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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Sprüche 27, Vers 8 bis Sprüche 28, Vers 8. Sie spricht über die Bedeutung von Heimat, Freundschaft und Klugheit sowie die Notwendigkeit von Fingerspitzengefühl im Umgang mit anderen. Der Vortrag betont die Wichtigkeit von Fleiß, Fürsorge und einem gottesfürchtigen Charakter für ein stabiles und erfülltes Leben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Wir lesen heute zusammen die Seite 696. Wir beenden Sprüche 27 und beginnen Sprüche 28 und wollen vorher gemeinsam beten. Herr Jesus, lass uns dein Wort heute Morgen verstehen und gib, dass wir erfrischt werden und erquickt werden durch die vielen weisen Worte, die wir lesen dürfen. Lass sie uns verstehen und gib, dass dein Heiliger Geist auch in uns wirkt, dass wir sie auch befolgen. In deinem Namen beten wir das.

[1:03] Wir beginnen Sprüche 27, Vers 8: "Wie ein Vogel, der aus seinem Nest flieht, so ist ein Mann, der aus seiner Heimat entflieht." Die Bibel macht hier den Vergleich der Heimat mit dem Vogelnest. Das Vogelnest gibt den kleinen Küken Geborgenheit und das ist ein Ort, wo man sich zu Hause fühlt. Und jeder, der schon mal seine Heimat verlassen musste, der weiß das ja, dass ein Loch im Herzen hinterlässt und dass man ja doch im Herzen immer noch in der Heimat bleibt und dass man so gerne dahin zurückkehrt.

[1:45] "Öl und Räucherwerk erfreuen das Herz, so auch die süße Rede eines Freundes aus dem Rat seiner Seele." "Verlass einen Freund und den Freund seines Vaters nicht. Aber in das Haus seines Bruders begib dich nicht am Tag einer Not. Ein Nachbar in der Nähe ist besser als ein Bruder in der Ferne."

[2:08] "Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, so darf ich dem antworten, der dich schmäht." "Der Kluge sieht das Unheil und verbirgt sich; die Unerfahrenen aber tappen hinein und müssen es büßen." Die Bibel sagt, wenn wir klug sind und wenn wir die Klugheit haben, die Gott gibt, dann sind wir weitsichtig. Dann sehen wir das Unheil schon von ferne. Dann sehen wir nicht nur den Schritt, der vor uns ist, sondern wir sehen schon ein paar Schritte weiter und das wird uns im Leben sehr, sehr viel helfen.

[2:42] "Nimm ihm sein Gewand, denn er hat sich für einen Fremden verbürgt und pfände ihn aus anstelle der fremden Frau." "Wenn einer seinen Nächsten am frühen Morgen mit lauter Stimme segnet, so wird ihm das als ein Fluch angerechnet." Diesen Vers fand ich sehr interessant, als ich den gelesen habe. Was will uns dieser Vers sagen? Ja, da ist jemand, der etwas Gutes tun will, aber er tut es zum falschen Zeitpunkt. Stellt euch vor, euch ruft jemand morgens um 5 Uhr an und sagt: "Ich wollte dir sagen, ich hab' dich lieb und du bist mein allerbester Freund." Dann wirst du wahrscheinlich nicht jubeln am Telefon, sondern du wirst sagen: "Warum rufst du so früh an? Lass mich einfach in Ruhe schlafen." Und es spricht hier von jemandem, der ohne Fingerspitzengefühl unterwegs ist und am Ende wird ihm das nicht als ein – wird er dafür nicht Dank ernten, sondern es wird ihm als ein Fluch angerechnet. Und die Bibel möchte uns einfach mitgeben, dass wir Fingerspitzengefühl brauchen, eine Wahrnehmung für den anderen, Empathie, dass wir uns in andere hineinversetzen können.

[3:54] "Eine rinnende Dachtraufe an einem Regentag und eine zänkische Frau, die gleichen sich. Wer sie aufhalten will, die zänkische Frau, der hält Wind auf und mit seiner Rechten greift er nach Öl." Dieses Bild macht deutlich, dass man mit einer zänkischen Frau kaum zurechtkommen kann. Wind aufhalten, das ist eine unmögliche Sache. Und wenn man nach Öl greift, es fließt einfach durch die Finger, ist auch unmöglich.

[4:21] "Eisen schärft Eisen, ebenso schärft ein Mann den anderen." Dieser Vers drückt auf so wunderbare Weise aus, dass wir einen Einfluss haben auf andere Menschen. Jeder Mensch hat einen Einfluss, ob er will oder nicht, ob etwas tut oder etwas nicht tut. Jeder von uns hat Einfluss auf andere und wir tun gut daran, dass wir einen guten Einfluss haben auf andere.

[4:48] "Wer den Feigenbaum aufmerksam pflegt, isst dessen Frucht. Und wer seinem Herrn aufmerksam dient, wird geehrt."

[4:57] "Wie sich im Wasser das Angesicht spiegelt, so spiegelt sich das Herz des Menschen im Menschen." Das Leben ist ein Spiegelbild unserer Gedanken, sagt die Bibel hier. Das, was wir im Herzen haben, das wird auch außen sichtbar. Die Bibel kennt auch noch andere Ausdrücke dafür: "Wes das Herz voll ist, dessen geht der Mund über", heißt es an anderer Stelle. Wir können nicht verbergen, was in uns ist. Es gibt auch Menschen – und ich gehöre dazu – die können in ihrem Gesicht nicht verbergen, was sie innerlich fühlen. Manche Menschen können eine ganz gute Miene aufsetzen und gute Miene zum bösen Spiel machen, aber es gibt auch Menschen, die das nicht können. Und so wird das sichtbar, das in uns ist.

