In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beendet Rabea Kramp die Betrachtung von Jesaja 13 und beginnt mit Kapitel 14. Sie beleuchtet die Weissagungen über den Untergang Babylons, sowohl in seiner historischen Erfüllung als auch als Typus für das Gericht Gottes in der Endzeit. Zudem thematisiert sie Israels zukünftige Erlösung und das Spottlied auf den König von Babel, das sowohl eine historische Befreiung als auch eine eschatologische Hoffnung widerspiegelt.
Gott auf (m)einer Seite: Jesaja 13:6-14:8
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JesajaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zusammen. Wir möchten das Kapitel 13 im Buch Jesaja beenden und Kapitel 14 beginnen. Davor beten wir gemeinsam.
[0:44] Guter Vater, ich möchte dir danken, dass du die ganze Welt und die ganze Geschichte der Welt in deiner Hand hältst, dass wir wissen dürfen, dass du alles führst und alles bist und dass dir nichts entgeht und dass du alles zum Ziel bringen wirst, was du dir zum Ziel gesetzt hast, auch unsere Erlösung. Amen.
[1:10] Wir beginnen in Vers 6 in Kapitel 13. Und wir erinnern uns, dass wir gestern mit der Weissagung über Babel, über Babylon begonnen haben, wie Babel Gericht erfahren wird und wie es untergehen wird. Und da geht es heute weiter: „Heult! Denn der Tag des Herrn ist nahe; er kommt wie eine Verwüstung von dem Allmächtigen. Deshalb werden alle Hände schlaff und das Herz jedes Sterblichen zerschmilzt.“ Ja, die Eroberung Babels ist zu jener Zeit passiert, 539 vor Christus. Aber es ist gleichzeitig auch ein Typus, von dem wir lesen, ein Typus auf die Endzeiten. Auch in der Endzeit, das lesen wir in Offenbarung in verschiedenen Kapiteln. Wird Babylon als ein Symbol, eine Metapher benutzt, um ja, die Feinde Gottes zu beschreiben, an denen Gott das Gericht vollstrecken wird vor der Wiederkunft.
[2:13] Und diese Krise, die hier in Vers 7 angesprochen wird, mit schlaffen Händen, die beschreibt eine globale Krise. „Sie sind bestürzt. Krämpfe und Wehen ergreifen sie. Sie winden sich wie eine Gebärende. Einer starrt den anderen an, ihre Angesichter glühen.“ Dieser Vers beschreibt auf ganz interessante Weise einen Umstand, den wir in Daniel Kapitel 5 lesen, in der Geschichte von Belsazar, der einmal veranstaltete und da eine Hand an der Wand sah, die einen Schriftzug an die Wand schrieb, dass er gewogen und für zu leicht befunden wurde. Und Belsazar geriet daraufhin in Panik und ist ja völlig aufgebracht gewesen. Die Angesichter haben geglüht, alle Anwesenden.
[3:03] „Siehe, der Tag des Herrn kommt, unbarmherzig, mit Grimm und Zornesglut, um die Erde zur Wüste zu machen und die Sünder daraus zu vertilgen.“ Das spricht von diesem Gericht an Babylon. Es erfüllte sich damals und es wird sich noch einmal erfüllen. Ja, „die Sterne des Himmels und seine Sternbilder werden nicht mehr glänzen. Die Sonne wird sich bei ihrem Aufgang verfinstern und dem Mond sein Licht nicht leuchten lassen.“ Diese Formulierungen und dieser, dieser, diese Verfinsterung, die finden wir auch in manchen Kapiteln in der Offenbarung. Und sie sind auch ein Phänomen, was in der Endzeit immer wieder auftreten wird, unter anderem in den Plagen, wo es auch eine Plage gibt, in der Finsternis stattfinden wird. Also auch ein Indiz dafür, dass diese Verse nicht nur einmal sich erfüllt haben, sondern noch eine zweite Anwendung finden werden.
