle meine Quellen sind in dir.“
[8:09] Ein kurzer Psalm mit sieben Versen, und wir wollen ein bisschen näher verstehen, worum es geht.
[8:14] Wir wissen, Zion ist die Stadt Gottes, Jerusalem. Und Gott hat sich Jerusalem auserwählt aus allen anderen Städten, die es in Israel gab, um dort sein Heiligtum aufrichten zu lassen und dort seine Gegenwart walten zu lassen.
[8:32] Er hat Zion, das heißt Jerusalem, lieber gehabt als alle Wohnungen Jakobs, als alle Wohnungen seines Volkes.
[8:40] Und das ist natürlich in erster Linie buchstäblich auch, aber es ist vor allem auch typologisch zu sehen, dass das Jerusalem im Himmel, die Stadt Gottes, der Ort ist, wo Gott wohnt.
[8:53] Und wenn das neue Jerusalem auf die neue Erde kommen wird, dann wissen wir, dass Gott dort seinen Hauptwohnsitz haben wird.
[9:01] Gott wird in alle Ewigkeit auf der neuen Erde sein. Er wird dort leben, er wird dort ja mit dem Volk, das er erlöst hat, was durch so große Schwierigkeiten gegangen ist, was keine andere Welt durchgemacht hat, die Gott erschaffen hat, mit seinem Volk wird er dort in alle Ewigkeit leben.
[9:18] Es ist seine Lieblingsstadt. Er hat Herrliches über sie verheißen.
[9:22] Und dann heißt es in Vers 4: „Ich nenne Rahab und Babel denen, die mich kennen. Die Philister nannten Tyros und Kusch.“ Nun,
[9:33] Gott hat Schafe auch in anderen Ställen, das wissen wir aus der Bibel, dass Gott nicht nur in der Adventgemeinde seine Kinder hat, sondern auch in anderen Kirchen Menschen, die wirklich nach seinen Geboten leben und so aufrichtig, wie sie sind und nach ihrem Wissen und Gewissen leben und Gott gefallen.
[9:55] Und er sagt eigentlich in diesem Vers, dass Gott aus anderen Völkern, aus Rahab – steht für Ägypten –, Babel – das für Babylon –, Philisterland, Tyros und Kusch, dass Gott von überall her seine Kinder holen wird, die zwar woanders geboren sein mögen, aber die dann Bürger Jerusalems werden.
[10:15] Deswegen heißt es: „Dieser ist dort geboren“, und man wird es in Zion sagen: „Mann für Mann ist in ihr geboren.“
[10:22] Also jeder, auch die, die aus anderen Völkern herstammen, die quasi später hinzugekommen sind oder nicht dort geboren sind, später zum Glauben gekommen sind, sie werden auch ein Geburtsrecht oder ja, ein Geburtsrecht dort haben und Zion ihre Geburtsstadt nennen, weil sie wiedergeboren sind.
[10:47] Das ist der Punkt, dass wir durch die Wiedergeburt eigentlich Söhne und Töchter des neuen Jerusalem werden.
[10:55] Und es gibt einen sehr schönen Vers, den ich mit euch teilen möchte, in Galater 4, Vers 26, der das ganz, ganz treffend beschreibt.
[11:01] Der Paulus hat das nämlich verstanden, wie dieser Psalm gemeint ist. Er schreibt in Galater 4, Vers 26: „Das obere Jerusalem aber ist frei, und dieses ist die Mutter von uns allen.“
[11:17] Also, wir sind Kinder des neuen Jerusalems und haben dort unser Wohnrecht.
[11:23] „Der HERR wird zählen, wenn er die Völker verzeichnet.“ Wir wissen, dass Gott aus allen Stämmen, Sprachen und Nationen seine Kinder berufen wird, und er wird sie zählen.
[11:36] Und er wird sagen am Ende von Vers 6: „Dieser ist dort geboren.“
[11:40] Und das wird ein schöner Tag, wenn wir von Gott gezählt werden. Wir werden am gläsernen Meer stehen und Gott wirklich aus allen Völkern, aus allen Nationen und Stämmen und Sprachen seine Kinder dann im Himmel versammeln wird.
[11:55] Psalm 88. Ein ganz anders gearteter Psalm, der nicht diese Fröhlichkeit ausdrückt von Psalm 87, sondern ganz das Gegenteil: ein sehr niedergeschlagener und ein sehr ernster Psalm.
[12:10] Von den Söhnen Korachs, dem Vorsänger nach Machalat Leannoth, ein Maskil des Heman.
[12:21] „O HERR, du Gott meines Heils, ich schreie Tag und Nacht vor dir. Lass mein Gebet vor dich kommen, neige dein Ohr zu meinem Flehen.
[12:30] Denn meine Seele ist gesättigt vom Leiden, und mein Leben ist dem Totenreich nah.“
[12:36] Nicht jeder Tag ist eitel Sonnenschein, und wir gehen auch durch Täler in unserem Leben. Aber wir dürfen wissen an jedem Morgen, an dem wir die Augen aufmachen, dass Gott mit uns in den guten und auch in den schlechten Tagen ist.
[12:50] Lasst uns beten.
[12:52] Lieber Herr Jesus, du bist mit uns an den guten Tagen und auch an den schlechten Tagen in unserem Leben.
[12:59] Du trägst uns auch durch schwierige Zeiten, und wir dürfen hindurchschauen durch den Vorhang, wenn deine Wiederkunft naht, und wir dürfen hindurchschauen in den Zeiten, in denen es uns schlecht geht, in die guten Zeiten hinein, wenn wir Bürger des neuen Jerusalem sein werden.
[13:17] Wir danken dir so sehr, dass du uns erretten wirst und dass du uns so wunderbare Wohnungen bereitest, all denen, die dich lieben, dass wir dort leben dürfen in alle Ewigkeit mit dir gemeinsam. Amen.
[13:31] [Musik]
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