In dieser Predigt aus der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ beleuchtet Mirjam Giebfried die tiefe Bedeutung von Offenbarung 2, Vers 5. Sie erklärt, warum die Warnung Jesu, die Leuchte von ihrer Stelle zu stoßen, nicht nur eine Drohung, sondern eine ernste Konsequenz für Gemeinden ist, die ihre erste Liebe verloren haben. Die Predigt vergleicht diese Passage mit anderen biblischen Texten, um die Dringlichkeit und die historische Bedeutung der Botschaft zu verdeutlichen und die Rolle der Leuchter als Symbole für die Gemeinden herauszustellen.
Offenbarung 2:5c
Mirjam Giebfried · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Offenbarung, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:47] Hallo und herzlich willkommen zum Offenbarungstudium. Schön, dass wir heute, schön, dass Sie jetzt auch live zugeschaltet haben und mit uns durch dieses Studium weiterhin gehen. Wir sind heute noch einmal in Offenbarung 2, Vers 5. Wir wollen den Vers heute beenden, aber bevor wir das tun, lasst uns noch gemeinsam beten.
[1:15] Lieber Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir uns diesem Studium deines Wortes widmen dürfen. Danke, Herr, für die Kraft des Evangeliums, danke, Herr, für die Kraft, die in deinem Wort liegt. Bitte lass es jetzt auch nicht an uns vorbeigehen. Lass auch den Heiligen Geist nicht an uns vorübergehen, sondern unsere Herzen ergreifen. Vater, wir brauchen dich so sehr. Wir können aus eigener menschlicher Stärke nichts Gutes tun. Und Herr, ich bitte dich, dass du noch mehr von unserem Leben die Oberhand übernimmst, dass du die Führung unseres Lebens übernimmst, denn wir wissen, dass wir durch dich Großes erreichen können. Durch deine Stärke kann so viel Gutes bewirkt werden, nicht nur in unserem Leben, sondern auch in dem Leben von anderen. Und so bitte ich dich, dass du das jetzt in meinem Leben bewirkst, aber auch in dem Leben von jedem, der heute zuhört. Amen.
[2:33] Wir sind immer noch in Offenbarung 2, Vers 5. Und wir wollen vielleicht uns noch mal ein bisschen, ihr könnt den Vers aufschlagen, ins Gedächtnis rufen, was haben wir da schon alles so gelernt?
[2:58] Wenn ihr mit mir auf Offenbarung 2, Vers 5 aufschlagt, da kann das Gast einmal nochmals jemand lesen.
[3:11] "Und tu die ersten Werke, sonst komme ich rasch über dich und werde dann deine Leuchte von seiner Stelle weggestoßen, wenn du nicht Buße tust." Wir wollen mal kurz ein bisschen sammeln, was können wir schon alles zu dem Vers sagen? Ein Weilchen her, dass wir das angefangen haben.
[3:35] Sie sollen sich daran erinnern, welche innige Beziehung sie zu Gott einmal gehabt haben. Sie sollen sich an diese erste Liebe erinnern. Aber wenn sich ja die erste Liebe ändert, dann werden sie auch sehen, wohin momentan das fehlt. Okay.
[3:46] Okay, das ist gut. Wir haben die Beziehung.
[4:04] Weitere Gedanken, die euch noch so aufkommen, wenn ihr diesen Vers jetzt... was sie tun? Sie sollen umkehren. Sie sollen Gott um Vergebung bitten, weil er erwartet ja schon darauf. Er weiß ja nun, wo wir es falsch gemacht haben. Und dass sie umkehren. Buße, Umkehr und Vergebung. Ja.
[4:40] Okay, dann schauen wir mal, was es heute noch so bereithält. Unser Studium, wir waren stehen geblieben bei dem Ausdruck "sonst komme ich rasch über dich". Das ist der zweite Satz von einem Vers, der beginnt: "mich sonst komme ich rasch über dich und werde dein Leuchter von seiner Stelle wegstoßen, wenn du nicht Buße tust." Das ist noch mal ein interessanter Nachsatz.
[5:10] Gibt es diese Formulierung "Ich komme rasch, ich komme schnell, ich komme bald" noch einmal in der Offenbarung?
[5:28] Kommt das wohl noch irgendwo so vor, so oder so ähnlich?
[5:47] Offenbarung 22:20. Ja, genau. Da können wir gleich mal hingehen. Das bezeugt ja: "Ich komme bald."
[5:50] "Ich komme bald." Ahnen, ja, komm, Herr Jesus.
