In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ führt Rabea Kramp durch Jesaja 18 und 19. Sie beleuchtet Gottes Gericht über Kusch und Ägypten und erklärt, wie diese Urteile dazu dienen, Nationen aufzurütteln und einen Überrest zu sammeln, der sich Gott zuwendet. Die Predigt betont Gottes umfassenden Plan, selbst scheinbar gottlose Länder zu missionieren und Menschen zur Anbetung des wahren Gottes zu führen.
Gott auf (m)einer Seite: Jesaja 18:5-19:19
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, JesajaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute zusammen die Seite 734, schließen Jesaja 18 ab und beginnen Jesaja 19. Lasst uns gemeinsam beten:
Lieber Vater im Himmel, du hast einen großen Plan für unser eigenes Leben, aber auch für die ganze Welt. Und davon wollen wir heute lesen, von diesem Plan, auch in den nächsten Tagen einen Einblick bekommen in das, was du eigentlich vorgesehen hast für das Volk Gottes und für die Völker drumherum. Schenke uns Einsicht, was das auch für unser eigenes Leben zu bedeuten hat. Amen.
Wir sind immer noch in Kapitel 18 bei dem Gericht über Kusch, die Weissagung über Kusch. Und da knüpfen wir an in Vers 5, wo es heißt: „Denn vor der Ernte, wenn die Blüte abfällt und der Blütenstand zur reifenden Traube wird, dann schneidet er die Ranken mit Messern ab, er wird auch die Reben wegnehmen und abhauen.“ Ja, die Kuschiten, die werden hier quasi wie ein Geschenk an Gott gesehen, dadurch, dass sie sich bekehren. Denn das Gericht, das Gott schickt über all diese Heidenvölker, das hat natürlich auch einen Sinn und Zweck, nämlich die Heidenvölker aufzurütteln und den Überrest herauszufiltern, der Gott nachfolgen möchte und nachgefolgt ist.
„Und sie werden allesamt den Raubvögeln der Berge und den Tieren des Feldes überlassen, dass die Raubvögel darauf den Sommer verbringen und alle Tiere des Feldes darauf überwintern. In jener Zeit wird dem Herrn der Heerscharen ein Geschenk dargebracht.“ Und das sind die Kuschiten hier, die sich bekehrt haben. „Ein Volk, das verschleppt und gerupft ist, Leute aus einem Volk, von dem man sich scheut, seit es besteht, eine Nation, die immer wieder mit der Messe und Verwüstung heimgesucht wurde, deren Land die Ströme überschwemmt, hin zur Wohnstätte des Namens des Herrn zum Berg Zion.“
Dieser Berg Zion, der lässt uns in Jesaja irgendwie nicht los, und er kommt immer wieder. Wir haben davon gelesen in Jesaja 2, Vers 2, als dem Berg Zion, der für die Rettung steht. Wenn man sich dem Berg Zion nähert, dann ist man gerettet. Und das ist ja ein großes Symbol, was auch am Ende der Zeit wieder auftauchen wird, wovon wir auch in der Offenbarung reden: Alle, die nach Zion kommen und gläubig sind, die werden gerettet werden. Und so geht es natürlich auch bei den Kuschiten.
Kapitel 19, hier geht es über das Gericht an Ägypten, die Last über Ägypten. „Siehe, der Herr fährt auf einer schnellen Wolke einher und kommt nach Ägypten. Da werden die Götzen Ägyptens vor ihm beben, und das Herz wird den Ägyptern im Leibe vergehen.“ Wir wissen, die Ägypter waren große Götzendiener, sie haben sich viele, viele Götter gemacht. Aber Gott zeigt hier und sagt hier, dass er diese Götter, diese fremden Götzen, besiegen wird.
„Und ich will die Ägypter gegeneinander aufstacheln, dass sie kämpfen werden, ein Bruder gegen den anderen, ein Freund gegen den anderen, Stadt gegen Stadt, Königreich gegen Königreich.“ Es wird sozusagen wie ein Bürgerkrieg entstehen, und es gibt kein geeintes Ägypten. „Und der Geist der Ägypter wird in ihrem Inneren vergehen, und ich will ihren Plan zunichtemachen. Dann werden sie die Götzen, die Zauberer, die Totenbeschwörer und die Wahrsager befragen.“ Also, man sieht hier, Ägypten hat seine besten Zeiten gehabt, es herrscht Chaos, es herrscht Bürgerkrieg, und alle sind zerstritten.
„Und ich will die Ägypter in die Hände eines strengen Herrn ausliefern, und ein harter König soll über sie herrschen, spricht der Herr, der Herr der Heerscharen.“ Dieser harte König, das waren die Assyrer, das waren die letzten beiden großen Könige des assyrischen Weltreichs, Esarhaddon und Assurbanipal. Assurbanipal ist ein ganz besonderer König gewesen, der sehr lange geherrscht hat, der auch sehr wahnvoller war über seine Herrschaft und sein Königreich, sehr machtbesessen. Und das war so 671 und 664 vor Christus, dass Ägypten unter diesen harten Herrschern – und die Assyrer waren sehr bekannt für ihre grausame Herrschaft – darunter gelitten haben.
