Veröffentlicht am
291 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Prediger 11:1-12:8 ermutigt Roman Wiens dazu, trotz der Unsicherheiten des Lebens weise und großzügig zu handeln. Er betont, wie wichtig es ist, die Jugend zu genießen und die gegebene Zeit zu nutzen, um eine Beziehung zu Gott aufzubauen. Dabei erinnert er daran, dass wir uns stets der Rechenschaftspflicht vor Gott bewusst sein sollten. Die Botschaft ist ein Aufruf, sich nicht von Zukunftsängsten lähmen zu lassen, sondern aktiv und gottzentriert zu leben, bevor das Ende des Lebens und das göttliche Gericht kommen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] [Musik]

[0:19] Hmm.

[0:30] Guten Morgen und willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir sind inzwischen auf Seite 709. Wir kommen in die letzten, die letzten zwei Abschnitte des Predigerbuches.

[0:45] Wir werden in Kapitel 11 weiterlesen. Bevor wir aber die nächsten Verse lesen und sehen, was Salomo am Schluss noch wirklich Wichtiges mitgeben will, möchte ich auch Gott bitten, dass er diese Zeit segnet.

[0:59] Vater im Himmel, du bist der gute Gott. Du bist derjenige, der uns das Leben gegeben hat, um tätig zu werden, um dich im Fokus zu haben, dich kennenzulernen und dann auch die Weisheit zu nutzen, die du gibst. Wenn wir aber versuchen, klug zu handeln, kann das verunsichern. Die Sorge, etwas Falsches zu tun, kann uns lähmen. Und deshalb möchte ich dich darum bitten, dass du uns auch darin Klarheit gibst. Und dass die Worte, die Salomo uns hiermit gibt, die uns daran helfen können. Ich möchte das in deine Hand legen, ein guter Vater. Hab Dank, dass du uns jetzt segnest und bei uns bist. Amen.

[1:50] Salomo hat deutlich gemacht: Wir sollen die Weisheit nutzen. Es reicht nicht, Weisheit zu haben, wenn sie ungenutzt bleibt. Und nachdem er deutlich macht, wie wichtig es ist, sie richtig einzusetzen, da weist er auch auf einige Herausforderungen hin. Es kann lähmen, wenn man etwas tun möchte, aber all die Risiken, die dies mit sich bringen könnte. Ein paar Beispiele spielt Salomo jetzt durch. Lasst uns gleich weiterlesen: Kapitel 11, Prediger Kapitel 11 und dort ab Vers 1.

[2:31] "Wirf dein Brot hin auf die Wasserfläche, denn du wirst es nach vielen Tagen wiederfinden. Gib Anteil sieben anderen, ja sogar acht, denn du weißt nicht, was für Unglück sich auf der Erde ereignen wird."

[2:46] Das erste Risiko, das er hier beschreibt, ist: Wenn ich darüber nachdenke, ich möchte weise sein, ich möchte Weisheit richtig anwenden, ich möchte nicht unklug handeln, wie ist es dann mit Großzügigkeit? Wie ist es damit, etwas abzugeben? Werde ich dann vielleicht leer ausgehen? Wird es wirklich einen Unterschied machen? Salomo sagt: Gehe das Risiko ein. Es lohnt, auch großzügig zu sein, obwohl man vielleicht ein Risiko darin sieht.

[3:22] Wenn du dein Brot auf die Wasserfläche gibst, du wirst es wieder zurückbekommen. Wenn du anderen Anteil gibst, Gott wird dafür sorgen, dass du nicht leer ausgehst. "Gib Anteil sieben anderen, ja sogar acht, denn du weißt nicht, was für Unglück sich auf der Erde ereignen wird." Hier spiegelt er ein bisschen wider, was er auch vorher gesagt hat: Dieses an Reichtum festhalten um seines selbst willen ist nicht im Sinne eines erfüllten, sinnvollen Lebens. Es ist Nichtigkeit, Nichtigkeit. Es ist sinnlos. Deshalb: Gib großzügig! Ja, es ist ein Risiko, aber es lohnt. Er fährt fort mit einem anderen Beispiel in Vers 3.

