Rabea Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ die Kapitel Jesaja 32:7 bis 33:14. Sie spricht über die Ungerechtigkeit der Betrüger, die bevorstehenden Gerichte über Israel durch die Assyrer und Babylonier, aber auch über Gottes Verheißung von Wiederherstellung, Gerechtigkeit und Frieden durch den Heiligen Geist. Die Botschaft betont die Ernsthaftigkeit des Gerichts, aber auch die Hoffnung auf Gottes Eingreifen für diejenigen, die ihm vertrauen.
Gott auf (m)einer Seite: Jesaja 31:7-33:14
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JesajaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
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Hmm, hallo, liebe Freunde! Willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Lesen wir heute zusammen die Seite 746, beenden Kapitel 32 in Jesaja und beginnen Kapitel 33. Und wir werden heute ein paar tolle Verse lesen, und ich freue mich schon darauf, sie mit euch zu teilen. Lasst uns beten.
Vater im Himmel, hab Dank für dein Wort. Hilf uns durch den Heiligen Geist, dein Wort heute zu verstehen und lass es uns ganz persönlich ins Herz bringen. Amen.
Wir beginnen in Vers 7 von Kapitel 32: „Und der Betrüger wendet schlimme Mittel an. Er hat böse Anschläge im Sinn, um die Elenden durch verlogene Reden zugrunde zu richten, auch wenn der Arme sein Recht beweist.“ Das ist eine große Ungerechtigkeit. „Aber der Edle hat Edles im Sinn, und er steht auch zu dem, was edel ist.“ Hier ist ein großer Kontrast, ja, der gute Charakter, der edle Charakter, der hier sehr starken Kontrast bildet zu den Bösen.
„Kommt, ihr unbekümmerten Frauen, hört auf meine Stimme! Ihr sorglosen Töchter, vernehmt meine Rede! Über Jahr und Tag werdet ihr zittern, ihr Sorglosen, denn aus ist mit der Weinlese, und die Obsternte wird nicht kommen.“ Also, der assyrische Angriff wird zu Missernten führen, zum Zerstören der Ernte, zu Ernteausfällen. Und das kann man sich gar nicht ausdenken: Die Leute konnten damals nicht einfach in den Laden gehen und sich Obst und Gemüse kaufen, was sie wollten. Sie waren auf die Landwirtschaft angewiesen, und das wird nun ausbleiben.
„Erschreckt, ihr Unbekümmerten, und erzittert, ihr Sorglosen! Entblößt euch, zieht euch aus und legt Sackleinen um die Lenden.“ Sie werden sich an die Brust schlagen als ein Ausdruck der Klage: „Wegen der lieblichen Felder, wegen des fruchtbaren Weinstocks, wegen der Äcker meines Volkes, auf denen Dornen und Disteln aufgehen, ja, wegen all der Häuser voll Freude in der fröhlichen Stadt.“ Das spricht natürlich von Jerusalem, der fröhlichen Stadt. Alles wird zugrunde gehen: die Landwirtschaft, die schönen Häuser, die Städte, alles wird kaputt gehen.
„Denn der Palast ist aufgegeben, und die lärmende Stadt, ja Jerusalem, verlassen. Ophel und Wachturm sollen zu Höhlen werden.“ Ophel ist diese Anhöhe gewesen, wo der Tempel drauf stand. „Sie werden für immer eine Wonne für den Wildesel, eine Weide für die Herden.“ Das ist das, was 100 Jahre später passiert ist, ja, als die Babylonier kamen und Jerusalem dem Erdboden gleichgemacht haben.
„So lange, bis der Geist aus der Höhe über uns ausgegossen wird. Dann wird die Wüste zum Fruchtgarten, und der Fruchtgarten wird wie Wald geachtet werden.“ Also, der Schlüssel zu allem, zur Veränderung, ist der Geist der Höhe, der Heilige Geist. Und wenn der wieder Zugang zu den Menschen findet, dann wird sich auch das Geschick wieder wenden.