[5:53] Genau. Wer spricht hier?
[6:02] Jesus kommt bald. Ist es eine freudige oder auch eine bedrohliche Botschaft?
[6:11] Ja, eigentlich sogar denken, dass hier in Vers 5 es gar nicht direkt um die Wiederkunft geht.
[6:19] Das Feld noch drauf kommen, weil sozusagen, es ist ein "sonst komme ich" ist ein qualifiziertes "Ich komme". Also dieses Kommen in Vers 5 ist nur, wenn sie keine Buße tun und keine erste Werke tun, während die eigentliche Wiederkunft, die ist unabhängig davon, ob bewusst oder nicht, die kommt auf jeden Fall. Und deswegen sagt man eigentlich, dass sozusagen Vers 5 in Offenbarung 2:5 zum ersten Mal dieses unqualifizierte "Ich komme bald" ankommt. Und das natürlich eine Botschaft, die ist gut für die Gläubigen und nicht gut für die, die abgefallen sind. Aber hier in Vers 5 ist es sozusagen nur eine negative Botschaft für die, die nicht Buße tun. Ja.
[7:04] Genau, das ist ein wichtiger Unterschied, den du hier herausgedeutet hast.
[7:10] In Offenbarung 22:4 und anderen Kontexten, ja, da geht es dann wirklich auch um die Wiederkunft. Aber in Offenbarung 2, Vers 5 ist es diese Bedingung. Und wir wissen, keine Verheißung ist so unabhängig vom Menschen wie Jesu Wiederkunft.
[7:29] Jesus kommt wieder.
[7:32] Jesus kommt wieder, egal wie wir uns verhalten. Ja, es hat auf unser Leben dann einen anderen Einfluss, andere Folgen. Aber Jesus kommt wieder, da ist nichts dran zu rütteln.
[7:44] Genau. Gibt es sonst noch Stellen, wo es heißt: "Ich werde bald kommen" oder so in die Richtung?
[8:06] Also insgesamt, wenn man das zählt, gibt es mindestens sieben Mal, dass es hier dieses baldige Kommen angesprochen wird. Und das impliziert jedes Mal so eine Dringlichkeit, eine Schnelligkeit, die da abläuft.
[8:26] Allen weit schreibt die Zeit schmerzlich ihrem Abschluss. Die Zeit der Gnade und der angebotenen Vorrechte ist beinahe dahin. Da hören wir auch für unsere Zeit: Gibt es eine Dringlichkeit? Kann sie etwas unterscheiden von dem in Ephesus?
[8:40] Die Wolken der Rache sammeln sich. Die Verfechter der Gnade Gottes stehen inbegriffen von dem schnellen, den unvermeidlichen Verderben verschlungen zu werden. Und dennoch schläft die Welt. Die Menschen erkennen die Zeit ihrer Heimsuchung nicht. Vor befindet sich in dieser Zeit der Krise die Gemeinde. Entsprechen ihre Glieder den Anforderungen Gottes? Erfüllen sie seine Aufträge und stellen sie seinen Charakter der Welt dar?
[9:18] Ihr merkt schon, diese Dringlichkeit hat wieder etwas damit zu tun, wo stehe ich? Welchen Kurs habe ich eingeschlagen?
[9:31] Und hier hast du schon richtig gesagt, wenn Jesus jetzt sagt: "Sonst komme ich rasch über dich", das hat hier so ein bisschen was Zweiteiliges. Je nachdem, wie man da steht, ist es eher eine freudige oder auch eine bedrohliche Botschaft.
[9:52] Lasst uns mal das Gleichnis vom treuen und vom untreuen Knecht aufschlagen. In Matthäus 24, Vers 48 bis 51 finden wir das.
[10:23] Wir lesen, ich denke, das Gleichnis ist bekannt.
[10:24] Bekannt. Also es geht darum, ab 45 lesen wir: "Ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, er mit der ihnen Speise gibt zur rechten Zeit?" Also es gibt zwei Knechte, beide sind als Verwalter eingesetzt, wenn der Hausherr nicht da ist. Und beide reagieren aber unterschiedlich darauf. Der eine geht hin und macht so sein Ding, denkt: "Der Herr kommt ja nicht." Der andere ist treu und handelt gewissenhaft, ganz so, als ob sein Herr auch da wäre. Und jetzt lesen wir Matthäus 24, Vers 48 bis 51.
