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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Sprüche 20:11-21:11. Sie betont die biblische Weisheit, Entscheidungen sorgfältig zu überdenken und vor übereiltem Handeln zu warnen. Der Vortrag unterstreicht die Bedeutung von Fleiß, Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit im Leben eines Gläubigen. Dabei wird hervorgehoben, wie der Heilige Geist uns zu einem weisen und gottgefälligen Lebenswandel anleitet.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde! Willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute zusammen die Seite 689. Wir möchten Sprüche 20 beenden und 21 beginnen und davor natürlich gemeinsam beten.

[0:46] Herr Jesus, wir danken dir für diese sehr weisen Lebensratschläge, die wir von Salomo lesen dürfen. Es sind so tiefe Gedanken dabei, dass wir sie nicht immer ganz durchdringen, und auch solche Gedanken, die uns manchmal im tiefsten Innern treffen, weil sie genau unsere Lebenssituation beschreiben. Wenn dann heute ein solcher Vers für uns persönlich dabei ist, temperiere unser Herz durch den Heiligen Geist und lass uns dein Wort ganz praktisch werden in deinem Namen.

[1:23] Interessanterweise geht es auf dieser Seite heute wiederholt über ein ganz bestimmtes Thema, nämlich, dass man, bevor man Dinge tut, genau überlegen soll. Und wir werden einige Verse dazu finden, die davon sprechen, dass es besser ist, vorher etwas zu überdenken, bevor man etwas sagt oder tut. Wir starten in Sprüche 20 ab Vers 11.

[1:51] "Schon ein Knabe gibt durch sein Verhalten zu erkennen, ob sein Tun lauter und redlich ist." Ein Knabe ist ein Kind, vielleicht auch ein Kind, das schon Richtung Pubertät geht, aber eben noch kein ganz erwachsener Mensch.

[2:09] Interessant ist, dass die Bibel hier die Aussage macht, dass schon bei einem Knaben die Anlagen zu erkennen sind, ob er lauter und redlich ist, also ob er aufrichtig ist. Und die Wissenschaft sagt interessanterweise, dass bis zum 25. Lebensjahr die Charakterbildung so gut wie abgeschlossen ist und danach sich ein Mensch kaum noch ändert. Das bedeutet für uns, dass junge Erwachsene unter 25 noch sehr formbar sind und noch sehr viel lernen können. Und ein Knabe und Kinder umso mehr. Und das, was man in Kinder hinein investiert, das, was Kinder lernen, wenn sie jung sind, das bleibt ihnen ein Leben lang erhalten, wenn sie es wollen.

[3:02] Vers 12: "Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge, der HERR hat beide gemacht. Liebe den Schlaf nicht, damit du nicht arm wirst; tu deine Augen auf, so hast du Brot genug."

[3:15] Die Sprüche kommen so oft auf dieses Thema des Fleißes und, ja, im Kontrast dazu des Schlafes, dass wenn wir fleißig sind, dann werden wir im Leben auch zurechtkommen. Und wenn wir aber faul sind und schläfrig und träge, dann wird es uns an Dingen mangeln, die wir nötig haben.

[3:34] "Schlecht, schlecht! sagt der Käufer; wenn er aber weggeht, so rühmt er sich." Ja, dieser Vers ist vielleicht nicht auf den ersten Blick zu erklären, was damit gemeint ist, aber wenn wir uns ganz praktisch vor Augen führen, was für eine Szene das sein könnte, dann geht es hier um einen Händler, einen Käufer und einen Händler, die vielleicht auf einem Markt stehen. Und der Käufer handelt den Preis herunter und will gar nicht so viel dafür bezahlen, obwohl er weiß, dass die Ware sehr wertvoll ist. Und sobald er weggeht, sagt er: "Es ist schlecht, es ist schlecht!", hat er gesagt, aber wenn er weggeht, dann preist er sich oder rühmt er sich dafür, dass er so einen günstigen Preis dafür rausgeschlagen hat. Und natürlich ist das keine anständige Sache und so sollten wir nicht handeln.

