In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ studiert Rabea Kramp Jesaja 14,9-29. Sie analysiert das Spottlied über den König von Babel, das tiefere Einblicke in Luzifers Fall und die Konsequenzen von Stolz bietet. Das Video beleuchtet zudem Gottes souveräne Prophezeiungen über Assyrien und das Philisterland und betont die unerschütterliche Verlässlichkeit seines Wortes.
Gott auf (m)einer Seite: Jesaja 14:9-14:29
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JesajaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
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Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zu Jesaja, die Seite 731. Wir möchten das Kapitel 14 im Buch Jesaja weiter studieren und die Gedanken darin vertiefen. Lasst uns gemeinsam beten.
Vater im Himmel, du bist der Schöpfer des Universums, du bist der König, du bist ja der, der im Himmel thront, und dafür danken wir dir, dass du von Ewigkeit her bist, dass du in Ewigkeit sein wirst und dass wir die Ewigkeit mit dir teilen dürfen eines Tages. Wir haben Dank dafür, dass du deine Geschöpfe liebst. In deinem Namen. Amen.
Wir beginnen in Vers 9: "Das Totenreich drunten gerät in Aufregung wegen dir in Erwartung deines Kommens. Erregt deinetwegen die Schatten auf, alle Anführer der Erde. Er lässt von ihren Thronen aufstehen alle Könige der Heidenvölker." Wir erinnern uns, dass wir immer noch in einem Spottlied über Babel sind, und wir haben hier gelesen, dass das Totenreich in Aufregung gerät. Das kann natürlich nur ein Symbol sein, weil wir wissen, dass die Toten nichts wissen, wie es im Prediger 9,5 heißt. Aber es ist eine Metapher, ein Symbol dafür, dass alles in Aufregung gerät und dass alles in Unruhe kommt.
Sie alle greifen das Wort und sprechen zu dir: "Auch du bist kraftlos geworden wie wir, bist uns gleich geworden." Ja, Babylon geht unter, genauso wie andere Reiche auch. Deswegen heißt es hier: "Du bist uns gleich geworden." Babylon war ein besonderes und ein großes Reich und bedeutend, aber auch dieses Reich, so bedeutend es gewesen sein mag, wird untergehen. "Ins Totenreich hinabgestürzt ist deine Pracht, das Rauschen deiner Harfen. Maden werden dein Lager sein und Würmer deine Decke." Der Luxus und alle Prunk und Pracht Babylons werden vergehen. Und wer ein bisschen sich mit Archäologie auskennt, der weiß um den Fakt, dass Babylon so tief unter dem Wüstensand steckt und der Wasserspiegel leider alles aufgesogen hat, was man noch hätte ausgraben können, dass man Babylon nicht ausgraben kann. Jedenfalls das Babylon, von dem wir hier lesen, das Babylon Nebukadnezars ist. Und so können wir leider nicht dieses, diese Pracht und all das zutage fördern und bestaunen, aber wir dürfen der Bibel glauben, dass es eine große und herrliche Stadt und ein großes Reich gewesen sein muss.
Es heißt weiter: "Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, der Überwältiger der Nationen!" Diese nächsten Verse sind ganz besonders, und sie finden ihre Anwendung nicht nur beim König von Babel, sondern durch ihre Sprache verraten sie, dass sie auch einen ganz anderen König meinen, nämlich Luzifer. Er war auch der Sohn der Morgenröte, er, der im Himmel der schützende Cherub, der so hoch geschaffen war wie kein anderes Wesen. Von ihm lesen wir in Offenbarung 12, dass er hinabgestürzt wurde. Er war der Überwältiger der Nationen, er hat viele Völker in Sünde gezogen.
"Doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden." Luzifers Grundeinstellung war dieses Ich, Ich, Ich, dieser Egoismus, die Selbsterhöhung, der Stolz. Die Sterne Gottes, die stehen hier für die Engel. Er hat ja, das wissen wir auch aus der Offenbarung, Engel mit sich gezogen, die ja seinen Lügen über Gott geglaubt haben. "Ich will auffahren, in die Höhe steigen, mich dem Allerhöchsten gleich machen." Luzifer wollte Gott sein, er wollte auf die Stufe Gottes erhoben werden oder sogar noch darüber gelangen. Das war sein Ansinnen.
"Doch ins Totenreich bist du hinabgestürzt, in die tiefste Grube." Luzifer wollte sich erhöhen, und stattdessen wurde er niedrig. "Die dich sehen, schauen dich verwundert an. Sie betrachten dich und sagen: Ist das der Mann, der die Erde erzittern ließ, der Königreiche erschütterte?" Dieser Vers, der spricht ganz besonders auch von der Zeit nach den 1000 Jahren, wenn ja Satan diese, diese Zeit allein auf dieser Erde quasi wie in einem Gefängnis verbracht haben wird. Dann werden wir ihn richten am Ende dieser 1000 Jahre, und sie werden ihn anschauen und sagen: "Was, das war der Mann, der all dieses Unheil, all dieses Leid auf die Welt gebracht hat?" Der wird ein elendes, ein Häufchen Elend sein. "Der den Erdkreis zur Wüste macht und seine Städte niederreißt, der seine Gefangenen nicht nach Hause entließ." Da können wir ganz besonders den Nebukadnezar, der ja das Volk Israel deportierte, darin sehen. Und Kyros steht natürlich für den Erlöser Kyros, der das Volk Israel wieder nach Hause entließ. "Alle Könige der Völker, sie wohnen ihren, jeder in seinem Haus. Du aber bist hingeworfen fern von deiner Grabstätte wie ein verabscheuter Schössling, bedeckt mit Erschlagenen, vom Schwert Durchbohrten, die in eine mit Steinen bedeckte Grube hinabfahren, wie ein Zertretener." Ja, er wird keine Bestattung, keine Grabstätte bekommen, und das war zur damaligen Zeit eine Schande, wenn man keine Grabstätte, keine Bestattung bekam. Also er wollte sich erhöhen, wollte höher werden als Gott, aber daraus resultiert hat ist eine Erniedrigung sondergleichen, so niedrig, wie man sich nur vorstellen kann. Und im großen Kontrast steht Jesus, wie es in Philipper 2 beschrieben wird, der sich erniedrigt hat und über alle Maßen erhöht werden wird.