[11:30] "Wer bei jener böse Knecht in seinem Herzen spricht: 'Mein Herr kommt und fängt an, die mit Geschirr zu schlagen und mit den Schlimmen zu essen und zu trinken.' So wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, da es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt. Und wird ihn in zwei Hauen und ihm sein Teil mit den Heuchlern geben. Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein."
[12:01] Dankeschön. Was passiert jetzt in diesen...
[12:17] Es heißt in Vers 50: "So wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, da er es nicht erwartet und zu einer Stunde, die er nicht kennt." Und er wird ihn und zwei. Das nimmt ein böses Ende für diesen untreuen Knecht.
[12:32] Der untreue Knecht erkennt nämlich nicht, dass sein Herr jederzeit kommen könnte, dass er auf seinem Herrn verpflichtet ist.
[12:45] Ist. Und wenn wir jetzt mal Lukas 12, 447 abschlagen, da haben wir das Gleichnis auch.
[13:13] "Der Knecht aber, der den Willen seines Herrn kannte und sich nicht bereit hielt und auch nicht nach seinem Willen tat, wird viele Schläge erleiden müssen." Okay.
[13:23] Okay. Er hielt sich nicht bereit. Das macht hier den Unterschied.
[13:29] Könnte das sehen? Je nachdem, wie man vorher gehandelt hat, ist es entweder eine freudige Botschaft, dass wir hier wieder kommt, wenn man kann.
[13:40] Ja, sagen, schau mal, keine Ahnung, zum Beispiel der Herr dem Haus anvertraut und er kann dann sagen: "Schau mal, wie schön die Tomaten gewachsen sind und hier habe ich sauber gemacht." Und dann freut sich der Hausherr. Oder aber, wenn da alles in Schmutz und Unordnung rumliegt und eben auch die anderen Knechte klagen und stöhnen, ja, dann ist es kein freudiges Erscheinen, wenn der Hausherr wiederkommt.
[14:10] Was können wir daraus lernen?
[14:18] Ja, dass wir so leben, als ob wir wissen, dass Jesus gleichkommt.
[14:22] Ja. Ja, genau. Beziehungsweise auch so, als ob er schon da wäre. Wenn kennen wir wieder...
[14:28] Kleine Wiederholung von den letzten Wochen. Den kennen wir, wer auch immer so gelebt hat, als ob er Gott sichtbar vor Augen hatte.
[14:38] Musste zum Beispiel, genau. Hier noch, ja, genau. Josef, zum Beispiel. Auch das waren alles Menschen, die haben so mit Gott gelebt.
[14:52] Gott gelebt. Die Vorbereitung bestimmt die Vorfreude.
[14:57] Ja. Er steht ja auch das nicht nach Gottes...
[15:03] Also man dem Herrn Willen getan hat. Die haben ja alle auch, Moose auch alle, die haben ja das getan, was Gott wollte, dass sein Wille ist, nämlich auch unser Auftrag.
[15:12] Ja, genau. Genau. Nicht nicht unser Wille, sondern Gottes Wille soll getan werden.
[15:20] Werden. Dass wir nochmal zur Offenbarung zurückgehen, dann lesen wir auch in Offenbarung 2, Vers 16 und in Offenbarung 3, Vers 3.
[15:31] So ganz ähnliche Formulierungen wie "Sonst komme ich rasch über dich".
[15:45] Ihr könnt gerne lesen, wenn ihr es habt. "Mich rasch über dich und werde gegen die Krieg führen mit dem Schwert meines Mundes." Und Kapitel 3, Vers 3: "So denke nun daran, wie du empfangen und gehört hast, und bewahre es und tue Buße. Wenn du nun nicht wachst, so werde ich über dich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht erkennen, welche Stunde ich über dich kommen werde."
[16:13] Ja.
[16:15] Ja, welche Elemente oder, ja, welches Element haben wir auch hier, was wir in Offenbarung 2, Vers 5 finden? Ja.
[16:25] Ja. Okay.
[16:27] Okay, dann merkt sie noch kurz.
[16:30] Dann merkt sie noch kurz, was ist hier auch noch mit in dieser Warnung? "Sonst komme ich rasch oder unerwartet über dich."
[16:39] Ganz genau.
