In dieser Andacht beendet Rabea Kramp die Serie „Gott auf (m)einer Seite“ mit den letzten Psalmen 148, 149 und 150. Sie beleuchtet das universelle Lob Gottes, begründet in seiner Schöpfung und seinem unveränderlichen Gesetz. Die Sprecherin betont die Bedeutung eines Lebens, das Gottes Charakter widerspiegelt, und schließt mit einem Gebet um ein weiches, formbares Herz.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 148:1-150:6
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute eine ganz besondere Seite, 669, das ist die letzte Seite der Psalmen, und wollen damit dieses große Bibelbuch beenden und davor gemeinsam beten.
[0:47] Vater im Himmel, danke für diese wunderbaren Lieder, die wir in den letzten Wochen lesen und verstehen konnten. Herr, wir haben so viel gelernt, was die Psalmisten aufgeschrieben haben. So viel gelernt über das Heiligtum, über dich als König im Himmel. Lass unser Herz immer nahe sein zu dem Heiligtum im Himmel, dass wir dein Wirken immer vor Augen haben, was du dort für uns tust. In deinem Namen, Amen.
[1:17] Wir beginnen mit Psalm 148 ab Vers 1: "Halleluja! Lobt den Herrn von den Himmeln her! Lobt ihn in der Höhe! Lobt ihn, alle seine Engel! Lobt ihn, alle seine Heerscharen! Lobt ihn, Sonne und Mond! Lobt ihn, alle leuchtenden Sterne! Lobt ihn, ihr Himmel der Himmel und ihr Wasser oben am Himmel! Sie sollen loben den Namen des Herrn, denn er gebot und sie wurden erschaffen. Und er verlieh ihnen Bestand auf immer und ewig. Er gab ein Gesetz, das nicht überschritten wird."
[1:52] Gott ist zu loben. Das haben wir schon gestern in den Versen in der Andacht gelesen. Hier wird es begründet. Oft wird das begründet mit der Schöpfung. Hier wird es begründet mit dem Gesetz. Gott hat ein Gesetz gegeben, das nicht überschritten wird. Gott selber überschreitet dieses Gesetz nicht, denn wenn er das hätte überschreiten wollen oder können, dann hätte Jesus nicht sterben müssen. Aber das Gesetz Gottes, das den Charakter Gottes abbildet, das steht für immer und ewig. "Lobt den Herrn von der Erde her, die Meerestiere und alle Meeresfluten, Feuer und Hagel, Schnee und Dunst, der Sturmwind, der sein Wort ausführt! Ihr Berge und alle Hügel, Obstbäume und alle Zedern, wilde Tiere und alles Vieh, alles, was kriecht und fliegt! Die Könige der Erde und alle Völker, ihr Fürsten und alle Richter auf Erden, die jungen Männer und auch Jungfrauen, Alte mitsamt den Jungen! Sie sollen loben den Namen des Herrn, denn sein Name allein ist erhaben, sein Glanz überstrahlt Erde und Himmel. Und er hat das Horn seines Volkes erhöht, allen seinen Getreuen zum Ruhm, den Kindern Israels, dem Volk, das ihm nahe ist. Halleluja!"
[3:09] Wie bereits erwähnt, ist das Gotteslob ganz oft mit der Schöpfung begründet. Wir finden in den Psalmen ganz, ganz viele Psalmen, die von der Schöpfung und von dem Schöpfer reden und uns den Schöpfer vor Augen führen als den, der angebetet und gelobt werden soll. Es heißt jetzt Vers 13: "Denn sein Name allein ist erhaben, sein Glanz überstrahlt Erde und Himmel." Wir wissen, dass Gott in einem Licht wohnt, da keiner hinzutreten kann. Und dieser Glanz, wenn Jesus wiederkommt und mit dem Vater zusammen und dem Heiligen Geist, das muss ein unglaubliches Erlebnis sein, ein unglaublicher Anblick, wenn dieser Glanz die Erde überstrahlt. Und wir wissen, dass Gott eines Tages hier auf dieser Erde auch sein Reich aufrichten wird. Und es wird keine Nacht mehr geben, sagt die Bibel. Es wird keine Dunkelheit mehr geben, denn wo Gott ist, da gibt es keine Dunkelheit. Er hat das Horn seines Volkes erhöht. Das Horn steht in der Bibel ja immer für Macht, für Königreich. Das heißt, er hat sein Volk erhöht. Er hat es über alle anderen Völker gestellt. Er hat es erlöst. Und damit ist natürlich das Volk Israel das im übertragenen Sinne gemeint, nicht das buchstäbliche, sondern die Kinder Israels, die dann erlöst werden am Ende, von der Wiederkunft, also alle Erlösten aller Zeitalter. Dem Volk, das ihm nahe ist. Bist du Gott jeden Tag nahe? Darf Gott dir nahekommen? Das ist eine Frage, die ganz wichtig ist, dass wir Gott wirklich an uns heranlassen, in unser Herz hineinlassen, dass wir ihm nichts vorenthalten, sondern ihm wirklich auch unsere innersten Dinge übergeben, damit er uns erneuern kann und aus uns eine Neuschöpfung machen kann.
