In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Sprüche 26:5-27:7. Sie spricht über die Gefahren von Narrheit, Faulheit, Streit und Verleumdung und betont die Wichtigkeit, sich nicht in fremde Konflikte einzumischen. Abschließend ermutigt sie dazu, Zufriedenheit in der Übereinstimmung mit Gott zu finden, anstatt nach materiellem Überfluss zu streben.
Gott auf (m)einer Seite: Sprüche 26:5-27:7
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, SprüchePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zusammen Seite 695, schließen Sprüche 26 ab und beginnen Sprüche 27. Und bevor wir in das Wort Gottes einsteigen, möchten wir darum beten, dass wir es auch verstehen. Lieber Gott, danke für dein Wort, danke, dass es uns so eine ganz praktische Richtung auf unser alltägliches Leben ist. Gerade die Sprüche sind so, ja, so gut zu verstehen und auch ganz gut umsetzbar. Herr, lass uns dein Wort heute verstehen, aber lass es uns noch viel mehr unser eigenes werden, dass wir es umsetzen können heute. In deinem Namen danke ich dir dafür.
[1:17] Wir beginnen in Sprüche 26, Vers 5: „Antworte aber dem Narren nach seiner Narrheit, damit er sich nicht für weise hält. Es haut sich die Füße ab und muss Ärger schlucken, wer seine Angelegenheit durch einen Narren besorgen lässt. Die Beine des Lahmen hängen schlaff herunter, so ist ein weiser Spruch im Mund der Toren.“ Ihr merkt schon, es geht heute ganz besonders um die Narrheit und um die Torheit, und es wird noch einige Verse so weitergehen. Und es wird immer wieder deutlich werden, dass wenn ich so wie in Vers 6 meine Angelegenheiten besorgen lasse durch einen Narren, dass ich nichts Dümmeres hätte tun können und dass die Narrheit uns ja zum Fallstrick wird. Interessant ist auch in Vers 5, dass der Narr seine Narrheit zur Weisheit hält. Das heißt, er kann gar nicht verstehen, warum er falsch handelt oder falsch denkt. Er ist quasi gefangen in seiner Narrheit und seine Torheit, die nur Gott ihm nehmen kann.
[2:25] Vers 8: „Wie wenn man einen Stein in der Schleuder festbindet, so ist, wenn man einem Toren Ehre erweist. Ein Dorn gerät in die Hand eines Trunkenen und ein Spruch in den Mund der Toren. Ein Schütze, der alle verwundet, so ist, wer einen Toren oder einen Vorübergehenden in Lohn nimmt. Wie ein Hund, der zu seinem Gespei zurückkehrt, so ist einer, der seine Dummheit wiederholt.“ Dieser Vers ist recht bekannt. Ein Hund kehrt fast nie zu seinem Gespei zurück, aber der Vergleich, den die Bibel hier macht, ist: Wenn man seine Dummheiten wiederholt und nicht daraus lernt, dann ist das so, als wenn man wie ein Hund zu dem Gespei zurückkehrt. Das ist etwas, was man eigentlich nicht macht. „Siehst du einen Mann, der sich selbst für weise hält? So kannst du für einen Toren mehr Hoffnung haben als für ihn.“ „Der Faule spricht: Ein Junglöwe ist auf dem Weg, ein Löwe ist mitten auf der Straße. Die Tür dreht sich in der Angel und der Faule in seinem Bett. Hat der Faule seine Hand in die Schüssel gesteckt, so wird sie ihm schwer, sie zum Mund zurückzubringen. Ein Fauler hält sich für weiser als sieben, die verständige Antworten geben.“ Wieder der Gedanke, dass der Faule gar nicht erkennt, dass er faul oder dass er ein Narr ist.
[4:01] „Es packt einen Hund bei den Ohren, wer sich im Vorbeigehen in einen Streit mischt, der ihn nichts angeht.“ Ich finde diesen Vers sehr, sehr, sehr hilfreich und sehr praktisch: Wenn man einen Streit mitbekommt, wenn zwei oder mehr Leute sich streiten und man bekommt das mit, dann tut man gut daran, sich nicht einzumischen. Die Bibel sagt, wenn du dich aber einmischt, dann ist es so, als wenn du einen Hund bei den Ohren packst. Niemand packt einen Hund bei den Ohren, man weiß, dass das einfach nicht gut ist und dass vor allem, wenn man den Hund auch nicht kennt, ist das keine gute Idee. Und genauso wenig ist es eine gute Idee, wenn man sich in einen Streit einmischt, der einen nichts angeht. „Wie ein Wahnsinniger, der feurige und todbringende Pfeile abschießt, so ist ein Mensch, der seinen Nächsten betrügt und dann spricht: Ich habe nur gescherzt!“ Auch dieser Gedanke kann uns sehr helfen im Leben. Manchmal macht man Dinge im Spaß und Dinge im Scherz, aber die Bibel sagt, man kann dadurch so viel kaputt machen, wenn der andere den Spaß nicht verträgt oder gar nicht versteht, und der Spaß vielleicht zu makaber oder zu sarkastisch ist, dann ist das wie ein todbringender Pfeil, ein feuriger Pfeil, und die Beziehung ist danach gestört oder vielleicht sogar kaputt.