[16:45] Dieser Vergleich von diesen Versen zeigt etwas sehr Wichtiges für auch die historische Auslegung und der Gemeinden. Nämlich den ersten Gemeinde heißt es: "Sonst, also nur im Falle, wenn komme ich rasch über dich." In der dritten Gemeinde heißt es auch, die wir gelesen haben: "Im Falle du Buße, sonst komme ich rasch über dich." Und das sind alles Perioden, in die Botschaft von der Wiederkunft noch keine große Rolle gespielt hat, weil die prophetisch noch nicht da gewesen ist. Das heißt, es geht hier eigentlich darum, dass Gott ein Gericht androht, ein spezielles Gericht, aber ist nichts mit der Wiederkunft zu tun hat. Aber dann in 2:5 zum ersten Mal dieses "Ich komme", und das ist die vierte Gemeinde, ist die Gemeinde, wo dann sozusagen die Botschaft von der Wiederkunft seinen Horizont sozusagen sichtbar wird. Und in der fünften Gemeinde dann in Vers 3: "Wenn du nicht wachst, so werde ich kommen wie ein Dieb über dich." Und du wirst nicht erkennen, welcher Stunde ich über dich kommen werde. Und dann in Vers 11: "Sieh, ich komme bald." Also sind diese Botschaft von der Wiederkunft, das ist ganz wichtig.
[17:45] Weil es gibt auch heute viele Menschen, die glauben, dass Jesus schon zur Zeit der Apostel hätte kommen können. Und das ist nicht so. Es gibt Prophezeiungen, die bis 1844 gehen. Und deswegen auch Paulus hat nicht gedacht, dass Jesus zu seiner Zeit wäre. Jetzt auch, wenn das gewünscht hat, hat er gesagt: "Es wird dich zu meiner Zeit passieren." Und das ist es wichtig, dass wir zwar sozusagen aus der Wiederkunft die Parallelen ziehen und sie auch quasi in Ephesus einziehen dürfen, nur nicht den Eindruck erwecken, dass es hier in Ephesus darum geht, dass Jesus schon hätte kommen können. Ja, das ist sozusagen wichtig für den historischen, also das praktische. Ja, dass wir rausgehen können, auch für uns, die wir vorher Zukunft leben. Aber historisch ist die Botschaft, die Wiederkunft eine, die am Ende auftaucht. Also speziell den Fokus rückt.
[18:25] Ist es oft nicht so leicht zu trennen, auch für mich nicht. Wir können viel lernen hier historisch ziehen. Wir können aber viel lernen auch für unser persönliches Leben ziehen. Und in dem Fall ist wirklich der Unterschied da. Damals hätte Jesus noch nicht wieder kommen können, auch wenn wir einen Beitrag dazu leisten, klar. Eben, Paulus sagt, es ganz klar: "Erwartet jetzt noch nicht, dass Jesus, also dass der Tag von Jesu Wiederkunft sein könnte", denn er wusste, es müsste noch einiges geschehen. Und es zwar noch nicht die "Youngster", aber trotzdem in Offenbarung 2 diese Ankündigung: "Sonst komme ich rasch über dich." Ganz real, denn was er sagt, ist nicht: "Ich komme buchstäblich in Wolken des Himmels", aber: "Ich werde etwas bewirken. Ich werde deinen Leuchter wegnehmen." Und das ist tatsächlich, sollen täglich kommen über dich. Ich werde dann etwas tun. Und das ist ganz wichtig.
[19:21] Ist es dann... Genau. Das haben wir auch jetzt schon das letzte Mal gesehen, dass eben immer wieder mit Buße auch die Gerichts-Botschaft verkündet verbunden war. Denn Gott hat immer wieder gesagt: "Tut es nicht weiter so, ändert euer Verhalten, kommt zu mir, denn es fährt gravierende Folgen haben." Und gerade dann, vielleicht könnt ihr euch daran erinnern an die Geschichte, die ich das letzte Mal am Anfang erzählt habe, mit dem Mann im Zug. Gerade, wenn Jesus so dringlich spricht und so einen großen Aufruf macht, wenn, deswegen, weil das Gericht schon nah vor der Tür steht. Und so war das auch eben bei der Gemeinde von Ephesus.
[20:05] Jetzt wollen wir noch schauen, was dieses "Sonst werde ich und werde dein Leuchter von seiner Stelle hinwegstoßen" bedeutet. Warum Leuchter? Welches Bild wird hier aufgegriffen?
[20:30] Woher kommt dieses Bild? Vielleicht liegt es jetzt schon sehr auf der Hand, aber woher kommt dieses Bild? "Sonst werde ich dann Leuchter hinwegstoßen."
[20:36] Warum sagt Jesus das jetzt hier? Einfach mal per Ferse weiter zurück geht.
