In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 139 bis 141. Sie spricht über Gottes Allwissenheit, die tägliche Herzensprüfung und den Kampf gegen Sünde und Versuchung. Kramp erklärt, wie Gebete als wohlriechendes Räucherwerk im himmlischen Heiligtum ankommen und ermutigt dazu, das Richten Gott zu überlassen, um inneren Frieden zu finden.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 139:19-141:7
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute zusammen die Seite 665. Wir möchten den wunderbaren Psalm 139 bis 140 lesen und 141 beginnt. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:45] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass du ein allwissender und allmächtiger Gott bist, dass du bei jedem Menschen bist, der es nur möchte, und dass du in jedes Herz wirken kannst. Das beten wir dazu. Ja, ich denke aber auch, dass du bei all jenen bist, die dich noch nicht kennen oder dich nicht kennen möchten oder von dir weggelaufen sind. Ja, auch ihre Schritte lenkst du, auch sie hältst du am Leben. Ja, danke, dass du so gütig bist, dass du jedem Menschen die Chance gibst, dich wirklich zu erkennen und ein Kind Gottes zu werden.
[1:32] Wir beginnen in Vers 19 von Psalm 139: "Ach, wolle Gott, du tötetest den Gottlosen, und ihr Blutdürstigen, weicht von mir! Denn sie reden arglistig gegen dich, deine Feinde erheben ihre Hand zur Lüge. Sollte ich nicht hassen, die dich, Herr, hassen, und keine Abscheu empfinden vor deinen Widersachern? Ich hasse sie mit vollkommenem Hass, sie sind mir zu Feinden geworden. Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne es. Erkenne, wie ich es meine, und sieh, ob ich auf bösem Weg bin, und leite mich auf ewigem Weg."
[2:15] Der Vers 23 ist ein Vers, den wir eigentlich täglich beten können. Und ich muss selber gestehen, dass ich viel zu wenig Gott bitte, mein Herz zu erforschen, zu erforschen, was darin ist, und es sich reinigen. Gott möchte die Dinge aus unserem Herzen herausholen, die dort Schlechtes verursachen, und er möchte das täglich tun. Und wenn wir ehrlich mit uns sind, müssen wir ja sagen, dass wir jeden Tag Dinge tun, die Gott nicht gefallen, dass wir Dinge tun, die Sünde sind. Und wir können davon frei werden, indem wir die Gnade Gottes in Anspruch nehmen. Und dazu gehört, dass wir täglich Gott bitten, unser Herz zu erforschen und ihn zu bitten, dass er uns hilft, uns zu prüfen und dass wir uns selber erkennen. So eine wichtige Sache, das in unser tägliches Gebet einzubauen, nicht nur Gott zu danken und ihn zu bitten um Dinge, sondern auch ihn zu bitten, uns zu vergeben.
[3:22] Psalm 140, Vers 1: "David, rette mich, Herr, von dem bösen Menschen, vor dem Gewalttätigen bewahre mich! Denn sie haben Böses im Herzen und schüren täglich Streit. Sie spitzen ihre Zungen wie eine Schlange, Otterngift ist unter ihren Lippen. Bewahre mich, Herr, vor den Händen des Gottlosen, behüte mich vor dem Gewalttätigen, der mich zu Fall bringen will. Die Hochmütigen legen mir heimlich Fallstricke und Schlingen, sie haben ein Netz ausgespannt neben dem Weg, sie haben mir Fallen gestellt." "Ich sage zu dem Herrn: Du bist mein Gott. Herr, höre auf die Stimme meines Flehens! O Herr, mein Herr, du bist meine mächtige Rettung, du schützt mein Haupt am Tag der Schlacht. Herr, gewähre dem Gottlosen nicht, was er begehrt, lass ihren Anschlag nicht gelingen, sie würden sich sonst überheben."
[4:18] Wieder ein Psalm, in dem die Feinde von außen beschrieben werden. Und wenn wir das auf unsere heutige Zeit anwenden möchten, dann sind die Feinde von außen immer auch die Sünden, die an uns herangetragen werden, die Versuchungen, in die wir geraten. Hier wird das Bild genannt von den Schlingen, von den Fallstricken, von den Netzen, die ausgespannt werden und ausgelegt werden, damit wir hineintappen, damit wir gefangen werden. Und nichts anderes passiert, wenn wir sündigen: wir tappen in die Fallen Satans, und wir werden darin gefangen. Und wenn wir nicht zu Gott beten und Vergebung bitten und davon frei werden möchten, dann tappen wir von einer Falle in die nächste. Und umso tiefer wir da hinein gefangen werden, umso schwerer ist es auch, dass wir davon frei werden.
[5:14] Es heißt weiter: "Die Häupter derer, die mich umringen, das Unheil, von dem ihre Lippen reden, komme über sie selbst! Feuersglut falle auf sie, ins Feuer stürze er sie, in tiefe Abgründe, dass sie nicht mehr aufstehen." Gott wird eines Tages, wenn das Gericht stattfinden wird, dann wird er das Feuer bringen. Gott hat versprochen, dass er die Erde nie wieder durch eine Sintflut richten wird, sondern durch ein Feuer. Das Feuer wird all diejenigen verzehren, die nicht Gottes Gnade in Anspruch nehmen wollten, die nicht das Opfer, das Jesus auf Golgatha gebracht hat, für sich in Anspruch nehmen wollten. Und deswegen heißt es hier: "Feuer stürze über sie!" "Der Verleumder wird nicht bestehen im Land, den Gewalttätigen wird das Unglück verfolgen bis zu seinem Untergang. Ich weiß, dass der Herr die Sache des Elenden führen wird und den Armen Recht schaffen wird. Ja, die Gerechten werden deinen Namen preisen, und die Aufrichtigen werden wohnen vor deinem Angesicht."
