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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Verse aus Sprüche 24 und 25. Sie spricht über die göttliche Prüfung des Herzens, die Weisheit als kostbares Gut und die Bedeutung von Fleiß. Zudem thematisiert sie die Feindesliebe, die Ablehnung von Schadenfreude und die Wichtigkeit, zuerst die Arbeit zu erledigen, bevor man sich anderen Dingen widmet.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen zusammen heute die Seite 693, werden Sprüche 24 zu Ende lesen und 25 beginnen. Und wie immer am Anfang gemeinsam beten.

[0:43] Lieber Herr Jesus, wir danken dir, dass du uns heute Morgen geweckt hast, dass wir gesund sind und dass du heute deine Gnade neu geschenkt hast. Dich bitte ich, dass du uns durch diesen Tag führst, dass du uns leitest und dass dein Wort heute ein Leitfaden für uns wird, dass wir daran denken in den verschiedenen Situationen, die wir kommen werden. Und ich bitte dich auch, dass dein Heiliger Geist uns jetzt hilft, dein Wort zu verstehen. Amen.

[1:15] Wir beginnen in Sprüche 24 ab Vers 11: „Errette die zum Tod Geschleppten und die zur Schlachtbank wanken, halte zurück! Wenn du sagen wolltest: »Siehe, wir haben das nicht gewusst!«, wird nicht der, welcher die Herzen prüft, es erkennen? Und der auf deine Seele achthat, es wahrnehmen? Und er wird den Menschen vergelten nach seinem Tun.“

[1:43] Dieser Vers erinnert mich an Apostelgeschichte 17, Vers 30: „Denn Gott übersieht die Zeit der Unwissenheit.“ Gott schaut in unser Herz und er weiß, ob wir von Dingen schon gewusst haben oder nicht, ob wir Sünden in Unwissenheit begangen haben oder wissentlich gesündigt haben. Gott kann das beurteilen, weil er in unser Herz schauen kann, im Gegensatz zu anderen Menschen.

[2:10] „Iss Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist süß für deinen Gaumen. So erkenne auch, dass die Weisheit gut ist für deine Seele. Wenn du sie gefunden hast, so hast du eine Zukunft, und deine Hoffnung wird nicht zunichtewerden.“

[2:26] Der Honig wird hier in Zusammenhang gesetzt mit der Weisheit, und beides hat doch eine Gemeinsamkeit: Der Honig wird gesammelt und hergestellt von Bienen. Bienen zeichnen sich durch Fleiß aus. Auch im Volksmund sagen wir, dass wir fleißig sind wie eine Biene. Die Weisheit ist auch etwas, was durch Fleiß erworben wird. Die Sprüche bringen das immer wieder in Zusammenhang, die Weisheit und den Fleiß. Und so liegt auch der Vergleich von Honig und Weisheit nahe beieinander. Und die Bibel sagt, dass der Honig so süß ist in unserem Gaumen, und so ist auch die Weisheit für uns etwas Köstliches, etwas Kostbares.

[3:09] „Du Gottloser, belange nicht die Wohnung des Gerechten und zerstöre nicht seine Ruhestätte! Denn der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf; aber die Gottlosen stürzen nieder im Unglück.“

[3:21] Dieser Vers 16 ist ein ganz bekannter Vers und auch ein Text, den wir uns oft ins Gedächtnis rufen, wenn wir zum wiederholten Male gesündigt haben, vielleicht sogar eine bestimmte Sünde zum wiederholten Male getan haben. Denn dieser Vers gibt uns so großen Trost, dass auch wenn wir vielleicht irgendwann den Eindruck haben oder unter der Last der Sünde zusammenbrechen und keine Hoffnung haben, dass wir irgendwann noch einmal schaffen, eine Sünde zu überwinden, dass dieser Vers uns Hoffnung gibt und sagt: „Der Gerechte steht siebenmal wieder auf.“ Und das ist natürlich eine symbolische Zahl, die Sieben steht für Gott und die Heiligkeit. Wenn wir immer wieder aufstehen, wenn wir immer wieder es versuchen und immer wieder neu Gottes Gnade und Barmherzigkeit in Anspruch nehmen, dann werden wir irgendwann zum Ziel kommen. Gott lässt uns mit unserer Sünde und unserem Kampf gegen die Sünde nie im Stich.