[20:50] Ja. Und ich sah, und ich wandte mich um und wollte nach der Stimme sehen, die mit mir redete. Und als ich mich umwandte, da sah ich sieben goldene Leuchter. Ja, genau.
[21:07] Sieben goldene Leuchter. Ja, genau. Da haben wir jetzt zum ersten Mal dieses Bild, dass Johannes Jesus sieht und nicht einfach nur alleine, sondern in der Mitte von den sieben brennenden Leuchtern. Und wofür stehen diese Leuchter? Auch noch mal...
[21:23] Kleine Wiederholung. Das Bild trägt er letztendlich aus. Das wird im Heiligen Geist unbedingt brauchen. Aber wofür stehen jetzt die Leuchter? Wird in dem Vers 20 erklärt. Ja.
[21:40] Da steht: "Und die sieben Leuchter, die du gesehen hast, sind die sieben Gemeinden." Genau.
[21:51] Genau. Okay.
[21:54] Okay. Versuchs ist der Leuchter. Und das ist, was wir beim Studium der Gemeinde auch vergessen, dass ein Leuchter mit dem Ziel, sie sollen leuchten, sollen Missionen machen, sie sollen das Licht des Evangeliums beitragen. Wenn aber es ist keine Buße tut und diese trotz aller Missionen, sie machen keine erste Liebe zu Gott, dann können sie letztendlich kein Leuchter sein. Das ist eine ganz wichtige Lehre.
[22:19] Weil es ist ja nicht nicht die Stadt Ephesus, es ist ja die Gemeinde Ephesus hier. Steht ja jemand für Gottes Volk, für die Christen, Nachfolger. Und ganz praktisch muss man sagen, Christi Nachfolger ist man nicht, wenn man sich danach nennt, sondern wenn man dementsprechend lebt.
[22:41] Aber ich finde, dass, also man kann sehr viel daraus ziehen, dass hier wirklich jetzt nicht irgendwie es keine Ahnung, irgendein Bild benutzt wird, eine Pflanze oder so, sondern Leuchter.
[22:58] Gibt es denn eine Stelle in der Bibel, wo daraus hervorgeht, wie wichtig sind Leuchter oder überhaupt die Geräte des Tempels für die Israeliten waren?
[23:15] Gibt es irgendwo eine Stelle, die das so ein bisschen illustrieren könnte?
[23:30] Es gibt sicherlich viele, aber eine, die mir einmal so beim Bibelstudium aufgefallen ist, ist Daniel 1. Ihr werdet euch jetzt vielleicht gleich wundern. Nichtsdestotrotz ist es interessant, wenn ihr Daniel 1 aufschlagt und mal Vers 1 und 2 lest.
[24:05] "In der Regierung Jojakims, des Königs von Juda, kam Nebukadnezar, der König von Babel, nach Jerusalem und belagerte es. Und der Herr gab Jojakim, den König von Juda, in seiner Hand auch ein Teil der Geräte des Hauses Gottes. Dieser führte ihn hinweg in das Land hinein in das Haus seines Gottes und er brachte die Geräte in die Schatzkammer seines Gottes."
[24:35] Gottes. Vielleicht erscheint der Vers es nicht sehr aussagekräftig, aber wir müssen uns mal überlegen, das ist ja hier so die Einleitung von dem Buch. Und was, was mir...
[24:52] Zu wenn ihr es in 23 warten sagt, da ausgedrückt, was ist die Situation mit, der das Buch dann gestartet. Einen Kampf zwischen Babylon und Juda, zwischen dem Volk Gottes und dem beispielhaften Start, der rebelliert gegen Gott. Es beginnt mit einem Sieg Babylons und das endet am Ende ganz anders, aber es ging bei einem Sieg Babylon. Und das ist die erste von drei Wegführung, wo dann im Laufe dieser drei Wegführung am Ende alle Tempelgeräte nach und nach nach Babylon kommen, damit der Tempel zerstört wird. Ja, genau. Also erstmal ist so die Zerstörung oder Wegführung aus Jerusalem. Und das ist doch interessant.
[25:34] Ich weiß nicht, ich so gut bin ich mit geschichtlichen Quellen, ich vertraue, aber ich weiß nicht, ob ich zuerst geschrieben hätte: "Die Geräte des Tempels des Herrn sind weggebracht worden." Ich würde vielleicht schreiben: "So und so viele Kinder, so und so viele Frauen und irgendwann noch die vier Herden oder sonst was." Aber was Daniel hier besonders im Herzen weh tut, ist die Geräte des Hauses des Gottesdienstes sind hinweggeführt worden.