[4:29] "Eine Sache soll ihres Geldes wert sein. Gold und Perlen gibt es in Menge, aber ein kostbarer Schmuck sind verständige Lippen. Nimm ihm sein Gewand, denn er hat sich für einen Fremden verbürgt, und pfände ihn aus anstelle der Fremden."

[4:46] "Erschwindeltes Brot schmeckt dem Menschen süß, aber hinterher wird sein Mund voll Kies."

[4:57] Schwindeln oder, wenn wir ein anderes Wort dafür nehmen, Lügen ist nichts, was die Bibel gutheißt. Und wenn wir als Menschen etwas uns erlogen haben oder erschwindelt haben, wie es hier heißt, dann ist es im ersten Moment vielleicht ein Triumphgefühl, dass wir etwas haben oder ergattert haben. Aber später wird uns das auf die Füße fallen. Und die Bibel findet hier diesen Vergleich, dass es uns im Mund sein wird wie Kies. Das heißt, das Brot, das einmal geschmeckt hat, wird uns ganz schön körnig auf der Zunge, also nicht mehr den Genuss haben.

[5:36] "Pläne kommen durch Beratung zustande, und mit weiser Überlegung führe Krieg." Hier haben wir das erste Mal einen Vers zu diesem Thema der Überlegung, dass, wenn wir Pläne haben, die beraten sind, die wohlüberlegt sind, die wohl abgewogen sind, dann werden sie auch Erfolg haben. Das Gegenteil davon kann man sagen, ist vielleicht das kopflose Handeln, wenn wir einfach nur impulsiv drauf losgehen, ohne vorher wirklich zu durchdenken, was wir tun.

[6:05] "Einhergehender Verleumder plaudert Geheimnisse aus; darum lass dich gar nicht mit ihm ein, weil er den Mund nicht halten kann." Das ist ein sehr wichtiger Ratschlag ganz praktischer Natur für uns, dass wir uns mit Menschen, die ja verleumderisch sind oder die einfach nur quatschen oder einfach schlecht über andere reden und Gerüchte in die Welt setzen, dass wir uns mit diesen Menschen überhaupt nicht abgeben sollten und nicht mit ihnen vereinigen sollten. Und die Bibel sagt: Meidet diese Menschen.

[6:42] "Der seinem Vater und seiner Mutter flucht, dessen Leuchte wird erlöschen in der dichtesten Finsternis." Hier ist wieder ganz präsent, wie in den Sprüchen, das fünfte Gebot.

[6:54] "Ein Erbe, welches man am Anfang übereilt erworben hat, das wird am Ende nicht gesegnet sein." Das ist ganz ein ähnlicher Gedanke, wie wir vorher mit dem erschwindelten Brot gehabt haben. Wieder dieses schnelle Ergreifen einer Sache, die dann im Nachgang keinen Segen hat, weil sie durch unlauteres Verhalten erworben wurde.

[7:18] "Du sollst nicht sagen: Ich will Böses vergelten! Harre auf den HERRN, der wird dir helfen. Zweierlei Gewicht ist dem HERRN ein Gräuel, und falsche Waage ist nicht gut."

[7:29] Auch ein Vers, der für uns ganz, ganz relevant ist, ganz im persönlichen Leben, dass, wenn wir Menschen, ganz unterschiedliche Menschen, mit denen wir Umgang haben, nicht gleich behandeln, das heißt, wenn wir die Person ansehen, wenn wir sie unterschiedlich behandeln und bewerten, dann sagt die Bibel, dass es keine gute Sache ist. Falsche Waage ist nicht gut, wenn wir bei dem einen den Maßstab anlegen und bei dem anderen einen anderen oder milderen oder härteren Maßstab, nur weil uns die eine Person näher oder lieber ist als die andere. Die Bibel sagt, dass es kein christliches Verhalten ist.

[8:10] "Vom HERRN hängen die Schritte des Mannes ab; was versteht der Mensch von seinem Weg? Es ist dem Menschen ein Fallstrick, überstürzt zu rufen: Geweiht! – und erst nach dem Gelübde zu überlegen." Wieder dieser Gedanke, dass wir vorher wirklich überlegen und abwägen sollen, was wir tun, was wir sagen.

[8:30] "Ein weiser König wäscht die Gottlosen und verdrischt sie mit dem Rad. Der Geist des Menschen ist eine Leuchte des HERRN; sie durchforscht alle verborgenen Kammern des Innern."

