In dieser Predigt zur Serie „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Rabea Kramp tief in Psalm 119, Verse 9-44, ein. Sie beleuchtet, wie Gottes Gesetz nicht als Last, sondern als Quelle der Freude, des Schutzes und des geistlichen Reichtums dient. Die Sprecherin betont die untrennbare Verbindung von Gesetz und Gnade und ermutigt dazu, Gottes Gebote von Herzen zu lieben und bis zum Ende treu zu bleiben.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 119:9-119:44
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute lesen wir zusammen die Seite 654, wollen Psalm 119 weiter studieren und verstehen und wollen gemeinsam beten.
[0:42] Lieber Herr Jesus, dein Gesetz hast du gegeben, damit wir es in unserem Herzen tragen. Wir wollen heute, wenn wir diesen Psalm 119 weiter studieren, ja verstehen, was dein Gesetz eigentlich ist und dass es nichts ist, was uns drückt oder eine Last ist, sondern Freude gibt. Auch, dass es sich in unserem Leben manifestiert und dafür danke ich dir. Amen.
[1:07] Wir setzen fort mit dem zweiten Buchstaben Beth und beginnen in Vers 9.
[1:15] Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Indem er ihn bewahrt nach deinem Wort. Das ist die Antwort auf die Frage: Wie kann ich unsträflich meinen Lebensweg gehen? Indem ich auf das Wort Gottes höre, von ganzem Herzen. Lass mich nicht abirren von deinen Geboten. Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige. Das heißt, das Wort Gottes ist wie ein Schutzschild, eine Medizin, die wir gegen die Sünde nehmen können. Es bewahrt uns davor zu sündigen. Gelobt seist du, Herr! Lehre mich deine Anweisungen. Mit meinen Lippen verkündige ich alle Bestimmungen deines Bundes. Ich freue mich an dem Weg, den deine Zeugnisse weisen, wie über lauter Reichtümer.
[2:04] Wenn wir Gottes Wort und sein Gesetz verstehen, dann ist das unser geistlicher Reichtum. Dann ist es das, was uns wirklich, ja, stark macht im Glauben, dass wir Gott wirklich bis in die tiefsten Tiefen lernen zu verstehen. Und wir werden nie auslernen können. Gottes Gedanken und Werke sind so groß, dass wir wissen dürfen: Wir werden in alle Ewigkeit darüber nachforschen können.
[2:33] Ich will über deine Befehle nachsinnen und auf deine Pfade achten. Ich habe meine Lust an deinen Anweisungen, dein Wort vergesse ich nicht.
[2:43] Und diese Verbindung von "ich habe meine Lust" und "ich vergesse nicht", die sehen wir auch beim Sabbat, von dem es auch heißt in der Bibel: "Habe deine Lust am Sabbat und gedenke des Sabbats, vergiss ihn nicht." Genau das ist ja auch Bestandteil des Gesetzes. Der Sabbat ist das vierte Gebot.
[3:02] Wir lesen weiter Vers 17 und kommen zum Buchstaben Gimel.
[3:08] Gewähre deinem Knecht, dass ich lebe und dein Wort befolge. Öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder in deinem Gesetz. Genau das hat Laodizea nötig, wenn wir Offenbarung 3 lesen, dass Laodizea Augensalbe braucht, damit es das Gesetz Gottes versteht und halten kann.
[3:27] Ich bin ein Fremdling auf Erden, verbirg deine Gebote nicht vor mir. Ja, Abraham war ein Fremdling auf der Erde und er wollte die Gebote besser verstehen.
[3:40] Meine Seele verzehrt sich vor Sehnsucht nach deinen Bestimmungen allezeit. Hast du schon mal eine Herzenssehnsucht gehabt nach den Geboten Gottes? Genau das ist es, was selbst der Psalmist ausdrückt, dass wir ja diese Sehnsucht eigentlich im Herzen haben sollen und können.
[4:01] Du hast die Frechen gescholten, die Verfluchten, die abirren von deinen Geboten. Wälze Schimpf und Schande von mir ab, denn ich habe deine Zeugnisse bewahrt. Sogar Fürsten sitzen und beraten sich gegen mich, aber dein Knecht sinnt nach über deine Anweisungen. Ja, deine Zeugnisse sind meine Freude, sie sind meine Ratgeber. Die Gebote Gottes sollen uns eine Freude sein, aber auch ein Rat.
[4:28] Und im Leben sind gute Ratgeber oft rar gesät und ja, man kann einen guten Rat gar nicht teuer genug bezahlen.
[4:41] Und wir dürfen gewiss sein, dass wenn wir das Wort Gottes aufschlagen in einer Zeit, wenn wir Rat brauchen, wenn wir nicht weiter wissen, wenn wir in einer Not sind, in Problemen stecken, dann finden wir in diesem Buch Antworten. Und es sind sehr kostbare Antworten und wir tun gut daran, den Rat der Bibel zu suchen.
[4:59] Belebe meine Seele, klebt am Staub, belebe mich nach deinem Wort. Ich habe meine Wege erzählt und du hast mir geantwortet. Lehre mich deine Anweisungen. Lass mich den Weg verstehen, den deine Befehle weisen, so will ich sinnen über deine Wundertaten. Meine Seele weint vor Kummer, richte mich auf nach deinem Wort.