[5:13] Psalm 149: "Halleluja! Singt dem Herrn ein neues Lied, sein Lob in der Gemeinde der Getreuen! Israel freue sich an seinem Schöpfer! Wieder hier der Gedanke der Schöpfung, des Schöpfers. Die Kinder Zion sollen jubeln über ihren König! Auch den König haben wir immer wieder in den Psalmen gefunden: Jesus, der König im himmlischen Heiligtum. Sie sollen seinen Namen loben im Reigen, mit Tamburin und Laute ihm Lob singen!" Also, Gott liebt Musik mit Instrumenten und Gesang. "Denn der Herr hat Wohlgefallen an seinem Volk. Er schmückt die Elenden mit Heil. Die Getreuen sollen frohlocken in Herrlichkeit. Sie sollen jauchzen auf ihren Lagern. Das Lob Gottes sei in ihrem Mund und ein zweischneidiges Schwert in ihrer Hand."
[6:01] Das Lob Gottes soll in unserem Mund sein und in unserer Hand ein zweischneidiges Schwert. Das erinnert uns an einen anderen Text, nämlich Hebräer 4, Vers 12, wo es auch von dem Wort Gottes als dem zweischneidigen Schwert spricht, das Mark und Bein trennt. "Um Rache zu üben an den Heidenvölkern, Strafe an die Nationen, um ihre Könige mit Ketten zu binden und ihre Edlen mit Fußeisen, um das geschriebene Urteil an ihnen zu vollstrecken. Das ist eine Ehre für seine Getreuen. Halleluja!" Der letzte Vers macht hier deutlich, dass es eine Ehre ist, Gericht zu halten. Das ist eine Ehre, ist das Urteil über andere zu vollstrecken. Wir werden im Himmel einmal sein während der 1000 Jahre und Gericht halten mit Gott. Und das wird keine schöne Zeit sein. Das wird sehr viel Traurigkeit in uns hervorrufen und viel in uns auslösen. Und Gott sagt, danach wird er abwischen alle Tränen von unseren Augen, wenn wir über 1000 Jahre lang hinweg die Geschichte dieser Welt überblicken, mit all ihren Sünden, mit allen Lebensschicksalen, die es gab. Das wird uns sehr zusetzen, aber es wird auch eine Ehre sein, an Gericht teilhaben zu dürfen. Nicht zuletzt wollen wir natürlich damit auch auf der richtigen Seite stehen. Wir kommen zum allerletzten
[7:23] Psalm 150.
[7:26] "Halleluja! Lobt Gott in seinem Heiligtum! Hier schließt sich der Bogen, der Rahmen. Wir haben in den Psalmen immer wieder vom himmlischen Heiligtum gelesen. Und warum auch nicht im allerletzten Psalm? Lobt ihn in der Ausdehnung seiner Macht! Lobt ihn wegen seiner mächtigen Taten! Lobt ihn wegen seiner großen Herrlichkeit! Lobt ihn mit Hornerschall! Lobt ihn mit Harfe und Laute! Lobt ihn mit Tamburin und Reigen! Lobt ihn mit Saitenspiel und Flöte! Lobt ihn mit hellen Zimbeln! Lobt ihn mit wohlklingenden Zimbeln! Alles, was Odem hat, lobe den Herrn! Halleluja!" Gott ist lobenswert. Und wir können Gott nicht nur loben im Lied, sondern wir können ihn auch mit unserem Leben loben, indem wir so leben, wie Gott sich das wünscht von uns, dass wir ihm gehorsam sind, dass wir nach außen erkennbar sind, erkennbar ist, wem wir angehören, wessen Kinder wir sind, dass wir Christen sind. Damit loben wir auch Gott, wenn unser Leben ein Abglanz seines Charakters und seiner Herrlichkeit ist. Und das wünsche ich uns allen, dass wir das in unserem Leben hinbekommen mit Gottes Hilfe, dass wir so ein Leben leben, dass andere sehen, dass Gott in unserem Leben wirksam ist. Lasst uns gemeinsam beten.
[8:44] Lieber Herr Jesus, wir möchten so einen Charakter haben, wie du ihn hattest. Wir möchten so liebevoll sein, so rücksichtsvoll, warmherzig, wie du. Herr, schenk uns das jeden Tag neu und hilf uns in den Momenten, wo unser eigenes Ich hochkommt, wo wir nicht so sein wollen wie du, weil unser Ego im Weg steht. Hilf uns in diesen Momenten ganz besonders, dass wir uns an dich und deine Gnade erinnern und dass wir ein weiches Herz haben, das sich von dir formen lässt. Wir danken dir für die wunderbaren Lieder, für die Psalmen, die du hast aufschreiben lassen. Sie sind ein großer Segen und sehr lehrreich für unser Leben. Ja, wir danken dir für alles. In deinem Namen, Amen.
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