In dieser Andacht zur Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Sprüche 11, Vers 9 bis Kapitel 12, Vers 4. Sie spricht über den Segen, den Gerechte einer Stadt bringen, die Bedeutung von Verschwiegenheit und die Folgen von Grausamkeit. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Wert innerer Sittsamkeit gegenüber äußerer Schönheit und der Wichtigkeit, Gottes Segen zu teilen. Abschließend geht es um die Wahl des Ehepartners und die Rolle einer tugendhaften Frau.
Gott auf (m)einer Seite: Sprüche 11:9-12:4
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, SprüchePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“. Zusammen lesen wir heute die Seite 680, und wir wollen Kapitel 11 der Sprüche weiterlesen und Kapitel 12 beginnen. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:44] Ja, du bist ein Gott, der unsere Worte, unsere Gedanken führen kann durch den Heiligen Geist. Und wir tun wohl daran, auf diese leise Stimme zu hören. Wir möchten auch jetzt, wenn wir dein Wort lesen und hören, die Stimme des Zeitgeistes wahrnehmen und bitten dich, dass er in unsere Herzen spricht. Jeder von uns hat etwas anderes zu sagen, und zu jedem von uns spricht ein anderes Wort. Und ich möchte dich bitten, dass wir dies heute an uns ranlassen. Amen.
[1:21] Wir beginnen in Sprüche 11, Vers 9, mit: „Mit seinem Mund richtet ein gewissenloser Mensch seine Nächsten zugrunde, aber durch Erkenntnis werden die Gerechten befreit. Wenn es den Gerechten wohlgeht, so freut sich die ganze Stadt, und wenn die Gottlosen umkommen, so jubelt man.“ Ich finde den ersten Teil dieses Verses besonders schön: Wenn es den Gerechten wohlgeht, dann freut sich die ganze Stadt. Das heißt, der Segen von denen, die Gott nachfolgen, überträgt sich auf die Menschen, die drum herum sind, auch wenn sie vielleicht nicht gläubig sind. Aber wir kennen noch diesen Gedanken, dass wir der Stadt Bestes suchen sollen, heißt es im Buch Jesaja. Weil wenn in einer Stadt Gerechte wohnen, wird es ihr wohlergehen. Wir sehen das in der Bibel ganz praktisch am Bild von Sodom und Gomorrha, wo es auch Gerechte gab, wo es Lot gab, wo es einen Abraham gab, der mit Gott ja diskutiert hat, ob man nicht diese Stadt retten kann, wenn es ein paar Gerechte darin gibt. Das heißt, dass Gott Gottlose verschont, wenn in ihrer Mitte Gläubige leben, die den Segen ja verteilen und von deren Leben auch Tropfen des Segens auf andere übergehen.
[2:51] „Durch den Segen der Redlichen kommt eine Stadt empor.“ Das ist derselbe Gedanke. „Aber durch den Mund der Gottlosen wird sie niedergerissen.“ „Wer seine Nächsten verächtlich behandelt, ist ein herzloser Mensch, aber ein verständiger Mann nimmt es schweigend an.“ Ja, es ist in Gottes Augen eine böse Sache, wenn wir die, denen es sowieso schlechter geht, die sowieso schlimmer dran sind als man selbst, dass wir dann noch auf ihnen herumtreten. Das ist für Gott eine schlimme Sache, ist ein Gräuel. „Ein umhergehender Verleumder plaudert Geheimnisse aus, aber eine treue Seele hält geheim, was man ihr sagt.“ Verschwiegenheit ist eine gute Angewohnheit und ein guter Charakterzug. Und er wird oft auch gebraucht, nicht nur in wichtigen Gremien, wo man Verschwiegenheit bewahren muss, aber auch im Zwischenmenschlichen, wenn der beste Freund einem ein Geheimnis anvertraut oder wenn man Seelsorgegespräche hat, dass man nicht danach umhergeht und diese Sache verteilt bei anderen.
[4:02] „Wo es an weiser Führung fehlt, kommt ein Volk zu Fall, wo aber viele Ratgeber sind, da geht es ihm gut.“ „Wer für einen Fremden bürgt, dem geht es sehr schlecht; wer aber Verpflichtungen durch Handschlag verabscheut, der ist sicher.“ „Eine anmutige Frau“ – oder auch eine Frau der Gnade – „erlangt Ehre, Gewalttätige aber erlangen Reichtum.“ Wir werden noch einige weitere Verse auf dieser Seite haben, die über die Frau reden, und ich werde danach später noch ein bisschen darauf eingehen.