[4:03] „Und ich werde an dem Erdkreis die Bosheit heimsuchen und an den Gottlosen ihre Schuld. Und ich will die Prahlerei der Übermütigen zum Schweigen bringen und den Hochmut der Gewalttätigen erniedrigen.“ Gott wird ein Gericht halten über die Sünde. „Ich will den Sterblichen seltener machen als gediegenes Gold und den Menschen seltener als Gold von Ofir.“ Nur wenige werden durch das Gericht hindurchkommen. Es werden die allermeisten gerichtet werden und nur wenige werden ja als Übrige übrig bleiben. „Darum will ich die Himmel erschüttern und die Erde soll von ihrer Stelle aufschrecken vor dem Zorn des Herrn der Heerscharen und zwar am Tag der Glut seines Zorns.“ Auch hier finden wir eine Sprache, die wir in der Offenbarung wiederfinden. Die Erde wird vergehen, es wird Erdbeben geben vor der Wiederkunft. All dies passiert auch vor allem am Ende der Zeit.
[5:02] „Und sie werden sein wie verscheuchte Gazellen und wie Schafe, die niemand sammelt. Jeder wird sich zu seinem Volk wenden und jeder wird in sein Land fliehen.“ Ja, alle werden aufbrechen. Und hier wird interessanterweise beschrieben, wie auch diese babylonische Einheit zerschellen wird und ja, in Bruchstücke aufgehen wird. Und auch diesen Umstand finden wir in der Offenbarung beschrieben, dass Babylon zerbricht. „Jeder, den man aber erwischt, der wird durchbohrt, und jeder, der ergriffen wird, fällt durchs Schwert.“ Das ist die Eroberung Babels 539. „Ihre Kinder werden vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet werden.“ Eine furchtbare Beschreibung.
[5:47] „Siehe, ich erwecke die Meder gegen sie, die das Silber nicht achten und am Gold kein Gefallen haben.“ Gestern haben wir schon gesehen, dass Jesaja voraussagt, dass ein Volk von den Bergen kommen wird, vom Zagros-Gebirge. Und das werden die Meder sein. Hier nennt er sie beim Namen. Und er prophezeit hier ein Volk, das in 200 Jahren kommen wird, um die Babylonier, die auch noch nicht an der Macht sind, zu zerstören. Und die Meder sind noch viel weniger ein Volk gewesen zu jener Zeit als die Babylonier. Sie waren irgendwo eine kleine Gruppe in den Bergen, ganz weit weg davon, eine Weltmacht zu werden. „Und ihre Bogen werden junge Männer zu Boden strecken. Sie werden sich über die Leibesfrucht nicht erbarmen und kein Mitleid mit den Kindern haben.“ Ja, die Babylonier werden das erleben, was sie dem Volk Gottes auch angetan haben. „So wird Babel, die Zierde der Königreiche, der Ruhm, der Stolz der Chaldäer, umgekehrt von Gott wie Sodom und Gomorra.“
[6:49] Jetzt kommen drei sehr interessante Verse, über die wir ein bisschen nachdenken wollen: „Sie wird nie mehr bewohnt werden, Babel, und unbesiedelt bleiben von Geschlecht zu Geschlecht. Kein Araber wird dort zelten und keine Hirten werden ihre Herden dort lagern lassen. Sondern Steppentiere werden dort liegen und ihre Häuser werden voller Eulen sein und Strauße werden dort hausen und Ziegenböcke herumhüpfen. Und wilde Hunde werden heulen in ihren Feldern/Palästen und Schakale in den Lustschlössern. Ihre Zeit ist nahe gekommen und ihre Tage sollen nicht verlängert werden.“ Diese Vorhersage über Babel und wie Babel enden wird und ja, wie Babel für alle Zeit sein wird, die ist tatsächlich sehr exakt eingetroffen, denn bis heute ist Babylon nicht wieder aufgebaut worden. Es gab einige verschiedene Männer der Geschichte, die das versucht haben. Einer davon war Alexander der Große. Und auch Männer unserer Zeit haben das versucht. Aber Gottes Vorhersage, dass Babylon nie mehr aufgebaut werden wird, der kann sich keiner widersetzen. Auch wenn er es versuchen würde, Babel aufzubauen, es wird nicht gelingen. Schon am Ende der Antike war Babylon völlig in die Bedeutungslosigkeit versunken. Und heute stehen dort nur noch Ruinen. Babel wird keine Bedeutung mehr haben.
