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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Andacht aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Sprüche 28 und 29. Sie spricht über die Bedeutung von Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und das Hören auf Gottes Gebote für das persönliche Leben und die Gesellschaft. Die Predigt ermutigt zur Buße, zum Vertrauen auf Gott und zum Gebet für gerechte Führung, um Frieden und Segen zu erfahren.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“. Wir lesen heute zusammen die Seite 697, beenden Sprüche 28 und beginnen Sprüche 29. Und bevor wir in das Wort Gottes einsteigen, wollen wir darum bitten, dass wir es verstehen.

[0:47] Lieber Gott, ich bitte dich, dass du uns deinen Heiligen Geist schenkst, der uns durch dein Wort führt, dass du uns die Schätze, die du vergraben hast in deinem Wort, heute heben lässt, dass wir tief erforschen können, was dein Wort uns sagen will und dass auch dadurch unsere Herzen erforscht werden durch deinen Heiligen Geist. In deinem Namen bitte ich das alles. Amen.

[1:12] Wir beginnen in Sprüche 28 ab Vers 8: „Wer sein Vermögen durch Zins und Wucher vermehrt, der sammelt es für einen, der sich über die Armen erbarmt. Wer sein Ohr abwendet vom Hören auf das Gesetz, dessen Gebet ist sogar ein Gräuel.“

[1:31] Dieser Vers ist recht bekannt und er möchte uns sagen, dass, wenn wir nicht auf Gottes Gebote hören, wenn wir Gott nicht folgen wollen, wenn wir nicht bereit sind, seinem Wort zu folgen, dann werden wir auch Gebete sprechen, die nur bis zur Zimmerdecke gehen. Dann wird unser Gebet nicht von Gott erhört werden. Und es gibt manchmal in unserem Leben so Begebenheiten oder Situationen, wo wir das Gefühl haben: „Gott hört uns nicht.“ Es kann sein, dass es daran liegt, dass in unserem Leben etwas vorliegt, wo Gott sagt: „Du musst das erst ausräumen, bevor ich deine Gebete erhören kann.“ Es ist nicht immer der Fall, das möchte ich auch sagen. Es kann auch mal sein, dass Gott einfach wartet mit der Erfüllung der Gebete, weil es nicht an der Zeit ist. Aber es kann auch sein, dass es der Grund hier in Vers 9 liegt, dass wir eine Sache in unserem Leben haben, die nicht in Übereinstimmung mit Gottes Gesetz ist. Und dann dürfen wir uns durchforschen und dürfen Gott bitten, dass er uns diese Sache zeigt.

[2:43] „Der Redliche irreführt auf einem schlimmen Weg, der wird selbst in seine Grube fallen, aber die Unsträflichen werden Gutes erben. Ein Reicher kommt sich selbst weise vor, aber ein Armer, der verständig ist, durchschaut.“

[3:03] Die Weisheit und die Klugheit liegt nicht an dem Reichtum, und das ist auch nicht abhängig von unserer Intelligenz und unserem Intelligenzquotienten, ob wir eine Sache durchschauen. Wenn wir mit Gott zusammenleben, dann zeigt uns Gott Dinge und lässt uns Dinge verstehen, die wir normalerweise nicht verstehen würden.

[3:25] „Wenn die Gerechten triumphieren, so ist die Herrlichkeit groß. Wenn aber die Gottlosen oben aufkommen, so verbirgt man sich.“ Das ist ein sehr guter Ratschlag für die Leiter einer Gesellschaft, für vielleicht Politiker, aber auch zu uns kleinen Leuten. Denn da, wo Gewaltherrschaft ist, wo Gottlose an der Macht sind, dort gibt es auch Korruption und dort gibt es ja viele schlimme Dinge. Wenn aber Gerechte an der Macht sind und gerechte Prinzipien in einer Gesellschaft gelten, dann gibt es auch eine gute Gesellschaft.

[4:07] „Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen. Wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen. Wohl dem Menschen, der beständig in der Furcht Gottes bleibt. Wer aber sein Herz verhärtet, wird ins Unglück stürzen.“

[4:22] Gott möchte nicht, dass wir unsere Schuld verheimlichen. Gott möchte, dass wir unsere Sünden bereuen und bekennen. Der erste Johannesbrief Kapitel 1,9 drückt das so gut aus. Man könnte es nicht besser sagen: Wenn wir unsere Sünden bereuen, dann vergibt er uns unsere Ungerechtigkeit und reinigt uns sogar davon.

[4:43] „Wie ein brüllender Löwe und ein gieriger Bär, so ist ein gottloser Herrscher gegen das sehr geringe Volk. Ein unbeständiger Fürst erlaubt sich viele Erpressungen. Wer aber ungerechten Gewinn hasst, wird lange regieren.“

[4:59] „Ein Mensch, der das Blut seiner Seele auf dem Gewissen hat, muss bis zum Grab flüchtig sein. Niemand soll ihm helfen.“ Auch hier, wie so oft in den Sprüchen, finden wir eine Umschreibung von anderen Bibelcharakteren. Und hier können wir auch Kain sehen in diesem Vers. Kain, der seinen Bruder Abel ermordete und der bis zum Ende seines Lebens ruhelos war.