[4:37] „Ein warmherziger Mensch tut seiner eigenen Seele Gutes, ein grausamer aber schneidet sich ins eigene Fleisch.“ Das ist ein sehr interessanter Vers, den man auch ganz, ganz praktisch anwenden und verstehen kann. Ein warmherziger Mensch, der wird seinen Körper auch so behandeln als etwas, was er von Gott bekommen hat. Er wird ihn in Ehren halten, er wird ihn nicht verletzen, er wird ihm nicht etwas Schlimmes antun. Und ein grausamer Mensch schneidet sich ins Fleisch. Ihr habt vielleicht schon mal davon gehört, dass ja es gerade unter jungen Menschen, die große innere Probleme haben, diese Angewohnheit gibt, sich zu ritzen, in den Arm, sich zu verletzen, weil man emotional so abgestumpft ist, dass man kaum noch etwas spürt. Und um etwas zu spüren, verletzen diese Menschen sich selber und schneiden sich ja Wunden ins Fleisch, die dann vernarben. Und man kann das bei diesen Menschen auch sehr gut sehen und Rückschlüsse darauf ziehen, wie es in ihrem Inneren aussieht und wie schlecht es ihnen geht. Das kann man natürlich ganz praktisch anwenden in diesem Fall, aber natürlich gilt das auch im übertragenen Sinne, dass wenn ein grausamer Mensch sich ins eigene Fleisch schneidet, dann tut er seiner eigenen Seele nichts Gutes. Wir sollen unsere eigene Seele beschützen, wir sollen sie bewahren, und wir sollen schauen, dass wir Gutes tun, dass wir sie guten Einflüssen aussetzen. Und eine grausame Seele setzt den eigenen Körper, das eigene Denken, schlechten Einflüssen aus.
[6:18] „Der Gottlose erwirbt trügerischen Gewinn; wer aber Gerechtigkeit sät, wird wahrhaftig belohnt. So gewiss die Gerechtigkeit zum Leben führt, so sicher die Jagd nach dem Bösen zum Tod.“ Das ist hier ein schöner Kontrast in Vers 19. „Die ein verkehrtes Herz haben, sind dem Herrn ein Gräuel; die aber untadelig wandeln, gefallen ihm wohl.“ „Die Hand darauf: Der Böse bleibt nicht ungestraft, aber der Same der Gerechten wird errettet.“
[6:45] Jetzt kommt ein sehr interessanter Vers mit Vers 22: „Ein goldener Ring in dem Rüssel einer Sau, so ist eine schöne Frau ohne Sittsamkeit.“ Was ist das für ein Bild? Eine Sau, die einen goldenen Ring in ihrem Rüssel trägt. Das ist quasi Schönheit verbunden mit einem schlechten Charakter. Also das Wertvolle des Ringes, die Schönheit des Ringes, verbunden mit einem verdorbenen Charakter. Und wenn man das mit einer Frau ohne Sittsamkeit vergleicht, dann kommt einem das Bild der Verschwendung vor Augen, denn eine schöne Frau, die aber keine guten inneren Werte hat, keinen guten Charakter, das ist pure Verschwendung. Und so hat Gott uns Menschen nicht geplant. Gott hat uns geplant, so dass wir nach außen hin schön sind, aber dass wir auch nach innen diese Schönheit haben.
[7:40] „Das Verlangen der Gerechten führt zu lauter Glück; die Hoffnung der Gottlosen führt zum Zorn.“ „Einer teilt aus und wird doch reicher; ein anderer spart mehr als recht ist und wird nur ärmer.“ Dieser Vers 24 ist eigentlich der Hauptgedanke auch für die nächsten beiden Verse, wo es heißt: „Eine segnende Seele wird reichlich gesättigt, und wer anderen zu trinken gibt, wird selbst erquickt.“ „Wer das Korn zurückhält, den verflucht das Volk; aber Segen kommt über das Haupt dessen, der es verkauft.“ Diese drei Verse haben alle einen Gedanken: Dass wenn wir Gottes Segen erfahren haben und diesen austeilen, dann vermehrt sich der Segen mehr. Das ist Gottes Prinzip und das ist das Prinzip der Mission, dass wir durch Teilen, wenn wir unseren Segen weitergeben und teilen, eigentlich noch reicher werden und nichts verlieren. Im Gegensatz dazu stellen die Sprüche hier die Menschen gegenüber, die alles horten, die alles für sich behalten wollen und dabei doch ärmer werden. Und so kann es uns auch im geistlichen Bereich gehen, dass wenn wir ganz viel Wissen haben über die Bibel und über Gott und über die Erlösung, aber es nicht teilen, dann wird das auch uns selber nichts nützen, weil es sich nicht vermehrt, weil wir es nicht weitergeben und nicht teilen.