[4:08] "Wenn die Wolken voll werden, gießen sie Regen aus auf die Erde. Und wenn ein Baum nach Süden oder Norden fällt, an der Stelle, wo der Baum fällt, da liegt er. Wer auf den Wind achtet, wird nie säen, und wer auf die Wolken sieht, der wird nie ernten. Wie du den Weg des Windes nicht kennst und nicht die Gebeine im Leib der Schwangeren, so kennst du das Werk Gottes nicht, der alles wirkt. Am Morgen säe deinen Samen und am Abend lass deine Hand nicht ruhen, denn du weißt nicht, was gedeihen wird, ob dieses oder jenes oder beides zugleich gut werden wird. Süß aber ist das Licht, und gut für die Augen ist es, die Sonne zu sehen. Denn wenn der Mensch viele Jahre lebt, soll er in ihnen allen sich freuen und am Tag der Finsternis denken, dass sie viel sein werden. Alles, was kommt, ist Nichtigkeit."

[5:06] Am Beispiel des Aussäens, am Beispiel des Ackers macht er deutlich: Ich kann sehr viel darüber nachgrübeln, ich kann sehr viel darüber philosophieren und erkunden. Ich kann auf die Wolken schauen, ich kann auf den Wind sehen, aber wenn ich zu viel an die Umstände denke, dann werde ich nie handeln. Das Risiko, zu handeln,

[5:33] das Risiko der Zukunft ist groß. Er sagt: Ich weiß nicht, was morgen sein wird, ich weiß nicht, woher der Wind kommen wird. Und die Wolken werden einfach ihren Regen geben, wenn sie voll sind.

[5:47] Es hat ein Risiko, sich auf morgen einzulassen. Die Ungewissheit kann einen lähmen. Und wenn ich keinen Fehler machen will, wenn ich die Weisheit, wie Salomo sagt, richtig anwenden will, dann kann mich das lähmen. Aber Salomo sagt: Lass dich durch das Risiko von morgen, durch die Unsicherheit, die das Morgen bringt, nicht lähmen. Nutze die Zeit, handle, tu deinen Teil, egal wie der Wind steht. Tu deinen Teil, egal ob die Wolken gerade da sind oder nicht, und Gott wird den Rest geben. Und wer weiß, ob das gedeihen wird oder das? Lass dich von der Ungewissheit nicht lähmen, sondern tue! Und gehe diesen Weg mit Gott. Dann hat er noch ein drittes Beispiel ab Vers 9.

[6:39] "Freue dich, Jüngling, in deiner Jugend, und dein Herz mache dich fröhlich in den Tagen deiner Jugendzeit. Und lebe nach dem, was dein Herz wünscht und wonach deine Augen ausschauen. Doch wisse, dass um all dieser Dinge willen Gott dich zur Rechenschaft ziehen wird. Entferne den Unmut aus deinem Herzen und halte Übel von deinem Leib fern, denn Jugend und dunkles Haar sind Nichtigkeit."

[7:04] Hier ruft Salomo nicht dazu auf, dass wir sorgenlos einfach leben sollen und tun und lassen sollen, was wir wollen. Das ist weiter in dem Gedankengang, den er vorher hat: Wenn ich das Richtige tun will, dann kann mich das lähmen.

[7:25] Vielleicht denke ich jetzt in meinen jungen Jahren daran: Ja, was wird sein, wenn ich älter bin? Was wird dann sein? Was wird dann sein? Und ich genieße nichts von dem, was Gott mir gegeben hat. So oft hat bereits Salomo im Prediger deutlich gemacht: Es kann uns nichts Besseres passieren, als dass wir den Segen, den Gott gibt, auch genießen und nutzen. Und deshalb sagt er hier: "Freue dich, Jüngling, in der Jugend, und dein Herz mache dich fröhlich in den Tagen deiner Jugendzeit. Lebe nach dem, was dein Herz sich wünscht."

[7:59] Genieß, handle! Lass dich von der Unsicherheit, vom Risikofaktor, nicht lähmen. Es ist gut, dass du möchtest, ganz wie Salomo es rät, dass du möchtest, dass Weisheit nicht nur ein theoretischer Aspekt deines Lebens ist, sondern du möchtest, dass es praktisch wird, dass du die Weisheit richtig anwendest. Dass du nicht zu einem dieser Toren gehörst, sondern du das Leben nutzt. Aber lass dich dabei nicht lähmen, sondern genieße das Leben. Lass dich auf diesen Risikofaktor Leben, auf diese Unsicherheit, ein. Und die wichtige Richtschnur, die er mitgibt, ist:

