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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Rabea Kramp führt durch Sprüche 25:5 bis 26:4 und beleuchtet praktische Lebensweisheiten aus der Bibel. Sie spricht über Demut, den Umgang mit Konflikten und Geheimnissen, die Kraft sanfter Worte und die Bedeutung von Selbstbeherrschung. Das Video ermutigt dazu, Weisheit von Gott zu suchen, um den Herausforderungen des Alltags mit klarem Verstand zu begegnen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 694, beenden Sprüche 25 und beginnen Sprüche 26. Bevor wir das tun, beten wir gemeinsam.

[0:43] Lieber Jesus, wir danken dir für die weisen Sprüche, die Salomo hat aufschreiben lassen. Wir möchten dich bitten, dass diese weisen Aussagen uns auch ganz praktisch in unserem Leben helfen und dass wir vielleicht einen dieser Sprüche heute in unserem Herzen tragen, während wir durch den Tag gehen, daran denken, darüber nachdenken und ihn anwenden. Dafür danke ich dir auch, dass dein Heiliger Geist uns durch dein Wort führt. Amen.

[1:14] Wir beginnen Sprüche 25 ab Vers 5. „Man entferne den Gottlosen vom König, so wird sein Thron durch Gerechtigkeit feststehen. Rühme dich nicht vor dem König und tritt nicht an den Platz der Großen. Denn es ist besser, man sagt zu dir: ‚Komm hier herauf!‘, als dass man dich vor einem Fürsten erniedrigt.“

[1:36] Vers 6 und 7 geben ein interessantes Prinzip an die Hand. Es ist nicht ratsam, sich selber in den Mittelpunkt zu spielen, sich selber ja auf ein Podest zu stellen, um gesehen zu werden, um gehört zu werden und um Einfluss zu haben. Sondern die Bibel sagt: „Geh den unteren Weg.“ Erniedrige dich lieber, damit man dir sagt: „Komm zu mir herauf!“, als dass man gebremst wird und sagt: „Bleib mal lieber bei der Seite.“ Das ist ein ganz praktisches Prinzip, das wir alle schon mal erlebt haben bei anderen Menschen. Bei uns selber fällt es uns oft nicht auf, leider. Aber die Bibel sagt, es wäre gut, wenn es uns bei uns selber auffällt, eine gewisse Selbstreflexion zu haben und eine Selbstwahrnehmung. Denn wenn man ja das so praktiziert, wie es hier steht, dass man sich in den Mittelpunkt stellt, dann macht man immer wieder die Erfahrung, dass man abgewiesen wird. Und das bestärkt einen nur noch mehr darin, dass man noch mehr so sein muss, wie man ja, wie man denkt, dass man in den Vordergrund sich spielen kann. Aber die Bibel sagt: „Nein, geh den unteren Weg.“ Jesus ist so gewesen. Jesus hat sich erniedrigt und am Ende wurde er erhöht. Und wir sehen das auch bei vielen anderen Menschen in der Bibel, die das getan haben, Männer und Frauen. Zum Beispiel fällt mir die Abigajil ein, die sich sehr erniedrigt hat vor David und die dann erhöht wurde und eine seiner Frauen wurde. Aber auch viele, viele andere Männer und Frauen haben dieses Prinzip angewandt auf richtige Weise und wurden dann erhöht.

[3:25] „Geh nicht rasch gerichtlich vor, denn was willst du danach tun, wenn dein Nächster dich zuschanden macht.“ Das ist auch ein ganz wichtiger und sehr praktischer Ratschlag, den die Bibel uns hier gibt, dass wir die Dinge, die uns vielleicht auch unter Geschwistern trennen, dass wir sie lieber außergerichtlich klären.

[3:42] „Trage deine Streitsache mit deinem Nächsten aus, aber das Geheimnis eines anderen offenbare nicht, damit nicht der dich beschimpft, der es vernimmt, und ein übler Ruf nicht mehr weicht.“ Auch ein wichtiger Ratschlag, dass wir Dinge, die ein Geheimnis sind, nicht ausplaudern, dass wir die Eskalation vermeiden. Jesus hat auch die Eskalation vermieden an so vielen Stellen können wir das in der Bibel sehen, wo er versucht worden ist von den Pharisäern und immer wieder den Mund gehalten hat und immer wieder, obwohl er im Recht war und obwohl er wirklich sie hätte überführen können von ihrem Irrtum, in dem sie waren, hat er es nicht getan, um die Eskalation zu vermeiden.

[4:31] „Wie goldene Äpfel in silbernen Schalen, so ist ein Wort, gesprochen zur rechten Zeit.“ Dieser Vers passt so wunderbar zu dem, was wir gerade gelesen haben.

[4:37] „Wie ein goldener Ring und Schmuck aus feinem Gold, so passt eine weise Mahnung zu einem aufmerksamen Ohr.“

[4:45] „Wie die Kühle des Schnees in der Erntezeit, so erfrischt ein treuer Bote, welcher ihn gesandt hat. Er erquickt die Seele seines Herrn.“

[4:55] „Wie aufziehende Wolken ohne Regen, so ist ein Mensch, der lügenhafte Versprechungen macht.“ Ein ganz plastisches und praktisches Bild, dass die Wolken, von dem wir denken, sie werden Regen spenden und dann doch nicht regnen. So ist ein Mensch, der große Versprechungen macht und sonst was erzählt und dann doch nicht einhält.