[9:02] „Wer eifrig das Gute sucht, ist auf Gottes Wohlgefallen bedacht; wer aber nach Bösem trachtet, über den wird es kommen.“ „Wer auf seinen Reichtum vertraut, der wird fallen; die Gerechten aber werden grünen wie das Laub.“ „Der Reichtum vergeht, aber Erlösung und die Gerechtigkeit bleiben.“ „Wer seine eigene Familie zerrüttet, wird nur Wind zum Erbe bekommen.“ Das ist ein sehr wahrer und sehr trauriger Spruch, dass wenn wir in unserer eigenen Familie Unheil anrichten, dass wir ja leider damit so viel Schlimmes anrichten, dass wir ein schlechtes Erbe im übertragenen Sinne daraus ziehen werden. „Und der Tor wird ein Knecht dessen, der weise ist.“ „Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und der Weise gewinnt Seelen.“ Wieder dieser Gedanke der Mission. „Siehe, dem Gerechten wird auf Erden vergolten, wie viel mehr dem Gottlosen und Sünder.“
[10:00] Kapitel 12. „Wer Unterweisung liebt, der liebt Erkenntnis; wer aber Zurechtweisung hasst, der ist töricht.“ Hier haben wir wieder diese Verknüpfung von Zurechtweisung, Unterweisung und, ich sage mal dazu, Züchtigung in Verbindung mit der Erkenntnis, die quasi austauschbare Begriffe sind.
[10:22] „Ein gütiger Mensch erlangt Gunst von dem Herrn, aber einen Heimtückischen verurteilt er.“ „Kein Mensch kann bestehen durch Gottlosigkeit; die Wurzel der Gerechten aber wird nicht wanken.“ Wieder der Gedanke, den wir gestern schon hatten: Wenn wir in Gott gewurzelt sind, dann werden wir nicht zu Fall kommen, nicht wanken.
[10:42] Ein letzter Spruch über die Frauen: „Eine tugendhafte Frau ist die Krone ihres Mannes, aber eine schändliche ist wie ein Fraß in seinen Gebeinen.“ Die Wahl des Ehepartners ist eine der wichtigsten Wahlen, die wir im Leben treffen können, und eine Wahl, die nicht übereilt getroffen werden sollte. Denn wir treffen diese Wahl zum Guten oder zum Schlechten. Und wenn wir jemanden als Ehepartner wählen oder gewählt haben, der uns mitzieht, der genauso ja mit Gott verbunden sein möchte wie wir, dann wird es uns zum Guten gereichen. Die Bibel sagt, dann ist es eine Krone des Mannes, eine tugendhafte Frau, die sich an Tugenden orientiert und die das Gute möchte.
[11:29] Lasst uns noch mehr darüber nachdenken heute, was wir tun können, um einen guten Ehepartner zu finden, und wenn ihr schon verheiratet seid, wie ihr eurem Ehepartner zum Segen sein könnt. Lasst uns dafür beten. Lieber Herr Jesus, wir danken dir für diese Einrichtung der Ehe, die du geschaffen hast, dass wir einander stärken können und dass wir füreinander da sein können. Ich möchte dich aber auch für die Ehen bitten, die ja nicht nach deinem Vorbild so laufen, wie du es dir vorgestellt hast: Dass du auch dort Heilung schenkst und auch die Möglichkeit, dass sich die Ehepartner wieder an dich wenden und zu dir mahnen und deine Hilfe suchen, damit auch dieses Bild in ihrer Ehe wieder hergestellt werden kann. Herr, nichts ist unmöglich, auch eine kaputte Ehe kann geheilt werden. Und das bitte ich für alle, die jetzt zuhören und diese Andacht hören, dass sie diese Verheißung auch in Anspruch nehmen. Amen.
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