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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Sprüche 17:3-18:4. Sie spricht über Gottes Rolle als Herzensprüfer und die Kontraste zwischen Weisheit und Torheit im Alltag. Das Video behandelt Themen wie Bestechlichkeit, die Bedeutung von Freundschaft und die Auswirkungen unserer inneren Einstellung auf die Gesundheit, und ermutigt dazu, eine Quelle der Weisheit und Ermutigung für andere zu sein.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 686. Wir möchten Sprüche 17 beenden und Sprüche 18 beginnen. Und am Anfang beten wir gemeinsam.

[0:44] Lieber Herr, wir lesen in der Bibel ganz oft über Torheit und Klugheit, über die, die gerecht leben und die, die ungerecht leben. Ja, wir möchten dich bitten, dass wir in unserem Leben erkennen, wo wir selber stehen, wo du uns siehst und wie du uns siehst. Herr, ich bitte dich, dass wir aus deinen Worten heute klug werden und dass sie uns einen zarten Lebenssinn geben in deinem Namen. Amen.

[1:13] Wir beginnen in Sprüche 17 ab Vers 3: „Der Schmelztiegel prüft das Silber und der Ofen das Gold, der Herr aber prüft die Herzen.“ Gott ist ein Herzensprüfer. Und wir haben schon öfter gesagt, dass Gott die Herzen kennt wie kein anderer. Er kennt unser eigenes Herz besser als wir selber und er kann wirklich abwägen, wie unsere Motive sind und wo wir wirklich stehen.

[1:38] „Ein Boshafter horcht auf falsche Mäuler, ein Lügner liebt verderbliche Zungen. Wer über den Armen spottet, der lästert seinen Schöpfer. Der Schadenfrohe bleibt nicht ungestraft.“

[1:50] „Kindeskinder sind die Krone der Alten und die Ehre der Kinder sind ihre Väter.“ Die Enkel sind eine Krone der Alten. Die Krone ist immer wieder ein Bild, was wir in der Bibel finden. Sie sind die Ehre. Die Krone ist die Ehre, so heißt es ja auch: „Die Ehre der Kinder sind ihre Väter.“

[2:10] „Zu einem Narren passt keine vortreffliche Rede, so wenig wie zu einem edlen Menschen Lügenreden.“ Ein ganz interessanter Vers ist das: Wenn wir einen Menschen vor Augen haben, den wir für sehr gottesfürchtig halten und der ja sehr weise ist, sehr ausgeglichen, von dem wir glauben, der ist Gott wirklich sehr, sehr nah und er hat einen ganz praktischen christlichen Glauben. Und dieser Mensch würde auf einmal anfangen, böse Sachen zu erzählen, Lügen zu erzählen, dann würden wir denken: „Da ist irgendwas falsch, es passt doch gar nicht zu dem.“ Und andersrum sagt die Bibel genauso: Wenn ein Narr auf einmal etwas Kluges erzählt, es würde auch gar nicht zusammenpassen.

[2:55] „Ein Bestechungsgeschenk ist wie ein Edelstein in den Augen seiner Besitzer. Überall, wo es hinkommt, hat es Erfolg.“ Diesen Vers musste ich zweimal lesen, um ihn zu verstehen, denn das Bestechungsgeschenk ist ein Edelstein in den Augen derer, die ihn geben, um zu bestechen. Und leider hat dieser Edelstein, hat dieses Bestechungsgeschenk Erfolg. Wir sind oft bestechlich und Gott möchte, dass wir uns diese Eigenschaft der Unbestechlichkeit aneignen, dass wir für eine Sache stehen, weil wir für die Sache stehen und nicht wanken und hin- und hergeworfen werden.

[3:36] „Wer Vergehen zudeckt, sucht Liebe; wer aber eine Sache weitererzählt, trennt vertraute Freunde.“ Auch diesen Gedanken finden wir ganz häufig in den Sprüchen, dass wir lieber verschweigen, wenn wir mehr wissen, als ja, es guttut, weitererzählen. Und dass wir, wenn wir einander lieb haben, dass wir nicht die Verfehlungen und Sünden des anderen weitererzählen und damit prahlen und sagen: „Schau mal, was der Schlimmes getan hat!“, sondern dass wir Schweigen darüber bewahren.

[4:08] „Eine Zurechtweisung macht mehr Eindruck auf den Verständigen als 100 Schläge auf den Narren.“

[4:14] „Ein Boshafter sucht nur Auflehnung, aber ein unbarmherziger Bote wird gegen ihn ausgesandt werden. Besser, es trifft jemand eine Bärin an, die ihrer Jungen beraubt ist, als einen Narren in seiner Torheit.“ Eine Bärin, Bärin ohne Jungen anzutreffen, beziehungsweise die ihrer Jungen beraubt ist, das ist kein lustiges Unterfangen, weil diese Bärin ist sehr aggressiv und man muss eigentlich um sein Leben fürchten. Aber die Bibel sagt: „Nein, noch schlimmer ist es, als einmal einen Narren in seiner Torheit zu begegnen.“ Und das möchte einiges bedeuten.

[4:54] „Wer Gutes mit Bösem vergilt, von dessen Haus wird das Böse nicht weichen.“ Die Bibel kennt auch in anderen Büchern und auch im Neuen Testament diesen Gedanken, dass wir nicht Böses mit Bösem vergelten sollen, sondern das Böse mit Gutem. Und hier ist es andersrum: dass wir Gutes mit Bösem vergelten. Wer etwas Gutes von jemandem erfährt, aber es Böses wieder zurückgibt, der wird keinen Frieden in seinem Haus haben.