[26:15] Dann ist uns ja, wo die Geräte dann sozusagen missbraucht werden für diese Party von beiden Sätzen. Gehen genau das sind diese Geräte unter die mitunter ja dann auch der Leuchter fällt. Und Daniel drückt es aus, dass so ein wahrscheinlich so ein israelischer Nationalstolz darauf gelegen, dass es furchtbar gewesen sein musste, dass die jetzt weggeschleppt worden sind. So ein bisschen vielleicht wie Eli damals mit der Bundeslade.
[26:51] Bekommt auch diese Feinde so was ja bewertet haben. Da muss man sich schon wie fast 100 Jahre später die Römer Jerusalem zerstört haben und dann den Schatz nicht wahrgenommen. Da sieht man heute noch dem Titusbogen, genau diese siebenarmigen Leuchter, wenn sie abgebildet haben, den haben mitgenommen, haben den nach oben gebracht. Hat so große Truppe hier sozusagen. Also es war auch für die Feinde Gottes immer etwas Wertvolles sozusagen. Sie haben das jetzt in unserer Hand.
[27:13] Also nur, dass wir mal so ein Gespür dafür bekommen, was bedeutet das, wenn der Leuchter nicht mehr da ist. Und jetzt sagt Jesus: "Wenn ihr nicht Buße tut, dann muss ich den Leuchter, das Heilige, was ihr habt, wegstoßen." Dann muss ich den wegstoßen. Dann bringt euch auch jede Form von Heiligkeit nichts mehr, wenn ihr nicht auf mich hört.
[27:52] Sehr interessanter Versuch, ein bisschen noch einmal nachzudenken. Wenn man eine ganz wörtlich jetzt quasi liest: "Sonst komme ich über dich." Das sind ja die Enkel der Engel der Gemeinde, das ist ja sozusagen der Leiter der Gemeinde, der Prediger, der Evangelist, er sozusagen das Wort austeilt. Er sagt aber: "Wenn du nicht tust, dann wird der Leuchter weggestoßen." Der Leuchter ist die Gemeinde, sagt quasi: "Du verlierst deine eigene Gemeinde, wenn du machst zwar unglaublich viel Theologisches mehr Recht und du kannst sozusagen die Irrlehre erkennen, aber dir fehlt die erste Liebe und am Ende hast du keine Gemeinde mehr, die leuchtet." Ja, bei dir diese erste Liebe führt ja.
[28:28] Ja. Ja. Das ist tatsächlich, muss ich jetzt nicht aufgeschrieben, aber solche Gedanken sind mir auch gekommen. Was muss es auch bedeuten, wenn in einem die Gemeinde weggenommen wird, oder um die man sich jahrelang gekümmert hat, in die man investiert hat, und dann liegt es aber noch an einem eigenen Leben, am eigenen Glauben, dass man, dass die Gemeinde auch ihr Licht verloren hat, nicht mehr ihren Zweck erfüllt.
[29:11] Jetzt lasst uns noch Lukas 11, Verse 35 und 36 lesen.
[29:23] Lukas 11 und dort Vers 35 und 36.
[29:33] Haben wir jetzt noch mal, dass mit dem, mit dem Licht von dem Leuchter.
[29:44] "Es gesäubert und geschmückt. Lukas 11:35 und 36."
[29:53] "So habe nun acht, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist. Wenn nun das ganze Leib Licht ist, so dass er keinen..."
[29:58] Leib Licht ist, so dass er keinen finsteren Teil mehr hat. So wird er ganz hell sein, wie wenn das Licht mit seinem Strahlen erleuchtet.
[30:11] Das hat jetzt nochmal mit dem Licht zu tun, weil wir haben schon gesagt, wenn ihr Leuchter nicht leuchtet, wozu braucht man ihn dann? Hier heißt es jetzt: „Wenn, so habe nun acht, dass das Licht in dir nicht finster ist. Wenn du dein ganzes Leib Licht ist, so dass es keinen finsteren Teil mehr hat, so wird der ganz hell sein.“
[30:39] Was kann das für uns persönlich bedeuten? Das heißt, wenn es keinen finsteren Teil mehr gibt, und das bedeutet, ob jetzt in dem Fall der leibliche oder erleuchtet ist, beruht darauf, ob die einzelnen Teile Licht sind. Okay?