[6:26] Der Kontrast ist groß, und der Kontrast wird sehr klar in der ganzen Bibel, aber auch in den Psalmen: der Kontrast zwischen denen, die Gott nicht gehorcht haben, und den Aufrichtigen. Denn denen, die Gott lieben, denen werden alle Dinge zum Besten dienen, sagt Paulus im Römerbrief. Gott wird jenen erretten, die es wollen und dieses Geschenk der Erlösung angenommen haben. Die Frage ist nur, wie wir sein Geschenk annehmen. Und so das Geschenk der Erlösung an. Und das können wir jeden Tag neu tun. Wir brauchen keinen Vorlauf dazu, wir können es jetzt tun, in diesem Moment. Und auf diesen Moment tritt Jesus für uns ein und vergibt uns. Und das ist die wunderschöne Botschaft, die das Evangelium uns sagen möchte, dass in dem Moment, wo wir die Gnade in Anspruch nehmen, wo wir die Erlösung haben wollen, ab dem Moment bekommen wir die Gerechtigkeit Jesu.
[7:27] Psalm 141, wieder ein Psalm Davids: "Ich rufe zu dir, Herr, eile zu mir! Ich schenke meiner Stimme Gehör, wenn ich dich anrufe. Lass mein Gebet geräuchert vor dir, das Aufheben meiner Hände wie das Abendopfer."
[7:44] Hier haben wir wieder das Heiligtum angesprochen, und hier geht es ganz explizit um das Gebet im Heiligtum. Wir kennen ja die Teile des Heiligtums: den Vorhof mit dem Brandopferaltar und dem Waschbecken, das Heilige mit dem Schaubrot-Tisch und dem Leuchter und dem Räucheraltar, der im Heiligen steht, aber eigentlich schon zum Allerheiligsten gehört, in dem die Bundeslade steht. Denn das Räucherwerk, das auf dem Räucheraltar gebracht wird, steigt über den Vorhang in das Allerheiligste hinein und ist ein Wohlgeruch für Gott. Und die Gebete sind das Räucherwerk, sind der Rauch, der aufsteigt zum Allerheiligsten. Das heißt, wenn wir beten auf der Erde, dann sind unsere Gebete wie ein Räucherwerk, das im himmlischen Allerheiligsten ankommt. Jesus bringt unsere Gebete dar, und das ist so ein wunderschöner Gedanke und so ein Trost, dass unsere Gebete nicht ins Leere gehen, sondern Gott erhört sie im Zentrum des Himmels.
[8:54] "Herr, stelle eine Wache an meinem Mund und bewahre die Tür meiner Lippen." Was für ein wichtiger Wunsch auch für uns, dass wir die Dinge nicht aussprechen, die vielleicht schlecht sind, die böse sind, die Gedanken, die nicht wert sind, ausgesprochen zu werden, auch wirklich nicht aussprechen. Und Gott kann uns dabei helfen. "Lass mein Herz sich nicht zu einer bösen Sache neigen, dass ich Gottloses vollbringe mit Männern, die Übeltäter sind, und von ihren Leckerbissen lass mich nicht genießen." "Der Gerechte schlage mich, das ist Gnade, und er züchtige mich, das ist Hilfe. Mein Haupt soll sich nicht dagegen sträuben, wenn es auch wiederholt geschieht. Ich bete nur gegen ihre Bosheiten. Wenn ihre Richter den Felsen hinab gestürzt worden sind, so werden sie auf meine Worte hören, dass sie lieblich sind. Wie wenn einer die Erde gepflügt und aufreißt, so sind unsere Gebeine hingestreut am Rand des Totenreichs."
[10:02] Gott möchte nicht, dass wir uns selber rechtfertigen, dass wir selber richten. Gott möchte, dass wir ihm das Gericht und das Richten überlassen. Und damit sind wir immer gut beraten, wenn wir dies tun, dass wir uns zurücknehmen mit dem Richten über andere und dem Urteil über andere und das ganz allein Gott überlassen. Das ist manchmal nicht so einfach, und je mehr wir uns daran gewöhnt haben, umso schwerer ist es, das auch wieder zu verlernen. Aber wir haben dadurch viel mehr Frieden im Herzen, wenn wir die Sachen an Gott abgeben, die uns ärgern und die uns vielleicht auch aufstoßen, wenn wir mit Dingen nicht einverstanden sind, die andere uns antun oder die andere tun. Lasst uns Gott um Kraft bitten, dass wir diesen Charakterzug von ihm bekommen.
[10:56] Lieber Herr Jesus, wir möchten dich bitten, dass wir viel öfter still sind, dass wir viel öfter dich sprechen lassen und nicht Worte wählen, die anderen wehtun, dass wir dir das Gericht überlassen und dir das Urteil. Hilf uns, dass wir in unseren Herzen keinen Groll gegen jemanden haben, dass wir die Liebe haben, die du den Menschen entgegenbringst, und dass wir sie durch deine Augen sehen. Ja, das beten wir in deinem Namen. Amen.
Lizenz
Copyright ©2025 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.