[5:24] Ganz oft lesen wir in dem Psalm, dass Gott uns aufrichtet, dass er uns belebt, wodurch? Durch die Bibel, durch sein Wort. Und wir wissen, das Wort Gottes kommt aus seinem Mund und das Wort Gottes kehrt nie leer zurück.
[5:39] Halte den Weg der Lüge fern von mir und begnadige mich mit deinem Gesetz. Als ich diesen Vers gelesen habe, habe ich gestaunt, weil ganz oft begegnet uns doch diese Trennung, dass das Gesetz und die Gnade getrennt wird. Aber die Bibel tut das nicht. Die Bibel bringt die Gnade und das Gesetz immer zusammen und an dieser Stelle in ganz besonderem Maße: Begnadige mich mit deinem Gesetz. Seid ganz ehrlich mit euch selber: Habt ihr das Gesetz jemals als Gnade und als Begnadigung gesehen? Das ist, was hier steht. Die Gnade und das Gesetz gehören zusammen, wir können das nicht trennen. Oft hören wir Auslegungen, wo das Alte Testament mit dem Gesetz gleichgesetzt wird und das Neue Testament mit der Gnade. Aber diese Trennung kennt die Bibel nicht. Und es ist ein ganz interessanter Gedanke, mit dem wir uns weiter beschäftigen müssen, dass das Gesetz begnadigt.
[6:40] Den Weg der Treue habe ich erwählt und deine Bestimmungen vor mich hingestellt. Ich halte fest an deinen Zeugnissen, Herr, lass mich nicht zuschanden werden. Ich laufe den Weg deiner Gebote, denn du machst mein Herz weit.
[6:54] Wir kommen zum nächsten Buchstaben He.
[6:58] Lehre mich, Herr, den Weg deiner Anweisungen, dass ich ihn einhalte bis ans Ende. Wir mögen uns im Leben für Gott entscheiden, mögen getauft werden und ja, unseren Lebensweg mit Gott beschreiten. Aber das heißt noch lange nicht, dass wir bis ans Ende auch diesen treuen Weg dauerhaft mit Gott gehen. Darum ist dieser Vers ein Gebet, was wir ja beten sollten, dass wir bis ans Ende durchhalten und einhalten die Gebote und den Weg, den Gott für uns vorgesehen hat.
[7:33] Gib mir Verständnis, so will ich dein Gesetz bewahren und es befolgen von ganzem Herzen.
[7:40] Lass mich wandeln auf dem Pfad deiner Gebote, denn ich habe Lust an ihm.
[7:46] Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zur Habgier. Halte meine Augen davon ab, nach Nichtigem zu schauen. Belebe mich in deinen Wegen. Hier haben wir in Vers 36 und 37 diese Augenlust beschrieben, die wir auch im 1. Johannesbrief Kapitel 2 finden, dass wir eigentlich Gott wirklich bitten müssen, dass er uns diese Augenlust nimmt und stattdessen die Lust nach seinen Worten, nach seinen Geboten ins Herz gibt.
[8:13] Erfülle an deinem Knecht Vers 38 ein Wort, das denen gilt, die dich fürchten. Wende von mir die Schmach, die ich fürchte, denn deine Bestimmungen sind gut. Siehe, ich sehne mich nach deinen Befehlen; belebe mich durch deine Gerechtigkeit.
[8:33] Sehnst du dich nach Gottes Befehlen oder hast du eher Scheu davor, dass Gott dir ja befiehlt, dass Gott sagt: dies, jenes tue, das vielleicht auch nicht? Wenn wir Gott von ganzem Herzen lieben, dann sehnen wir uns danach, dass er uns den Weg weist und zum Leben, dass er uns Befehle gibt, wie wir ihm ähnlicher sein können und ähnlicher werden können.
[9:00] Wir kommen zum Buchstaben Vav.
[9:03] Herr, lass mir deine Gnade widerfahren, deine Hilfe nach deinem Wort, damit ich dem antworten kann, der mich schmäht, denn ich verlasse mich auf dein Wort. Dieser Vers 42, der erinnert mich ganz stark an Matthäus 4 und die Versuchungen, die Jesus erlitten hat, diese drei Versuchungen, weil es hier heißt: "Ich möchte antworten dem, der mich schmäht, denn ich verlasse mich auf dein Wort." Jesus hat jedes Mal das Buch 5. Mose zitiert, als er dem Satan geantwortet hat in den drei Versuchungen und hat sich auf das Wort Gottes verlassen. Und nimm nicht das Wort der Wahrheit von meinem Mund, denn ich hoffe auf deine Bestimmungen. Ich will dein Gesetz stets bewahren, immer und ewiglich.
[9:50] Das wollen wir auch heute tun an diesem Tag. Lass uns dafür beten.
[9:52] Ja, ich möchte dich bitten, dass du deine Gebote in unser Herz schreibst, dass wir das, was wir heute gelesen haben, auch von Herzen erfahren, dass wir deine Befehle lieben, deine Gebote ersehnen und dass du uns dein Gesetz so praktisch und plastisch vor Augen führst, dass wir verstehen, wie wir sie halten können und wie du dich auch in ihnen ausdrückst. In deinem Namen. Amen.
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