[5:41] "Totenreich und Abgrund sind unersättlich, ebenso unersättlich sind auch die Augen der Menschen." "Der Schmelztiegel ist für das Silber und der Ofen für das Gold, und der Mensch wird geprüft durch den Mund des Lobredners."

[5:55] "Wenn du den Narren im Mörser mit der Keule zu Grütze zerstößt, so weicht doch seine Narrheit nicht von ihm." Dieser Vers ist ziemlich undiplomatisch ausgedrückt. Einen Narren mit Mörser und der Keule zur Grütze zerstoßen ist ein sehr dramatisches und sehr plastisches Bild, aber es möchte uns einfach deutlich machen, dass man Dummheit kaum ausrotten kann. Narrheit, Dummheit, das ist ja nicht kaputt zu kriegen, sozusagen. Ganz praktisch können wir vielleicht in der Hinsicht eine Lehre daraus ziehen, dass wir nach mehreren tausend Jahren Menschheitsgeschichte sagen können, dass die gleichen Fehler immer und immer wieder gemacht werden, Generation für Generation. Eltern möchten ihren Kindern die Erfahrung mitgeben, die sie gemacht haben, damit die Kinder nicht die gleichen Fehler machen. Und oft passiert dann doch, dass die Kinder einfach die gleichen Dummheiten begehen. Und die Bibel sagt ja, Dummheit ist nur schwer auszurotten.

[7:10] "Habe Acht auf das Aussehen deiner Schafe und nimm dich der Herden an. Denn kein Reichtum währt ewig oder bleibt eine Krone vom Geschlecht zu Geschlecht. Das Heu ist weggeführt, dann erscheint ein junges Grün, und man sammelt die Kräuter auf den Bergen. Die Lämmer kleiden dich und die Böcke zahlen dir den Acker. Du hast genug Ziegenmilch zu deiner Nahrung, zur Ernährung deines Hauses und zum Lebensunterhalt für deine Mägde." Diese ganzen Verse 23 bis 27 sprechen wieder von der Tüchtigkeit, von dem Fleiß und von der Fürsorge. Und die Bibel lobt so einen Charakterzug, wenn wir tüchtig sind, wenn wir uns selber um unseren Lebensunterhalt kümmern, wenn wir wirklich auch für das arbeiten, was wir dann ja zum Leben brauchen.

[8:08] Kapitel 28: "Der Gottlose flieht, auch wenn niemand ihn jagt; aber die Gerechten sind furchtlos wie ein junger Löwe." "Ist ein Land frevelhaft, so erlebt es häufigen Fürstenwechsel. Durch einen einsichtigen, weisen Mann aber hat es lange Bestand." Dieses Prinzip kann man in der Bibel sehr, sehr gut sehen. David und Salomo waren zum Beispiel Könige, die sehr, sehr lange regiert haben. Und wenn wir uns die Bücher Könige und Chronik anschauen und sehen, dass am Ende vor der Wegführung nach Babel viele Könige in kurzer Zeit kurze Regentenschaften hatten, die alle schlecht waren, die alle böse waren, dann verdeutlicht das diesen Vers ganz anschaulich. Da, wo viel zweifelhaftes Handeln bei den Fürsten und Königen gewesen ist, da ist auch die Gesellschaft, ist auch das Volk unstetig und aufgewühlt. Und je stetiger und gottesfürchtiger und rechtschaffener ein König ist, umso mehr Frieden und Bestand hat ein folgendes Land.

[9:22] "Ein armer Mann, der die Geringen bedrückt, ist wie ein Wolkenbruch, der die Ernte wegschwemmt." "Die Leute, die das Gesetz verlassen, loben den Gottlosen; aber gegen die, welche das Gesetz halten, sind sie aufgebracht." Und dieser Vers zeigt sich sehr, sehr gut in der Geschichte von Kain und Abel. "Böse Menschen verstehen das Recht nicht; die aber den Herrn suchen, verstehen alles." Wenn wir nach Gott suchen, wenn wir Gottes Gesetz und Gottes Bibel erforschen, dann verspricht uns Gott Weisheit, verspricht uns Klugheit. Und die Verheißung, die hier steht, ist, dass wir Gott suchen, dann verstehen wir alles. Dann dürfen wir auch von Gott alles erbitten.

[10:04] "Besser ein Armer sein, der in seiner Lauterkeit wandelt, als ein Reicher, der krumme Wege geht." "Wer das Gesetz hält, ist ein verständiger Sohn; wer aber mit den Schlemmern zusammen ist, macht seinem Vater Schande."

[10:18] Ja, lasst uns heute dafür beten, dass wir diese Charakterzüge, die ja Gott uns schenken möchte, dass wir sie auch empfangen. Lieber Gott, du hast in der Bibel aufschreiben lassen, was die Früchte des Geistes sind. Und wir möchten dich bitten, dass wir Stück für Stück immer mehr diese Früchte bekommen und dadurch auch für uns, für andere sichtbar ist, dass wir deine Kinder sind, dass wir dein Gesetz halten und dass es ein gutes Leben ist, wenn wir dir gehorsam sind und dass du uns belohnst durch einen ausgeglichenen Charakter und durch Güte, mit Güte und Freundlichkeit, mit der wir dann anderen begegnen können. Hab Dank dafür. Amen.


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