[4:20] „Freue dich nicht über den Fall deines Feindes, und wenn er strauchelt, frohlocke dein Herz nicht, damit nicht der HERR es sieht und es ihm missfällt und er seinen Zorn von ihm abwendet. Erzürne dich nicht über die Übeltäter, sei nicht neidisch auf die Gottlosen! Denn der Böse hat keine Zukunft, und die Leuchte der Gottlosen wird erlöschen.“ Diese drei Verse gehören zusammen.

[4:49] Und es geht auch wieder um die Feindesliebe, auch wenn es nicht im ersten Moment so offensichtlich ist. Aber die Bibel sagt hier, wenn auch dein Feind strauchelt, wenn er fällt, wenn er ins Unglück gerät, dann sei nicht schadenfroh. Weil wenn du das bist, wenn du schadenfroh bist mit anderen, und auch wenn es deine Feinde sind, die vielleicht keine Gotteskinder sind, dann wird doch deine Schadenfreude auf dich selber wieder zurückfallen.

[5:15] „Fürchte den HERRN, mein Sohn, und den König, und lass dich nicht mit Aufrührern ein! Denn ihr Unheil wird plötzlich kommen, und ihrer beider Verderben – wer kennt es?“

[5:31] „Auch diese Sprüche kommen von den Weisen: Die Person ansehen im Gericht ist nicht gut.“

[5:38] Vers 23 gibt uns vielleicht einen kleinen Hinweis darauf, dass die Sprüche nicht alle nur von Salomo stammen. Denn hier heißt es: „Auch diese Sprüche kommen von den Weisen.“ Und da gibt es vielleicht, gab es vielleicht mehrere Menschen, die als sehr weise galten. Nur wissen wir, die Bibel sagt, Salomo war der weiseste Mann und Mensch aller Zeiten. Aber hier gibt es so ein kleines Fenster, ein kleiner Hinweis, dass es da vielleicht auch noch andere Autoren der Sprüche gab.

[6:08] „Wer zum Gottlosen spricht: »Du bist gerecht!«, den verfluchen die Völker, und die Leute verwünschen ihn. Aber an denen, die recht richten, hat man Wohlgefallen, und über sie kommt der Segen des Guten.“

[6:23] Wenn wir als Gotteskinder gerecht richten, dann ernten wir dadurch Anerkennung und Ansehen, dann sind wir gefürchtet im positiven Sinne. Aber wer wirklich gerecht richten kann, ist Gott. Und Gott wird allen Dingen ein Gericht bringen, sagt die Bibel. Und wir wissen, dass es auch vor der Wiederkunft ein Gericht geben wird. Die Bibel spricht davon in Daniel, im Buch Daniel. Und dieses Gericht wird zeigen, wird dem Universum zeigen, dass Gott gerecht gerichtet hat, wer in den Himmel kommt und wer nicht. Und wenn wir die Eigenschaft von Gott bekommen, gerecht zu richten, dann ist es nichts, was aus uns selber kommt, sondern es ist etwas, was Gott uns schenkt.

[7:12] „Eine rechte Antwort ist wie ein Kuss auf die Lippen. Besorge zuerst draußen deine Arbeit und bestelle dir dein Feld; danach magst du dein Haus bauen.“

[7:24] Dieser Vers legt uns nahe, dass wir erst Arbeit tun sollen, die ansteht, die wichtig ist. Erst die Arbeit tun, die auf der Hand liegt, und danach können wir uns um andere Dinge kümmern, zum Beispiel unser eigenes Haus zu bauen. Aber wenn ich zum Beispiel mein Feld nicht bestellt habe, dann habe ich keine Ernte. Das heißt, ich habe auch kein Einkommen, dann kann ich erst recht mein Haus nicht bauen. Also die Bibel sagt hier, gibt hier ganz haushälterische Ratschläge ganz praktischer Natur, dass wir erst ja etwas verdienen, uns erst Geld verdienen und dann erst investieren können.