[5:24] „Wo kein Holz mehr ist, erlischt das Feuer; und wenn der Verleumder fort ist, hört der Streit auf. Wie Kohlen zum Feuerholz und zum Brand, so ist ein zänkischer Mann, um Streit anzufangen.“ Wir haben hier zum Verswechsel mal keine zänkische Frau, sondern einen zänkischen Mann. Das gibt es tatsächlich auch. Die Bibel macht hier den Vergleich, dass der Streit wie ein Feuer ist und der zänkische Mann ist wie das Holz. Und es erklärt auch den großen Kampf quasi auf zwei Ebenen im Miniaturformat. Denn eines Tages wird Gott dieses Holz, den zänkischen Mann, der wie Luzifer Streit entfachen kann, entfernen. Und in Vers 20 heißt es: Wenn das Holz nicht mehr da ist, dann erlischt auch das Feuer. Denn das Feuer steht für den Streit, und das ist auch die Sünde. Ja, wenn der Luzifer weg ist, dann erlischt die Sünde, erlischt der Streit. Und das ist natürlich ganz im großen Bild gesprochen, wie es im großen Kampf ist, aber auch in unserem alltäglichen Leben können wir das manchmal sehen, dass wenn eine Gruppe von Menschen, vielleicht so eine Gemeinde, einen Menschen hat, der auf Streit aus ist und der einen sehr streitsüchtigen Charakter hat, dann rüttelt das manchmal so eine ganze Gemeinde durch und durcheinander. Aber wenn dieser eine Mensch nicht mehr da ist, ist auf einmal Frieden. Aber das kann man natürlich auch auf andere Bereiche beziehen. Auch auf der Arbeit gibt es manchmal solche Menschen, die...
[7:01] „Die Worte des Verleumders sind wie Leckerbissen, sie dringen ins Innerste des Leibes. Silberglasur über ein irdenes Gefäß gezogen, so sind feurige Lippen und ein böses Herz.“ Auch ein toller Vergleich: Silberglasur über ein überhaupt nicht wertvolles Gefäß gezogen, das ist genauso verrückt, wie wenn jemand feurige Lippen hat, also so Leute, die viel reden, aber ein böses Herz haben. Man kann die Sachen nicht einfach übertünchen, man kann nicht einfach nach außen hin etwas vorgeben und im Innern ist es aber nichts wert oder verdorben. Am Ende kommt es doch zutage. „Mit seinen Lippen verstellt sich der Hasser, und in seinem Herzen nimmt er sich Betrügereien vor. Wenn er schöne Worte macht, so traue ihm nicht, denn es sind sieben Greuel in seinem Herzen. Wenn sich der Hass verstellt, so wird seine Bosheit doch offenbar in der Gemeinde. Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein; und wer einen Stein auf andere wälzt, zu dem kommt er zurück.“ Das ist wahrscheinlich der bekannteste Spruch, den wir aus den Sprüchen kennen: „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.“ Viele Menschen benutzen diesen Spruch, ohne zu wissen, dass er überhaupt in der Bibel steht. „Eine Lügenzunge hasst die, von ihr Zermalmten, und ein glatter Mund richtet Verderben an.“
[8:33] Kapitel 27: „Rühme dich nicht des morgigen Tages, denn du weißt nicht, was ein einziger Tag bringen kann. Ein anderer soll dich rühmen und nicht dein eigener Mund, ein Fremder und nicht deine eigenen Lippen.“ Ja, Eigenlob, das sagt auch der Volksmund, ist etwas, was wir tunlichst lassen sollten. „Ein Stein ist schwer und der Sand eine Last, aber der Ärger, den ein Tor verursacht, ist schwerer als beides. Grausam ist der Zorn und überflutend der Grimm, aber wer kann vor Eifersucht bestehen? Besser Zurechtweisung, die aufdeckt, als Liebe, die verheimlicht. Treu gemeint sind die Schläge des Freundes, aber reichlich sind die Küsse des Hassers.“
[9:22] „Eine übersättigte Seele tritt Honig mit Füßen, aber einer hungrigen Seele ist alles Bittere süß.“ Dieser Vers 7, der ist auf viele Bereiche in unserem Leben anwendbar. Es gibt übersättigte Seelen und es gibt sogar kleine Kinderseelen, die auch schon übersättigt sind, wenn sie zum Beispiel im Überfluss leben. Wenn sie von allem zu viel haben, dann können sie sich an gar nichts mehr freuen. Aber genauso ist es auch mit uns Erwachsenen: Wenn wir alles haben, wenn wir uns gar nichts mehr wünschen, wenn wir quasi im Überfluss leben, dann ist es auch oft so, dass diese Menschen eigentlich unglücklich sind. Ihnen fehlt das Entscheidende. Sie sind viel zu übersättigt mit materiellen Dingen und können es gar nicht mehr schätzen, was sie alles haben. Im Gegensatz dazu sind Menschen, die wenig haben oder gar nichts haben, glücklich mit einem ganz kleinen Teil von dem, was andere überhaupt besitzen können. Und das ist für uns eine wichtige Lehre, dass wir mit dem zufrieden sind, was wir haben, und dass wir uns nicht wünschen, im Überfluss zu leben, weil das unsere Wünsche gar nicht befriedigen kann. Und das, was uns Menschen wirklich glücklich macht, ist, dass wenn wir mit Gott in Übereinstimmung leben.
[10:51] Lasst uns dafür beten. Lieber Heiland Jesus, wir bitten dich, dass du unsere Seele behütest, dass du sie rein hältst, dass wir Gottes Kinder sind, die gehorsam sind, die zufrieden sind, die dankbare Herzen haben und dass wir uns nicht nach Dingen sehnen, die du uns nicht gegeben hast aus gutem Grund, sondern dass wir jeden Tag dankbar sind für das, was wir haben. Das bitte ich heute für uns alle in deinem Namen. Amen.
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