„Und das Recht wird sich in der Wüste niederlassen, und die Gerechtigkeit im Fruchtgarten wohnen.“ Ja, Gerechtigkeit wird sich wieder verbreiten. „Und das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein, und der Ertrag der Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit auf ewig.“ Echter Friede wird das sein, ja. „Und mein Volk wird in Wohnorten des Friedens wohnen, in sicheren Wohnungen und an sorglosen Horten.“ Was für eine schöne Offenbarung und Prophezeiung, die Gott seinem Volk gibt. Er sagt: Wenn ihr euch zu mir bekehrt, wenn der Heilige Geist sich wieder in euch manifestieren kann und ihr bereit seid, auf mich zu hören, dann werdet ihr das alles wieder haben: Ruhe und Sicherheit, eure Ländereien, alles, was ihr so geschätzt habt.
„Wohl euch, aber hageln muss es zuvor – das ist das Gericht –, dass der Wald zusammenbricht und die Stadt tief erniedrigt wird. Wohl euch, die ihr an allen Wassern sät und auch Rinder und Esel frei umherschweifen lasst.“ Also, die Botschaft der Erlösung ersetzt das Gericht nicht. Ich habe ja gestern gesagt, dass immer wieder Erlösungsbotschaften die Gerichts-Botschaften durchziehen, aber die Bestrafung für die Sünde wird halt doch kommen. Sie ist schon beschlossen, ist nicht mehr abzuwenden.
Kapitel 33: „Wehe dir, der du verwüstest, der doch selbst nicht verwüstet worden ist, und du Räuber, den man doch nicht beraubt hat! Wenn du dein Verwüsten vollendet hast, so sollst auch du verwüstet werden. Wenn du deinen Raub erlangt hast, wird man dich berauben.“ Damit sind die Assyrer wieder gemeint, die ja auch ein Gericht ereilen wird, nachdem sie selbst Teil des Gerichtes über das Volk Gottes waren.
„Herr, sei uns gnädig, wir hoffen auf dich! Sei du jeden Morgen unser Arm, ja, sei du unsere Rettung zur Zeit der Drangsal!“ Dieser Vers 2, der ist ein tolles Gebet, und den könnt ihr euch mal in eurer Bibel anmarkern. Ein tolles, kurzes Gebet, was uns ganz persönlich auch für die Zeit der Wiederkunft und davor ganz wichtig werden kann und wichtig werden sollte. Ein Gebet für die Drangsal, für die Trübsalszeit.
„Die Völker werden fliehen vor dem donnernden Tosen, und die Heiden werden sich zerstreuen, wenn du dich erhebst, ja, wenn Gott sich erhebt, dann werden die Heiden wieder fliehen. Da wird man eure Beute wegraffen, wie die Heuschrecken raffen, wie die Käfer rennen, so rennt man drauflos.“ Also, die Plünderung des assyrischen Lagers ist ja dann tatsächlich passiert. Die Israeliten haben nach der Niederlage durch den Engel des Herrn in der Nacht dann die Möglichkeit gehabt, das ganze Lager auszuplündern.
„Der Herr ist erhaben, ja, er wohnt in der Höhe. Er hat Zion mit Recht und Gerechtigkeit erfüllt.“ Ja, Gott bringt Gerechtigkeit, niemand sonst. „Und du wirst sichere Zeiten haben, eine Fülle von Heil, Weisheit und Erkenntnis. Diese Furcht des Herrn, dieser Zions Schatz, sei auch so ein Vers zum Anmarkern, Vers 6.“ Ja, eine Fülle von Heil, Weisheit und Erkenntnis, was für eine tolle Verheißung! Und die Furcht Gottes, die ist einfach sehr, so ein kostbarer Schatz.