[30:59] Wenn Jesus möchte, dass alle Leuchter leuchten, dann ist es wichtig, dass wirklich jeder einzelne auch der von Fs leuchtet. Aber und das hatte ich schon mal gesagt, als wir angefangen haben jetzt mit dem Leuchter, dass ein Leuchter leuchten kann, was benötigt das?
[31:32] Es benötigt das Öl und es benötigt das Licht von jeder einzelnen Kerze darauf. Ist könnt ihr euch erinnern? Ich mag euch das mal kurz auf, dass es im Gedächtnis bleibt.
[31:44] Das muss jetzt ist nur schematisch. Wir hatten gesagt schon vor ein paar Wochen, hätten vor ein paar Wochen gesagt.
[32:05] Wenn wir nicht haben, also wenn wir vom Heiligen Geist erfüllt sind, dann sollen wir nicht einfach nur irgendwo leuchten, sondern man setzt eine Kerze auf den Leuchter, dass man sie sieht.
[32:27] Andersrum können wir aber auch sagen, jede Kerze auf dem Leuchter muss brennen, sonst ist der ganze Leuchter nicht erhält.
[32:38] So, warum das ganze jetzt so ausführlich? Geht mal mit mir zu Matthäus 5, Vers 16. Ja, wir können ab Vers 15 lesen, das noch mal der Gedanke drin. Matthäus 5, 15 und 16:
[33:08] „Licht an und setzt es unter dem Scheffel, sondern auf dem Leuchter. So leuchte, dass allen, die im Haus sind. So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure gute Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
[33:25] Okay, jetzt machen wir noch mal eine Grundzusammenfassung von dem, was wir insgesamt zu dem Vers gespielt haben. Gestattet mir, dass ich dafür neues Glatt nehme.
[33:36] Und zwar, wir hatten schon, das habt ihr am Anfang angesprochen, hätten schon gesagt, dass überhaupt Licht entstehen kann, brauchen wir welche Substanz. Öl steht für. Okay, das sonst, das müsst ihr festhalten.
[34:06] Gut, jetzt hier heißt es: „So soll euer Licht leuchten vor den Leuten.“ Das was passiert, dass sie unsere guten Werke kennen und Gott loben, für den Vater preisen, dafür.
[34:29] Ja, okay, dritteln wir das ganze mal noch mal auf. Wir haben jetzt gesagt, Öl brauchen wir das Licht.
[34:44] Und dann hatten wir auch das letzte Mal herausgefunden, was macht denn der Heilige Geist mit unserem Herzen? Das muss sie noch mal wissen und zurückspulen. Was, was, es gibt es einen Vers, der Heilige Geist hat in unsere Herzen etwas ausgegossen. Paulus die Liebe Gottes unser Herz in, die wir brauchen, um Buße tun zu können.
[35:14] Dann gehen, dass Liebe zu haben. Der Heilige Geist so mit der Liebe Gottes und jetzt heißt es, das so soll euer Licht leuchten vor den Leuten. Du hast es gerade gesagt, dass sie ihre guten Werke sehen.
[35:43] Das heißt, das Ganze führt es auf der praktischen Ebene zu Guttenberg. Und jetzt muss ich gucken, dass wir ein Schema aufgeht und was passiert dann im Umkehrschluss.
[36:17] Okay, jetzt können wir aber noch anderen Verbindungen auch ziehen, denn wenn man Liebe im Herz hat, wozu führt, wo würdet ihr hier jetzt noch im Fall machen?
[36:44] Ja, auch wieder zu guten Werken. Ja, oder, weil es heißt ja, du hast.
[37:01] Ist in Ordnung. Okay, dass wir nicht unsere Freunde im Livestream verlieren. Es heißt ja: „Und tue Buße und tue die ersten Werke, weil du die erste Liebe verlassen hast.“ Das heißt, diese erste Liebe war zwingend notwendig, um gute Werke tun zu können.
[37:21] Das zeigt nämlich, dass die Liebe, die Gott sich wünscht, sich in Werken ausdrückt. Es gibt heute auf die Idee, man solle nicht so viel von den Werken sprechen, mehr von der Liebe Gottes. Aber hier sind wir ganz deutlich: Die echte Liebe Gottes führt zu Werken. Die ersten Werke sind ein Ausdruck der Liebe Gottes, der ersten Liebe und ein direkter Ausfluss der Liebe Gottes ist immer, dass ich über sie reden möchte, weil das ist ja, dass das der Sinn des Richters, der Leuchter soll leuchten, dass er das, was auch in Lukas 8 steht: „Niemand zündet ein Licht an und versteckt es dann.“
[37:54] Heißt, die Mission, der ganze Sinn der Gemeinde ist natürlich die Mission, weil dann nämlich auch wieder die Menschen zu Gott geführt werden. Ja, genau, dann schließt sich auch der Kreis gedacht.
