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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Andacht zur Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Sprüche 22:12-23:13. Sie spricht über die Bedeutung göttlicher Erziehung, die uns von Torheit befreit und Weisheit schenkt. Dabei betont sie die Wichtigkeit, Gottes Wort persönlich zu studieren, sich von schlechtem Einfluss fernzuhalten und fleißig zu sein, um ein rechtschaffenes Leben zu führen. Die Andacht schließt mit einem Gebet um Annahme dieser göttlichen Zucht.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen zusammen die Seite 691, wollen Sprüche 22 beenden und Sprüche 23 beginnen.

[0:42] Davor gemeinsam beten: Lieber Herr Jesus, wir möchten dir danken, dass du auch in der Bibel festgehalten hast, dass die Erziehung etwas Wichtiges ist, nicht nur die Erziehung von Kindern, sondern auch unsere Erziehung durch den Heiligen Geist und durch dich. Und wenn wir heute davon lesen, dann gib, dass wir davon berührt werden und wir angesprochen werden in deinem Namen. Amen.

[1:05] Wir beginnen in Sprüche 22 ab Vers 12: „Die Augen des Herrn behüten die Erkenntnis, aber er bringt die Reden des Betrügers zu Fall.“

[1:18] „Die Augen des Herrn“, das ist eine Phrase, die öfter in der Bibel vorkommt, und ganz oft wird damit der Heilige Geist gemeint, der die Herzen erforscht. Und in diesem Fall entlarvt der Heilige Geist auch die Reden des Betrügers.

[1:36] Der Faule spricht: „Es ist ein Löwe draußen, ich könnte umkommen auf offener Straße.“ Ja, der Faule, der findet immer eine Ausrede, warum er sich nicht anstrengen muss, nicht rausgehen müsste. „Eine tiefe Grube ist der Mund fremder Frauen, wer dem Herrn strafen will, der fällt hinein.“ „Die Torheit steckt dem Knaben im Herzen, aber die Rute der Zucht wird sie ihm austreiben.“

[1:59] Das klingt im ersten Moment etwas hart, aber die Torheit – die ja das Gegenteil zur Weisheit ist – die steckt uns allen erst mal inne, weil wir ja, weil wir die Sünde, weil wir die sündige Neigung in unserem Leben haben. Und Gott muss diese Torheit aus unseren Herzen rausnehmen und die Weisheit hineintun. Und womit? Er tut das mit der Zucht. Die Zucht, das haben wir schon in früheren Andachten mal herausgearbeitet, die Zucht ist nichts weiter als die Erkenntnis, die Weisheit. Und es ist nicht so sehr eine körperliche Maßregelung damit gemeint, als vielmehr die Erziehung, vor allem die Erziehung Gottes.

[2:47] „Wer einen Armen bedrückt, verhilft ihm zur Bereicherung; wer einem Reichen gibt, verschafft ihm nur Verarmung.“

[2:55] „Neige dein Ohr und höre auf die Worte der Weisen, und dein Herz achte auf meine Erkenntnis. Denn das ist lieblich, wenn du sie in deinem Herzen bewahrst, wenn sie allesamt bereit stehen auf deinen Lippen.“

[3:08] Und hier sind die Worte der Weisen gemeint: Wenn ich die Worte der Weisen in meinem Inneren bewahre, wenn ich sie auf meinen Lippen hab', dann wird es mir im Leben gelingen, alles, was ich tue.

[3:20] „Damit du dein Vertrauen auf den Herrn setzt, lehre ich dich heute, ja dich!“ Das ist ein so wichtiger Vers, der auf wunderbare Weise ausdrückt, dass Gott uns ganz persönlich lehren möchte. Er möchte dir ganz persönlich einfach sagen durch sein Wort und auch mir. Deswegen ist es so wichtig, dass wir ganz persönlich das Wort Gottes lesen, dass wir das Wort Gottes nicht nur in Predigten hören und in Andachten wie diesen und nicht nur von anderen gelehrt werden, sondern dass wir uns ganz persönlich von Gott lernen lassen. Und das geht am besten, indem wir die Bibel lesen und dazu beten.

[3:55] „Habe ich dir nicht Vortreffliches geschrieben mit Ratschlägen und Lehren, um dich die zuverlässigen Worte der Wahrheit wissen zu lassen, damit du die Worte der Wahrheit denen weitergibst, die dich senden?“

[4:09] „Beraube den Schwachen nicht, weil er schwach ist, und unterdrücke den Elenden nicht im Tor. Denn der Herr wird ihre Sache führen und denen, die sie berauben, das Leben rauben.“

[4:21] Gott kümmert sich nicht nur um die Waisen, um die Witwen, um die Armen, um die, die am Rand der Gesellschaft stehen, die benachteiligt sind. Gott schaut auch auf die, die diese unterdrücken und wird denen ihren Lohn eines Tages geben.

[4:33] „Freunde dich nicht mit einem Zornmütigen an und geh nicht um mit einem Hitzkopf, damit du dir nicht seinen Wandel angewöhnst und er dir nicht zum Fallstrick deiner Seele wird.“

[4:48] Es ist wichtig, was für Freunde wir haben im Leben. Es ist wichtig, mit wem wir uns umgeben, denn schlechte Freunde haben einen schlechten Einfluss, und der wird dann auf uns abstrahlen und auch uns ja schlecht beeinflussen. Und Gott sagt: Gib dich nicht mit solchen Menschen ab, mit welchen, die schnell zum Zorn sind, schnell in denen schnell der Zorn aufwallt und die vielleicht ein Hitzkopf sind, weil ihr Wandel wird auf dich abstrahlen.