[5:27] „Der Unsträflich wandelt, wird gerettet. Wer aber ein Doppelleben führt, wird auf einmal fallen. Wer seinen Acker bebaut, hat reichlich Brot. Wer aber unnützen Sachen nachläuft, der hat reichlich Not. Ein ehrlicher Mann ist reich an Segnungen. Wer aber schnell reich werden will, bleibt nicht unschuldig.“

[5:48] Auch ein interessanter Ratschlag, den die Bibel gibt und uns darauf aufmerksam macht, dass, wenn jemand schnell zu Reichtum kommt, kann es nicht so mit rechten Dingen zugehen. Dann ist da wahrscheinlich irgendetwas passiert, wo er sich schuldig gemacht hat.

[6:06] „Parteilichkeit üben ist nicht gut, und sollte ein Mann wegen einem Bissen Brot Unrecht tun. Wer nach Reichtum jagt, ist ein habgieriger Mann, und er weiß nicht, dass Mangel über ihn kommen wird. Wer einen anderen zurechtweist, wird zuletzt mehr Gunst finden als derjenige, der mit der Zunge schmeichelt.“

[6:28] „Wer Vater und Mutter bestiehlt und behauptet, das sei keine Sünde, der ist ein Spießgeselle des Verderbens.“ Ihr merkt schon, dass heute auf dieser Seite unglaublich viele Verse vorkommen über Ehrlichkeit und Redlichkeit. Und auch dieser Vers spricht davon, dass wir Vater und Mutter, wenn wir sie bestehlen und behaupten, wir hätten nichts Schlimmes getan, dann sind wir Spießgesellen des Verderbens. Die Bibel und Gott liebt Ehrlichkeit und liebt Redlichkeit, und alles Unehrliche passt nicht in Gottes Reich.

[7:05] „Der Habgierige verursacht Streit, der aber auf den Herrn vertraut, wird reichlich gesättigt. Wer sich auf sein eigenes Herz verlässt, ist ein Narr. Wer aber in der Weisheit wandelt, der wird entkommen. Wer dem Armen gibt, hat keinen Mangel. Wer aber seine Augen vor ihm verhüllt, der wird sich viel Fluch sammeln.“ Das ist dieses biblische Prinzip, was wir öfter in der Bibel finden: Wenn ich abgebe von dem, was ich habe, werde ich am Ende noch reicher und gesegneter sein.

[7:37] „Wenn die Gottlosen oben aufkommen, so verbergen sich die Leute. Wenn sie aber umkommen, so mehren sich die Gerechten.“ Diesen, ja, diesen Gedanken hatten wir gestern auch in der Andacht in Kapitel 28,14.

[7:55] Kapitel 29. „Ein Mann, der alle Warnungen an Warnung trotzt, geht plötzlich unheilbar zugrunde. Wenn die Gerechten sich mehren, freut sich das Volk. Wenn aber ein Gottloser herrscht, seufzt es.“ Das ist wieder dieser Gedanke von 28 zuvor, da wo gerechte Herrscher einem Volk, einer Gesellschaft vorstehen, da ist auch die Gesellschaft gesegnet.

[8:22] „Wer Weisheit liebt, macht seinem Vater Freude. Wer aber mit Huren geht, bringt sein Vermögen durch. Durch Recht gibt ein König dem Land Bestand. Aber ein Mann, der viele Abgaben erhebt, richtet es zugrunde.“ Ja, ein König, der zu seinem eigenen Vorteil handelt und seinen Untertanen alles, ja, abzieht, was sie eigentlich zum Leben brauchen, der ist ein ungerechter Herrscher und richtet am Ende sein eigenes Volk zugrunde. Und das hat man in der Geschichte an vielen, vielen Stellen sehen können.

[8:58] „Wer seinen Nächsten schmeichelt, der stellt seinen Füßen ein Netz. In der Übertretung des Bösewichts ist ein Fallstrick, aber der Gerechte wird jauchzen und frohlocken, das heißt, er wird leben. Der Gerechte berücksichtigt das Recht der Armen. Der Gottlose aber ist rücksichtslos.“

[9:20] Wenn man gerecht ist, wenn man ein Kind Gottes ist, dann hat man auch ein Auge für die, die am Rand stehen, am Rand der Gesellschaft und am Rand der Gemeinde. Und dann berücksichtigt man diese Menschen. Aber wenn man gottlos ist, verhält man sich nicht so. Dann nimmt man keine Rücksicht auf diese Menschen, die am Rand stehen, hat kein Auge für sie und hat kein Herz für sie.

[9:43] „Spötter versetzen eine Stadt in Aufruhr, die Weisen aber wenden den Zorn ab. Wenn ein Weiser mit einem Toren richtet, so tobt dieser oder lacht, aber es gibt keine Ruhe.“

[9:59] Ich glaube, wir können sehr dankbar sein für ein Land, in dem wir leben, wo ja Recht und Gerechtigkeit waltet. Und wir sind angehalten durch die Bibel, auch für unsere Herrscher zu beten, weil uns das auch Ruhe und Frieden sichern kann in unserem Land. Lasst uns dafür beten heute.

[10:23] Herr Jesus, wir sind dankbar für eine gute Regierung, für Recht und Gerechtigkeit und Gesetz, das angewendet und gehalten wird. Sei du mit unseren Regierenden, segne alle ihre Vorhaben und lenke ihre Schritte, ihre Taten und ihre Worte und gib, dass wir in Frieden leben dürfen und dass wir gesegnet sein dürfen in deinem Namen. Amen.


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