[8:45] Behalte im Hinterkopf, dass Gott dich um all dieser Dinge willen zur Rechenschaft ziehen wird. Damit will Salomo keine Angst machen. Er will deutlich machen: Die Richtschnur unseres Lebens ist, was Gott in der Beziehung mit uns wünscht. Und wie er so oft schon angedeutet hat, wie es immer lauter wurde, wie immer deutlicher wurde, dass wir langsam an der Endstation dieser Reise, die Salomo mit uns geht, dass wir da langsam ankommen, macht er jetzt deutlich, dass Gott am Ende zur Rechenschaft zieht. Das ist der ausschlaggebende Faktor. Und eigentlich sollte das nicht Angst machen. Die Botschaft des Gerichts sollte nicht Angst machen und lähmen, sie sollte befreien, weil wir verstehen, dass Gott im Gericht Erlösung geben möchte, dass das Gericht den Zweck hat, uns auch Gnade deutlich zu machen. Deshalb darf ich das Leben auch hier schon genießen, weil ich verstehe, welche Rolle tatsächlich Gnade Gottes in meinem Leben hat. Darf ich ihm vertrauen, auf ihn den Segen, den er gibt, genießen und, wie er sagt, all das Böse aus meinem Leben entfernen. Ich darf mich auf seine Gnade verlassen, ich darf seine Gnade genießen und ich darf in ihm wachsen und all das Negative entfernen.

[10:19] Und jetzt kommt er zu diesem großen Finale. Er kommt zu diesem großen Punkt, dass am Ende Gottes Gericht steht. In Kapitel 12, Vers 1, verweist er poetisch darauf:

[10:37] "Und denke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugendzeit, bevor die Tage des Übels kommen und die Jahre herannahen, von denen du sagen wirst: Ich habe keinen Gefallen an ihnen."

[10:48] In erster Linie spricht Salomo hier tatsächlich vom Lauf des Lebens. Wenn wir älter werden, dann gibt es eine Zeit, da werden wir uns denken: Das wollen wir nicht. Jetzt vor Kurzem habe ich wieder dieses Sprichwort gehört: Altwerden ist nichts für Feiglinge. Wenn im Körper, im Geist des Menschen die Folgen von der Trennung von Gott zunehmend sichtbar werden, das ist nicht schön. Wenn Krankheit immer häufiger wird, wenn der Körper schwach wird und vielleicht der Geist auch abnimmt, das ist nicht das, wofür Gott uns gemacht hat. Und da werden wir definitiv sagen: Daran haben wir keinen Gefallen. Aber Salomo macht hier etwas Interessantes: Während er unser Lebensende – und meins persönlich – als großen Spiegel, als großen Reflektor nutzen will, um deutlich zu machen: Nutzt das, um zu verstehen, dass du jetzt handeln sollst, dass du jetzt dich auf Gott besinnen sollst, so wird dieses Bild poetisch auch gleichzeitig zu einem Hinweis für das Gericht. Lasst uns darauf achten, wie Salomo jetzt diese Zeit des Alters beschreibt, in Vers 2.

[12:11] "Bevor sich verfinstern die Sonne und das Licht, der Mond und die Sterne und die Wolken nach dem Regen wiederkehren, an dem Tag, wenn die Wächter des Hauses zittern und die starken Männer sich krümmen und die Müllerinnen müßig gehen, weil sie wenig geworden sind; wenn sich verfinstern die, die durch die Fenster sehen und die Türen zur Straße hin geschlossen werden, während das Geräusch der Mühle dünner wird und ansteigt zur Vogelstimme und alle Töchter des Gesangs werden gedämpft; auch vor der Anhöhe fürchtet man sich und Schrecken sind auf dem Weg und der Mandelbaum steht in Blüte und die Heuschrecke schleppt sich mühsam dahin und die Kaper platzt auf – denn der Mensch geht hin zu seinem ewigen Haus und die Klagenden ziehen umher auf der Straße; bevor die silberne Schnur zerreißt und die goldene Schale zerspringt und der Krug am Quell zerbricht und das Schöpfrad zersprungen in den Brunnen fällt und der Staub kehrt zur Erde zurück, so wie er gewesen, und der Geist kehrt zurück zu Gott, der ihn gegeben hat."