[5:18] „Sei nicht unter denen, die sich mit Handschlag verpflichten, die sich für Schulden verbürgen. Denn wenn du nicht bezahlen kannst, warum soll man dir dein Bett wegnehmen?“

[5:30] „Verrücke die uralte Grenze nicht, die deine Väter gemacht haben.“

[5:35] „Siehst du jemand tüchtig in seinem Geschäft? Bei Königen wird er im Dienst stehen, er wird nicht bei unbedeutenden Leuten.“

[5:43] Der Fleiß zahlt sich aus. Jemand, der in Kleinem treu ist, der wird auch immer größere Talente zur Verfügung bekommen, und es wird sich zeigen, dass er auch im Großen treu sein wird. Jemand, der klein anfängt, so wie Josef zum Beispiel im Gefängnis, der dort treu war, der wird bei Königen im Dienst stehen. Und das hat sich in seinem Leben ja wirklich bewahrheitet. Er war im Dienst des Pharao, er war der zweite Mann im Staat, weil er so zuverlässig und so rechtschaffen und so fleißig war.

[6:12] Wenn du mit einem Herrscher zu Tisch sitzt, so bedenke gut, wen du vor dir hast. „Setze ein Messer an der Kehle, wenn du gierig bist. Lass dich nicht gelüsten nach seinen Leckerbissen, denn das ist ein trügerisches Brot.“

[6:24] „Bemühe dich nicht, Reichtum zu erwerben aus eigener Einsicht, lass davon.“ Gott gibt Reichtum. Es ist nicht unsere Aufgabe, nach dem Reichtum uns auszustrecken, danach zu jagen, als wenn wir verrückt wären. Gott hat manche von uns dazu bestimmt, reich zu sein, und manche nicht. Wichtig ist, dass wir zufrieden damit sind, was wir haben.

[6:49] „Kaum hast du dein Auge darauf geworfen, so ist er nicht mehr da“, nämlich der Reichtum, „denn sicherlich schafft er sich Flügel wie ein Adler, der zum Himmel fliegt.“

[6:57] „Iss nicht das Brot eines Missgünstigen und lass dich nicht gelüsten nach seinen Leckerbissen. Denn wie er in seiner Seele berechnend denkt, so ist er. Er spricht zu dir: Iss und trink!, aber er gönnt es dir nicht.“

[7:15] „Den Bissen, den du gegessen hast, musst du wieder ausspeien, und deine freundlichen Worte hast du verschwendet.“

[7:20] Diese drei Verse, sechs bis acht, sind sehr interessant und sehr lehrreich für unser Leben. Denn das kann man auf viele Situationen im Leben übertragen: Wenn wir uns mit Menschen einlassen, von denen wir eigentlich wissen, sie sind missgünstig, und wir reden ihnen zu und wir versuchen sie irgendwie ja, mit ihnen zu kooperieren, und sie sind ja auf den ersten Augenschein mit uns auch kooperativ, dann kann es doch sein, dass uns der Bissen im Hals stecken bleibt und dass die freundlichen Worte, mit denen wir uns bemüht haben, dann doch umsonst gewesen sind.

[8:02] „Sprich keinem Toren gut zu, denn er wird deine weisen Reden nur verachten.“

[8:07] „Verrücke die uralte Grenze nicht und dringe nicht ein in das Feld der Waisen. Denn ihr Erlöser ist stark, er wird ihre Sache gegen dich führen.“

[8:18] „Gib dein Herz der Unterweisung und neige deine Ohren zu den Worten der Erkenntnis. Erspare dem Knaben die Züchtigung nicht; wenn du ihn mit der Rute schlägst, muss er nicht sterben.“

[8:33] Die Erziehung bewahrt uns vor viel Unheil im Erwachsenenleben. Wenn wir unseren Kindern eine gute und ja, eine gute, werteorientierte Erziehung geben, dann werden sie viele Fehler im Leben nicht machen. Sie werden Fehler machen, das ist keine Frage, aber es wird ihnen noch vieles erspart bleiben, sagt die Bibel. Und heute gibt es viele Konzepte über Erziehung und viele interessante Ideen. Und die Bibel sagt: „Prüfe alles, das Gute behaltet.“ Aber was wir aus der Bibel herausnehmen können, ist, dass wir unsere Kinder und Jugendlichen mit einer starken und festen Hand, aber auch mit einer liebevollen Hand erziehen sollen, ihnen nicht alles erlauben sollen, sie nicht alles selber entscheiden lassen, aber dass wir ihnen den Weg zeigen und weisen, das ihnen und uns nur zum Vorteil, wenn sie größer sind. Und ich wünsche euch, dass ihr das denn auch im Leben erfahren durftet.

[9:31] Lasst uns dafür beten, dass wir auch selbst diese Erziehung durch Jesus in unserem Leben erfahren können. Lieber Herr Jesus, wir Menschen, wir sind Toren, haben wir heute gelesen in deinem Wort, und du musst uns erziehen, damit wir das ewige Leben bekommen. Ich bitte dich, dass wir diese Erziehung willig annehmen jeden Tag aufs Neue und dass wir uns freuen darüber, dass du mit uns arbeitest und an unserem Charakter arbeitest. In deinem Namen. Amen.


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