[8:25] Wir lesen weiter in Kapitel 14. Und dieses Kapitel 14 ist ja ein ganz besonderes im Buch Jesaja. „Denn der Herr wird sich über Jakob erbarmen und Israel wieder erwählen und sie zur Ruhe bringen in ihrem Land. Und der Fremdling wird sich ihnen anschließen und sie werden dem Haus Jakobs anhängen.“ Hier spricht es tatsächlich davon, dass eine Erlösung für Israel möglich wäre. Gleichzeitig impliziert Jesaja hier ungefähr 120 Jahre im Voraus die Gefangenschaft des Volkes Gottes in Babylon und auch schon eine Rückkehr. „Und die Völker werden sich ihrer annehmen und sie an ihren Ort bringen. Und das Haus Israel wird sie im Land des Herrn als Knechte und Mägde zum Besitz erhalten. So werden sie die Gefangenen gefangen nehmen, deren Gefangene sie gewesen, und diejenigen beherrschen, die sie einst bedrückt haben.“ Leider hat sich das nicht erfüllt, da Israel nicht willens war, den Messias anzunehmen. So wurden die Länder um Israel herum nicht missioniert, wurden nicht bekannt mit dem Evangelium, so wie Gott es eigentlich vorgesehen hatte und vorausgesagt hatte. Und da sehen wir, dass Gott Prophezeiungen geben kann, die sich wohlmöglich nicht zu erfüllen scheinen. Aber Gott nimmt noch einmal einen Anlauf am Ende der Weltgeschichte und dann werden sich diese Dinge wirklich erfüllen.
[10:06] Wir beginnen jetzt mit dem Spottlied auf den König von Babel. Und wir werden morgen hier weiterlesen. Aber dieses Spottlied ist ja von ganz großer Bedeutung, das werden wir heute und morgen noch sehen. Und es steht im Kontrast zu dem Loblied aus Kapitel 12. „Und es wird geschehen an den Tagen, da der Herr dir Ruhe verschafft von deiner Qual und Unruhe und von dem harten Dienst, der dir auferlegt war. Da wirst du dieses Spottlied auf den König von Babel anstimmen und sagen: Wie hat der Treiber ein Ende genommen, wie hat die Erpressung aufgehört! Der Herr hat den Stab der Gesetzlosen zerbrochen, den Herrscherstab der Tyrannen, der die Völker im Grimm schlug mit unaufhörlichen Schlägen, der im Zorn Nationen niedertrat mit schonungsloser Verfolgung. Jetzt ruht die ganze Erde und ist still, man bricht in Jubel aus.“ Die Befreiung aus Babylon war ein Riesenereignis, ein großer Jubel. Und in der Geschichte, wie einst, lesen wir von diesem „Regime Change“ würden wir heute sagen, heutzutage sagen, dass Darius in das Amt kam und Babylon fiel. Aber es wird sich auch in Offenbarung 18 Vers 20 noch einmal erfüllen, dass die Erlösten über das, ja, übertragene, im übertragenden Sinne, geistige Babylon jubeln werden. „Selbst die Zypressen freuen sich über dich und die Zedern des Libanon. Sie sagen: Seitdem du da niederliegst, kommt kein Holzfäller mehr zu uns herauf.“ Also werden wir noch öfter im Buch Jesaja sehen, dass Prophezeiungen, die Jesaja gegeben hat, eintreffen und auch, dass diese Prophezeiungen für die Zukunft für uns in der Zukunft liegen werden. Und wir können Gott dankbar sein, dass wir diese Kapitel verstehen dürfen, um zu wissen, dass Gott seine Erlösten retten wird und die Feinde Gottes zerstören wird. Lasst uns dafür danken.
[12:34] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du die ganze Welt in deiner Hand hältst, dass du die Schafe von den Böcken trennst, wie es im Neuen Testament heißt, dass du die Erlösten nach Hause führen wirst und dass keiner verloren gehen wird, so klein sein Glaube auch gewesen sein mag. Du wirst jeden retten, der von Herzen aufrichtig an dich glaubt. Amen.
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