[38:07] Das sieht man auch bei den Glauben zwischen Menschen, die die Gott kennengelernt haben, die das so, sage ich mal, verliebt in ihn, in Jesus sind, in Gott sind und dann reden sie nur noch und machen und tun und ändern ihr Leben, aber wirklich um 180, 360 Grad. Also, dass da sieht man wieder diese diese Liebe. Ja, er ist und die soll eigentlich immer da sein.
[38:32] Und wenn wir auch sagen können, Gott wird dann geehrt. Gott und der Heilige Geist sind ja auf einer Ebene. Das heißt, Gott kann auch wieder ganz anders wirken. Das ist so wichtig, das Wesen Heiligen Geist an uns wirken lassen, dass er uns die Liebe schenken kann, dass er unseren Leuchter zum Brennen führt und dann können gute Werke daraus entspringen.
[39:01] Das ist nochmal, das ist ganz wichtig noch einmal zu betonen, weil es könnte es so klingen, wenn es hier heißt: „Und tue die ersten Werke“, dass man jetzt einfach sein Verhalten ändern muss. Aber darum geht es gar nicht so sehr. Es geht darum, dass man endlich dem Heiligen Geist die Tür seines Herzens aufmacht und sagt: „Ja, vollbringe in mir das gute Werk.“
[39:26] Ja, und er verändert uns dann auch. Ja, genau. Und dann kommen die guten Werke, die die Frucht tragen können.
[39:40] Ja, lasst mich noch das ist schön Ende enden, aber ich kann mir das herausnehmen, denn weil die Bergpredigt, die endet auch sehr drastisch mit einer Warnung.
[40:02] Lasst mich nach einem Text von Invite lesen, wie deutlich wird die Lage derer dargestellt, die meinen, die ganze Wahrheit zu kennen, die stolz darauf sind, das Wort zu kennen. Werden sie seine heilige Kraft in ihrem Leben, seine heilige Kraft in ihrem Leben nicht zu spüren, ist ihren Herzen fehlt die Inbrunst der Liebe Gottes.
[40:29] Aber gerade diese Inbrunst Liebe macht das Volk Gottes zum Licht der Welt. Es ist nicht nur so ein bisschen Liebe Gottes, die wir brauchen, denn ich glaube, jeder Mensch kann von der Liebe Gottes etwas spüren, etwas merken, schon allein, wenn die Natur ausgehen. Wir brauchen die immer uns, wir brauchen das in vollem Maß, dass wir die Liebe Gottes erleben können, durch denjenigen, der sie uns steckt.
[41:02] Und so können auch wir Jesus Auftrag erfüllen. So können wir als Licht in dieser Welt leuchten. Das soll, dass unser Gebet sein, dass Gott das Institut in uns und durch uns auch und auch in unseren Gemeinden.
[41:19] Lasst uns gemeinsam beten. Unser Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir diesen Vers so abschließen konnten. Das ist ein Vers voller Ernst der Warnungen, aber auch einer, der uns so klar zu dir führt, denn so klar aufzeigt, wie sehr wir dich und den Heiligen Geist brauchen.
[41:58] Bitte lasst uns nicht in unserem Herzen gegen dich rebellieren, wenn es etwas gibt, wo du noch nicht gegen die Sünde in unserem Herzen ankommen kannst, heran. Zeigt uns das auf dem Weg und lasst uns mit deiner Liebe gefüllt werden.
[42:20] Vater, ich bitte dich auch, dass du uns davor bewahrt, formale Christen zu werden, die einfach die Wahrheit kennen und vielleicht auch intellektuell aufgenommen haben, aber nicht die Liebe zu dir und auch zu ihren Nächsten verspüren.
[42:38] Wir brauchen dich, Herr. Wir brauchen dich, dass du das in uns vollbringst, dass du dieses gute Werk in unserem Leben tun kannst und das Licht, von dem wir jetzt so oft gelesen haben, ganz hell leuchten kann.
[43:00] Danke auch, dass wir es vor Recht haben, diese Botschaft zu kennen. Danke, Herr, dass wir dich selbst darum bitten können, dass dein Wort und dein Wille geschehe. Amen.
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