[5:16] „Durch Geduld wird ein Richter überredet und eine sanfte Zunge zerbricht Knochen.“ Ein ganz tolles Bild. Eine sanfte Zunge steht hier für Freundlichkeit, steht für ein gutes Zureden, für freundliche Worte. Und am Ende löst das allein wirklich die Probleme. Gewalt löst die Probleme sowieso nicht. Aber durch viele gute, sanfte Worte, so wie wir es oben gelesen haben, Vers 11, dass ein Wort, gesprochen zur rechter Zeit, wie goldene Äpfel in silbernen Schalen ist. Dass es wirklich liegt, so ein großer Wert darin, wenn wir, wenn wir diesen Moment abpassen und dann die richtigen Worte finden.

[6:03] „Hast du Honig gefunden, so iss nur so viel du brauchst, nicht dass du davon übersatt wirst und ihn ausspeien musst.“

[6:08] „Betritt nur selten das Haus deines Nächsten, damit er deiner nicht überdrüssig wird und dich hasst.“ Auch ein ganz lebensnaher und sehr praktischer, ja, Hinweis, den Salomo hier hat aufschreiben lassen. Wenn wir uns zu sehr aufdrängen, wenn wir zu sehr andere bedrängen und wieder kein Gespür haben und keine Selbstwahrnehmung für so Situationen, dann werden wir, werden andere unserer überdrüssig.

[6:46] „Ein Hammer, ein Schwert, ein spitzer Pfeil, so ist ein Mensch, der gegen seinen Nächsten ein falsches Zeugnis ablegt.“

[6:53] „Auf einem treulosen Menschen ist am Tag der Not ebenso viel Verlass wie auf einen zerbrochenen Zahn und auf einen wankenden Fuß.“ Demnach gar kein Verlass.

[7:02] „Wie einer, der an einem kalten Tag das Gewand auszieht oder Essig auf Natron gießt, so ist, wer einem missmutigen Herzen Lieder singt.“

[7:14] „Hat dein Freund Hunger, so speise ihn mit Brot. Hat er Durst, so gib ihm Wasser zu trinken. Denn damit sammelst du feurige Kohlen auf sein Haupt, und der Herr wird es dir vergelten.“

[7:26] Wir haben hier wieder dieses Prinzip aus der Bergpredigt mit der Feindesliebe. So häufig kommt dieses Prinzip auch in den Sprüchen vor, dass wir wirklich sagen können, dass es nicht so was ist, das das Neue Testament oder was Jesus erfunden hätte.

[7:40] „Nordwind erzeugt Regen und Verleumdung vertreibt fröhliche Gesichter.“

[7:45] „Es ist besser, in einem Winkel auf dem Dach zu wohnen, als gemeinsam mit einer zänkischen Frau in einem Haus.“

[7:50] „Wie kühles Wasser für eine dürstende Seele, so ist eine gute Botschaft aus fernem Land.“

[7:57] „Ein getrübter Quell und ein verdorbener Brunnen, so ist ein Gerechter, der vor einem Gottlosen wankt.“

[8:05] Die Bibel sagt, wenn wir vor Gottlosen wanken, dann sind wir wie eine verdreckte Quelle, wie ein Brunnen, der eigentlich zu nichts mehr nütze ist. Und wenn wir Gottes Gebote halten wollen, aber wir werden von gottlosen Menschen versucht, ungehorsam zu sein, dann sind wir so eine Quelle, so ein Brunnen, der eigentlich kein klares Wasser mehr in sich hat.

[8:38] „Viel Honig essen ist nicht gut, aber schwere Dinge erforschen ist eine Ehre.“ Gott möchte, dass wir uns ja auch intellektuell in schwere Dinge hineinbegeben, dass wir forschen, dass wir graben. Die Bibel ist auch so ein Acker, in dem wir graben können, und je tiefer wir graben, umso größere Schätze können wir heben.

[9:03] „Wie eine Stadt mit niedergerissenen Mauern, so ist ein Mann, der seinen Geist nicht beherrschen kann.“

[9:08] Selbstbeherrschung ist ein wichtiges Prinzip, das wir auch in den Früchten des Geistes in Galater 5 finden. Und die Bibel findet hier den Vergleich einer niedergerissenen Mauer. Es ist kein Halten mehr, es gibt keine Grenze für die eigenen Begehren.

[9:26] Kapitel 26.

[9:30] „Wie der Schnee zum Sommer und der Regen zur Ernte, so wenig passt Ehre für den Narren.“

[9:36] „Wie ein Sperling, der flattert, und eine Schwalbe wegfliegt, so ist ein unverdienter Fluch, er trifft nicht ein.“

[9:43] „Dem Pferd eine Geißel, dem Esel ein Zaum und dem Narren eine Rute auf den Rücken.“

[9:47] „Antworte dem Narren nicht nach seiner Narrheit, damit du auch nicht, damit nicht auch du ihm gleich wirst.“

[9:56] Wir sollen uns nicht auf das Niveau der Torheit der Narren begeben. Gott sagt: „Alle meine Kinder sind mit Weisheit ausgestattet, weil Gott gibt Weisheit.“ Und die Bibel sagt in Jakobus 1: „Wem es an Weisheit mangelt, der bitte sie von Gott, der jedem gerne gibt.“ Weisheit ist nicht ein Privileg für manche Gläubige, sondern ist ein Privileg für alle Gläubige. Und wir müssen nicht mit Narrheit und Torheit gestraft sein. Nein, wir können sie von Gott bekommen und dafür Weisheit bekommen. Und dafür möchten wir heute gemeinsam beten.

[10:37] Lieber Gott, ich möchte dich bitten, dass du uns heute an diesem Tag Weisheit gibst, dass wir mit einem klaren Verstand durch den Tag gehen, dass wir Situationen und Gespräche richtig einschätzen können, das Unterscheidungsvermögen gibst und dass wir aus dieser Weisheit leben und auch andere davon gesegnet werden. In deinem Namen beten wir das. Amen.


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