„Siehe, ihre Helden schreien draußen, die Friedensboten weinen bitterlich.“ Und jetzt springen wir, weil mit diesem Vers ist die Belagerung Jerusalems gemeint durch Sanherib, der ja vor Jerusalem stand. Und die Boten, die dann von Hiskia, der zu der Zeit sehr zerknirscht war, ausgesandt wurden zu Sanherib außerhalb der Stadt, die sollten Friedensverhandlungen mit Sanherib machen. Diese Friedensangebote, die waren so unannehmbar, die Assyrer haben so furchtbare Dinge gefordert, um Frieden zu machen, dass die Boten in Sack und Asche und zerrissenen Kleidern zurückgekehrt sind zu Hiskia und haben gesagt: „Mit denen ist nicht zu schreiben, mit denen kann man keinen Frieden machen.“ Deswegen heißt es hier: „Die Helden schreien draußen“, das sind die Assyrer, „und die Friedensboten weinen bitterlich“, weil man halt keinen Frieden machen kann.
„Die Straßen sind leer, der Wanderer zieht nicht hindurch. Man hat den Bund gebrochen, die Städte misshandelt, den Sterblichen verachtet.“ Also, die Straßen sind unsicher und verlassen. „Das Land trauert, es schwindet dahin. Der Libanon schämt sich, er welkt dahin. Saron ist einer Wüste gleich, Baschan und Karmel schütteln ihr Laub ab.“ Also, das Ganze gibt ein ganz erbärmliches Bild ab vom Land Israel und ja, vom Volk Gottes.
„Nun will ich mich aufmachen, spricht der Herr. Jetzt will ich mich erheben, jetzt will ich mich aufmachen.“ Und hier kündigt Gott sein Eingreifen an. „Ihr geht schwanger mit Heu, ihr werdet Stroh gebären. Ihr blast ein Feuer, das sich selbst verzehren wird.“ Und damit spricht er gegen die Assyrer, die gegen Jerusalem nichts ausrichten werden, denn Hiskia hat ja dieses sehr ernstliche Gebet gebetet, und das hat dazu geführt, dass Gott eingegriffen hat.
„Die Völker sollen zu Kalk verbrannt werden, wie abgehauene Dornen sollen sie im Feuer verbrennen.“ Das ist der Untergang der Armee, die hier beschrieben wird. „Hört, ihr Fernen, was ich tue, und ihr Nahen, erkennt meine Stärke!“ Das soll bekannt werden, dass Gott hier richtet.
„Die Sünder in Zion sind erschrocken, Zittern hat die Heuchler ergriffen. Wer von uns kann bei einem verzehrenden Feuer, wer von uns kann bei der ewigen Glut bleiben?“ Und die Frage ist, kurz gefasst: Wer kann bestehen? Das ist die Frage des Gerichts, die Frage, die auch von der Wiederkunft ganz viel gestellt werden wird. Und wie heißt es? „Die Sünder in Zion sind erschrocken.“ Das heißt: Je näher ein Volk Gottes, ein Volk, Gott näher kommt, je mehr man Gott in sein Leben lässt und je mehr Gott für das Volk wirken kann, desto erschrockener sind die Sünder im Volk. Und da wird sich dann die Spreu vom Weizen trennen, weil die, die an Gott festhalten, unerschrocken sind, und die, die an Gott zweifeln, die nicht ganz vertrauen, die erschrecken sich und sagen: Wie kann man so, ja, so mit Gott leben? Und die Heuchler werden ausgesichtet. Ein Ernst, eine ernste Seite, ein ernstes Gericht.
Und wir sehen, dass es immer wieder diese Ankündigung in Jesaja gibt, immer und immer wieder diese Ankündigung über die Assyrer und die Babylonier, die ja das Volk Israel vernichten, ja, vernichten werden. Ernste Botschaften, aber wichtige Botschaften.
Lasst uns beten:
Lieber Vater im Himmel, dein Wort ist an manchen Stellen wirklich sehr ernst und sehr, ja, so, dass wir ins Nachdenken kommen. Hilf, dass wir diese Ernsthaftigkeit auch in unserem Glauben haben, dass wir dem Ausdruck verleihen und dass wir nicht leichtfertig mit unserem Leben und mit unseren Worten und mit unserem Glauben umgehen. Gib uns einen gewissen Ernst in unserem Glauben, und dafür danke ich dir. Amen.
[Musik]
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