„Und die Wasser werden sich aus dem Nil verlaufen, und der Strom wird versiegen und vertrocknen.“ Wir wissen, Ägypten hing am Nil und hängt am Nil. Wenn der nicht durch Ägypten fließen würde, dann wäre dort nur Wüste und kein Leben. „Und stinkend werden die Ströme, seicht und trocken die Kanäle. Binsen und Schilf werden hinwelken. Die Auen am Nil, an der Mündung des Nils, und alle Saatfelder am Nil werden verdorren, versiegen und nicht mehr sein.“ Das ist das Gericht, das Gott über Ägypten hier schickt, dass der Nil vergeht. „Die Fischer werden klagen und trauern, werden alle, die die Angel werfen, und die das Netz auf dem Wasserspiegel ausbreiten, werden trostlos sein. Es werden zuschanden die Leinenweber und die Weißzeugweber.“ Ja, alle Grundpfeiler sind zerschlagen, und alle Lohnarbeiter sind in der Seele bekümmert. Gott zeigt hier, dass das Leben wirklich am Nil hing und dass so viele Gewerke davon abhängen, dass am Nil alles Leben ja in seinen Ursprung hat und dort Nahrung herausgeholt werden kann und dass am Nil angebaut werden kann, weil das Wasser hier über die Ufer tritt und der Boden in der Nähe des Nils sehr fruchtbar war. Und wenn das alles nicht sein kann, dann wird es in Ägypten sehr, sehr trostlos aussehen.
„Nichts als Toren sind die Fürsten von Zoan, die weisen Ratgeber des Pharao. Ihr Ratschlag hat sich als töricht erwiesen. Wie könnt ihr denn zum Pharao sagen: Ich bin ein Sohn der Weisen, ein Sohn der uralten Könige?“ Hier begegnet uns dieses Bewusstsein der Ägypter für ihre alten und großen Könige, den Dynastien, die wir heute noch kennen. Und die Ägypter haben ja diese weisen und alten, uralten Könige sehr hochgehalten. Zoan galt ja als Hauptstadt damals, war Sitz der Herrscher und damit eine sehr bedeutende Stadt. „Wo sind denn deine Weisen? Sie sollen jedoch verkünden und erkennen, was der Herr der Heerscharen über Ägypten beschlossen hat.“ Die Weisen schweigen, sie wissen nicht, können nicht Gottes Gericht erklären. „Die Fürsten von Zoan sind töricht geworden, getäuscht sind die Fürsten von No.“ Das liegt jetzt vom Sprachlichen nicht ganz so nah, aber No ist die Stadt Memphis, die wir ja heute auch noch kennen. „Die Anführer seiner Stämme haben Ägypten irregeführt.“ Ägypten war für die Weisheit bekannt, und die Weisen Ägyptens waren bekannt. Und all diese Weisheit ist verblasst neben Gott, ja, sie hat keine Bedeutung.
„Der Herr hat einen Taumelgeist über sie ausgegossen, sodass sie Ägypten in all seinem Tun irre führen, wie ein Trunkener herumtaumelt in seinem Erbrochenen. Und für Ägypten wird keine rettende Tat mehr übrig bleiben, die Haupt oder Schwanz, Palmzweig oder Binse ausrichten können.“ Das Haupt steht für die Führer und ja, der Schwanz für das Ende, für das Gegenteil der Führer. Palmzweig ist etwas sehr Wertvolles und Binse etwas Wertloses. Das heißt, was die Bibel hier sagen will: Weder die Elite noch der Mob wird bestehen bleiben. Das Gericht geht über alle gleich.
„An jenem Tag werden die Ägypter wie Weiber sein. Sie werden zittern und erschrecken vor dem Erdbeben der Hand des Herrn der Heerscharen, die er gegen sie erheben wird. Und das Land Juda, obwohl es so klein ist, wird für die Ägypter ein Schrecken sein. So oft es jemand bei den Ägyptern erwähnt, werden sie erschrecken vor dem Ratschluss des Herrn der Heerscharen, den er über sie beschlossen hat.“
„Zu jener Zeit werden fünf ägyptische Städte die Sprache Kanaans reden und bei dem Herrn der Heerscharen schwören. Eine wird heißen: Stadt der Zerstörung. An jenem Tag wird mitten im Land Ägypten ein Altar für den Herrn stehen und ein Gedenkstein für den Herrn nahe an seiner Grenze.“ Ja, diese letzten drei Verse, die sprechen darüber, dass die jüdische Kultur sich in Ägypten verbreitet und Ägypten quasi nicht über Juda steht, sondern umgekehrt. Und dass sogar Altäre in Ägypten stehen werden, auf denen man Gott anbetet, an denen man Gott anbetet. Das heißt, dass es Gottes Plan gewesen, dass Ägypten missioniert wird und dass dort der wahre Gott des Himmels angebetet wird. Auch eine Lehre für uns heute, dass Gott die großen Nationen, die vielleicht sehr atheistisch sind oder die völlig anderen Göttern, anderen Religionen ergeben sind, dass auch diese Länder einst umkehren werden und dass Gott viele Menschen dort herausrufen wird. Das ist Gottes Plan und das ist die Hoffnung und das ist unser Auftrag. Lasst uns dafür beten:
Lieber Herr Jesus, wir danken dir, dass du deinen Plan vollenden wirst, bevor du wiederkommst, und dass viele Menschen sich zu dir bekehren werden, zu dir kommen werden und eines Tages im Himmel sein werden. Gib, dass wir auch dabei mitwirken können, dass dies geschehen wird. In deinem Namen. Amen.
[Musik]
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