Es heißt weiter über den König von Babel: "Du wirst nicht mit jenen vereint werden im Grab, denn du hast dein Land zugrunde gerichtet, hast ein Volk erwürgt. Der Same der Übeltäter wird in Ewigkeit nicht mehr erwähnt werden." Satan ist ein selbstzerstörerisches Wesen, und jeder, der ihm anhängt und der ihm nachfolgt, wird auch diese selbstzerstörerische Macht in sich haben. "Richtet eine Schlachtbank her für seine Söhne um der Missetat ihrer Väter willen, damit sie nicht wieder aufkommen und die Erde in Besitz nehmen und den Erdkreis voll Städte machen." Hier endet dieses Spottlied über den König von Babel, der ausgerottet werden wird, und so auch Satan und sein Gefolge. Sie werden auch ausgerottet werden.
"Ich will gegen sie aufstehen, spricht der Herr der Heerscharen, und von Babel ausrotten Namen und Überrest, Spross und Sprössling, spricht der Herr. Und ich will es zum Besitztum der Igel machen und zu Wassersümpfen, und ich will es wegfegen mit dem Besen des Verderbens, spricht der Herr der Heerscharen." Ja, wir dürfen gewiss sein, dass Gott alles ausrotten wird, was irgendwie mit Sünde zu tun hat, und natürlich den Übeltäter und den Urheber der Sünde ganz im Besonderen.
Eine weitere Weissagung lesen wir hier ab Vers 24, nämlich die Weissagung über Assyrien. Wir wissen, Assyrien war ja zurzeit Jesajas eine Großmacht, die Großmacht. "Der Herr der Heerscharen hat geschworen und gesagt: Fürwahr, es soll geschehen, wie ich es mir vorgenommen habe, und es soll zustande kommen, wie ich es beschlossen habe. Ich will den Assyrer zerschmettern in meinem Land, und ich will ihn zertreten auf meinen Bergen. So wird sein Joch von ihnen genommen werden und seine Last von ihren Schultern fallen. Das ist der Ratschluss, der beschlossen ist über die ganze Erde, und dies ist die Hand, die ausgestreckt ist über alle Völker." Wieder die ausgestreckte Hand als Symbol für das Gericht. Der Ratschluss Gottes ist der Plan Gottes, und Gott wird hier den Assyrern ein Ende machen. Auch die Assyrer werden enden, damit die Babylonier dann übernehmen. "Denn der Herr der Heerscharen hat es beschlossen, wer will es vereiteln? Seine Hand ist ausgestreckt, wer will sie abwenden?" Und das sind natürlich rhetorische Fragen, denn niemand kann den Ratschluss Gottes abwenden. Was Gott beschlossen hat, wird ganz sicher eintreten.
Die nächste Weissagung beginnt Vers 28, nämlich über das Land der Philister: "Im Todesjahr des Königs Ahas ist dieser Ausspruch ergangen: Freue dich nicht, ganz Philisterland, dass der Stock zerbrochen ist, der dich schlug! Denn aus der Wurzel der Schlange wird eine Natter hervorkommen, und deren Frucht wird ein fliegender und feuriger Drache sein." Ja, es gibt Ausleger, die sich darüber streiten oder zumindest uneinig sind, wer hier dieser Drache ist, dieser feurige Drache, die Wurzel der Schlange. Aber es ist schon recht naheliegend, dass hier die assyrische Invasion oder die der Babylonier gemeint ist, die ins Philisterland eindringen werden. Und nur noch mal zur Erinnerung, wann das stattfinden wird: Hier von einem Ereignis gesprochen, das 24 Jahren nach Kapitel 6, der Berufung Jesajas, geschieht. Also eine durchaus in nahe Zukunft liegende Prophezeiung, die Jesaja hier gibt. Und wir sehen immer wieder, dass Jesaja ganz verschiedenartige Prophezeiungen aufschrieb und ausgesprochen hat, die in verschiedenen Abständen in der Zukunft liegen werden oder liegen würden. Und wieder dürfen wir sagen, dass wir aus der Bibel erkennen können, dass Gott Prophezeiungen gegeben hat, die sich bewahrheiten werden und eintreffen. Und das darf uns immer wieder zeigen, dass Gottes Wort zuverlässig ist.
Lasst uns beten. Unser Vater, lieber Jesus, wir danken dir, dass dein Wort verlässlich ist und dass deine Prophezeiungen eintreten werden. Wir sehen, dass so viele Prophezeiungen sich erfüllt haben, und umso sicherer dürfen wir sein, dass sich die Prophezeiungen seiner Wiederkunft auch erfüllen wird und alles, was damit zusammenhängt. In deinem Namen danken wir dafür. Amen.
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