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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Jeremia 1,11-2,14 spricht Rabea Kramp über die Visionen des Propheten Jeremia und Gottes Botschaft an das Volk Israel. Sie beleuchtet die Bedeutung der Visionen vom Wächterbaum und dem siedenden Topf, die auf Gottes wachsames Auge über sein Wort und das kommende Unheil hinweisen. Weiterhin wird die Untreue Israels gegenüber Gott thematisiert, die sich in der Abwendung von ihm und der Hinwendung zu falschen Göttern zeigt, was zu göttlichem Gericht führt.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Lesen zusammen heute die Seite 779, Jeremia Kapitel 1 und beginnen das zweite Kapitel. Und bevor wir das tun, lasst uns gemeinsam beten.

[0:44] Lieber Vater im Himmel, wir bitten dich, dass die Verse und die Verheißungen, die Warnungen, die Wahrheit lesen werden, dass sie uns ganz besonders persönlich berühren und sie etwas zu sagen haben und uns aufrütteln. Und dass wir anhand der Geschichte des Volkes Gottes erkennen dürfen, was du mit uns vorhast und wie du auch mit uns umgehst und wie du uns siehst und wie du uns behandelt. Dafür danke dir. Amen.

[1:16] Wir beginnen in Jeremia, Kapitel 1, und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: Was siehst du, Jeremia? Ich sehe den Zweig eines Wächterbaumes. Der Wächterbaum ist auch ein anderes Wort für Mandelzweig, und das ist hier so die erste Vision, die Jeremia bekommt. Da sprach der Herr zu mir: Du hast recht gesehen, denn ich werde über meinem Wort wachen, um es auszuführen. Also der Wächter ist Gott, und Gott sagt zu Jeremia: Ja, ich werde meine Augen darauf haben, dass mein Wort bewacht ist und dass auch das Wort, was an sich Jeremia ergeht, auch an den Menschen weitergegeben wird.

[2:02] Jetzt kommt die zweite Vision, die er bekommt, und das Wort des Herrn ging zum zweiten Mal an mich: Was siehst du da? Antwortete ich: Ich sehe einen siedenden Topf, der kommt von Norden her. Und der Herr sprach zu mir: Von Norden her wird das Unheil über alle Bewohner des Landes entfesselt werden. Denn siehe, ich rufe alle Geschlechter der Königreiche des Nordens, spricht der Herr, damit sie kommen und jeder seinen Thron aufstellt vor den Toren Jerusalems und gegen alle seine Mauern ringsum und gegen alle Städte Judas. Und ich will mein Unheil über sie fällen wegen all ihrer Bosheit, dass sie mich verlassen haben und anderen Göttern Räucherwerk gebracht und die Werke ihrer Hände angebetet haben.

[2:48] Also hier erklärt Gott in Jeremia ihr auch, was diese zweite Vision mit dem siedenden Topf zu tun bedeutet. Denn da kommt ein Unheil von Norden, und wir werden später sehen, dass das die Babylonier sind, die von Israel aus, gesehen über den Fruchtbaren Halbmond, aus von Norden gekommen sind. Und zwar, wir haben auch gleich die Begründung mitgeliefert, wegen des Götzendienstes.

[3:12] Du aber, geh hin, mach dich auf und rede zu ihnen alles, was ich dir gebieten werde. Sei nicht verzagt vor ihnen, damit ich dich nicht vor ihnen verzagt mache. Ja, in dieser Verzagtheit liegt auch eine Gefahr, denn wenn man verzagt ist, eine Botschaft so zu predigen, wie Gott sie einem aufgegeben hat, dann, ja, kann man manchmal die Botschaft verwässern oder ein bisschen glimpflicher formulieren. Und das wollte Gott nicht. Gott wollte, dass Jeremia ungeschönt und in den Worten, wie Gott sie wollte, die Warnungsbotschaft weitergibt.

[3:52] Siehe, ich mache dich heute zu einer festen Stadt und zu einer eisernen Säule und zu einem Ehrenmal gegen das ganze Land, gegen die Könige von Juda, gegen ihre Fürsten, gegen ihre Priester und gegen das Volk des Landes. Sie werden zwar gegen dich kämpfen, aber sie werden dich nicht überwältigen, denn ich bin mit dir, spricht der Herr, um dich zu erretten.

[4:15] Das sagt Gott nicht ohne Grund, denn Gott wusste im Vorhinein, dass die Fürsten, die Priester und das Volk und die Propheten Jeremia ein großes Problem werden sollten, denn sie haben sich enorm gegen ihn gestellt. Und Gott sagt von Anfang an: Die werde ich in Schach halten. Ich werde dich vor ihnen behüten. Fürchte dich nicht.

[4:34] Kapitel 2. Und das Wort des Herrn ging dann an mich folgendermaßen: Jetzt ist die erste große Botschaft an das Volk, und rufe in die Ohren Jerusalems und sprich: So spricht der Herr: Ich denke noch an die Zuneigung seiner Jugendzeit, an deine bräutliche Liebe, als du mir nachgezogen bist, denn der Wüste in einem ohne Ausfahrt. Das beschreibt natürlich den Auszug aus Ägypten und die Wüstenwanderung. Und es ist interessant, wie Gott hier diese Geschichte beschreibt, oder wie er es empfunden hat. Er beschreibt es ja als bräutliche Liebe, die das Volk damals zu Gott gehabt hat.