[5:22] „Einen Streit anfangen ist, als ob man Wasser entfesselt, also eine Flut. Darum lasst ab vom Zank, ehe er heftig wird.“ Wer den Gottlosen gerecht spricht und wer den Gerechten verurteilt, die sind beide dem Herrn ein Gräuel, also wer quasi falsches Gericht spricht.

[5:38] „Was nützt das Geld in der Hand des Toren? Soll er Weisheit kaufen in seinem Unverstand?“

[5:43] Und Vers 17 ist so ein schöner Vers: „Ein Freund liebt zu jeder Zeit und als Bruder für die Not wird er geboren.“ Ein echter Freund ist ein großer Schatz, den wir in unserem Leben haben dürfen. Für manche ist der Ehepartner der beste Freund, aber manche haben auch außerhalb der Ehe einen ganz engen Vertrauten. Und es ist auch manchmal sehr viel wert, wenn es auch Männer einen männlichen besten Freund haben und Frauen eine beste Freundin. Ist einfach auch eine andere Ebene, die da angesprochen wird und die man da hat. Und ein Freund hilft einem in der Not, ein echter Freund, und verlässt einen auch nicht, wenn ja, wenn es einem wirklich schlecht geht.

[6:25] „Ein unvernünftiger Mensch ist, wer sich durch Handschlag verpflichtet und gegenüber seinem Nächsten Bürgschaft leistet.“ Auch die Bürgschaft erwähnt Salomo häufiger in den Sprüchen und er möchte damit einfach ausdrücken, dass wenn wir uns von anderen Menschen abhängig machen, ist das eine unvernünftige Sache. Der Einzige, von dem wir uns abhängig machen sollten, ist Gott.

[6:47] „Wer Übertretung liebt, der liebt Streit. Und wer sein Tor hoch baut, der sucht den Einsturz. Wer ein verkehrtes Herz hat, findet nichts Gutes, und wer eine arglistige Zunge hat, fällt ins Unglück.“

[6:59] „Wer einen Toren zeugt, der hat Kummer, und der Vater eines Narren hat keine Freude. Ein fröhliches Herz fördert die Genesung, und ein niedergeschlagener Geist dörrt das Gebein aus.“ Ja, dieser Vers macht deutlich, dass auch meine innere Einstellung einen Einfluss hat auf meine körperliche Gesundheit, dass ein niedergeschlagener Geist auch Auswirkungen hat auf meine körperliche Gesundheit.

[7:29] „Der Gottlose nimmt ein Bestechungsgeld aus dem Gewand, um die Pfade des Rechts zu beugen. Dem Verständigen liegt die Weisheit vor Augen, die Augen des Toren aber schweifen am Ende der Erde umher. Ein törichter Sohn bereitet seinem Vater Verdruss und seiner Mutter Herzeleid.“ Das ist ja ganz besonders in dem Gleichnis vom verlorenen Sohn zu sehen.

[7:53] „Einen Gerechten zu bestrafen ist schon nicht gut, erst recht nicht Edle zu schlagen um ihrer Aufrichtigkeit willen. Wer seine Worte zurückhält, der besitzt Erkenntnis, und wer kühlen Geistes ist, der ist ein weiser Mann.“ Das heißt, wir sollten als Kinder Gottes immer bedacht handeln, dass wir nicht etwas aus dem Bauch heraus entscheiden, sondern unsere Worte bedenken, uns erstmal zurückhalten und dann etwas sagen, was auch wirklich Hand und Fuß hat.

[8:27] „Selbst ein Narr wird für weise gehalten, wenn er schweigt, nur verständig, wenn er seine Lippen verschließt.“

[8:37] Jetzt Kapitel 18: „Wer sich absondert, der sucht, was ihn gelüstet, und wehrt sich gegen alles, was heilsam ist.“ Das beschreibt, dass auch Sünde oft im Verborgenen geschieht. Die, die sich zurückziehen, die ja irren auch oft vom Weg ab. Und wir können das auch gut in der Gemeinde sehen, dass die, die lange nicht im Gottesdienst waren oder die, die sich in der Gemeinde nicht mehr sehen lassen. Es ist gut, wenn wir sie kontaktieren, weil wir sie anrufen, wenn wir sie ansprechen, weil es könnte sein, dass ihre Abwesenheit damit zu tun hat, dass sie sich immer mehr in die Sünde begeben.

[9:12] „Einem Toren ist es nicht ums Lernen zu tun, sondern darum, zu enthüllen, was er weiß. Wo der Gottlose hinkommt, da stellt sich auch Verachtung ein und mit der Schande die Schmach. Die Worte eines Mannes sind tiefe Wasser, ein sprudelnder Bach, eine Quelle der Weisheit.“

[9:30] Lasst uns heute so eine Quelle der Weisheit sein, denn wir reden, wenn wir anderen auch ein ermutigendes Wort sagen. Lasst uns dafür beten: Lieber Herr Jesus, wir möchten so eine Quelle der Weisheit sein, die sprudelt und die anderen ein Segen ist. Ja, hilf uns dabei, solche Menschen zu sein. Aber wenn wir heute ein ermutigendes Wort brauchen, dann stell uns jemanden in den Weg, der so eine sprudelnde Quelle des Lebens ist, damit wir aufgebaut werden. Ich bitte das in deinem Namen. Amen.


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