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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 98 bis 101. Sie spricht über das „neue Lied“ der Erfahrung, Gottes Rolle als gerechter Richter und vergebender Vater sowie Davids Wunsch nach einem reinen Herzen. Die Predigt ermutigt dazu, Gottes Schöpfermacht und Erlösung zu preisen und ein Leben in Gerechtigkeit zu führen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute besprechen wir zusammen die Seite 641 und behandeln gleich vier Psalmen: zwei, die wir halb lesen, und zwei, die wir ganz lesen möchten. Und bevor wir das tun, lasst uns gemeinsam beten.

[0:51] Herr, guter Gott, du bist der König des Universums. Du bist allmächtig, du bist allwissend. Du kennst die Motive unseres Herzens und du kannst tief in uns hineinschauen. Wir bitten dich, dass du Gutes in unser Herz legst und dass Gutes daraus entspringt, dass wir deine Werke tun und in deinen Taten wandeln. Das bitten wir dich. Amen.

[1:25] Wir beginnen mit Psalm 98. Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er hat Wunder getan. Seine Rechte hat ihm den Sieg verschafft und sein heiliger Arm. Der Herr hat sein Heil kundwerden lassen, er hat vor den Augen der Heiden seine Gerechtigkeit offenbart.

[1:44] Ganz oft lesen wir in den Psalmen von dem neuen Lied, das wir singen sollen. Das neue Lied ist in der Bibel immer ein Lied der Erfahrung, ein Lied, das bezeugt, dass wir Gottes Wirken in unserem Leben erlebt haben. Und jeder, der diese Erfahrung mit Gott gemacht hat, der kann für sich im Innern dieses neue Lied singen.

[2:15] Vers 2 sagt, dass der Herr sein Heil hat kundwerden lassen vor den Augen der Heiden. Das erinnert uns an Römer 1 Vers 16. Die Erlösung, die bricht sich Bahn und betrifft zwar das Volk Gottes, aber auch die Heiden sehen die Erlösung. Es ist das Wort Gottes, das kehrt nicht mehr zurück, und es berührt auch die, die nicht einmal daran glauben. Und sie müssen bezeugen, dass Gottes Werk der Erlösung nach außen hin sichtbar wird. Er hat gedacht an seine Gnade und Treue gegenüber dem Haus Israel. Alle Enden der Erde haben gesehen das Heil unseres Gottes. Das Heil Gottes, die Erlösung, das ist bis in die letzten Winkel des Erdballs sichtbar.

[3:07] Jauchzet dem Herrn, alle Welt! Bricht in Jubel aus, frohlockt und lobsingt! Singt dem Herrn mit der Laute, mit der Laute und mit klangvoller Stimme. Mit Trompeten und Hörnern jauchzt vor dem Herrn, dem König!

[3:22] Diese Musik, die muss sehr imposant sein, die Gott uns hier aufgibt. Ganz viele Instrumente erklingen, die Stimme soll klangvoll eingesetzt werden. Es ist kein leises Lied, es ist kein stilles Lied, sondern ein Lied über die Erlösung und über das Heil. Dieses neue Lied ist ein kräftiges und ein imposantes. Brause das Meer und was es erfüllt, der Erdkreis und die darauf wohnen. Die Ströme sollen die Hände klatschen, die Berge allesamt sollen jubeln. Eine ganz bildliche Darstellung der Natur, die Gott zujubelt. Vor dem Herrn, denn er kommt, um die Erde zu richten. Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit Recht. Gott als Richter ist in den Psalmen immer wieder ein Thema.

[4:14] Psalm 99: Der Herr regiert als König. Wieder haben wir diese Überschrift: Die Völker erzittern. Er thront über den Cherubim. Die Erde wankt. Gott thront über den Cherubim. Und wir sind wieder im Heiligtum mit dieser Vorstellung. Dort thront Gottes Herrlichkeit, die Schechina, über den Engeln.

[4:39] Und die Idee des Priestertums, dass Jesus ja angetreten hat im himmlischen Heiligtum und gleichzeitig ein König ist, das ist diese Verbindung von Priestertum und König. Das erinnert uns an Melchisedek, dem Abraham begegnet ist. Abraham hatte Melchisedek seinen Zehnten gegeben. Jesus ist ein Priester und ein König nach der Weise Melchisedeks. Er ist groß in Zion und hoch erhaben über alle Völker. Loben sollen sie deinen Namen, den großen und furchtgebietenden, heilig ist er!

[5:22] Und die Stärke des Königs, der das Recht liebt. Du hast die Redlichkeit fest gegründet und Gerechtigkeit hast du in Jakob geübt. Dieser Vers 4 erinnert uns an Hebräer 1 Vers 8 und 9. Jesus liebt das Recht. Erhebt den Herrn, unseren Gott, und fallt nieder vor dem Schemel seiner Füße. Heilig ist er!

[5:45] Zweimal haben wir diesen Ruf, und er wird noch ein drittes Mal wiederkommen: Heilig ist er! Mose und Aaron unter seinen Priestern und Samuel unter denen, die seinen Namen riefen. Sie riefen den Herrn an, und er hörte sie.