[5:16] Wenn wir das nachlesen, dann sehen wir, dass es muss es auch nicht wirklich einfach hatte mit dem Volk. Sie auch gemurrt haben: Was sollen wir in der Wüste? Und hier beschreibt Gott es als Liebe und Zuneigung, die da vorhanden war. Das erzählt und ein bisschen darüber, wie viel schlimmer und wie viel Ärger ist jetzt um das Volk steht. Wenn das damals schon eine freundliche Liebe war, wie steht es dann jetzt um das Volk Israel?

[5:42] War damals dem Herrn geheiligt, der Erstling seines Ertrages. Alle, die es verzehren wollten, machten sich schuldig, und es kam Unheil über sie, spricht der Herr. Da sind die Amalechiter angesprochen, die ja Israel damals von hinten angegriffen haben, und Gott hat es ihnen später heimgezahlt, indem er sie ausgelöscht hat.

[6:03] Hört, Volk des Herrn, ihr vom Haus Jakob und alle Geschlechter des Hauses Israel. Und nun folgt ein Abschnitt über die Geschichte Israels, und es gibt eine große Frage, die steht gleich zu Anfang: So spricht der Herr: Was haben eure Väter denn Unrechtes an mir gefunden, dass sie sich von mir entfernt haben und dem nicht nachgegangen und zunichte geworden sind? Das ist die große Frage in dem Buch Jeremia. Warum sagt Gott: Warum habt ihr euch von mir abgewendet? Ich verstehe es nicht. Kein Gott, so wie ich, bei mir kriegt ihr alles, was ihr euch wünscht. Und ihr rennt diesen Plätzen nach und sie haben nicht gesagt: Wo ist der Herr, der uns aus dem Land Ägypten herausgeführt und uns durch die Wüste geleitet hat, durch ein wildes und zerklüftetes Land, durch ein dürres und totes Land, durch ein Land, das niemand durchwandert und kein Mensch bewohnt? Und ich brachte auch euch in das fruchtbare Land, damit ihr dessen Früchte und Güter genießt. Und ihr kamt hinein und habt mein Land verunreinigt. Ja, wie die Heiden haben sie es verunreinigt, nämlich mit Gräueln.

[7:14] Und ein Erbteil habt ihr zum Greuel gemacht. Ja, indem sie vergaßen sie Gott, sie eigentlich geführt hat durch viele, viele Schwierigkeiten in der Vergangenheit, in der Wüstenwanderung und auch in der Eroberung des Landes. Kann an die Priester fragten nicht: Wo ist der Herr? Und die mit dem Gesetz umgingen, erkannten mich nicht. Die Hirten fielen von mir ab, und die Propheten wählten durch Wahrheit und liefen denen nach, die nicht helfen können. Ja, das Volk hat Gott nicht erkannt, obwohl sein Gott, sein Wort in ihrer Hand war. Also das Wort Gottes in ihren Händen, haben sie Gott nicht verstanden.

[7:52] Und es erinnert uns sehr die Pharisäer. Darum will ich weiter mit euch rechten, spricht der Herr, und auch mit euren Kindeskindern. Das spricht die dritte Generation an, mit denen sich rechten. Fahrt doch hinüber zu den Inseln der Kititer, das ist Zypern, und schaut, und sendet nach Kedar, das ist Arabien, und erkundigt euch genau und seht, ob es dort so zugeht.

[8:18] Also Gott sagt: Geht doch zu den anderen Nationen um euch herum und schaut mal, ob die auch von ihren Göttern abfallen, ob die ihre Götter verlassen. Und das wird auch ein Thema, was in Jeremia immer wieder auftaucht. Es heißt nämlich weiter: Hat je ein Volk die Götter gewechselt, die doch nicht einmal Götter sind? Aber mein Volk hat seine Herrlichkeit vertauscht gegen das, was nicht hilft.

[8:44] Und setzt euch darüber, ihr Himmel, und schaudert, während Schrecken spricht der Herr, Gott. Sagt: Ich bin fassungslos. Wie könnt ihr euren Gott wechseln, einfach wie ein Kleidungsstück ausziehen und wegwerfen und das nächste anziehen? Sagt: Das macht kein anderes Volk. Das macht nur mein Volk, denn mein Volk hat eine zweifache Sünde begangen: Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen. Das ist die erste Sünde. Und die zweite: Um sich Zisternen zu graben, löchrige Zisternen, die kein Wasser halten. Und damit spricht er die Grenzen.

[9:19] Also sie haben nicht nur Gott verloren, sondern sie haben sich auch anderen Göttern ja angebiedert. Der Segen, angebiedert.

[9:27] Ist denn Israel ein Knecht oder unfrei geboren? Warum ist es zur Beute gefunden worden? Gott wollte ein Volk haben, das immer frei ist. Er wollte ein Volk haben, das die Freiheit nicht nur für sich hat, sondern auch den anderen Völkern von dieser Freiheit in Gott erzählt, damit sie auch den Gottessdienst kennenlernen.

[9:52] Und wir können viel davon lernen, denn auch wir stehen in der Gefahr, vielleicht, dass wir Gott verlassen, dass sie uns nutzen machen, vielleicht andere Prioritäten im Leben setzen, die für uns zum Gott werden. Und Gott sagt: Das verstehe ich nicht. Warum tust du das bei mir? Hast du es doch so gut.

[10:10] Und am besten, lasst uns gemeinsam beten. Lieber Herr Jesus, wir wollen dich bitten, dass wir dich nicht verlassen, dass unser Glaube fest macht und dass wir nicht fangen. Das wären die Festhalten, egal was kommen mag. Das bieten wir in Anliegen.

[10:25] [Musik]


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