In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ setzt Rabea Kramp die Betrachtung der Psalmen fort. Sie beleuchtet die messianischen Prophezeiungen in Psalm 118, insbesondere den Vers vom verworfenen Eckstein, und zeigt dessen Erfüllung in Jesus Christus auf. Anschließend beginnt sie die Einführung in den längsten Psalm der Bibel, Psalm 119, der das Gesetz Gottes als einen vielschichtigen Diamanten preist. Entdecken Sie, wie Gottes Gebote zu einem geraden Lebensweg führen und wie wir sie in seiner Kraft halten können.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 118:12-119:8
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde! Willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute wollen wir Psalm 118 weiterlesen und den langen Psalm 119 angehen und davor gemeinsam beten.
[0:46] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du uns umgibst mit deiner Güte, dass wir jeden Tag wissen dürfen, dass wir neu mit dir anfangen können. Herr, du hast uns dein Gesetz gegeben, das so wunderbar ist, und wir wollen heute mehr davon verstehen und auch in den nächsten Tagen darüber lesen. Öffne uns die Augen dafür, und dafür danken wir dir. Amen.
[1:11] Gestern haben wir Psalm 118 begonnen, und wir werden heute noch viel mehr sehen, wie messianisch dieser Psalm eigentlich ist. Vers 12: „Sie haben mich umringt wie Bienen, sie sind erloschen wie ein Dornenfeuer. Im Namen des Herrn schlage ich sie.“ Gemeint sind hier die Feinde. Wir haben da vorgelesen von den Heiden, die das Volk Gottes umringen. Und wenn wir an einen Bienenschwarm denken, dann ist es tatsächlich ein sehr unangenehmer Gedanke, von einem Bienenschwarm umhüllt zu werden. Es kann tatsächlich tödlich enden, und es ist keine schöne Sache. Und so fühlt sich hier das Volk Gottes, oder fühlt sich hier der Psalmist, der das schreibt. Aber im Namen des Herrn hat er die Feinde Gottes in die Flucht geschlagen. „Du hast mich hart gestoßen, dass ich fallen sollte, aber der Herr half mir. Der Herr ist meine Stärke und mein Lied, er wurde mir zum Heil.“ Also aus allem hilft uns der Herr. In welcher Not, in welchem Problem wir auch immer stecken – die Psalmen machen deutlich: Der Gott, den wir anbeten, ist ein Gott, der aus Nöten errettet. Und wir können ihm danken und dies auch vor allem im Jubel, im Lied tun.
[2:32] Was er, die Psalmen, sind: Stimmen des Jubels und des Heils ertönen in den Zelten der Gerechten. „Die Rechte des Herrn hat den Sieg errungen! Die Rechte des Herrn ist erhöht! Die Rechte des Herrn hat den Sieg errungen! Ich werde nicht sterben, sondern leben und die Taten des Herrn verkünden.“ Wieder dieser Gedanke, dass wir, wenn Gott uns geholfen hat, dass wir dann auch davon reden sollen. „Der Herr hat mich wohl hart gezüchtigt, aber dem Tod hat er mich nicht preisgegeben.“ Dieser Vers erinnert mich ganz stark an Hiob, der ja von Gott geprüft wurde – der Satan eigentlich hat ihn geprüft, Gott hat es zugelassen – und hat damit gezeigt, dass Hiob Gott gehorcht, nicht nur wenn es ihm gut geht, wenn er reich ist und wohlhabend, sondern auch wenn ihm alles genommen wird. Und Hiob hat diese Prüfung bestanden. Der Satan hat ihm alles genommen außer sein eigenes Leben, und Hiob ist standhaft geblieben. „Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dass ich durch sie einziehe und den Herrn preise! Dies ist das Tor des Herrn, die Gerechten werden durch es eingehen. Ich danke dir, denn du hast mich erhört und wurdest mein Heil.“
[3:51] Jetzt kommt ein sehr zentraler Vers des Neuen und Alten Testaments: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden.“ Jesus zitiert diesen Psalmvers tatsächlich in Matthäus 21, Vers 42. Er erzählt den Pharisäern und den obersten Priestern einige Gleichnisse und eine Gleichnisrede an die andere und führt auch diesen Vers an, um ihnen deutlich zu machen, dass sie im Begriff sind, den Eckstein zu verwerfen. Tatsächlich war es ja beim Tempelbau von Jerusalem so, dass es einen Stein gab, mit dem die Bauleute nichts anzufangen vermochten, und der verworfen wurde. Und als man fertig war, hat man gemerkt, man hätte diesen Stein sehr gut gebrauchen können, und er wäre perfekt gewesen für so eine Ecke, ja, für so einen Eckstein dieses großen Tempels. Und genau deswegen ist dieser Eckstein ein Sinnbild für Jesus geworden, der verworfen wurde von den Bauleuten, sprich den Führern des Volkes Gottes. „Vom Herrn ist das geschehen; es ist wunderbar in unseren Augen. Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat; wir wollen uns freuen und fröhlich sein in ihm.“ Gemeint ist der Sabbat. „Ach Herr, hilf! Herr, lass wohl gelingen! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn! Wir segnen euch vom Haus des Herrn aus.“ Auch dieser Vers ist ein Vers, den wir im Neuen Testament wiederfinden, nämlich im gleichen Kapitel in Matthäus 21 und dort Vers 9. Man kann hier auch „Hosianna“ übersetzen, was „Herr, hilf!“ bedeutet. Und genau das wurde gerufen, als Jesus auf dem Eselsfohlen in Jerusalem eingeritten ist. Das hat die Volksmenge gerufen und gesungen: „Hosianna! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!“ Und an diesem Ereignis hat sich dieser Psalm tatsächlich erfüllt. Und die Pharisäer und die Priester, die ja das Alte Testament in- und auswendig kannten, hätten sich an mehreren Stellen an das Alte Testament erinnern müssen und hätten sehen müssen, dass Jesus die Erfüllung dessen ist, worauf sie gewartet haben, dass er der Messias war. Nur leider haben sie das nicht erkannt. „Der Herr ist Gott, er hat uns Licht gegeben.“ Das Licht ist Jesus. „Bindet das Festopfer mit Stricken an die Hörner des Altars.“ Ja, der ursprüngliche Plan, den Gott eigentlich gelegt hatte, war, dass Jesus ein Festopfer wird, dass die Priester damals ihn im Heiligtum opfern als das Opfer, das angekündigt worden war. Aber weil sie es verkannt haben, weil sie ihren Dienst nur noch nach der Form getan haben und nicht mehr wirklich den eigentlichen Zweck darin gesehen haben, ist Jesus am Kreuz für uns gestorben als Lamm Gottes. Aber der ursprüngliche Plan, so können wir es der Bibel entnehmen, war eigentlich der, dass Jesus im Heiligtum als Festopfer stirbt.
[7:11] „Du bist mein Gott, ich will dich preisen; mein Gott, ich will dich erheben! Danket dem Herrn, denn er ist gütig, und seine Gnade währt ewiglich!“
[7:24] Wir kommen zu Psalm 119. Und wir wissen, Psalm 119 ist der längste Psalm, den wir haben in der Bibel. Gestern haben wir den kürzesten, Psalm 117, gelesen, und wir beginnen nun den längsten.
[7:41] Psalm 119 handelt eigentlich im Wesentlichen nur von einer Sache, nämlich dem Gesetz Gottes. Und wir können sehen, wie in wunderbar poetischer Art – und im Hebräischen kommt es noch viel schöner raus – in dieser schönen poetischen Art das Gesetz Gottes wie ein Diamant von verschiedenen Seiten beleuchtet wird, wie dieser Diamant das Licht bricht und wie so viele schöne Facetten von Gottes Gesetz beleuchtet und offenbart werden. Und wir wollen in den nächsten Tagen genau das entdecken.
[8:17] Es geht los mit dem Buchstaben Alef. Ihr wisst vielleicht, dass Psalm 119 nach dem hebräischen Alphabet geordnet ist, und jeder Vers beginnt immer mit dem Buchstaben – hier ist es Alef. Also, wenn ihr mal eine hebräische Bibel seht, und auch wenn ihr es nicht lesen könnt, aber nur wenn ihr euch das anguckt, seht ihr, dass jeder Vers mit dem gleichen Buchstaben startet, nämlich hier in diesem Fall Alef. „Wohl denen, die im Weg untadelig sind, die wandeln nach dem Gesetz des Herrn! Wohl denen, die seine Zeugnisse bewahren, die ihn von ganzem Herzen suchen, die auch kein Unrecht tun, die auf seinen Wegen gehen! Du hast deine Befehle gegeben, dass man sie eifrig befolge. O dass meine Wege dahin zielten, deine Anweisungen zu halten! Dann werde ich nicht zuschanden, wenn ich auf alle deine Gebote achte. Ich werde dir danken mit aufrichtigem Herzen, wenn ich die Bestimmungen deiner Gerechtigkeit lerne. Deine Anweisungen will ich halten; verlass mich niemals!“
[9:21] Das ist so eine schöne Bekundung des Psalmisten, dass Gottes Gebote gut sind, dass man sie halten möchte und dass man sich wünscht, dass ja, das Halten der Gebote zu einem geraden Lebensweg führt. Und das ist tatsächlich so: Wenn wir Gottes Gebote halten und auf seinen Wegen wandeln, dann dürfen wir wissen, dass Gott immer mit uns ist. Und mit dieser Verheißung und dieser Gewissheit möchte ich euch heute in diesen Tag schicken.
[9:52] Lasst uns gemeinsam beten. Herr, lieber Gott, dein Gesetz ist heilig, gerecht und gut, das hast du gesagt, und darauf wollen wir vertrauen und wollen die Erfahrung machen, dass dein Gesetz und das Halten deines Gesetzes unseren Lebensweg begradigt. Und auch wenn wir Sünder sind, dass wir dein Gesetz halten können mit deiner Kraft – nicht aus eigener Kraft, aber mit deiner Kraft. Dafür danken wir dir. Amen.
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