[5:59] Wir haben hier drei Beispiele, die uns genannt werden: Mose und Aaron, die beiden Leviten. Aaron, der das Priestertum angeführt hat unter den Leviten, und Samuel, der ja dafür bekannt wurde, die Prophetenschulen gegründet zu haben. Drei sehr bedeutende Männer, und der Psalmist sagt hier: Sie wurden von Gott erhört, er hat ihre Gebete erhört. In der Wolkensäule redete er zu ihnen. Sie bewahrten seine Zeugnisse und die Satzung, die er ihnen gab. Herr, unser Gott, du hast sie erhört. Du warst ihnen ein vergebender Gott, doch auch ein Rächer ihrer Missetat.

[6:42] Gott vergibt die Sünde, und er vergibt dem Sünder, aber Gott muss die Sünde rächen. Das heißt, Gott trennt hier die Sünde von dem Sünder. Die Sünde wird auf Ewigkeit verurteilt sein und verurteilt bleiben, aber dem Sünder wird vergeben, und der wird gerechtfertigt werden. Erhebt den Herrn, unseren Gott, und betet an auf seinem heiligen Berg, denn heilig ist der Herr, unser Gott. Das dritte Mal dieser Ruf: Heilig ist der Herr!

[7:15] Psalm 100. Dieser kurze Psalm enthält ein paar Aufforderungen, und versucht einmal mitzuzählen, wie viele Aufforderungen hier an uns herangetragen werden. Einen Psalm zum Dankopfer.

[7:34] Jauchzet dem Herrn, alle Welt! Dient dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Jubel! Erkennt, dass der Herr Gott ist! Er hat uns gemacht und nicht wir selbst, zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide. Geht ein zu seinen Toren mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben. Dankt ihm, preist seinen Namen! Denn der Herr ist gut, seine Gnade währt ewiglich und seine Treue von Geschlecht zu Geschlecht.

[8:03] Sieben Mal werden wir hier aufgefordert: zu jauchzen, zu dienen, zu kommen, zu erkennen, zu gehen, zu danken und zu preisen. Und begründet wird das alles mit der Schöpfermacht Gottes und mit der Erlösung. Denn Gott hat die Schöpfung und die Erlösung so eng miteinander verbunden, dass, wenn Gott uns erlöst und uns vergibt, er eigentlich ein neues Herz in uns schafft. Paulus drückt das so aus, dass wir ein neuer Mensch werden, einen neuen Menschen anziehen, und damit eine neue Schöpfung in uns passiert. Und dafür gebührt Gott Lob und Ehre.

[8:49] Psalm 101: Ein Psalm Davids. Von Gnade und Recht will ich singen, dir, Herr, will ich spielen. Ich will acht haben auf den vollkommenen Weg. Wann wirst du zu mir kommen? Ich will mit lauterem Herzen wandeln im Inneren meines Hauses. Ich will nichts Schändliches vor meinen Augen stellen. Das Tun der Abtrünnigen hasse ich, es soll mir nicht anhaften. Ein verkehrtes Herz soll von mir weichen, von Bösem will ich nichts wissen.

[9:22] Ja, David hat sich an seinem Königshof umgeben mit Dienern, die genau das getan haben, die auf dem vollkommenen Weg gegangen sind, die lautere Herzen haben. Und er hat gesagt: Ich will nichts Schlechtes vor meinen Augen stellen, ich will nichts anschauen, was nicht zur Sünde verleitet. Ich will von dem ganzen Bösen nichts wissen. Was für ein schöner Wunsch, den auch wir uns zu eigen machen sollten: uns nichts Böses anzuschauen, nichts Schreckliches vor unsere Augen zu stellen. Uns immer abzuwenden, wenn etwas nicht nach den Vorstellungen und nach den Geboten Gottes ist. Wie schwer fällt uns das im Alltag? Und wie oft werden wir auch mit solchen Sachen konfrontiert? Oft können wir auch nichts dafür, aber wir können dagegen entscheiden, es nicht anzuschauen.

[10:17] Wer seinen Nächsten heimlich verleumdet, den will ich vertilgen. Der stolze Augen und ein hochmütiges Herz hat, den will ich nicht dulden. Ich achte auf die Treuen im Land, sie sollen bei mir wohnen. Wer auf unsträflichem Weg wandelt, der soll mir dienen.

[10:34] Das ist ein schöner Wunsch, den wir auch haben können in unserem Leben, dass wir wirklich auf diesen unsträflichen Weg gehen, so wie Jesus es getan hat. Lasst uns dafür beten.

[10:46] Lieber Herr Jesus, lass uns so sein wie du. Gib, dass deine Gerechtigkeit unsere Gerechtigkeit wird, dass wir die geschenkte Erlösung annehmen und ihr ganz nachfolgen. Das bitten wir heute für uns an diesem Tag.

[11:01] [Musik]


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