[8:03] „Tritt nicht ohne Ursache als Zeuge auf gegen deinen Nächsten, weshalb willst du irreführen mit deinen Lippen? Sage nicht: »Wie er es mit mir gemacht hat, so will ich es mit ihm machen; ich will dem Mann vergelten nach seinem Werk!«“

[8:22] Auch das Neue Testament kennt genau dasselbe Prinzip, nämlich dass wir nicht Böses mit Bösem vergelten sollen, so wie es hier steht: „Wie er es mit dir gemacht hat, so will ich es nicht machen.“ So sollen wir nicht denken. Das heißt, das Alte Testament kennt auch schon dieses Prinzip, dass wir keine persönliche Rache nehmen sollen. Es gibt Christen, die das Gegenteil behaupten, dass in der Bibel das Prinzip Auge um Auge, Zahn um Zahn, also wie du mir, so ich dir, herrscht. Aber in Wirklichkeit kennt das Alte Testament auch schon die Prinzipien, die Jesus zum Beispiel in der Bergpredigt oder Paulus in seinen Briefen niedergeschrieben hat.

[9:00] „Ich ging vorüber am Acker eines Faulen und am Weinberg eines Unverständigen. Und siehe, es ging ganz in Unkraut auf, und Nesseln überwucherten ihn, und seine Steinmauer war eingestürzt. Das sah ich und nahm es mir zu Herzen; ich betrachtete es und zog eine Lehre daraus: Ein wenig schlafen, ein wenig schlummern, die Hände ein wenig in den Schoß legen, um zu ruhen – so kommt deine Armut wie ein Wehklagen und dein Mangel wie ein bewaffneter Mann.“

[9:33] Ja, die Bibel und vor allem die Sprüche verurteilen immer wieder die Faulheit und die Schlemmerei und das Herumliegen und Nichtstun. Gott möchte, dass wir fleißig sind. Sogar im Himmel werden wir fleißig sein. Wir werden nicht auf der Wolke sitzen und nur unsere Harfe spielen und vor uns hin vegetieren. Im Himmel gibt es viele Aufgaben. Und so sollen wir auch schon auf der Erde uns darauf vorbereiten und fleißige Menschen sein, denn dadurch können wir auch ganz praktisch Zeugnis ablegen, dass wir Gotteskinder sind.

[10:05] Kapitel 25, Vers 1: „Auch das sind die Sprüche Salomos, welche die Männer Hiskias, des Königs von Juda, zusammengetragen haben.“

[10:18] Dieser Vers 1 von Kapitel 25 gibt uns wieder einen kleinen Einblick, ein kleines Fenster, wie die Sprüche zusammengetragen wurden, wie sie entstanden sind. Und Salomo hat diese Sprüche vielleicht aufgeschrieben, vielleicht sind sie auch mündlich tradiert worden. Aber hier heißt es, dass die Männer Hiskias, also seine Angestellten vom König Hiskia, der ja lange nach Salomo gelebt hat, diese Sprüche zusammengetragen und aufgeschrieben haben. Das heißt, das Gesamtwerk der Sprüche war frühestens zur Zeit des Hiskia vollendet.

[10:52] „Es ist Gottes Ehre, eine Sache zu verbergen, aber die Ehre der Könige, eine Sache zu erforschen. Die Höhe des Himmels und die Tiefe der Erde und das Herz der Könige sind unergründlich. Man entferne die Schlacken vom Silber, so gelinge dem Goldschmied ein Gefäß.“

[11:13] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Herr Jesus, wir möchten dich bitten, dass wir heute durch unser Benehmen, durch unsere Worte, durch das, was wir tun, ein Vorbild sind für die Menschen um uns herum, dass an uns sichtbar wird, dass wir deine Kinder sind, dass wir fleißig sind, dass wir ehrlich sind, dass wir aufrichtig sind, dass wir keine Schadenfreude haben, dass wir so sind wie du, Herr Jesus. Bitte schenk uns das heute an diesem Tag und an jedem weiteren Tag. Amen.


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