[8:40] Das ist ein wirklich schöner, ein sehr tiefer Vers. Das heißt, Gott arbeitet nicht einfach mit uns, indem er uns programmiert, sondern er kooperiert mit unserem Verstand. Und er knipst sozusagen durch den Heiligen Geist die Leuchte, das Denken, das Gewissen in uns an. Und dadurch sind wir auch in der Lage, uns selber zu erforschen, wenn wir mit dem Heiligen Geist zusammenarbeiten.

[9:09] "Gnade und Wahrheit werden den König behüten, durch Gnade befestigt er seinen Thron. Die Zierde der jungen Männer ist ihre Kraft, und die Ehre der Alten ist ihr graues Haar. Striemen scheuern das Böse weg, und Schläge säubern die verborgenen Kammern des Innern." Hier haben wir hier so einen Vers über die Erziehung. Und wir werden in den nächsten Tagen noch ein bisschen mehr darauf eingehen über die Zucht und die Erziehung.

[9:38] Kapitel 21, Vers 1: "Wasserbecken ist das Herz des Königs in der Hand des HERRN; er leitet es, wohin immer er will. Jeder Weg eines Menschen ist recht in seinen Augen, aber der HERR prüft die Herzen. Richtung Gerechtigkeit üben ist dem HERRN lieber als Opfer."

[9:57] Ein schöner Vers, der zeigt, dass Gott es lieber hat, wenn wir von vornherein gerade Wege gehen, wenn wir von Anfang an wirklich lieber ihm gehorchen, anstatt dass wir fallen und dann Opfer bringen müssen bzw. dann die Vergebung in Anspruch nehmen müssen. Lieber ist es Gott, dass wir gleich mit ihm gehen.

[10:17] "Stolz und ein aufgeblasenes Herz, die Leuchte der Gottlosen, ist Sünde." Hier haben wir noch einmal die Leuchte im Kontrast zu der ersten Leuchte, die ja in den Gotteskinder war. Und hier ist es der Geist der Sünde.

[10:42] "Die Überlegungen des Fleißigen sind nur zum Vorteil, aber wer zu sehr eilt, hat nur Schaden davon." Wieder diese Anspielung auf das Überlegen, das übereilte Handeln.

[10:57] "Wer mit lügenhafter Zunge Schätze erwirbt, der jagt nach dem Wind und sucht den Tod. Die Gewalttätigkeit der Gottlosen rafft sie hinweg, denn sie weigern sich zu tun, was recht ist. Wer schuldbeladen ist, muss krumme Wege gehen; wer aber lauter ist, der handelt aufrichtig. Es ist besser, in einem Winkel auf dem Dach zu wohnen, als gemeinsam mit einer zänkischen Frau in einem Haus. Die Seele des Gottlosen begehrt nach dem Bösen; sein Nächster findet keine Gnade vor ihm. Wenn man den Spötter bestraft, wird der Unverständige weise; und wenn man den Weisen belehrt, so nimmt er Einsicht an."

[11:36] Wenn wir Gott gehorchen, wenn wir Gotteskinder sind, wenn wir seine Gebote lieben und weise werden, dann nehmen wir auch gerne eine Belehrung, ja, eine Zurechtweisung an, weil wir dadurch wissen, dass wir noch näher zu ihm kommen, dass wir dadurch noch wichtiger und noch weiser werden. Lasst uns dafür gemeinsam beten.

[11:58] Herr Jesus, wir haben heute gesehen, wie wichtig es ist, dass wir, bevor wir etwas tun oder sagen, die Dinge wirklich überlegen, dass wir abwägen, was wir tun und was wir vorhaben. Und der Heilige Geist hilft uns dabei. Und ich möchte dich heute bitten für uns, dass wir den Heiligen Geist haben für solche Situationen, wenn wir in der Gefahr stehen, etwas übereilt oder impulsiv zu tun, dass du uns zurückhältst und uns erst überlegen lässt, bevor wir etwas tun. Danke für diese Gabe, die du schenkst, und wir bitten dich, dass wir sie heute erleben dürfen. Amen.


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