[13:21] Die Bilder, die hier verwendet werden, verwendet Jesus zum großen Teil für die Endzeit, für die Zeit, in der immer sichtbarer wird, dass Gottes Gericht da ist. Die Ausmaße, die Salomo beschreibt, sind nicht nur poetisch das, was wir am Ende unseres Lebens erleben. Salomo macht deutlich: Alles steuert darauf hin. Jeder von uns persönlich, aber auch wir als Menschheit, wir steuern auf diesen Lebensabend zu, die Jahre, in denen wir sagen werden: "Sie gefallen mir nicht."

[14:00] Und bevor diese Zeit kommt, bevor die Zeit kommt, in der alle zum Staub zurückkehren – nicht nur du und ich persönlich, sondern wir als Menschheit – bevor diese Zeit kommt, sollten wir die Zeit der Jugend genießen und nutzen und in die Beziehung mit Gott investieren.

[14:23] Und deshalb schließt er: "Nichtigkeit der Nichtigkeiten", spricht der Prediger, "alles ist Nichtigkeit."

[14:32] Ohne dass Gott das Zentrum wird, ist alles sinnlos. Am Ende kehrt alles zum Staub zurück. Aber selbst mit Gott ist das alles ein großes Enigma, ein Rätsel. Es gibt so viele Dinge, die wir nicht erklären können, weil Sünde keinen Sinn ergibt. Es gibt so viele Dinge, die wir noch nicht verstehen können, weil Gott sie uns noch nicht offenbart hat. Es gibt so viele Dinge, die wir noch nicht erkannt haben, was wir die ganze Ewigkeit dafür haben. Und deshalb ist das alles Nichtigkeit der Nichtigkeiten, alles ist Nichtigkeit. Eitel, alles ist...

[15:18] Salomo macht deutlich: Es wird diese Zeit kommen. Und deshalb sollen wir tätig werden. Wir sollen uns nicht durch die Unsicherheiten, die Großzügigkeit, die Zukunft, die das Leben in sich haben, wir sollen uns nicht durch diese Unsicherheiten lähmen lassen, sondern wir wollen sie nutzen. Wir sollen uns darauf einlassen und die Zeit, die Gott uns gegeben hat, voll auskosten und auf ihn zugehen, bevor die Zeit kommt, wenn unser Leben sich dem Ende neigt, bevor die Zeit kommt, wenn die Menschheit – richtig, so wie sie momentan läuft – sich dem Ende neigen wird, weil Gott einen Strich unter die Sünde machen wird, weil Gott Gericht halten wird. Und da wird seine Gnade sichtbar werden. Aber wir haben nur bis zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, tätig zu sein. Deshalb lasst uns das nutzen, lasst uns nicht gelähmt sein und verunsichert durch die großen Fragezeichen des Lebens. Salomo kommt hier wirklich zu einem positiven Abschluss. Die nächsten Verse, den Abschluss, wollen wir beim nächsten Mal noch lesen. Aber jetzt wollen wir einen Punkt setzen und Gott dafür danken, dass er uns einlädt, all das zu nutzen und uns nicht verunsichern zu lassen.

[16:52] Guter Gott, du bist der gerechte Richter. Du bist derjenige, der tatsächlich Gnade, Gerechtigkeit, Liebe für uns alle übrig hat. Und es wird dieser Zeitpunkt kommen im Leben von jedem Einzelnen von uns, aber auch für die Menschheitsgeschichte, wenn wir nicht mehr tätig sein können. Und bei all den Unsicherheiten, die wir im Leben haben, kann es passieren, dass wir gelähmt sind und nicht handeln. Und deshalb möchte ich dich bitten, dass du uns besonders heute den Mut gibst, die Weisheit so zu nutzen, aber auch die Unsicherheiten in unserem Leben zuzulassen, den Weg mit dir zu gehen und die Zeit, die du uns gegeben hast, voll auszukosten. Das Gute, was du uns gegeben hast, zu nutzen zu deiner Ehre. Denn der Moment kommt, wenn du Gericht halten wirst und deine Gnade und deine Gerechtigkeit für alle sichtbar werden wird. Bis dahin haben wir noch die Möglichkeit, tätig zu werden. Lass heute ein Tag sein, der nicht vergeudet ist, weil wir mit dir gehen und weil wir die Zeit richtig nutzen. In deinem Namen. Amen.

[18:20] [Musik]


Lizenz

Copyright ©2026 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.